Neueste Links:

Regio-Ranger.de [Details]
    Kategorie: Mutter Erde
Kreativpinsel [Details]
    Kategorie: Grafik & Co.
ZukunftsMusiker.de - Singende Kindergärten [Details]
    Kategorie: Musik & Co.
Komposttoiletten - im Öko-Shop [Details]
    Kategorie: Sanierung
Öko-Energie.de [Details]
    Kategorie: Haus und Garten
Catwise [Details]
    Kategorie: Blogs
Baumschule Wurzelwerk [Details]
    Kategorie: Permakultur
Cape Breton Eco Village [Details]
    Kategorie: Haus und Garten
frankstoner.tv [Details]
    Kategorie: Bilder der Welt
Mortality monitoring in Europe [Details]
    Kategorie: Information
HEALY ERFAHRUNGEN - JA, der Healy bewegt! ? Meine Erfahrungen - Jetzt ansehen [Details]
    Kategorie: Heilkunde & Medizin
Fernstudium [Details]
    Kategorie: Weiterbildung
Arbos Kratom Online Shop [Details]
    Kategorie: Shops
spirit-of-light - Therapie- und Ausbildungszentrum für SOL-Hypnose® [Details]
    Kategorie: HelferInnen
ZEUMS - Zentrum für Energie- und Umweltmedizin Sachsen [Details]
    Kategorie: HelferInnen
Klangzelle - entdecke das neue Klanguniversum [Details]
    Kategorie: Musik und Radio
Hartz4.org - Tipps rund um das Thema Hartz 4! [Details]
    Kategorie: Hartz IV
Kristalle und Mode von INDAVID [Details]
    Kategorie: Kleidung
Qualiero.com [Details]
    Kategorie: Computer
elektro-sensibel.de [Details]
    Kategorie: Information
STOP-Smartmeter.at [Details]
    Kategorie: Hardware
Literaturliste eBooks [Details]
    Kategorie: Bibliotheken

Links zu den Themen:

Neuigkeiten von (A-K) :

RSS-Feed



Designed by:

Quergedacht! v 2.0 .. verlinkt bei LinkNews.de
Quergedacht! v 2.0
Kritisches und Schönes: Politik, Natur, soziale Ungerechtigkeiten, Spirituelles, private Gedanken, Synästhesie, Tipps - eben von allem etwas. Wie in einer Zeitung. Nur etwas anders und eine freie Meinungsäußerung nach Art. 5 GG (denn noch darf man das)! Anmerkungen aus einem Land, in dem Arbeitslose schon mal erschossen werden können ...

  • Wichtiger Hinweis

    Aufgrund von gewissen Vorfällen in jüngster Vergangenheit und im Zusammenhang mit Blog.de werde ich dieses Blog hier NICHT weiterführen. Was mich zu diesem Schritt bewogen hat, möchte ich aus rechtlichen Gründen nicht öffentlich ausführen.

    Mein neues Blog findet ihr unter http://quergedacht20.square7.ch/ und das wird ganz im Stil dieses Blogs weitergeführt werden. Lasst mir allerdings bitte erst einmal eine Verschnaufpause von ein paar Wochen; auch sind wahrscheinlich im neuen Blog noch ein paar Kinderkrankheiten auszumerzen.

    Mein ganz großer Dank geht an Soeckchen, die mir mit großem persönlichen Einsatz und sehr viel Fachkompetenz das Weiterführen ermöglicht hat.
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Regenbogen am Morgen

    Heute morgen, so gegen Viertel vor Sieben, spielte sich hier ein farbenprächtiges Himmelsschauspiel ab. Gut, wenn man die Kamera in derartigen Situationen griffbereit hat. Heute habe ich auch zum ersten Mal das Ende des Regenbogens gesehen. Und fotografisch festgehalten. Muss ich mir demnächst mal 'ne Schaufel und Gummistiefel schnappen und an der betreffenden Stelle nach dem Topf voller Gold suchen ... ;)

    rb1

    rb2

    rb3
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Sicherheit

    "Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren."
    (Benjamin Franklin)

    Ich bin da über so ein "Fundstück" beim ORF gestolpert. Dabei geht es um die Ergebnisse eines zivilen Sicherheitsforschungsprogrammes, das vom Technologiezentrum des Verbands der deutschen Ingenieure durchgeführt wird. Durchgeführt im Auftrag der Bundesregierung. Heraus kommt dabei - wen wundert's bei dem Auftraggeber - das die meisten Menschen in Deutschland angeblich überwacht werden wollen. Ja, richtig gelesen: Wir wollen überwacht werden! Folgt man den angegebenen Links, dann landet man - wie könnte es auch anders sein - bei der Bundesregierung.

    Ähemm... - Forschung ist ja schön und gut. Und um die Meinung der Leute zu erfahren, muss man sie befragen. Aber Daten über eine solche Befragung (und auch über die Auswahl einer repräsentativen Stichprobe der Bevölkerung, nach welchen Kriterien auch immer) sind leider unauffindbar. Warum eigentlich?!? Ich kann mir nicht helfen: Das alles erinnert mich frappierend an die Art von Studien, die in der Pharmaindustrie üblich ist. Wo der Pharmahersteller die Studie finanziert, durchführt, kontrolliert und beurteilt. Damit auch ja solche Skandale wie Contergan, Zoloft, Lipobay u. a. dabei heraus kommen. Ob unsere Bundesregierung daraus gelernt hat? Nämlich gelernt, es genauso zu machen? Lobbyistisch geprägte "Berater" seitens der Pharmariesen gibt es ja genug.

    Warum nicht regierungsseitig also auch mal so eine bewährte Vorgehensweise einsetzen? Warum nicht auch mal eine Untersuchung beauftragen und dafür sorgen, dass das gewünschte Ergebnis heraus kommt? Und um das auch garantiert glaubhaft zu machen, muss man bloß noch den einen oder anderen ominösen terroristischen Anschlag erfinden, der ja glücklicherweise unter Beteiligung der US-amerikanischen Freunde von der NSA (;)) verhindert werden konnte. Warum erinnert mich das jetzt bloß wieder an die von der Pharmaindustrie zwecks Umsatzankurbelung erfundenen Krankheiten? Aber diese Ähnlichkeiten sind bestimmt nur völlig unbeabsichtigt und von rein zufälliger Natur ...

    abhoerskandal
    (Download von Google - Copyright möglicherweise HIER, aber keine Kennzeichnung. Falls diese Grafik eine Copyrightverletzung darstellen sollte, dann bitte Info vom Copyrightinhaber an mich - Mail s. Impressum - und ich werde das Bild umgehend entfernen.)
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Eigentlich ein Mistvieh ...

    Ein Neozoon ist ein Tier, das einen neuen Lebensraum für sich erobert. Vor allem dann, wenn keine natürlichen Feinde da sind, kann das durchaus problematisch werden, weil der Neuankömmling die heimische Fauna und Flora verdrängt bzw. vernichtet - sofern er sich explosionsartig vermehrt. Und genau das geschieht. Im Jahr 1934 vier Exemplare. Im Jahr 1956 waren es 285 Exemplare. Im Jahr 1970 kam man auf 20.000 Tiere. Und 2005 waren es rund 300.000 Tiere. Wieviele es heute sind steht in den Sternen. Der Neozoe ist zur Plage geworden.

    Aufgebrochene Kaninchenställe mit gefressenen Kaninchen, ausgeplünderte Hühnerställe, getötete Enten, Gänse und Schwäne (alles hier in den letzten Wochen hier bei uns im Schaumburger Land vorgekommen) sind die Folge. Aber auch leergefressene Gärten und aufgerissene Müllbeutel. Mülltonnen mit Deckel bringen gar nichts, sofern die Deckel nicht abschließbar sind. Ganz zu schweigen von Gebäudeschäden, die entstehen, wenn so ein Viech in eine Hohldecke gelangt oder einen Schornstein als Wohnort für sich entdeckt. Die Rede ist von einem süßen, niedlich aussehendem Tierchen, nämlich vom - Waschbären!

    wb

    Eigentlich ist das ja ein Mistviech. Wenn man es mal in freier Wildbahn zu Gesicht bekommt, dann bestenfalls als durch die Baumwipfel huschenden Schatten, den man nicht mal genau erkennen kann. Oder plattgefahren und als Greifvogel-Fastfood auf irgendeiner Straße. Fangen lassen die Biester sich auch nicht, denn eine Falle wittern sie so sicher wie ein deutscher Politiker das Bestechungsgeld. Unser hiesiger Förster hat in diesem Jahr bereits vier Tiere geschossen, aber das ist weniger als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Das ist ungefähr so, als wolle man mit der Fliegenklatsche gegen einen Mückenschwarm vorgehen.

    Ich bin durchaus (sehr) tierlieb, aber alles hat seine Grenzen. Und die Waschbärenplage überschreitet diese Grenze mittlerweile. Und vergrämen? Dazu habe ich im Web folgende Aussage gefunden: "Der Jäger stellt eine Lebendfalle auf, erschießt das gefangene Tier und legt dessen Kadaver ein paar Tage auf das Schuppendach. Die restlichen Tiere der Waschbärgruppe werden nicht wiederkommen." Nun müffelt ein vor sich hin verwesendes Tier allerdings mächtig gewaltig ...

    Die Gemeinde Neuenhagen bei Berlin sieht das m. E. wesentlich realistischer: "Lärm machen, Radio, Kassetten oder Ultraschallgeräte laufen lassen, Anleuchten, Mottenkugeln, Pfefferstreu, mit ammoniakhaltigen Flüssigkeiten oder mit Hunde-Urin getränkte Lappen oder benutzte Babywindeln auslegen und dergleichen mehr. Das alles kann Ihnen viel Arbeit machen, der Erfolg wird sich – wenn überhaupt – nur kurzfristig einstellen und im Endeffekt werden Sie sich selbst mehr gestört fühlen als die Waschbären." Tolle Aussichten! Meine Erfahrung ist die, dass Hauskatzen Waschbären zeitweise irgendwie auf Abstand halten. Aber das war's dann auch schon. Wie also wird man den Waschbären los?
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Zukunft in Deutschland

    Ich habe schon in mehreren Beiträgen auf den vorsätzlichen Versichertenbetrug, auf die Menschenrechtsverletzung Hartz-IV, hingewiesen. Das ist die Zukunft für die Meisten der arbeitenden Menschen. Kaum ein Job ist noch unbefristet und nach Ablauf der Beschäftigungsdauer droht H4. Kaum ein Unternehmen ist noch gegen die Pleite gefeit (Schlecker, OPEL, Quelle und Neckermann sind nur einige Beispiele, die das belegen) und wessen Arbeitgeber dicht macht, der landet über kurz oder lang in H4. Nicht selten muss nach Ansicht eines Arbeitgebers aber "nur" der Personalbestand verjüngt werden. Für ältere, verdiente und erfahrene Mitarbeiter - wobei manche Arbeitgeber den Begriff älter schon ab 33 Lebensjahren, i. d. R. aber spätestens ab 40 definieren - bedeutet das die Kündigung oder aber das Rausmobben. H4 ist die Folge. Auch Selbständigkeit - ohnehin nur für wenige Menschen infrage kommend - bietet keinen Schutz. Auch dabei kommt es oft und gerne zu H4. Was es damit auf sich hat, lässt sich verschiedenen Fernsehbeiträgen, die (noch) auf Youtube zu finden sind, entnehmen.

    Von der Uni zu Hartz IV
    Dieser Beitrag belegt, dass auch eine Hochschulbildung nicht vor H4 schützt. Qualifikation kann die staatliche Nötigung bestenfalls hinauszögern.

    Staat observiert Hartz IV Empfänger
    H4-Empfänger sind Freiwild, beliebig zu bespitzeln. Und das wird seitens der Jobcenter auch gemacht.

    Sparmaßnahme - Geistig Behindert statt Hartz-4/ALG-2
    Wer sich nicht bedrohen, demütigen und schikanieren lässt oder wo ganz besonders effektiv gespart werden soll, dem bzw. da dichtet man den Arbeitslosen schon mal eine geistige Behinderung an. Sprich: Man entmündigt sie, erklärt sie für psychisch gestört. Es lebe der willenlos mitlaufende Untertan! Hatten wir den nicht schon mal?

    Willkürliche Schikanen der Argen
    Das Beispiel zeigt, welche paranoid-schikanösen Maßnahmen an der Tagesordnung sind, wenn es darum geht, die "Kunden" der Arbeitsagenturen fertig zu machen.

    Sinnlose Qualifizierungsmaßnahmen

    Ein Beispiel für aktive, staatlich geförderte Statistikfälschung.

    Leben, 100 Prozent unter dem Existenzminimum
    Jahr für Jahr sind es etwa zehntausend Menschen in dieser, unserer Bananenrepublik, über die mit dem Existenzentzug indirekt ein Todesurteil gesprochen wird. Hier kämpft einer dagegen an. Irgendwie jedenfalls.

    Hartz IV - Wenn der Strom abgestellt wird
    H4-Empfänger kriegen alles - suggerieren die gleichgeschalteten Medien. Denkste! Die Realität sieht ausgesprochen bitter aus. Den das, was zum Existieren benötigt wird - das Nötigste - wird am Stand von vor zweihundert Jahren festgemacht.

    Hartz 4 trotz Studium: Eine Betroffene berichtet vom Leben in Armut
    Studium und dann einen Job. Klasse, nicht wahr? Und dann H4. Kann verdammt schnell gehen und jeden treffen!

    Selbstverständlich sind das Einzelfälle, so jedenfalls die offizielle Verlautbarung. Stimmt, es sind Einzelfälle. Die Einzelfälle sind allerdings darin zu sehen, dass systematische und allseits übliche Vorgehensweisen in die Medien gelangt sind! Über kurz oder lang trifft H4 jeden. Das ist die Zukunft eines jeden Einzelnen in Deutschland! Dabei geht es auch sehr gut ohne diese unsägliche Nötigung, wie die Jahre von 1948-2003 gezeigt haben. 55 Jahre konnten wir sehr gut OHNE diese Menschenrechtsverletzung, die jeden Bürger dieses Staates bedroht, leben.

    Heute hingegen sehen die H4-unterstützenden Parteien das als alternativlos an. In sechs Wochen ist Wahl. Von einigen Ausnahmen mal abgesehen stellen sich Parteien zur Wahl, die H4 befürworten. Wollt ihr wirklich jemanden wählen, der pro Menschenrechtsverletzung eintritt? Ich lehne mich an dieser Stelle mal weit aus dem Fenster und prognostiziere, dass die Wahlbeteiligung deutlich unter 60% liegen wird. Weil es längst keine echte Wahl mehr ist. Bloß: Es muss ja keiner die über Parteispenden gekauften H4-Befürworter wählen. Es gibt Alternativen!
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Sprachidentifizierung

    Das Internet ist international. Und gar nicht mal so selten geschieht es, dass man - wenn man einem Link folgt - auf einer Seite landet, deren Sprache einem völlig unbekannt ist. Schön, für solche Sachen existiert ja Übersetzungssoftware wie bspw. QTranslate oder man bemüht einen Online-Übersetzer wie den Google-Übersetzer oder (bei Einzelwörtern) LangToLang. Aber fast allen diesen Übersetzern ist eins gemeinsam: Man muss erst einmal wissen, um welche zu übersetzende Sprache es sich eigentlich handelt und den Übersetzer dann entsprechend justieren. Nun geht es zumindest mir so - den Meisten meiner Leser möglicherweise auch - dass Chinesisch, Japanisch, Koreanisch u. ä. ziemlich gleich aussehen und bestenfalls Fragezeichen in die Augen zaubern. Um welche Sprache handelt es sich? Ohne Kenntnis der Sprache auch keine Übersetzung!

    An dieser Stelle setzt die Sprachidentifizierung an. Die wird von der Windows-Freeware "Polyglot 3000" übernommen. Polyglot 3000 kommt als Installer für x32- und für x64-Systeme. Ich habe aus Kompatibilitätsgründen die x32-Version unter einem x64-System (Windows 7) getestet und die lief sehr gut. Der Installer ist rund 2,7 MB groß und die Installation verläuft vollkommen unproblematisch. Nach dem Installieren werden 3,3 MB benötigt und die Software liegt auf C: unter "Programme(x86)" im Ordner "Polyglot 3000". Kopiert man diesen Ordner an andere Stelle und deinstalliert die Software wieder, dann erhält man mit der 1:1-Kopie eine portable Version. Beim Installieren beachten, dass die Software versucht, sich in die Autostartgruppe einzuklinken - das lässt sich deaktivieren. Der Programmstart erfolgt mit "Polyglot3000.exe".

    polyglot

    Zur Bedienung: Man kopiert eine Textpassage der unbekannten Sprache in das Fenster von Polyglot 3000 und klickt auf den Button "Sprache erkennen". Das ist alles. Das Programm zeigt daraufhin an, um welche Sprache es sich sich handelt (sofern die Erkennung erfolgreich verlaufen ist) und gibt die Wahrscheinlichkeit an, mit der die Erkennung korrekt ist. Das ist alles. Im nächsten Schritt kann man dann einen separaten Übersetzer (vgl. oben) entsprechend justieren und die Übersetzung vornehmen lassen. Bitte beachten: Polyglot 3000 selbst führt keine Übersetzung durch. Es identifiziert lediglich die zu übersetzende Sprache. Aktuell werden knapp 500 Sprachen (Liste HIER) erkannt.

    Fazit: Ein nützliches, kleines Tool für alle, die ab und an mal mit unterschiedlichen Sprachen zu kämpfen haben. Und eine hervorragende Ergänzung zu Übersetzungsprogrammen.
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Die neuen Juden

    Ablenkung ist alles. Im Dritten Reich wollten die Herrschenden von den diktatorischen Zuständen, der Verschuldung und der verfehlten Wirtschaftspolitik ablenken. Sie schoben daher alles einer Minderheit in die Schuhe und schürten mit Hilfe der Medien den Hass auf eben diese Minderheit. Die Minderheit waren die Juden. Man stigmatisierte sie; sie mussten als weithin sichtbares Zeichen den Judenstern tragen. Tatsächlich - wenn man es einmal unvoreingenommen betrachtet - war der Judenstern aber eher ein weithin sichtbares Zeichen eines unmenschlichen, lebensverachtenden Systems. Dennoch: Das Verfahren hat gut funktioniert. Es schrie förmlich nach einer Wiederholung. Die gibt es seit knapp zehn Jahren. An die Stelle des Judensterns ist der Arbeitslosenausweis getreten. An die Stelle der Juden sind die Hartz-IV-Abhängigen, die Verarmten in einer Überflussgesellschaft, getreten. Eine Szene, die sich vor ein paar Tagen vor mir an der Kasse eines Freibades abspielte:

    Gast (seinen Arbeitslosenausweis vorzeigend): "Bekomme ich als Arbeitsloser eine Ermäßigung?"
    Kassendrachen (ihn wie ein ekliges Insekt fixierend): "Wass'n das für'n Zettel?"
    Gast (resigniert): "Das ist ein gültiger Arbeitslosenausweis. Die sehen heute so aus."
    Kassendrachen (aggressiv): "Ein Behindertenausweis sieht anders aus!"
    Gast (peinlich berührt): "Das ist ja auch kein Behindertenausweis. Das ist ein Arbeitslosenausweis."
    Kassendrachen (sich ganz in ihrer Macht sonnend): "Da könnte mir ja jeder Schmarotzer irgendeinen Zettel unterschieben!"
    Gast (entnervt): "Also bitte - bekomme ich darauf jetzt eine Ermäßigung oder muss ich mich erst bei der Gemeinde erkundigen?"
    Kassendrachen (verunsichert): "Na gut. Aber nur weil ich heute meinen sozialen Tag habe!"

    Dieses Beispiel ist typisch für das heutige Deutschland. Es gibt sie wieder, die Juden. Aber es sind die neuen Juden. Das Stigma ist wieder da; es ist kein Stern mehr, sondern der Arbeitslosenausweis. Und der Staat schürt die Stigmatisierung. Er hält an den Hartz-Gesetzen fest. An Gesetzen, für deren Ausarbeitung so genannte Unternehmensberater wie McKinsey und Roland Berger wesentlich beteiligt waren. An Gesetzen, die ein durch und durch repressives, demokratievernichtendes System installiert haben. Ein System, das alle Arbeitslosen erst einmal pauschal als dumm, faul, unqualifiziert, arbeitsscheu und hinsichtlich des Erschleichens von Sozialleistungen als kriminell vorverurteilt. Grundlos! Es lebe das unbegründete Vorurteil ... Aber auch ein Gesetz, dass der Volksenteignung dient, denn H4-Unterstützung kann nur derjenige beantragen, der sich zuvor von allem, wofür er ein Leben lang gebuckelt hat, verabschiedete, das zu Geld machte und von diesem Geld gelebt hat.

    Wenn ein selbständiger Mittelständler überleben will, dann ist er auf Aufträge angewiesen. Kommen die Aufträge nicht, dann wird er insolvent und kann sich bei den "faulen, unqualifizierten Sozialschmarotzern" - bei den neuen Juden - einreihen. So ein Auftragsrückgang passiert ganz schnell. Ich habe das seinerzeit im Dot-Com-Hype gegen Ende der 1990er Jahre - als ich noch nebenberuflich als Fotograf für diverse, renommierte Zeitungen und als Webdesigner für verschiedene Firmen, Vereine und ÖD-Instutionen, u. a. auch für Greenpeace, tätig war (den "Mediendesigner" gab es noch nicht) - selbst schmerzlich erfahren müssen. Entweder man investiert ein kleines Vermögen in die Ausrüstung oder man geht baden. Das kleine Vermögen muss aber irgendwoher kommen. Es kommt aus den Aufträgen. Haben die Leute kein Geld, dann bleiben eben auch die Aufträge aus. Damals war's die hohe Arbeitslosigkeit und heute sind's die Dumpinglöhne, die oftmals nicht zum Leben reichen. Wodurch die Menschen aufstocken müssen und wegen der Aufstockung in die Fänge der alles kontrollierenden und überwachenden BA getrieben werden. Nicht umsonst nennt man die ja im Volksmund auch "Verfolgungsbehörde". Woher kommen die Dumpinglöhne? Aus dem Drücken der Löhne. Warum kann man das Lohnniveau beliebig drücken? Weil beliebig viele, arbeitswillige Arbeitslose zur Verfügung stehen - eben die "faulen, unqualifizierten Sozialschmarotzer", die neuen Juden.

    Hartz-IV ist die Triebfeder für sittenwidrige Löhne, ist eine beständige Bedrohung. Für jeden. Wenn Hartz-IV bei Arbeitslosigkeit grundsätzlich gezahlt werden würde, dann sähe es vielleicht etwas anders aus. Dem steht aber die Sanktionspraxis, geschaffen zur Knechtung der Bevölkerung, entgegen. Denn seien wir mal ehrlich: Ohne Sanktionen wäre Hartz-IV so bedrohlich wie ein zahnloser Hai. Dabei sind die Sanktionen gar nicht mal dazu da, die Leute zu "aktivieren" - nein, denn das H4-Niveau ist so gering, dass davon ohnehin keiner leben kann. Allein das ist schon bedrohlich genug. Da bedarf es der schikanösen Sanktionen überhaupt nicht mehr. Das es sie dennoch gibt, kann folglich nur einen einzigen Grund haben: Unterdrückung, Nötigung und Knechtung der Bevölkerung. Und dann achtet jeder peinlichst genau darauf, dass ihm das Abrutschen in die Gruppe der Prügelknaben erspart bleibt. Jedenfalls vorerst. Langfristig gesehen klappt das sowieso nicht. Jeder gegen jeden ist die Konsequenz - und die Absahner besitzen so viel, dass sie es bis zum Lebensende nicht mehr ausgeben können und werden dadurch reicher und reicher. Sie sind außen vor und kassieren nur noch. Sie sind die "Elite", während sich die "unteren Chargen" gegenseitig die Köpfe einschlagen, indem dort einer dem anderen die Butter auf's Brot nicht mehr gönnt.

    Es handelt sich um ein auf Angst basierendes System, wie es eigentlich nur paranoiden Gehirnen entsprungen sein kann. Denn Kontrolle geht über alles! Zum Vergleich: Auf einen Euro möglicherweise erschlichener Sozialleistungen (inklusive noch anhängiger und daher nicht entschiedener Gerichtsverfahren) kommen gut 1.400 Euro an Steuerhinterziehung. Aber Steuerhinterziehung wird als Kavaliersdelikt betrachtet, wohingegen jeder "Sozialschmarotzer" die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommt. Recht, das mit zweierlei Maß misst. Vor Gericht sind alle gleich. Bloß sind die neuen Juden offensichtlich etwas gleicher. Eine neue Studie belegt das. Sie belegt auch, dass Hartz-IV alles andere als eine Möglichkeit zur Aktivierung der Eigeninitiative von Arbeitslosen ist. Und wenn man sich bei dieser Gelegenheit einmal die Vermittlungszahlen der BA anschaut, dann kommt man auf eine Versagensquote von über 97%. Die Vermittlung Arbeitsloser kann folglich wohl kaum die Aufgabe der Jobcenter sein. Welche Aufgaben haben die aber dann wirklich?

    1. Produktion von manipulierten Statistiken, um die verantwortlichen Politclowns in den Medien gut dastehen zu lassen.
    2. Vorenthalten von im Rahmen von Zwangseinzahlungen geleisteten Versicherungsleistungen, mithin also vorsätzlicher Versichertenbetrug.
    3. Nötigung der euphemistisch als "Kunden" betitelten Klientel durch Sanktionen bis hin zum Existenzentzug (also der Todesstrafe durch die Hintertür).
    4. Hemmungslose Bespitzelung eines Großteils der Bevölkerung bis hin zur Hausdurchsuchung nach Gestapo-Manier, also ohne Gerichtsbeschluss.
    5. Entmündigung renitenter "Kunden" nach Aktenlage.

    Mit anderen Worten: Die Aufgaben der BA bestehen realistisch betrachtet darin, mittels Zwang willenlose Untertanen und bedingungslose Mitläufer zu erzeugen. In der BA Beschäftigte sind gezwungen, das alles mitzumachen und den Mund zu halten, sofern sie nicht selbst ganz schnell als "Kunde" auf der anderen Seite des Schreibtisches sitzen wollen. Und damit das auch alles reibungslos vonstatten geht, werden diese ausführenden Organe selbst von oben her bespitzelt. Wagt es trotzdem mal jemand, Tacheles zu reden, dann ist er - bzw. sie - draußen. Wie bspw. Inge Hannemann. Tut ein Arbeitsloser den Mund auf, dann sieht er sich einem multimedialen Shitstorm und Schikanen ausgesetzt. So wie bspw. Ralph Boes. Bringt jemand die Mauscheleien der oberen Zehntausend - der Nutznießer dieses Unrechtssystems! - an's Tageslicht, dann landet er in der Psychiatrie. So wie bspw. Gustl Mollath. Auch das ist Deutschland heute.

    Das alles hat m. E. mit Demokratie nichts zu tun. Das sind typische Merkmale einer faschistoiden, oligarchischen Diktatur. Wahlen degenerieren zur Wahl zwischen Pest und Cholera, weil alle vermeintlich unterschiedlichen ("Volks-") Parteien ohnehin die gleiche Richtung vertreten. Unterschiede gibt es nur noch in Nuancen - nämlich in der Nuance, wie schnell man das Volk zugunsten einiger Gierschlünde ausrauben soll. Das hat jetzt nichts mit Neid zu tun. Aber sehr viel mit gerechter Verteilung. Und ausgerechnet diejenigen, die dieses neofaschistische System ein- und weitergeführt haben, stellen sich in ein paar Wochen wieder zur Wahl. Um mit eben genau diesem System der Volksverarmung und Volksenteignung weiterzumachen. Wollt ihr die wirklich weitermachen lassen? Wollt ihr selbst zu den neuen Juden werden, weil Hartz-IV über kurz oder lang jeden trifft? Oder denen mit Alternativen - die es ja durchaus gibt - mal einen ordentlichen Schuss vor den Bug setzen? Merke: Nur die dümmsten Schweine wählen ihren eigenen Metzger! Wollt ihr weiterhin einen Räuberstaat unterstützen oder vielleicht doch lieber zur Abwechslung mal selbst leben?

    P. S.: Um jegliche Missverständnisse auszuschließen, betone ich hiermit ausdrücklich, dass das Unrecht, welches unseren jüdischen Mitbürgern angetan worden ist, in keinster Weise entschuldigt werden kann. Zumal auch eine meiner Vorfahrinnen seinerzeit im KZ ermordet worden ist. Aber die Vorgehensweisen des Verunglimpfens von Minderheiten gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Und wir sollten ausnahmslos ALLE dafür sorgen, dass sich derartiges nicht wiederholt! Denn die Residenzpflicht für Arbeitslose haben wir schon. Deren totale Kontrolle durch elektronische Fußfesseln auch. Und war es nicht ein Herr Schäuble, der den Bau von Lagern angedacht hat? Das würde nur den nächsten Schritt in einer logischen Folge darstellen. Und was geschieht danach? Muss sich die äußerst unrühmliche Geschichte wirklich wiederholen?
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Faszination Technik in 3D

    LTG 62 - das Kürzel steht für "Luft Transport Geschwader 62", stationiert im Fliegerhorst Wunstorf. Dort war ich kürzlich zu Besuch. Nein, nicht wirklich auf dem Militärstützpunkt. Der ist für Zivilisten unzugänglich. Aber unmittelbar vor dessen Tor, nämlich in der "Ju 52 Halle". Nun habe ich mit den Militärs ja nicht wirklich viel am Hut. Ich weiß, dass da alles, was sich bewegt, auch gegrüßt wird. Und was sich nicht bewegt, das malt man grün an. Warum war ich dennoch da? Es handelte sich um eine Fahrt vom BSW, vom Bahn-Sozial-Werk. Und Schwiegervater, als ehemaliger Bahner, hatte sich zwar angemeldet, trat dann aber aufgrund seiner körperlichen Verfassung (immerhin gut 80a alt) von der Reise zurück. Da bin ich eingesprungen. Ich kannte das zwar schon von einem früheren Besuch her, aber trotzdem ...

    In der Junkers-Ju-52-Halle wird Technik ausgestellt und daneben ist dann da noch das Freigelände mit den (teils begehbaren) Exponaten der Bundesluftwaffe. D. h. man kann in die Flugzeuge rein - zumindest aber in die Transall C160 und in das Cockpit der Antonow. Eine gute Gelegenheit zum Fotografieren, vor allem in 3D. Faszination Technik eben. Das absolute Highlight der Ausstellung ist aber die antike Ju-52, die "Tante Ju". Die in Wunstorf ausgestellte Maschine stammt aus dem Jahr 1940. Seinerzeit wurde Nachschub für die in Narwik (Norwegen) eingeschlossenen Truppen des Generals Dietl benötigt. Dazu starteten 13 Maschinen vom Typ Ju-52 und landeten auf dem zugefrorenen Hartvikvannsee. Die Mannschaften hatten den Befehl, sich nach Übergabe der Ladung zu Fuß bis nach Deutschland durchzuschlagen (was auch klappte) und die Maschinen unbeeinträchtigt an Ort und Stelle stehen zu lassen. Mit der nächsten Eisschmelze versanken alle Flugzeuge im See. Erst 1986 wurden einige Maschinen durch ein Team der eigens dafür gegründeten Interessengemeinschaft JU 52 e.V. geborgen, nach Deutschland zurück transportiert, restauriert und wieder zusammengesetzt. Zwei gingen an Norwegen, eine steht in Dessau und eine in Wunstorf.

    Von der Ausstellung in Wunstorf habe ich ein paar Fotos gemacht. Mit Ausnahme der fliegenden Transall handelt es sich durchweg um 3D-Farbanaglyphen. D. h. für die räumliche Betrachtung wird eine Rot-Cyan-Brille mit dem Rotfilter vor dem linken Auge benötigt.

    ltg1
    3D: In diesem Zustand waren die Motoren der Ju, als man sie nach 46 Jahren aus dem Wasser holte.

    ltg2
    3D: Ein restaurierter Ju-Sternmotor im Aufriss.

    ltg3
    3D: Und so hat das eingebaut ausgesehen.

    ltg4
    3D: Hier mal die restaurierte Ju.

    ltg5
    2D: Eine fliegende Transall C160 - wenn die in rund 100m Höhe (zwecks Unterfliegen des Radars) über das Haus fliegen, dann hat man Angst um den Schornstein.

    ltg6
    3D: Cockpit der Transall C160 (Blick nach unten).

    ltg7
    3D: Cockpit der Transall C160 (Blick nach oben).

    ltg8
    3D: Laderampe der Transall C160 (Innenansicht).

    ltg9
    3D: Der Innenraum der Transall C160. Ganz anders als man es von einem zivilen Flugzeug her gewohnt ist, denn hier regiert die reine Funktionalität und Komfort existiert nicht. Das Umrüsten vom Truppentransporter zum Fallschirmjägertransporter zum Gerätetransporter zum Krankentransporter zum Lazarett muss binnen ein bis zwei Studen gewährleistet sein. Dazu werden alle Einrichtungsgegenstände - egal ob Sitze, Krankenliegen etc. - bloß irgendwie systematisch eingehakt. Die Verkleidung ist keine Isolation, sondern lediglich ein Schutz von Kabeln und Leitungen. Im vorderen Teil der Maschine herrschen +37°C und hinten an der Laderampe -35°C. Soldaten sind "bewegliche Fracht". Nutzlast max. 18,5 Tonnen (16t ist der Nennwert), wobei die sich aber auf Fracht und Kerosin verteilen. D. h. je weiter eine "Trallala" fliegen soll, desto weniger Fracht kann sie befördern.

    P. S.: Etwas Eigenwerbung wird wohl erlaubt sein. Am 01.09.2013 beginnt meine erste Vernissage, eine 3D-Fotoausstellung unter dem Titel "Jahreszeiten in Deister und Süntel". Zwar "nur" im Heimatmuseum Lauenau, aber immerhin schon mal ein Anfang. Örtliche Käseblätter haben sich interessiert gezeigt und der Eintritt ist frei.
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Ein interessanter Film

    Wenn es in der Berieselungsmaschine mal wieder heißt "bei ARD und ZDF schnarchen Sie in der ersten Reihe" und auch die anderen Propagandaprojekte unter dem geistigen Niveau eines Knorpelfisches rumdümpeln, dann schaut euch alternativ mal auf Youtube die Bilderberger-Doku an. Ich weiß nicht, wie glaubhaft dieser wirklich interessante Film ist. Aber wenn davon nur ein Viertel stimmen sollte, dann ist das m. E. schon mehr als erschreckend ...

    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Tätigkeit als Gastautor

    Hier mal ein kleiner Hinweis für alle Freunde von Freeware: Ich betätige mich seit einiger Zeit auch noch als Gastautor im Luffi-Blog. Bisher sind meinerseits folgende Beiträge erschienen:

    - Es fing im Herbst 2011 an ...
    - Portapps oder Luffi?
    - Die "Ware"-Arten
    - Luffis Bekanntheitsgrad
    - Über Portabilität ...

    Man kann ja über Freeware durchaus geteilter Meinung sein. Ich vertrete (als früherer Programmierer von Kommerzware) die Auffassung, dass sie sinnvoll und nützlich ist und dass sie heute einen ernstzunehmenden Faktor - mithin sogar eine Alternative zu marktüblicher Kommerzware, vgl. OSALT - darstellt. Denn seien wir mal ehrlich: Was wird beim Windows mitgeliefert? Herzlich wenig! Und dann besorgt man sich Software für Grafik- oder Musikbearbeitung, für das Lesen von PDFs, für die Systempflege usw. Genau an der Stelle hilft die eingangs erwähnte Software "Luffi" weiter. Sie stellt nicht nur ein Freeware-Wiki (m. W. das umfassendste Freeware-Wiki der Welt) zur Verfügung, sondern bietet darüber hinaus auch noch die Möglichkeit, das Windows-System gleich mit der geeigneten Software auszustatten und die auch up to date zu halten. Wie ein Packet-Manager unter Linux ...
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Malochen bis zum Umfallen

    Das Deutsche Rentensystem galt einmal als eines der besten Altersvorsorgesysteme der Welt. Historisch entstanden aus den gemeinschaftlichen Selbsthilfeeinrichtungen von Handwerk und Bergbau wurde 1891 die Rentenversicherung der Arbeiter eingeführt. Im Rahmen der Weltwirtschaftskrise um 1930 waren die Rentenkassen mehr oder weniger entwertet worden, so dass neben dem Ansparen auch die Leistungen seitens der Kinder zur Altersvorsorge herangezogen werden mussten. Darauf gründete sich der spätere "Generationenvertrag" in der Bundesrepublik Deutschland. Prinzipiell wurde dabei zweigleisig vorgegangen: Einerseits kam in den Sozialkassen angespartes Vermögen der arbeitenden Bevölkerung zum Tragen und andererseits sorgten die jüngeren, arbeitenden Bevölkerungsschichten dafür, dass ältere und aus dem Arbeitsleben ausgeschiedene Menschen ihren Lebensabend vielleicht nicht gerade genießen, aber doch halbwegs adäquat verbringen konnten. Das hat gut ein halbes Jahrhundert lang hervorragend funktioniert.

    Dann aber brauchte der Staat Geld - ganz viel Geld. Ein CDU-Staatssekretär unter Kohl, seines Zeichens früherer Banker, räumte daher kaltlächelnd die Rentenkassen leer, um die deutsche Wiedervereinigung zu finanzieren. Nicht, dass das Geld den Menschen zugute gekommen wäre - nein, denn die Wirtschaft dient ja bekanntlich uns allen. Dafür, dass sich etliche Unternehmen auf diese Weise eine goldene Nase verdienten, wurde Horst Köhler - so hieß besagter Staatssekretär - später mehr oder weniger geadelt und zum Präsidenten gemacht. Das Nachsehen hatte - wie üblich - die Bevölkerung. Die Rentenkassen waren leer; die Alterssicherung nicht mehr finanzierbar. An diesem Punkt hätte man die profitierende Wirtschaft durchaus zur Kasse bitten können. Die Schröder-Fischer-Junta allerdings sah das anders. Der eine liebte es, an russischen Gashähnen zu schnüffeln und der andere machte als Lobbyist (bspw. für Siemens, BMW, RWE u. a.) Karriere.

    Lobbyist wird man natürlich nicht so mir nichts, dir nichts. Dazu bedarf es schon gewisser "Gefälligkeiten". Unter diesem Gesichtspunkt ist es von Vorteil, wenn Antikorruptionsabkommen nicht vorhanden und Politiker nur ihrem Gewissen verantwortlich sind. Dann kann man sie nämlich auch nicht strafrechtlich belangen. Anders ausgedrückt: Sie können schalten und walten, wie sie es wollen. Oder wie es für ihr eigenes Bankkonto gerade am nützlichsten ist. Nein, ich will hier keine Neiddiskussion vom Zaun brechen. Ich möchte vielmehr andeuten, dass es neben hemmungsloser Gier auch noch so etwas wie eine gerechte Verteilung gibt. Doch zurück zu den o. e. gewissen "Gefälligkeiten".

    Dazu zählen die Einführung von Zwangsarbeit und Neosklaverei, euphemistisch umschrieben als "aktivierender Sozialstaat" oder besser bekannt als Hartz-IV. Dazu zählt die Öffnung eines Landes für alles abgrasende Heuschrecken-Konzerne, auch als Hedgefonds bezeichnet. Dazu zählt die Einführung eines uneingeschränkten Lohndumpings inklusive der Drohung, das diejenigen, die da nicht mitspielen, sich ganz schnell auch als Zwangsarbeiter und Neosklaven wiederfinden können. Die geradezu geniale Vorlage zum Ausrauben der Bevölkerung, bekannt geworden unter dem Euphemismus "Agenda 2010" und über lange Jahre hinweg konsequent quer durch alle Parteien mitgetragen, konnte sich natürlich kein Raffke entgehen lassen. Dadurch passierte, was ganz unzweifelhaft passieren musste: Es kam zur Spaltung der Bevölkerung in Arm und Reich.

    Wer arm ist, kann aber nicht mehr zur Altersverorgung beitragen. Der kann von Glück sagen, wenn es aufgrund des Lohndumpings gerade so eben für das eigene Leben reicht. Das ist sogar schon dem Internationalen Währungsfonds - dem IWF - aufgefallen. Und das will wirklich etwas heißen! Die Perspektive davon betroffener Menschen ist Altersarmut, aber kein Lebensabend. Denn wenn bei leeren Rentenkassen aufgrund von Dumpinglöhnen nichts reinkommt und stattdessen bedingt durch den demografischen Wandel immer mehr entnommen werden muss, dann werden die davon nicht gerade voller.

    Nun könnte man - als wirklich dem ganzen Volk und nicht nur einem verschwindend kleinen Bruchteil davon verpflichteter - Volksvertreter diese fatale Umverteilungsspirale von unten nach oben selbstverständlich stoppen, ja langfristig sogar umkehren. Und so für eine gerechtere Verteilung sorgen. Das würde die Rentenkassen zwar langsam, aber immerhin wieder füllen. Doch welcher Hund beißt schon die Hand, die ihn füttert? Oder anders gesagt, welcher ganz legal korrupte Politiker (die betreffenden Gesetzeswerke kann er irgendwo ja sogar selbst machen) geht schon gegen seinen, ihm den Wahlkampf finanzierenden Auftraggeber vor? Es regiert die Gier! Deswegen wird auch ein anderer Plan verfolgt.

    Zunächst betrügt man die langjährig arbeitenden Menschen vorsätzlich um die ihnen eigentlich zustehenden Versicherungsleistungen, für die sie zangseinzahlen mussten. Das ist das System Hartz IV. Es dient der Volksenteignung. Damit keiner von den Betroffenen aufmuckt, wird das Grundgesetz in solchen Fällen kurzerhand ignoriert, was Drohungen, Bespitzelungen, Schikanen, Nötigung, Sanktionen, Existenzentzug etc. Tür und Tor öffnet. Das übernehmen die Jobcenter. Funktioniert im Prinzip genauso wie die Schutzgelderpressung der Mafia, ist im Gegensatz dazu aber staatlich abgesegnet. Und dann setzt man das gesezliche Rentenalter erstmal hoch, so auf sagen wir 67 Jahre. Bringt für gewisse Leute 'ne Menge Cash in die eigenen Taschen und exakt darum geht es ja auch. Dann will selbstverständlich noch der Auftraggeber profitieren und dazu macht man der Bevölkerung das Konstrukt einer unbedingt notwendigen, absolut unverzichtbaren privaten Altersvorsorge schmackhaft. Die nennt sich Riester-Rente und zielt auf das Ausplündern der noch verbliebenen, immer dünner werdenden Mittelschicht ab - weil bereits Verarmte das ohnehin nicht ansparen können.

    Wenn auch da soweit abgesahnt worden ist, dass man nichts mehr holen kann, dann wird das Rentenalter eben nochmal raufgesetzt - auf 70 Jahre mit dem Fernziel, die Rente gänzlich abzuschaffen. Lasst die Leute doch malochen bis zum Umfallen! Von Fließband direkt ab in die Kiste! Bei sich immer rapider verschlechternden Arbeits- und Lebensbedingungen profitiert neben der Bestattungsindustrie vor allem die Wirtschaft davon. Und wie schon gesagt: Die Wirtschaft dient uns allen! Hat jedenfalls eine gewisse Kanzlerin (nicht meine!) mal behauptet. Sie behauptete auch, dass wichtig ist, was Arbeit schafft. Nicht aber, dass man der Arbeit auch leben kann. Und während die einen dann bis zum Umfallen keulen müssen, klatschen sich die anderen vor Lachen die Schenkel blutig. Damit das auch unbedingt so bleibt, ist die Wahl im September alternativlos: Ihr müsst UNBEDINGT CDU/CSU-FDP-SPD-Grüne wählen! Wer was anderes wählt, bringt doch bloß völlig unnötig die mühsam ausgefeilte, wundervolle Planung der NLEPD (Neo Liberalen Einheits Partei Deutschlands) durcheinander ...
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Nochmal was zum Thema Fotobuch ...

    Da mich diesbezüglich ein paar Anfragen erreicht haben, will ich - ergänzend zu DIESEN Ausführungen - nochmal ein paar Worte zum Thema "Fotobuch" sagen. Fotobuchanbieter gibt es reichlich und wer da welchen bevorzugt, ist immer eine subjektive Entscheidung. Die meisten der Anbieter stellen eine Layout-/Design-Software zur Verfügung, die nur für ihr eigenes Produkt geeignet ist. D. h. wenn man aus Gründen der Kostenminimierung mit mehreren Anbietern arbeitet, dann ist man gezwungen, auch mehrere verschiedene, proprietäre Systeme zu installieren. Mitunter kommen die sich allerdings auch ins Gehege, was Windows gar nicht mag. Ein professionelles Layoutprogramm zu verwenden ist NICHT möglich! Lassen wir das Layout und die Software also erst einmal außen vor. Gehen wir noch weiter zurück. Was benötigt man für ein Fotobuch? Klar, Fotos. OK, werfen wir zunächst mal einen Blick auf die Bilder an sich.

    Die Kamersensoren liefern einen Datenstream. Das ist das RAW-Format. Darin sind noch alle Bildinformationen drin enthalten, aber es ist kein Bild. Der Stream bedarf der Entwicklung und raus kommt JPG oder MPO (bei Uralt-Digiknipsen auch schon mal ein nicht standardkonformes - weil überdimensionales - GIF). Diese Entwicklung machen die meisten Kameras automatisch; der Benutzer bemerkt davon gar nichts. Allerdings handelt es sich m. E. immer nur um eine Vorentwicklung, denn keine Kamera vermag an das menschliche Auge heran zu reichen. Man merkt das immer dann überdeutlich, wenn man mit mehreren Aufnahmegeräten unterwegs ist und hinterher die Bilder vergleicht - Bilder, die sich mit verschiedenen Kameras unter absolut gleichen Bedingungen aufgenommen mitunter hinsichtlich Belichtung, Sättigung etc. doch schon z. T. sehr extrem unterscheiden. Das bedeutet: Das seitens der Kamera gelieferte Foto ist bestenfalls eine Rohentwicklung und bedarf eigentlich immer der Nachbearbeitung. Galt bei der KB-Analogfotografie noch der Satz "das Bild ist fertig, wenn der Auslöser losgelassen wird", so ist es bei der Digitalfotografie genau umgekehrt.

    Für mich persönlich (andere mögen das abweichend handhaben; ich erhebe da keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit) hat sich daher folgende Vorgehensweise bewährt: Es wird ein Hauptordner für die Bilder angelegt. Dort hinein kommen Unterordner für die Rohfotos der jeweiligen Kameras. In diese Unterordner werden die von den Kameras gelieferten Bilder kopiert. Zusätzlich wird ein Ordner für die Bildbearbeitungen angelegt. Nun gehe ich Ordner für Ordner mit den Rohbildern durch und nehme daraus jeweils nur die besten Aufnahmen zwecks Nachbearbeitung. Die wandern, wenn sie fertiggestellt sind, in den "Bearbeitet-Ordner", der sozusagen einen Pool der gelungensten Aufnahmen bildet.

    Nachdem das beendet ist, wird der "Bearbeitet"-Ordner an andere Stelle kopiert. Jetzt werden chronologische oder thematische Ordner angelegt - also bspw. "Erster Tag", "Zweiter Tag" usw. oder "Familie", "Landschaft", "Tiere" etc. Aus dem "Bearbeitet"-Ordner schneide ich nun die Fotos für den jeweiligen Themenordner aus. Sie werden NICHT kopiert! Das Ausschneiden vermeidet nämlich äußerst ärgerliche Doubletten später im Fotobuch. Am Ende dieses Prozesses ist der kopierte "Bearbeitet"-Ordner leer und nur die besten Fotos aller Aufnahmegeräte zusammen liegen thematisch bzw. chronologisch sortiert vor. Das sind die Vorarbeiten und die ziehen sich sehr lange hin. Aber auf der Basis dieser Vorabeiten kann jetzt ein Fotobuch angefertigt werden. Alle mir bekannten Anbieter verlangen nach Bildern im JPG-Format. Diese Bilder können unterschiedlich groß sein. Hier mal ein paar Richtwerte für eine kameratypische Auflösung von 72dpi:

    DIN A5: 1024*768px Querformat bzw. 768*1024px Hochformat
    DIN A4: 2048*1536px Querformat bzw. 1536*2048px Hochformat
    DIN A3: 2592*1944px Querformat bzw. 1944*2592px Hochformat

    Alle diese Maße gelten für das einzelne, format- (seiten-) füllende Foto (also für eine einzelne Fotobuchseite) und sind Mindestmaße. D. h. sie können und sollen gerne überschritten, dürfen aber niemals unterschritten werden. Handelsübliche Fotobücher beginnen i. d. R. bei 24 Seiten und das steigert sich dann in Zwölferschritten - also 36, 48, 60, 72 Seiten usw. Man benötigt also eine der Seitenanzahl entsprechende Anzahl von JPG-Fotos mit den o. e. Mindestmaßen - für ein 36-seitiges Buch A4 hoch also 36 JPGs 1536*2048px, für ein 48-seitiges Buch A5 quer also 48 JPGs 1024*768px usw.

    photoscape
    Collage der Einzelseite mit Photoscape.

    Das ist ein Bild pro Seite. Aber eine Collage aus mehreren Bildern, als ein einziges JPG abgespeichert, gilt auch nur als ein Bild. D. h. man kann mittels Collagetechnik auf einer Seite problemlos mehrere Bilder unterbringen. Ich verwende dazu die (portable) Freeware Photoscape, denn wie mir eine selbständige Grafikerin aus unserer Kreisstadt staunend versichert hat, sind Collagen mit Photoscape wesentlich schneller und einfacher als bspw. mit Photoshop CS zu realisieren. Man wählt dazu unter Photoscape den Funktionsbereich "Albumseite" an, selektiert aus den Vorlagen das gewünschte Seitenlayout und gibt die Maße für die fertige Bildseite ein. BTW: Ich nehme dazu standardmäßig 2736*3648px für das Hoch- und 3648*2736px für das Querformat und bin dadurch sowohl für A3 wie auch A4 oder A5 absolut auf der sicheren Seite. Die Fotos werden dann nur noch per Drag'n Drop in die Layout-Vorlage gezogen und ggf. hinsichtlich ihrer horizontalen oder vertikalen Orientierung etwas ausgerichtet und fertig. Photoscape übernimmt das erforderliche Skalieren automatisch. Wurde ein Layout mit verschiedenen Bildern gefüllt, dann speichert man es als EIN JPG ab - also als ein Foto respektive eine Fotobuchseite.

    Mit einer beliebigen Grafikbearbeitung kann man so ein Collagen-JPG zusätzlich noch mit einem kurzen Kommentar versehen, also bspw. "Vögel", "Moor" o. ä. Dazu eignen sich bezogen auf A4-Seiten m. E. die Schriftarten "Garamond" und "Comic Sans MS" in 72dpi Größe und Fettdarstellung am besten. Derartige Beschriftungen allerdings nie direkt an den Bildrand setzen, sondern immer etwas eingerückt platzieren, weil u. U. beim fertigen Fotobuch noch ein Randbeschnitt erfolgt (je nach Anbieter unterschiedlich) und nichts hässlicher als ein angeschnittener Schriftzug ist.

    einzelseiten
    Vorbereitete Fotobuch-Einzelseiten - jede Seite ist ein JPG-Bild.

    Nun kann es natürlich sein, dass man in einem Fotobuch auch Textseiten - sei es zur Erläuterung, sei es als Reisebericht oder Reisetagebuch usw. - unterbringen möchte. Auch das ist machbar. Dazu wird eine beliebige Textverarbeitung benötigt. Dort zuerst die Seite so justieren, dass ein umlaufender Rand von 2-2,5cm vorhanden ist (je nach Fotobuchanbieter kann u. U. auch schon 1,5cm ausreichen, aber mit 2cm ist man im allgemeinen hinsichtlich des Beschnittrandes schon auf der sicheren Seite). Nun den Text einfügen; dabei Überschriften in 18dpi Fett und Normalschriften in 14dpi normal wählen (ab 12dpi wird's zu klein und sieht grausam aus). Als buchtypische Belletristik-Schriftart eignet sich Garamond. Wenn der Text fertig gesetzt ist, dann kann man durch das Einfügen von Bildern in Frames bzw. Textfeldern alles noch so hinschieben, dass die Seite optimal ausgenutzt wird. Abspeichern und PDFen. Nun muss aus der PDF-Seite noch ein JPG-Bild gemacht werden. Dazu dient die portable Freeware PDF XChange Viewer. Darunter das PDF laden und mit der Export-Funktion jede einzelne PDF-Seite als JPG exportieren (Komprimierung 80-85%). Am Ende dieses Prozesses liegen also auch die Textseiten einzeln als JPG-Bild vor.

    buecher
    Nach dem beschriebenen Verfahren angefertigte Fotobücher.

    Damit sind die Fotobuchseiten praktisch fertiggestellt worden. Ein Blick auf die Seitenanzahl: Passt die Anzahl der Ganzseiten-JPGs zum Buchstandard? Falls nicht, dann werden noch ein paar zusätzliche Seiten angefertigt, um auf die Zwölferabfolge (24-36-48-60-72...) zu kommen. Anschließend die Seiten (Bilder) sortieren - 01.jpg, 02.jpg, 03.jpg usw., um die richtige Reihenfolge herzustellen. Und ein Bild (cover.jpg) als Cover für das Fotobuch vorbereiten. Das alles wandert auf einen Datenträger. Nun heißt es warten - warten auf das Fotobuch-Sonderangebot. Derartige Angebote - Ermäßigungen bis zu 50% sind durchaus drin - gibt es immer mal wieder. Aber normalerweise nur für einen (sehr) kurzen Zeitraum. Findet man ein Angebot, egal ob im Web oder im Drogeriemarkt, dann heißt es sofort zuschlagen. Die Bilder sind ja fertig. Da wird beim Fotobuch dann nur noch das Ganzseitenlayout gewählt (d. h. ein Bild formatfüllend pro Seite) und man spielt die vorbereiteten Seiten in der richtigen Reihenfoge rüber. That's it! Auf diese Weise lassen sich hochwertige Fotobücher für lau anfertigen. BTW: Man hat mich auch gefragt, was besser ist - ausentwickelte oder gedruckte Fotobücher. Um ganz ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht! Diese Frage werde ich frühestens in ungefähr 30 Jahren beantworten können, wenn sich nämlich Papier und Farben verändert haben. Sofern ich dann überhaupt noch im Irrenhaus des Universums weile ...
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Reisebericht Büsum (9)

    (Dies ist der letzte Teil des Reiseberichts. Bisher erschienen sind Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7 und Teil 8).
    ______________________________

    Einmal im Jahr wird in der Küstenregion das "Retter-Wochenende" zelebriert. Wir hatten bei dieser Reise insofern Glück, als dass das Retter-Wochenende auch auf unsere letzten beiden Tage fiel und somit noch "mitgenommen" werden konnte. Retter-Wochenende, was ist das? Das ist der Samstag, der ganz im Zeichen von Feuerwehr, THW, DRK und Küstenschutz (wahlweise Marine oder/und Küstenwache bzw. Bundespolizei) steht. Das ist die Präsentation der Technik. So kann man sich bspw. auch mal einen Rettungswagen von innen ansehen ohne gleich damit abtransportiert werden zu müssen. Die Feuerwehr bot zudem noch eine Dixieland-Band auf, die richtig geile Mucke machte: Volksfestartige Stimmung! Die Marine bspw. präsentierte sich mit einem Umweltschutz-Stand mit aus dem Wasser gefischten Plastikbfällen. An dem Stand war zu erfahren, dass jeder Bundesbürger im Durchschnitt jährlich 49kg Plastikmüll produziert. Wenn ich mir allerdings überlege, wie oft ich zuhause wieviel Müll raustragen muss, dann erscheint mir diese Zahl doch eher noch untertrieben zu sein. Das Retter-Wochenende ist selbstverständlich auch der Sonntag, der ganz und gar im Zeichen der DGzRS steht und auch als "Tag der Seenotretter" bezeichnet wird. Hier erst einmal ein paar Impressionen vom Samstag.

    t9a

    t9b

    t9c

    t9d

    t9e

    Es ist schon bemerkenswert, was für Spezialgerät da aufgefahren wird bzw. auch aufgefahren werden muss, denn ohne Raupenketten und breite Ballonreifen ist z. B. der Einsatz im Watt - oft zum Absaugen von Öl - gar nicht möglich. Der Sonntag stand dem in nichts nach. Da war erst einmal der Büsumer Leuchtturm, der sein hundertjähriges Bestehen feierte und der deswegen ausnahmsweise einmalig für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Von früher her wusste ich noch (ich war als Kind "unter der Hand" schon mal oben gewesen), dass man von dort oben den perfekten Rundumblick, ideal für Panoramafotos, hat. Also das Ende der Menschenschlange gesucht und sich dort angestellt. Aber irgendwie ging es einfach nicht weiter. Ich sagte zu meiner Tochter: "Bleib' du hier; ich gehe mal Lage peilen" und machte mich auf den Weg. Wieder zurück sagte ich dann nur: "Komm', wir gehen!" Es handelte sich nämlich um eine ganz simple Rechnung. So ein Leuchtturm ist eng. Deswegen konnten die Leute da auch nur in Achtergruppen rauf. Eine Gruppe brauchte eine Viertelstunde und vor uns befanden sich noch rund hundert Personen. Pro Stunde konnten 32 Leute durchgeschleust werden. Gut drei Stunden Rumstehen und Warten musste nun wirklich nicht sein ...

    Nachmittags öffneten die Seenotretter ihre Schiffe, als da waren: Der ehemalige und fast 70 Jahre alte Seenotrettungskreuzer "Rickmer Bock" (heute im Museumshafen Büsum), der aktuell für Einätze zuständige Kreuzer "Theodor Storm" (stationiert am Außenliegeplatz in Büsum und für diesen Tag zur Abwechslung mal in den Hafen gefahren) sowie das Seenot-Rettungsboot "Paul Neisse" (Station Eiderdamm). Und zum ersten Mal konnte ich meine Füße auf so einen Kreuzer setzen! Normalerweise sind diese Dinger für die Öffentlichkeit ja tabu. Verständlich, von wegen ständiger Einsatzbereitschaft und so. Ich habe schon auf vielen Schiffsplanken gestanden, aber so etwas ist wirklich beeinduckende High-Tech vom Allerfeinsten! Mit der Paul Neisse konnte, wer wollte, eine kostenlose Hafenrundfahrt machen. Ich wollte nicht. Mir kam das nämlich wie eine Übung (das Abbergen der Passagiere von einer Helgolandfähre) vor - wieviele Menschen kann man auf einem Seenot-Rettungsboot zusammenquetschen? Hier mal ein paar Bilder vom "Tag der Seenotretter" (alle Aufnahmen in 3D-Farbanaglyphentechnik für Rot-Cyan-Brille mit dem Rotfilter vor dem linken Auge).

    t9f
    Hafenrundfahrt mit der Paul Neisse.

    t9g
    Museums-Rettungskreuzer "Rickmer Bock" - in meiner Kindheit war das Schiff noch im Einsatz.

    t9h
    Auf der "Theodor Storm".

    t9i
    Außenfahrstand der "Theodor Storm".

    t9j
    Innenfahrstand der "Theodor Storm" - für Schlechtwetterlagen.

    t9k
    Maschinenraum der "Theodor Storm" - 1.630 PS, hat was!

    Und wenn der Sonntag nicht viel zu kurz gewesen wäre - er hatte ja bloß 24 Stunden ;) - dann wäre für uns auch bestimmt noch die Rundfahrt mit der "Paul Neisse" drin gewesen. Aber so, wie die Dinge nun einmal lagen, stand uns ja noch das Packen bevor ... Vielleicht fahren wir ja mal wieder hin. Oder aber ... das sind nur 300 km durch flaches Land. Mit dem Fahrrad könnte mich das durchaus auch reizen. Man könnte sich ja gaaanz viel Zeit dabei lassen. Bequem eine Woche hin, eine Woche dableiben und eine Woche zurück ...
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Reisebericht Büsum (8)

    (Dieser Reisebericht umfasst mehrere Teile, die so nach und nach veröffentlicht werden - je nachdem, wie weit ich gerade mit den Fotos komme. Bisher erschienen sind Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6 und Teil 7).
    ______________________________

    Büsum ist sicherlich nicht der Nabel der Welt, aber das Freizeitangebot ist beachtlich. Man lässt sich dort etwas einfallen, damit sich die Urlaubsgäste nicht langweilen. Selbstverständlich ist das alles (zumindest oberflächlich) vom typisch norddeutschen Lokalkolorit geprägt - was ja auch nahe liegt. Deswegen wird das hier jetzt mal so ein "Ditt-un-dat"-Einschub zum besseren Verständnis von Land und Leuten. Büsum hat sich im Laufe der Jahre sehr gewandelt. Früher lag häufiger bei Ebbe schon mal ein Kutter draußen im Watt. Das geschah meist absichtlich - man ließ das Schiff trockenfallen und führte dann Arbeiten am Rumpf unterhalb der Wasserlinie durch, also Bewuchsentfernung, Anstriche etc. Heute ist das aus Gründen des Umweltschutzes nicht mehr zulässig, denn das Watt wurde ja zum Nationalpark erklärt.

    t8a
    Der blaue Planet.

    Ich kann mich noch gut an einen Fall erinnern, als ich eine Ebbe draußen abwarten musste. Das geschah so um 1979/80 herum. Damals existierten zwei Kutter - die Hauke und ihr Schwesterschiff - die "Butterfahrten" in Küstennähe machten. Natürlich ging's dabei nicht um Butter, sondern um preiswerten (um nicht zu sagen spottbilligen) Alkohol. Die Fahrt kostete saisonabhängig fünfzig Pfennig oder eine D-Mark und an Bord gab's für 1,50 DM Cola-Whisky. Dabei wurde das 0,3l-Glas zu gut drei Vierteln mit Whisky gefüllt und die teurere Cola gab nur noch die Farbe her. Das waren immer sehr erheiternde Ausflüge und auch der damalige Käptn sprach dem Getränk gerne zu. Deswegen verfehlte er einmal reichlich beduselt die Hafeneinfahrt und setzte den Kahn auf Schiet. So eine Grundberührung zieht einem glatt die Beine unter dem Hintern weg! Jedenfalls musste dann draußen bis zur nächsten Flut abgewartet werden. Machte aber nichts, denn es war hinreichend viel Alkohol an Bord. Am besagten Tag habe ich dann aber aus mehreren Gründen auch nicht mehr allzuviel anfangen können. Rund wie'n Lenkrad und breit wie 'ne Natter nennt man das wohl ...

    t8b
    Die Hauke fährt heute noch.

    Die Hauke fährt auch heute noch, und zwar mehrmals täglich. Sie macht inzwischen so genannte "Fangfahrten" an der Wattkante, was bei Fahrpreisen von rund 18 Euro pro Nase ein m. E. doch recht teures Vergnügen ist. Mit einem verkleinerten (Deko-) Netz werden dabei Krabben, Krebse, Seesterne u. ä. aus dem Wasser gefischt - zum Anfassen. Wem's gefällt ... Preiswerter ist da schon mit sechs Teuronen Eintritt das Nordsee-Aquarium unterhalb des Wellenbades. Da kann man sich die Viecher dann doch schon mal sehr viel besser angucken.

    t8c
    Ein Einsiedler-Krebs, wie er häufiger in den Prielen zu finden ist (Aufnahme aus dem Nordsee-Aquarium).

    Büsum ist ziemlich weitläufig mit den Betonungen auf "weit" und "laufen". Wer fußkrank ist hat dort eigentlich nichts zu suchen. So ungefähr 7-10km legt man täglich spielend zurück. Das Auto ist ein eher verpöntes Verkehrsmittel. Der Parkraum ist knapp, teuer und nur selten zentral zu finden. Innerorts ist Tempo-30-Zone und mobile Blitzer kassieren in althergebrachter Piratentradition regelmäßig ab. Dazu herrscht überall rechts vor links vor und mit den Einbahnstraßen kann man glatt verzweifeln. Deswegen sind die meisten Leute auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Für alle diejenigen, die sich dennoch lieber fahren lassen, gibt es den weißen und den roten "Krabben-Express" zum Preis von rund 5-6 Euro pro Tour. Was ist der "Krabben-Express"? Das sind Diesel-Zugmaschinen in Form einer historischen Dampflok mit angehängten Wagen zur Personenbeförderung, die als rollendes Verkehrshindernis Ortsrundfahrten für Touristen machen. Tipp dazu: Fotografieren aus dem "Krabben-Express" heraus kann man eigentlich knicken, denn dazu sind die Scheiben viel zu stark getönt.

    t8d
    Der rote "Krabben-Express".

    Bei nicht ganz so gutem Wetter empfiehlt sich der Besuch des "Westküstenparks" in St. Peter Ording, ungefähr 40km von Büsum entfernt - aber dazu benötigt man das Auto. Wenn man schon mal mit dem Auto unterwegs ist, dann lohnt sich auch ein Abstecher in die rund 20km entfernte Kreisstadt Heide. An dieser Stelle ein kleiner Tipp für Leseratten: In Heide ist schon seit Ewigkeiten der Verlag Boyens ansässig. Ohne Werbung machen zu wollen: Wer authentische Literatur von der und über die Küste sucht, der bzw. die ist mit diesem Verlag bestens bedient. Erwähnenswert wäre noch Meldorf, von Büsum aus an nicht zu heißen Tagen gut per Rad erreichbar. Über Meldorf existiert eine ganz interessante Geschichte, über deren Wahrheitsgehalt ich allerdings nichts sagen kann: Im Deutsch-Dänischen Krieg um 1500 fiel aus Dänemark kommend die so genannte "Schwarze Garde" in Meldorf ein. In der "Schwarzen Garde" hatten die Dänen angeblich die berüchtigsten Killer ihres Landes zusammengefasst. Die "Schwarze Garde" trieb die Meldorfer im dortigen Dom, dessen Dach aus Bleiplatten bestand, zusammen und setzte das Gebäude in Brand. Als das flüssige Blei auf die Eingeschlossenen herunter tropfte, da wagten die Meldorfer einen Ausfall - einen, den keiner aus der "Schwarzen Garde" überlebte. Der Rest des dänischen Heeres wurde daraufhin von den Dithmarschern ersäuft, als sie die Fluttüren der Deichschleusen öffneten und ihr Land vorsätzlich überschwemmten. Merke: Es kommt nicht gut, einen Dithmarscher zu reizen!

    t8e
    Ein Seestern (Aufnahme aus dem Nordsee-Aquarium).

    Doch zurück zu Büsum. Zweimal wöchentlich - am Dienstag und am Freitag - findet dort auf den Gelände des alten ZOB der Wochenmarkt statt. Wer wirklich frische Lebensmittel, teils auch aus biologischem Anbau, bevorzugt, der ist dort bestens bedient. Aber eine große Tasche mitnehmen! Denn das Grünzeug ist mitunter ziemlich überdimensional; ein Kohlrabi kann durchaus schon mal die Größe eines Handballs erreichen. Ein Blick auf die Küste: An der Nordsee ist die Vorlandgewinnung ziemlich verbreitet. Das hat zwei Gründe, nämlich einerseits Landgewinnung und andererseits Sturmflutschutz. Zur Vorlandgewinnung legen die Küstenbewohner ein System aus Buhnen (rechtwinklig zum Strand) und Lahnungen (parallel zum Strand) an. Das ist bspw. nördlich von Büsum, im Bereich Hedwigenkoog, der Fall. In Büsum hingegen existiert nur eine einzige Buhne zwecks Küstenschutz. Dort finden sich zwar (Einsiedler-) Krebse, Seesterne, Seeigel usw., aber das Begehen der Buhne sollte man tunlichst lieber bleiben lassen. Ein Fehltritt und man rutscht auf der Algen-Tang-Schmiere aus, ist krankenhausreif. Denn Glasscherben und Sandklaffmuscheln zwischen den Steinen der Buhne sind bestenfalls was für Fakire und auch ein Knöchel ist schnell gebrochen.

    t8f
    Die Buhne in Büsum.

    Im Watt trifft man mitunter ja auch auf vom Wasser zurückgelassene Tiere. Manchmal - 2013 wegen der Hitzewelle ganz besonders - wenn die Nordsee sehr ruhig ist, dann findet man an der Wasserlinie eine rot-orange Verfärbung des Wassers. Darum sollte man einen großen Bogen machen, denn das ist die "Algenpest", auch als "Rote Tide" bezeichnet. Verursacht wird sie durch eine explosionsartige Vermehrung von Cyanobakterien (Cyanobacter). Die Bakterien - die fälschlicherweise auch "Blaualgen" genannt werden - geben hochtoxische Eiweißverbindungen, so genannte Microcystine, ab. Deren Grenzwert von einem Millionstel Gramm pro Liter Wasser ist schnell überschritten - wobei allein schon dieser wahnsinnig niedrig angesetzte Wert Rückschlüsse darüber zulässt, wie giftig das Mistzeug ist (zum Vergleich: Der Grenzwert für Blausäure in Luft ist gut doppelt so hoch). Unter diesem Gesichtspunkt ist es für mich völlig unverständlich, warum Urlauber ihre Kinder (!) selbst dann noch in der Giftbrühe spielen lassen, wenn man sie explizit auf die Gefahren aufmerksam gemacht hat!

    t8g
    Hochtoxische "Rote Tide" und bestimmt kein Wasser zum Planschen für Kinder! Zwar alles absolut "bio", aber dennoch hundsgefährlich.

    Büsum verzeichnet bei derzeit gut 4.800 Einwohnern, davon nur noch knapp 680 "Urbüsumer", jährlich etwa 1,6 Millionen Übernachtungen. Mit anderen Worten: Der Ort ist völlig überfremdet. Traf man früher einen am Deich sitzenden Büsumer, dann begrüßte man den mit "Moin!" - "Moin-Moin" sagt man nur zu guten Bekannten - setzte sich daneben und tauschte sich durch intensives Anschweigen aus. Jedes weitere Wort hätte einen zum Schwätzer degradiert. Heute ist das anders; da bekommt auch der Büsumer schon mal den Mund auf. Jedenfalls zeitweise. In der Gastronomie wird viel gesprochen. Dort sind aber überwiegend junge Leute aus den östlichen Bundesländern beschäftigt, die nicht selten der DDR nachtrauern und auch einen FDJ-Verein gegründet haben. Es mutet mitunter etwas seltsam an, wenn man heute noch von jemandem mit FDJ-Emblem am Hemd bedient wird.

    t8h
    Eine im Watt gestrandete Blumenkohl- bw. Lungenqualle: Glibberige Farben. Trifft man beim Schwimmen auf sowas, dann fühlt sich das übrigens wie ein matschiger Gummiball an.

    Sehenswert ist auch der Museumshafen Büsum. Der Büsumer Hafen verfügt über vier Hafenbecken, den abseits liegenden Platz für den DGzRS-Kreuzer "Theodor Storm" nicht mitgerechnet. Zwei der Hafenbecken sind durchweg schiffbar und zwei Becken (Yachthafen und Museumshafen) fallen bei Ebbe trocken. Was heute der Museumshafen ist, das kenne ich noch aus meiner Kindheit als wirtschaftlich genutztes Hafenbecken. Im Museumshafen liegen alte, restaurierte Schiffe, die hin und wieder sogar nochmal für den einen oder anderen Törn rausfahren - so bspw. etwa alle zwei Wochen der frühere Seenot-Rettungskreuzer "Rickmer Bock", der mittlerweile fast 70 Lenze zählt. Ferner gibt es rundherum einiges zu sehen, von der antiquierten "Schott'schen Karre" (wurde früher für den Transport des Krabbenfangs benutzt) über das "Molenfeuer" des alten Hafens und eine Weltkriegsmine bis hin zum ersten Leuchtfeuer des Büsumer Hafens. Der Museumshafen bietet sich für einen abendlichen Spaziergang geradezu an.

    t8i
    Museumshafen Büsum.
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Reisebericht Büsum (7)

    (Dieser Reisebericht umfasst mehrere Teile, die so nach und nach veröffentlicht werden - je nachdem, wie weit ich gerade mit den Fotos komme. Bisher erschienen sind Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 und Teil 6).
    ______________________________

    An einem der Tage - wir waren morgens im Watt und nachmittags zum Schwimmen in der Nordsee gewesen, gefolgt von einem Sonnenbad am Deich - beratschlagten wir, ob und was man so gegen Abend noch unternehmen könnte. Früher gab es in Büsum ja noch ein Kino, aber der Bau hat den Appartmentkomplexen weichen müssen. Und deswegen extra nach Heide oder nach Meldorf fahren wollten wir auch nicht. Daher schlug ich einen Besuch des Eidersperrwerks vor und das machten wir dann auch. Mit dem Auto nur 20 km entfernt - allerdings war ich da noch nie zuvor mit dem Auto gewesen, sondern immer nur mit dem Rad, also auf anderen und für den öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassenen Wegen. Wo also langfahren? Eine hervorragende Gelegenheit, um mal das Navi auf meinem Smartphone auszuprobieren. Klappte auch alles ganz gut.

    t7a
    Eider und Eidersperrwerk im Abendlicht eines sonnigen Sommertages.

    Was ist am Eidersperrwerk so besonderes? Dazu muss ich etwas weiter ausholen. Nördlich von Hamburg gibt es noch vier Flüsse, nämlich die in die Ostsee mündende Schlei bei Schleswig, die in die Elbe mündende Stör bei Itzehoe und die in die Nordsee mündende, vom Nebenfluss Treene gespeiste Eider bei Tönning nahe St. Peter Ording. Die Eider bildet dabei insofern ein Novum als dass für sie das Gleiche gilt wie für die Elbe bei Hamburg: Bei hoch auflaufender Flut oder gar bei Sturmflut heißt es "Land unter!". Deswegen entstand das Eidersperrwerk von 1967 bis 1973 als größtes deutsches Küstenschutzbauwerk. An den Bau kann ich mich auch noch schwach erinnern. Soweit ich informiert bin, stand "der Koloss von Vollerwiek" Pate für das später entstandene, niederländische Sturmflutwehr Oosterschelde.

    t7b
    So unwirtlich sieht es bei Sturmflut aus (abfotografiert aus dem Schaukasten am Sperrwerk).

    Folglich ins Auto gesetzt und über Reinsbüttel und Wesselburen dort hin gefahren - immer schön vorsichtig, denn die Gegend ist ausgesprochen wildreich und auf einen Wildunfall war keiner von uns sonderlich scharf. Es gibt dort Reh- und Rotwild und gerade das Rotwild ist ja dafür bekannt, in der Brunftzeit Ende Juli regelrecht durchzudrehen. Heile angekommen; das Auto auf dem Parkplatz abgestellt und danach ging es zu Fuß weiter - oben über das Sperrwerk, wo auch die Radfahrer entlang müssen, während sich unten drin der Autotunnel befindet.

    t7c
    Gegenüber diesen gewaltigen Stahltoren fühlt man sich echt klein.

    Die Autoröhre ist mittig im Sperrwerk und oberhalb der Wasserlinie gelegen. Flankiert wird sie außen von einer Doppelreihe zu jeweils fünf vertikal beweglichen und einander gegenüber liegenden Stahltoren, davon fünf eiderseitig und fünf seeseitig angebracht. Jedes dieser ölhydraulisch bewegten Stahlmonstren ist 40m lang und 7,5m hoch bei einem Gewicht von 250 Tonnen. Allein so etwas zu bewegen - insgesamt handelt es sich bei zehn Toren ja um 2,5 Kilotonnen - ist m. E. schon eine ingenieurtechnische Meisterleistung!

    t7d
    Im Schaukasten zu sehen: Der Querschnitt durch das Sperrwerk.

    Das Sperrwerk verfügt über vier Betriebsmodi. Im Normalbetrieb sind alle Tore geöffnet und die Eider kann ungehindert in die Nordsee fließen. Bei Sturmflut sind alle Tore geschlossen. Die Eider wird auf Überflutungsflächen aufgestaut und die Nordsee draußen gehalten. Zusätzlich existiert noch der Normalbetrieb mit Flutdrosselung. Dabei ist das äußere Tor halb geschlossen und hindert die Nordsee an der Flutung des Hinterlandes, während das innere Tor geöffnet bleibt und nach wie vor eine (Teil-) Entwässerung der Eider gestattet. Das wirkt u. a. einem Versalzen der Böden und dem Sandeintrag entgegen. Schließlich gibt es noch den Sielbetrieb, bei dem das äußere (seeseitige) Tor komplett geschlossen wird, während das innere Tor geöffnet bleibt. Das staut die Eider auf und vermeidet eine Austrocknung des Hinterlandes - man hat es ja schließlich einerseits mit Süß- und andererseits mit Salzwasser zu tun. Somit dient das Sperrwerk nicht nur dem Schutz vor Sturmfluten, sondern auch der Regulierung des Wasserstandes respektive des Salzgehaltes. Neben dem Sperrwerk gibt es noch eine Schleuse für die Schiffe und die Straße wird für Passagen durch eine Klapp-Brücke (wie sie in den Niederlanden üblich sind) unterbrochen.

    t7e
    Idylle im Abendlicht: Der kleine Hafen hinter der Schleuse des Sperrwerks und der Blick auf Eider sowie Hinterland.

    Oben auf dem Sperrwerk kann man sich durchaus Luftangriffen ausgesetzt sehen. Schuld daran ist eine größere Kolonie von Küstenseeschwalben. Gerade in der Brutzeit im Juli neigen diese Tiere zur Überreaktion und auch dazu, Neugierige schon mal anzugreifen. Und das machen die nicht nur wie Flugratten Stadttauben, indem sie etwas fallen lassen. Denn mit einem Schnabel, der auch zum Knacken von Krebsen geeignet ist, kann es durchaus zu nicht zu verachtenden Verletzungen kommen. Und diesen "Werkzeug"-Schnabel setzen die Viecher auch ein! Daher empfiehlt sich ein respektvoller Abstand.

    t7f
    Nicht ganz ungefährlich: Küstenseeschwalben am Eidersperrwerk.

    Die Küstensseschwalbe ist ohnehin ein ziemlich bemerkenswerter Vogel - nämlich ein Zugvogel, und zwar der mit der längsten Zugstrecke überhaupt. Sie überwintert in der Südpolarregion und kommt im Sommer zum Brüten in die Nordpolarregion. Die Kolonie am Eidersperrwerk gehört mit zu den am südlichsten gelegenen Brutkolonien. Der Vollständigkeit halber muss allerdings auch noch erwähnt werden, dass das Sperrwerk ökologisch nicht gerade unbedenklich ist. Und kurz vor Sonnenuntergang - es war spät genug geworden - beendeten wir schließlich unseren Ausflug und fuhren wieder zurück nach Büsum.

    t7g
    Sonnenuntergang über der Eidermündung.
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Reisebericht Büsum (6)

    (Dieser Reisebericht umfasst mehrere Teile, die so nach und nach veröffentlicht werden - je nachdem, wie weit ich gerade mit den Fotos komme. Bisher erschienen sind Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5).
    ______________________________

    Es muss ja nicht immer KonsumTERROR sein - wir nutzten das BOMBENwetter aus und ich habe mir mal die Baustelle und den PlakatANSCHLAG zum Bau des neuen Deiches angeschaut (soviel zu den Tags extra für die NSA ;)).

    Deiche sind hochinteressante Bauwerke. Landratten sehen darin oftmals nur einen mehr oder weniger hohen Erdhaufen, der das Wasser zurückhalten soll. Prinzipiell ist das zwar richtig, aber ein gewöhnlicher Erdhaufen würde wohl keiner einzigen Sturmflut standhalten. Sturmfluten treten an der Nordseeküste mit schöner Regelmäßigkeit auf, und zwar immer dann, wenn ein Sturm aus Nordwest und ein Tidenhochwasser zusammenfallen. Besonders hoch läuft das Wasser zusätzlich noch auf, wenn Vollmond - also eine Springtide - hinzu kommt und wenn der Nordwest das bei Ebbtied abfließende Wasser am Ablaufen hindert. Das Wasser wird dann mit Macht in die trichterförmig zulaufende Deutsche Bucht gepresst und kann nicht mehr weg. Flüsse wie bspw. die Elbe erfahren dadurch auch einen Höchststand. Im Verlauf der Jahrhunderte liefen die Fluten von Jahr zu Jahr höher auf und dem musste zwangsläufig auch der Deichbau gerecht werden.

    t6a
    Historischer "Schweinedeich" in Büsum. Man mag es kaum glauben, aber dieses gerade mal Verkehrsschild-hohe "Erdhäufchen" war wirklich einmal ein Seedeich - vor vielen hundert Jahren (genauer: 1577).

    Unterschieden wird zwischen NN (Normal Null), MNW (mittlerem Tideniedrigwasser bzw. Ebbe, liegt unter NN) und MTH bzw. MTHw (mittlerem Tidehochwasser, Flut). MTHw liegt in Büsum bei +1,61m und MNW bei ungefähr -1,5m. Wenn man also bei Flut draußen badet, dann ist die Differenz dieser beiden Marken - nämlich 3,11m - die Wassertiefe, die man zum Schwimmen hat. Bei Springflut (wie wir sie hatten) erhöht sich die Wassertiefe auf ungefähr 4,5m. Bei Sturmflut läuft das Wasser merklich höher als bei MTHw auf.

    t6b
    Aktueller und zu modernisierender Deich in Büsum; gut 50a alt und 8,4m hoch.

    In Büsum waren das bei Sturmflut bisher 4,11m über NN. Nun ist die Wasseroberfläche bei solchen Ereignissen ja nicht eben, sondern von Brechern aufgewühlt. Einzelne Wellen können daher noch wesentlich höher werden. Dem muss die Deichhöhe Rechnung tragen. Der jetzige Deich in Büsum ist gut 50 Jahre alt und weist eine Höhe von 8,4m auf. Das reicht schon heute nicht mehr wirklich aus, wie der Deichbruch im Frühjahr 2013 - zum Glück war es kein Durchbruch - gezeigt hat.

    t6c
    Die schon z. T. wieder sanierte Deichbruchstelle vom Frühjahr 2013 (Aufnahme mit 2000er-Tele von der Süderpiep aus; daher etwas unscharf).

    Bis zum Jahr 2110 rechnet man mit Sturmfluten i. H. v. 6,1m. Beliebig erhöhen lässt sich der Deich aber aus statischen Gründen nicht. Was also tun? An dieser Stelle kommen die Physik, die Strömungsmechanik und die Tiere ins Spiel. Tausend Liter Wasser - Wellen können spielend mehr haben - wiegen eine Tonne. Wenn eine Tonne Gewicht in das Erdreich hackt, dann kann das spielend aufgerissen werden. Insbesondere dann, wenn Welle auf Welle folgt. Irgendwann bricht der Deich. Das Wasser muss dazu nur irgendwo einen Angriffspunkt finden.

    t6d
    Wasserstände früher, heute und in Zukunft.

    Angriffspunkte, was sind das? Das sind bspw. die Erdlöcher - die Bauten - von Wildkaninchen. Deswegen sind Kaninchen auch reines Gift für jeden Deich. Wie wird man sie los? Durch Schafe. Deswegen gibt es das Deichschaf. Kaninchen benötigen hohen Bewuchs, benötigen hohes Gras sowie mehr oder weniger lockeren Untergrund. Die Deichschafe halten den Bewuchs kurz und treten den Untergrund immer wieder fest. Sie verleiden damit jedem Karnickel das Buddeln von Löchern im Deich. Das ist aber nur die halbe Miete.

    t6e
    Die Bauplanung für die Deichsanierung von 2013 bis 2014.

    Die Wellen verfügen über eine unglaublich, kinetische Energie. Mit Hilfe von Wellenkraftwerken kann man daraus sogar elektrischen Strom gewinnen. Knallt so eine Welle auf einen steilen Deich, dann wird der umgerissen oder zerpflückt - und zwar in Rekordzeit. Sie richtet große Verwüstungen an. Gibt die Welle hingegen ihre Energie langsam über eine längere Strecke ab, dann kann sie kaum noch Schaden anrichten. Wer hin und wieder mal auf der A7 durch die Kasseler Berge unterwegs ist, dem wird wahrscheinlich die "Emergency Ramp" als allerletzte Rettung für Trucks, bei denen die Bremsen versagen, aufgefallen sein. Dort ist es das Straßenprofil - nämlich der Anstieg - der die überschüssige Energie aufnehmen und ein Ausrollen ermöglichen soll.

    t6f
    Großbaustelle Büsumer Deich.

    Mit dem Deich funktioniert das ganz genauso. Dessen Profil ist ausschlaggebend dafür, dass die Welle sich "totläuft" und keinen Schaden mehr anrichten kann. Deswegen wird der Büsumer Deich auch in erster Linie neu profiliert u. d. h. flacher und seeseitig länger angelegt. Die Erhöhung auf 8,5m ist dabei eher eine Beigabe. Über den bereits fertiggestellten Teil gibt's übrigens ein ganz interessantes Zeitraffervideo. Man hat die Deichbauarbeiten zweckmäßigerweise gleich dazu mit benutzt, um auch eine Wellenradaranlage - de facto ist das ein Tsunamiwarnsystem - für die Deutsche Bucht aufzubauen.

    t6g
    Die "Stäbe" sind Doppler-Radar-Antennen für die Wellenhöhe; quasi eine Tsunami-Warnanlage, bestehend aus zwei Stationen. Die zweite Station befindet sich auf Sylt.

    Der Deich selbst besteht aus mehreren Schichten - Sandkern, Erd-Deckschicht, Bewuchsschicht, um nur die wichtigsten Bereiche anzuführen. Diese Art des Deichbaus ist an der deutschen Nordseeküste und z. T. auch an der niederländischen Küste ziemlich einmalig. Das hat geografische Ursachen. In den Niederlanden liegt das Land unter NN und würde im Falle eines Deichbruchs schon bei normaler Flut volllaufen, aber nicht mehr bei Ebbe trockenfallen. In Deutschland ist bei NN zwar Überflutung unvermeidlich, aber bei Ebbe würde sich das Wasser zurückziehen - und versalzene Böden hinterlassen. Deswegen gibt es beim Deichbau auch immer nur ein schmales Zeitfenster und die Kurgäste in Büsum müssen die Maßnahmen eben als unvermeidlich hinnehmen: "Watt mutt, dat mutt!"

    t6h
    Wenn's fertig ist, dann haben die Sonnenanbeter entweder eine gigantische Liegewiese ... (Deich in Richtung Stintek)

    Ich habe das seinerzeit 1979 bei der Eindeichung des Speicherkoogs Dihmarschen selbst erlebt. Da musste der von beiden Seiten (von Büsum und von Friedrichskoog aus) aufgeschüttete Deich binnen einer Ebbtide geschlossen weden, was technisch geradezu unmöglich war. Deswegen hatte man einen gigantischen Plastiksack in die noch vorhandene Öffnung praktiziert und den mit Wasser befüllt. Er sollte die Flut zurückhalten. Der Sack platzte und der Koog lief voll. In einer Gewalt- und Katastrophenaktion wurden dann etliche Baggerschiffe vor Ort gebracht, um die letzte Lücke binnen sechs Stunden - mehr gaben die Tiden ja nicht her - zu schließen. Dabei schoss man etwas über das Ziel hinaus und nur deswegen verfügt der Speicherkoog heute über einen (kleinen) Sandstrand.

    t6i
    ... oder die Schafe verfügen über eine gigantische Weidefläche (Deich in Richtung Deichhausen).

    BTW (weil ich danach gefragt worden bin): Nein, ich bin KEIN Büsumer! Ich habe da bloß ein paar Jahre meiner Kindheit verbracht. Büsumer ist man erst, wenn man drei Generationen dort auf dem Friedhof hat. :)
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Reisebericht Büsum (5)

    (Dieser Reisebericht umfasst mehrere Teile, die so nach und nach veröffentlicht werden - je nachdem, wie weit ich gerade mit den Fotos komme. Bisher erschienen sind Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4).
    ______________________________

    Es ist immer noch viel zu heiß zum Tippen. Deswegen setze ich den Reisebericht heute nur mal mit ein paar Fotos fort. Einfach was für's Auge. Viehzeug - was da an der Nordsee so kreucht und fleucht ...

    t5a
    Eine Blumenkohlqualle - völlig harmlos.

    t5b
    Möwen: Aasgeier der Nordsee!

    t5c
    Ein "See"-Hund.

    t5d
    Was macht man, wenn einem ein Krebs über den Fuß krabbelt? Ganz klar: Man fotografiert ihn!

    t5e
    Suchbild: Finde die Büsumer Krabbe!

    t5f
    Eine Küstenseeschwalbe ...

    t5g
    ... und noch zwei davon ...

    t5h
    ... und deren Nachwuchs.

    t5i
    Zwar keine Winker-Krabbe, aber eine "Winke-Winke-Krabbe". Das Fangen geht ganz einfach. Man muss nur schnell genug sein und das Tier von hinten richtig fassen. Andernfalls wird's schmerzhaft.

    t5j
    Kormorane sind echt schwierig abzulichten!

    t5k
    Deichschafe können ziemlich biestig werden, wenn sie abgenervt sind!

    t5l
    Kompassquallen sind ganz eklig und megaheftig nesselnde Mistviecher mit langen Fäden (gibt dunkelrote Verbrennungen auf der Haut) - da gilt es viel Abstand zu halten!
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Reisebericht Büsum (4)

    (Dieser Reisebericht umfasst mehrere Teile, die so nach und nach veröffentlicht werden - je nachdem, wie weit ich gerade mit den Fotos komme. Bisher erschienen sind Teil 1, Teil 2 und Teil 3).
    ______________________________

    Jetzt mal ein paar Worte über die Gegend an sich, über das absolut platte Flachland. Im Landesinneren gibt es die eine oder andere hügelige Erhebung; dort wachsen auch verstärkt Bäume, so dass sich kleine Wäldchen bilden. Das ist die Geest. Zur Küste hin wird alles absolut eben und Wäldchen oder sowas sucht man vergeblich. Das ist die Marsch. Büsum liegt direkt am Wasser, in der Marsch - aber eigentlich nicht wirklich an der Nordsee.

    t4a
    Die "MS Funny Girl" auf dem Weg zum Felsen (wie Helgoland von den Einheimischen genannt wird).

    Warum nicht wirklich an der Nordsee? Das hängt mit dem Wattenmeer zusammen. Die eigentliche Nordsee beginnt erst hinter dem Wattenmeer. Allerdings entsendet sie ins Wattenmeer einen Megapriel, nämlich die Süderpiep - und die ist schiffbar. Der vorgelagerte Tertius-Sand in der Helgoländer Bucht teilt die Piep in Norder- und in Süderpiep. Die Süderpiep geht unmittelbar an Büsum vorbei und weist in Richtung Süden drei tiefe - schiffbare - Ausbuchtungen auf, nämlich das "Wöhrdener Loch", das "Kronenloch" und das "Sommerkoog-Steertloch", alle drei in der Meldorfer Bucht vor dem Speicherkoog gelegen. Die Süderpiep ist der Weg nach Helgoland - zum "Felsen" - und von Büsum aus kostet die Tagestour derzeit pro Nase etwa 30-35 Euro.

    t4b
    DGzRS-Seenotrettungskreuzer "Theodor Storm", stationiert in Büsum - u. a. um Wattunkundige aus dem Wasser zu fischen.

    Nördlich von Büsum gibt es dann noch den "Ossengoot", auch "Scholl-Loch" genannt. Das ist gleichfalls ein ziemlich tiefer Priel (mehrere Meter) und sehr gut zum Schwimmen geeignet; ganz egal ob "Manhattan" ("man hat an") oder FKK. Aber der Ossengoot zählt eigentlich schon zur Norderpiep. Nördlich vom Ossengoot liegt die Seehundsbank Blauort bzw. "Blauort-Sand", zu der Ausflugsschiffe wie bspw. die "Lady von Büsum" fahren. Gut, derartige Ausflüge gehören zum Tourismus. Oder vielleicht sollte ich besser sagen zu dessen Auswüchsen. Ich persönlich stehe diesen Fahrten nämlich äußerst kritisch gegenüber - weil die Robben dadurch unnötig gestört werden.

    t4c
    Die "Lady von Büsum" auf dem (m. E. völlig unnötigem) Weg zur Seehundsbank.

    Wenn man in Büsum am Deich steht und in Richtung Westen blickt, dann sieht man bei klarem Wetter fern am Horizont so ein winziges, seltames Gebilde, das scheinbar im Wasser steht. Tatsächlich aber tut es das nicht. Es handelt sich dabei nämlich um die Bohrinsel "Mittelplate", die rund ein Dutzend Kilometer entfernt und aufgrund des Nationalparks Wattenmeer mit Spundwänden so Hafen-artig aufgebaut ist. Eine Bohrinsel mitten im Nationalpark - wozu? Unter der "Mittelplate" befindet sich das größte Ölfeld Deutschlands, in 3-6 km Tiefe. Und das wird ausgebeutet. Das jetzt mal zur Geographie - denn reguläre Landkarten enden an der Wasserlinie. Was eigentlich Blödsinn ist. Denn irgendwie zählt das Watt ja auch noch mit zum Land. Jedenfalls zeitweise. Aber dafür benötigt man dann schon wieder Seekarten.

    t4d
    Bohrinsel Mittelplate in 12 km Entfernung - Härtetest für die Kamera (Nikon Coolpix P510); Aufnahme mit 2.000mm-Objektiv und echt schon grenzwertig.

    BTW: die Bohrinsel Mittelplate ist mit einem guten Objektiv und einer simplen Bridge-Kamera von Büsum aus durchaus formatfüllend abzubilden. Das sind 12.000 Meter. Um wieviel besser sind eigentlich die Optiken von Spionagesatelliten? Was können die nicht alles ausforschen, zumal ein Großteil der schmutzigen Atmosphäre für die gar nicht existiert? Darüber könnte man sich vielleicht auch mal Gedanken machen. Ist sowas wirklich nötig bzw. wen oder was forschen die aus?

    t4e
    Sonnenuntergang über dem Watt - immer wieder ein erhebender Anblick ...

    Soviel für heute. Es ist einfach zu heiß zum Bloggen. Wir haben z. Zt. 36°C im Schatten. Und auch der Nordpol steht schon unter Wasser. Weihnachten wird in diesem Jahr wohl etwas anders aussehen. Da kommt Santa Claus nicht mit dem Rentierschlitten, sondern mit dem Speed-Boat ... :roll:
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Reisebericht Büsum (3)

    (Bitte zuerst Teil 1 und Teil 2 lesen.)
    _______________________

    t3a

    Wirklich viel kann man bei Regenwetter in Büsum nicht anfangen - da sind nur die Möglichkeiten des Meerwasser-Wellenbades, von Autoausflügen ins Umland oder - speziell für Kinder - der Besuch der "Sturmflutenwelt Blanker Hans". Und selbstverständlich das Shoppen, denn bezahlbare und wirklich funktionelle Outdoor-Bekleidung sucht man bei uns im Binnenland doch zumeist leider vergeblich.

    t3b

    In diesem Jahr hatten wir aber hinsichtlich des Wetters gleich in mehrfacher Hinsicht unglaubliches Glück. Weil: Es war die ganze Woche über sonnig. Die Flut fiel am Ankunftstag auf 12:59 Uhr und verschob sich dann an jedem Folgetag um rund eine Stunde in Richtung Nachmittag. D. h. das Wasser lief auf den von der Sonne bereits erwärmten Wattsockel und erwärmte sich auch. Die Nordsee hatte daher die astronomisch hohe, beinahe schon subtropische Temperatur von 20°C - ideal zum Schwimmen. Und bevor es nachmittags richtig heiß wurde, konnte man vormittags bei moderaten Temperaturen durch das Watt wandern. Kommt noch hinzu, dass es sich um eine Vollmondwoche und somit um Springtide gehandelt hat. Da lief die Flut einen halben Meter höher als normal auf.

    t3c

    Zum Schwimmen im offenen Meer eignet sich der Zeitraum von einer Stunde vor bis zu einer Stunde nach Hochflut am besten. Da muss man nur auf die Strömung aufpassen. D. h. wenn man reingeht, dann wird ein bestimmter Punkt anvisiert und rausgeschwommen. So nach hundert Metern umdrehen und die Lage peilen: Wie weit ist man abgetrieben worden? Danach wird sich dann künftig gerichtet. Das minimiert die Gefahr, auf's offene Meer hinausgezogen zu werden. Selbstverständlich ist das Wasser bewohnt. Das muss auch so sein. Manchmal - wenn man Pech hat - verleiden einem die Quallen das Schwimmen. Fische gibt's kaum und der größte Dornhai, den ich dort jemals gesehen habe, war bloß schlappe drei Meter lang. Die Krebse - genauer: Strandkrabben - tun einem nichts, sofern man nicht gerade drauftritt. Außerdem halten die sich sowieso am Grund auf - und der liegt beim Schwimmen gut zwei Meter unter einem.

    t3d

    Denjenigen, die sich durch die Bewohner des Wassers gestört fühlen, stehen noch die beiden dauerhaft mit Wasser gefüllten Becken in der Familienlagune zur Verfügung. Eins der Becken ist Windsurfern, Kanu- und Tretbootfahrern vorbehalten. Das andere dient zum Schwimmen bzw. für die Kinder zum Planschen. Diese Becken sind weitestgehend unbewohnt. Warum? Weil auch das härteste Meeresgetier in einer Mischung aus Sonnenmilch und Kinderpipi nicht überleben kann. Der im Grunde genommen richtige Wasserwechsel findet nämlich erst bei Sturmflut statt. Auf die "etwas andere" Wasserqualität dieser Becken macht einen auch die eigene Nase unmissverständlich aufmerksam. Das ist der Grund, weshalb ich das offene Meer bevorzuge.

    t3e

    Dithmarschen ist Fahrradland. Wer seinen Drahtesel transportieren kann, der sollte den unbedingt mitnehmen. Man findet in Büsum aber auch überreichlich Mietfahrräder (Tagespreis um die sechs Euro). Fahrradstrecken rund um Büsum gibt es viele, aber trotz Beschilderung ist man ohne Radwanderkarte (im regionalen Buchhandel erhältlich) und Kompass mitunter doch ziemlich aufgeschmissen - zumindest dann, wenn man irgendwo im Nirgendwo an einer Kreuzung mitten in einem Koog steht und die einzigen Ortskundigen die Deichschafe sind, die jede Frage mit "Bäähhh!" beantworten. Radfahren macht dort unheimlichen Spaß, weil das Land absolut platt ist. Da kann man mittwochs schon sehen, wer sonntags zu Besuch kommt und rechtzeitig die Tür zuschließen.

    t3f

    Man sollte allerdings auf den Wind achten. Zumeist herrscht Windstärke 3-4 vor, aber wenn es auffrischt, dann wird das Radfahren zum Kampf mit den Elementen. BTW: Eine wunderbare Tagestour ist auch vor dem Deich Büsum - Deichhausen - Speicherkoog (Warwerort) - Friedrichskoog und dann über Brunsbüttel im Binnenland zurück. Das sind so um die gut hundert Kilometer. Allerdings: Nicht an heißen Tagen fahren. Das ist mörderisch. Deswegen habe ich bei diesem Büsum-Besuch auch auf's Rad verzichtet. Was nicht ganz einfach ist: Am Deich sein Rad wiederzufinden. Denn da stehen Hunderte. Mindestens. Und Flickzeug ist wichtig, denn mitunter gibt's scharfe Feuersteinsplitter, die jeden Reifen durchbohren. Achten muss man bei derartigen Touren auch auf Austernfischer und auf Küstenseeschwalben. Während der Brutzeit (also im Juli) kennen die gar nichts und greifen zum Schutz ihres Nachwuchses gnadenlos an (Luftkampf: "Kamikaze!!!"). Auf solchen Touren stellt man auch schnell fest, wo der Strom für den Süden Deutschlands erzeugt wird.

    t3g
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Reisebericht Büsum (2)

    Nun geht's weiter. Teil 1 des Reiseberichts ist HIER zu finden.
    ______________________

    Gerade für Aktiv-Urlauber hat Büsum viel zu bieten. Egal, ob der Haushund mitgebracht wird oder die Kinder. Schwimmen, Radfahren, Wandern, Windsurfen, Kiteboarden, Kartfahren - das sind so die Hauptpunkte für die Aktiven. Die weniger Aktiven lassen sich von der Sonne braten und unterschätzen i. d. R. die Strahlung dabei. Für die existiert ein besonderer Shuttle-Service zwischen der Familienlagune und dem Westküsten-Klinikum in Heide. Die Fahrzeuge - sie fahren bis direkt auf den Sandstrand - sind absolut top ausgestattet, sogar mit Liegen für die Reisenden. Und auch unverkennbar mit ihrer leuchtend roten Farbe, dem Blaulicht auf dem Dach und der Lalü-Lala-Hupe. Die verkehren ständig, zumeist mehrmals am Tag. Man sollte also Sonnencreme benutzen. Ich handhabe das immer so: Am ersten Tag SF 50+, am zweiten Tag SF 20 und danach reicht's dann für's Jahrzehnt. Bislang bin ich damit immer ganz gut gefahren. Aber zu den o. a. Aktivitäten an anderer Stelle mehr. Was mich an Büsum mit ganz großem Abstand am meisten reizt, sind Matsch, Modder, Pampe, Dreck, Schlamm oder kurz: Dat Watt! Auf Hochdeutsch auch Wattenmeer genannt.

    watt1

    Ich persönlich finde das Watt ja kurz vor Sonnenuntergang am reizvollsten, wenn nämlich die Farben in Gold und Türkis übergehen. Das Watt selbst ist eine einzigartige Naturlandschaft, die es in dieser Form eigentlich weltweit einmalig nur an der Nordseeküste gibt - und eben deswegen auch ein Nationalpark. "Sechs Stunden kommt es und sechs Stunden geht es", sagt man. Gemeint ist das Wasser. Wenn es geht, dann legt es den Meeresboden frei. Das ist das Watt - Lebensraum für zahllose Tiere, zig Tierarten und Kinderstube vieler Seevögel. Aber keine Angst, ich will hier nicht auf die einzelnen Arten davon eingehen - das können andere nämlich besser.

    watt2

    Im Watt kann man noch Natur pur erleben, seine Ruhe finden und die Seele baumeln lassen. Wenn man sich nach der Natur richtet. Das Wasser läuft in Büsum für gewöhnlich gut vier Meter hoch auf; bei Sturmflut selbstverständlich mehr. Dann sind's über sechs Meter und von der Familienlagune ist nichts mehr zu sehen. BTW: Der Deich ist 8,4m hoch und wird jetzt im Zuge der Erneuerung auf 8,5m erhöht. Sechs Stunden Meeresboden ... Man kann viele (sehr viele!) Kilometer weit rausgehen. Die Seehundsbank Blauort-Sand ist rund 15 km entfernt, aber um dorthin zu gelangen, muss die Süderpiep durchschwommen werden - nicht ganz einfach, denn die Strömung in diesem Megapriel ist doch ziemlich heftig (weiss ich aus Erfahrung, weil ich das schon mal gemacht habe). Kann man aber nackig machen; die FKK-Urlauber von Stintek baden da auch. Oder man wandert in Strandnähe die 25 km bis zum Eidersperrwerk. Geht auch ganz gut. Solche Touren empfehlen sich allerdings nur dann, wenn man das Watt wie seine Westentasche kennt. Eben ist es auch nicht und es verändert sein Aussehen ständig. Da gibt's schon Erhöhungen (Sände) und Vertiefungen (Priele). Die kleinen Priele sind locker schon mal 'nen guten Meter tief; die großen Priele muss man u. U. durchschwimmen. Priele entwässern das Watt; sie sind quasi Flüsse am Meeresgrund. Wenn man raus ins Watt will, dann sollten ein paar Grundregeln berücksichtigt werden, damit es einem nicht so geht wie dem Paar auf dem Foto (die sind gerade so eben noch wieder rausgekommen).

    watt9

    1. Man informiere sich unbedingt über Ebbe und Flut! Für weite Touren geht man rund vier Stunden vor Ebbtide los; im Normalfall bei kleinen und mittleren Touren reichen 1-2 Stunden vorher. Ganz wichtig: Spätestens zwei Stunden nach Ebbtide sollte man unbedingt wieder in Landnähe sein! Der Grund dafür sind die schnell volllaufendenden Priele, die einem den Weg abschneiden können. Denn was auf dem Hinweg vielleicht nur ein knöcheltiefes Rinnsal gewesen ist, das reicht einem jetzt u. U. schon bis zum Bauch oder bis zur Brust und ist so breit wie Weser oder Rhein.

    2. Zuerst kleine Touren unternehmen und die nach und nach ausdehnen, um das Watt kennen zu lernen. Um zu erkunden, wo die Priele und wo die Muschelbänke liegen. Denn barfuß über eine Muschelbank zu laufen ist auch ein ziemlich sicheres Mittel, um im Krankenhaus zu landen. Die hochstehenden Sandklaffmuscheln sind rasiermesserscharf und zerschneiden in Windeseile jeden Fuß (dieses Mal bei mir am ersten Tag die Ferse - was soll's, shit happens!). Wenn's dann aber doch mal passiert ist: Keine Panik! Einfach bluten lassen. Dafür mit der verletzten Stelle immer schön in den seichtesten und modderigsten Schlick reintreten, denn das fördert die Heilung. Das Salz und der leicht basische pH-Wert killen so ziemlich alle Schadbakterien. BTW: Fußpilz und Warzen werden davon auch auch zuverlässig gekillt. Ach ja: Möwen zeigen an, wo es die Muscheln gibt. Für die Vögel ist bei Ebbe nämlich Essenszeit. Die versammeln sich gerne auf Muschelfeldern.

    watt3

    3. Ins Watt immer einen Kompass mitnehmen - und mit dem sollte man tunlichst auch umgehen können! Wer keinen Kompass besitzt, kann alternativ auch das Zifferblatt der Analog-Armbanduhr verwenden: Der Stundenzeiger wird auf die Sonne gerichtet und die Linie zwischen 12:00 Uhr sowie dem Stundenzeiger zeigt Süden an - bei Sommerzeit die Linie zwischen ein Uhr und dem Stundenzeiger. Wer weit draußen kein Land mehr sehen kann, der ist ohne Kompass ohnehin aufgeschmissen. Den Kompass benötigt man aber u. U. auch dann, wenn man das Land (noch) in Sichtweite hat. Es könnte nämlich - selbst bei stahlendstem Sonnenschein - plötzlich dichter Nebel aufkommen, entweder in Form einer Nebelbank oder aber als Geisternebel (das sind so 2-5 Meter durchmessende, wandernde Nebelsäulen, in denen man die Hand vor Augen nicht mehr sieht, obgleich unmittelbar daneben schönste Sicht vorherrscht).

    Wovon kommt das? Ganz einfach: Irgendwo ist eine kalte Wasserströmung und die (abgekühlte) Luft darüber kondensiert. Es bildet sich Nebel. Der wabert irgendwo lang, bevor er sich wieder auflöst. Beim Geisternebel sind laminare Luftströmungen (warm nach oben, kalt nach unten) die Ursache. Kann jederzeit und überall passieren (und passiert mit schöner Regelmäßigkeit auch). Wohl dem, der dann noch seine Richtung findet. Andernfalls läuft man nämlich instinktiv im Kreis herum - weil bei so ziemlich jedem Menschen ein Bein etwas kürzer ist. BTW: Wenn auf dem Wattboden Algenbüschel wachsen, dann weisen die aufgrund des abgelaufenen Wassers zur Wasserlinie hin. In Büsum wird bei Nebel das Nebelhorn im Hafen in Betrieb genommen. Läuft man in der Milchsuppe also nach den Büscheln tastend bis zur Wasserlinie und orientiert sich danach mit den Ohren, dann wird die Wanderung zwar vielleicht etwas länger, aber man kommt auch zuverlässig wieder ans Land. Nämlich unten am Hafen.

    watt4

    4. Bevor man rausgeht sollte man tunlichst auf das Wetter achten und sich auch den aktuellen, regionalen Wetterbericht (dafür gibt's 'ne sehr brauchbare App) zu Gemüte führen. Weil: Büsum hat sein eigenes Wetter. Und das kann blitzschnell umschlagen. Wenn Regen angesagt ist, dann wird aus dem winzigen Schönwetterwölkchen in Rekordzeit ein Wolkenbruch, dem nicht mal mehr eine Gummijacke gewachsen ist. Bei Gewittergefahr heisst es beim kleinsten, entferntesten Grummeln oder einer noch scheinbar weit entfernten, winzigen, walzenförmigen Wolke: "Sofort raus aus dem Watt!" Denn jetzt hat man nur noch eine Viertelstunde, höchstens ein halbe Stunde, Zeit. Gewitter im Watt sind extrem eklig und auch lebensgefährlich! Da ist man nämlich selbst immer der höchste Punkt, egal was man macht. Ganz schlaue Menschen empfehlen bei Gewitter im Watt ja, sich hinzuhocken und abzuwarten. Soweit die Theorie ...

    Abwarten ist gut. Aber worauf warten? Darauf, dass das Wasser wiederkommt? Gewitter an der Küste können sich über viele Stunden ortsfest hinziehen! Hinhocken mit den Füßen dicht beisammen, um die Schrittspannung zu mindern. Hört sich ja echt gut an ... Wenn der Blitz zig Kilometer entfernt einschlägt, dann fängt man sich aufgrund des sehr gut leitenden Salzwassers derartige Elektroschocks ein, dass man gar nicht mehr in der Hocke bleiben kann! Das wird ein Durchstarten - ich habe schon mehrere Gewitter im Watt erlebt. Meine völlig unwissenschaftliche Empfehlung dabei ist: Laufen! So schnell wie möglich! Egal wie, bloß raus aus dem Watt!

    watt5

    5. Priele sollte man S-förmig überqueren, denn dann bleiben sie flach. Geht ganz leicht: Man sucht sich die Stelle, an der sich der Wattboden ganz sachte in den Priel senkt. Da reingehen. Jetzt stromauf- oder stromabwärts die nächste, breiteste Stelle (d. h. die Stelle mit der kleinsten Strömungsgeschwindigkeit) suchen. Die so S-förmig über die Prielmitte hin ansteuern und auch dort auf die Stelle, an der sich der Wattboden wieder ganz sachte in den Priel senkt, zugehen. Auf diese Weise bleibt man immer in den strömungsärmsten und damit auch in den flachsten Zonen. Wohingegen es, wenn man direkt rüber will, doch mitunter schon recht tief werden kann. Zumal man bei dem mittransportierten Sand zumeist den Grund nicht sieht ...

    watt6

    6. Bei Sturm sollte man das Watt meiden, denn es könnte zum Windstau kommen. Der drückt auch bei Ebbe das Wasser blitzschnell in einer Höhe wieder rein, die sich nur noch schwimmend bewältigen lässt. Das habe ich selbst erlebt!

    watt7

    7. Bitte berücksichtigen, dass bei schönem Wetter der Wasserfilm auf dem Meeresboden wie ein Spiegel wirkt. D. h. er reflektiert auch die UV-Strahlung. Krebsrot verbrannte Beine sind die Folge, daher mit hohem Sonnenschutzfaktor gegensteuern. Oder einfach das ultimative Sonnenschutzmittel auf dem Körper verteilen: Schlick! Sieht zwar mehr so Bundeswehr-Pionier-mäßig aus, funktioniert aber sehr gut. Hinterher komplett zu duschen ist natürlich unverzichtbar.

    8. Keine Panik! Weder wollen die Viecher im Watt dir was tun - die haben mehr Angst vor dir als du vor denen - noch wird man blitzartig und überraschend vom Wasser eingeschlossen. Wenn du tatsächlich mal Pech mit auflaufendem Wasser haben solltest, dann bleib' erstmal stehen, atme ief durch und sieh dich genau um. Es findet sich (fast) immer ein Weg. Und hinsichtlich der Viecher: Krebse tun dir nichts. Bei Quallen mit so dicken, wurstförmigen Tentakeln kannst du ziemlich sicher sein, dass die nicht nesseln. Quallen mit langen, dünnen Fäden sind fast immer eklig nesselnde Missgeburten. Um die macht man einen ganz ganz großen Bogen. Warum ganz groß? Weil Nesselfäden abgerissen sein und rumliegen könnten. Wenn du da reintrittst, dann brennen die auch.

    watt8

    Wenn man diese Tipps berücksichtigt, dann ist ein Ausflug ins Watt einfach herrlich. Und erst die reine Luft ... Selbstverständlich geht der richtige Wattwanderer barfuß, gar keine Frage! Es gibt keine bessere Fußsohlenreflexmassage. Ein paar Kilometer im Watt habe ich an jedem einzelnen Tag zurückgelegt.
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Reisebericht Büsum (1)

    Freitag, 19. Juli 2013 und eine schier unerträgliche Hitzewelle. Meine bessere Hälfte hat zwei Wochen Urlaub und meine Jüngste langweilt sich zuhause. Machtwort meiner Frau: "Wir müssen jetzt mal raus! Ich will an die See!" Tja, ohne Buchung ein Jahr im Voraus ist das immer so eine Sache ... OK, im Web recherchiert. Borkum: Aussichtslos. Ostsee: Ziemlich ähnlich. Büsum: Ja, da gibt's ein paar Last-Minute-Angebote als Ersatz für Leute, die abgesagt haben. Telefonnummern rausgesucht und die dortigen Zimmervermittlungen abgegrast. Es wurden i. d. R. ziemlich einseitige Gespräche, nämlich mit Anrufbeantwortern. Erbetene Rückrufe erfolgten durchweg nicht.

    bus1

    Schön, dann also Plan B: Im Internet private Anbieter ausfindig gemacht. Die stundenlang ergebnislos abtelefoniert, dabei immer wieder die Telefonnummern anderer, nicht im Internet vertretener Vermieter erfragt. Und bei einem hat's dann geklappt - von Montag bis Montag, vom 22.7. bis zum 29.7.2013. Eine Drei-Personen-Ferienwohnung, weil eine Familie kurzfristig abgesprungen war. Das war der Stand am Samstag Abend. Der Blick auf den Wetterbericht: Es soll weiterhin megaheiß bleiben. OK, dann reicht für meine Frau und mich auch ein Koffer zusammen nebst einer Reisetasche für meine Tochter. Noch schnell das Auto vollgetankt und die Favorites-App auf dem Smartphone mit dem BSH kombiniert, um einen Überblick über die Gezeiten zu haben und am Montag Morgen um kurz nach sieben Uhr ging es los: A2-A392-A7-A23 - auf den Punkt genau 300 km. Gut durchgekommen, trotz der Nadelöhre Westenholz-Baustelle, Horster Dreieck, Elbtunnel, HH-Nordwest und Elmshorn-Baustelle. Nach drei Stunden waren wir (zu früh) da.

    bus2

    Büsum: Ik kenn dat no good ut mien Kinnertied. 'Tschuldigung, wir sprechen heute ja Hochdeutsch. Das Platt hat man uns Kindern früher in der Schule abgewöhnt und Hochdeutsch war die erste Fremdsprache, die ich erlernen musste. Vom Flair des verträumten Fischerdorfes aus längst vergangenen Kindertagen ist kaum noch etwas übrig geblieben. Der Tourismus boomt. Blicken wir daher erst einmal zurück. Büsum liegt im Landkreis Dithmarschen, südlich von Nordfriesland. Viele Ortsfremde meinen daher, dass der Büsumer ein Friese ist. Doch weit gefehlt! Einen Dithmarscher als Friesen zu bezeichnen kommt ungefähr so gut, wie einen Schotten Engländer oder einen Holländer Deutschen zu nennen. Sehr ungesunde Sache! Die Dithmarscher sind nämlich alles andere als Friesen. Ihre Vorfahren stammen aus Sachsen.

    bus3

    Das kam so: Büsum war bis 1585 eine Insel und ein ständiges Ärgernis für die Handelsschifffahrt, denn - um es mal ganz unverblümt auszudrücken - es handelte sich um eines der schlimmsten Piratennester an der Nordsee. Seepiraten suchten dort Unterschlupf und Strandpiraten legten falsche Leuchtfeuer, durch die es zu gewollten Strandungen kam. Die Besatzungen der gestrandeten Schiffe wurden 'nen Kopf kürzer gemacht und von dem, was die Kähne danach hergaben, lebte man. Das änderte sich erst so langsam, als die Insel 1585 mit dem Festland verbunden wurde und diverse Obrigkeiten ihre Ansprüche geltend machen konnten. Außerdem gab es nach den Allerheiligenfluten in den Jahren 1532 und 1570 dort nicht mehr allzuviele Menschen - die meisten waren ersoffen.

    bus4

    Etwa um 1700 herum hatte August der Starke in Sachsen die Schnauze von dem ganzen kriminellen Gesindel in seinem Ländle um Dresden und Meißen herum gestrichen voll. Er sammelte alle Diebe, Mörder, Vergewaltiger, Giftmischer, Betrüger, Kinderschänder, Brandstifter usw. ein und gab denen einen Tritt - sprich er verwies sie des Landes. Die zogen dann quer durch Deutschland in Richtung Nordwesten, bis sie nasse Füße bekamen. Der Endpunkt der langen Reise war Büsum. Dort noch ansässige Friesen wurden 'nen Kopf kürzer gemacht und mit den verbliebenen Piraten verstand man sich bestens: "Gliek un gliek gesellt seck gern", segg de Düwel, as he mit'n Avkaat spazeern gung. So entstand der "Urbüsumer". Das jedenfalls ist die (für mich sehr plausible) Variante der Ortsgeschichte, wie sie mir noch als Kind beigebracht worden ist. Der "Urbüsumer" ist heute eine im Aussterben begriffene Rasse und macht gerade mal noch so um die 14% der Bevölkerung aus. Alle anderen sind "Neubüsumer", nämlich Zugereiste.

    bus5

    Um 1900 herum hatte Büsum sich bereits einen Namen als beliebter Badeort an der Nordsee gemacht. Es mutierte später zur Nazi-Hochburg und die KdF-Urlauber brachten dem Ort hohe Einnahmen. 1946 wurde Büsum zum Nordseeheilbad und blieb weiterhin ein beliebtes Ferienziel. An den Bau des einzigen und weithin sichtbaren Hochhauses im Jahr 1972 (ein fürchterlicher Klotz!) kann ich mich noch gut erinnern. So etwa um 1976 herum (ich bin mir hinsichtlich des Jahres aber nicht ganz sicher) wurde der Sandstrand Perlebucht gebaut, um auch das Schwimmen bei Ebbe zu ermöglichen. Ich persönlich finde die beiden Stinkebecken ja grauenvoll und ziehe das Baden im offenen Meer vor. Die Steinschüttung dazu stammte von der Ostsee und wies neben Bernstein auch fossile Seeigel auf. Zusammen mit einem Kumpel bin ich seinerzeit wann immer möglich nach Feierabend auf der Baustelle gewesen ("Betreten streng verboten!") und habe dort Fossilien gesammelt. Einmal dabei einen Windstau erlebt - das Wasser wird dann bei Ebbe vom Sturm so Tsunami-artig in voller Höhe sehr schnell reingedrückt - und um mein Leben geschwommen. Einzeln hätte das wohl keiner von uns beiden überlebt (die Strömung war hundsgemein!), aber gemeinsam haben wir es geschafft.

    bus6

    Ebenso erlebte ich den Abschied von der alten Schleuse 1986, als das heutige Sperrwerk erbaut wurde. Irgendwann zwischendurch habe ich auch mal im Hafenbecken gelegen. Das geschah beim Sammeln von Seesternen, denn dabei bin ich auf dem schlickigen Grund ausgerutscht. Seinerzeit holten wir Kinder uns aus der Apotheke in der Bahnhofstraße (heutige Anker-Apotheke) das Formalin im 10l-Eimer. Von Krebsgefahr, Giftigkeit und so wusste damals keiner was; außerdem war das Zeug noch frei verkäuflich. Da kamen die Seesterne für ein paar Stunden rein. Danach wanderten sie für ein bis zwei Wochen auf's Garagendach zum Trocknen und getrocknet vertickerten wir die Dinger zwecks Aufbesserung des Tachengeldes für 20-50 Pfennig an Touristen. Die Saugnäpfe kratzten wir nicht raus, was dazu führte, dass die konservierten Tiere nach ein paar Tagen ziemlich streng zu müffeln begannen. Aber das war ja nicht unser Problem.

    bus7

    Damals hatte Büsum wirtschaftlich gesehen drei Standbeine, nämlich die Werft, die Fischerei (inklusive Krabbenfischerei) und den Tourismus. Den typischen Büsumer Nebenverdienst bildete das Krabbenpulen; auch ich habe das damals noch gemacht. Krabbenpulen kann man eigentlich nicht lernen. Das ist irgendwie angeboren. Geblieben ist davon heute eigentlich nur noch der Tourismus. Die Werft gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr. Die Fischerei ist finanziell betrachtet ein Fiasko, denn der Unterhalt des Kutters verschlingt mehr Geld, als der karge Fang einbringt: Knochenarbeit zum Draufzahlen! Aber welchem Touristen fällt, wenn er im Hafen die Schiffe liegen sieht, schon auf, dass die Netze fehlen? Und die berühmten Büsumer Krabben werden in Holland gefangen, per Flieger nach Marokko zum Pulen geschickt, zurück transportiert und in Büsum bloß noch eingetütet. Was übrig bleibt sind maritimes Flair und der (noch) ausufernde Fremdenverkehr.

    bus8

    Ich habe mir mal so ein paar Immobilienanzeigen vor Ort angesehen: So ein 3-4-Personen-Appartment gibt's ab ungefähr 180.000 Teuronen. Mieteinkünfte (ein dreiviertzel Jahr Vermietung) und Abgaben umgerechnet könnte eine Person von einem Appartment durchaus leben. Je mehr Appartments einer hat, desto größere Sprünge kann er sich erlauben. Es ist - wie üblich - die alte Geschichte: Geld kommt zu Geld. Aufgrund der Dumpinglöhne in dieser, unserer Bananenrepublik bleiben viele Urlauber im Land. Orte wie Büsum profitieren davon. Und zwar reichlich! Doch was geschieht, wenn auch der Urlaub im eigenen Land unerschwinglich wird? Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass Büsum irgendwann einmal aufgrund seiner wirtschaftlichen Monokultur ganz schnell zur Geisterstadt werden könnte. Aktuell jedenfalls fallen immer mehr ursprüngliche Fischerkaten Appartment-Neubauten zum Opfer und genau das ist auch, was das ursprüngliche Flair vom Büsum meiner Kindheit kaputt gemacht hat.

    bus9

    Seit früher hat sich sehr vieles verändert. Gebaut wird immer noch und überall. Der Sandstrand Perlebucht ist zur "Familienlagune" - im Mai diesen Jahres neu eröffnet - geworden. Aktuell wird der gesamte Kurstrand auf einer Strecke von mehreren Kilometern umgebaut, denn ein neuer Deich muss her. Nach über 50 Jahren und einem Deichbruch im Frühjahr (allerdings kein Durchbruch) war das längst schon überfällig. Das ist jetzt, zur Hauptsaison, eine Mega-Baustelle. Viele Urlauber beschweren sich deswegen, obgleich aus dem Ort ja kostenlose Shuttle-Busse zur Familienlagune fahren. Für die Beschwerden habe ich ganz persönlich nun wieder absolut null Verständnis: "Wer nich will dieken mutt wieken!"

    - - - - -

    Kleine Übersetzungshilfe für die nicht plattdeutsch sprechenden Leser:

    "Ik kenn dat no good ut mien Kinnertied." - Ich kenne das noch gut aus meiner Kindheit.
    "Gliek un gliek gesellt seck gern, segg de Düwel, as he mit'n Avkaat spazeern gung." - Gleich und gleich gesellt sich sich gern, sagte der Teufel, als er mit dem Anwalt spazieren ging.
    "Wer nich will dieken mutt wieken!" - Wer nicht deichen will muss weichen!

    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Wieder zurück!

    So, nach einer Woche Pause melde ich mich wieder zurück. Offensichtlich - den Nachrichten der Freunde nach - habe ich mit dem IT-Umzug von Blog.de nicht allzuviel verpasst. Der Blackout am Vortag der Abreise - das marode Überlandleitungsnetz hatte sich im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch aufgelöst und einen Flächenbrand auf den Feldern verursacht, dazu mindestens sechs Ortschaften für längere Zeit vom Strom abgeschnitten - konnte mir dann auch ziemlich egal sein. Ich war nämlich zu einem Last-Minute-Kurzurlaub an der Nordsee. Herrlich - Wattwandern, Schwimmen im offenen Meer (war bewohnt), alte Bekannte besucht ... Demnächst mehr davon inklusive Fotos. Jetzt muss ich mich erstmal um's Auspacken kümmern.

    qualle
    Das Foto hat meine Tochter Sonja gemacht.
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Neuland

    pinocciomerkel

    Edward Snowden: "BND und Verfassungsschutz nutzen wohl US-Spionagetechnik"
    MDR: "Stecken BND und NSA unter einer Decke?"
    Tagesschau: "NSA-Spähprogramm für BND und BfV"

    Warum wundert mich all das nicht im geringsten? Warum glaube ich einer IM Erika, für das alles angeblich "Neuland" ist, schon lange kein einziges Wort mehr? Allerdings: Wer glaubt schon Lügnern? Doch manchmal - selten! - rutscht auch Lügnern ein wahres Wort heraus, das bezeichnend ist und das eindeutige Rückschlüsse auf die innere Einstellung eines solchen Lügners (oder einer Lügnerin) zulässt. Wie am 18.07.2013 in Aschaffenburg geschehen. Glaubt ihr ernsthaft, dass Lügner es wert sind, gewählt zu werden?!?

    aschaffenburg
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Herr und Frau Wichtig

    Man kann nicht jeden mögen und vielleicht ist das auch ganz gut so. Aber es gibt Leute, die sind mir sowas von unsympathisch; die kann ich ab wie ein Messer im Rücken. Oder wie eine angreifende Klapperschlange. Herr und Frau Wichtig (Namen geändert) gehören dazu, obwohl ich mit denen eigentlich gar nichts zu tun habe. Ein Ehepaar, das sich gesucht und gefunden hat - vor ganz, ganz vielen Jahren schon. Intellektuell irgendwo auf Knorpelfischniveau. Aber dafür hochinteressiert an allem und jedem, dazu ausgesprochen auskunftsfreudig, obendrein auch noch geradezu unterwürfig zuvorkommend und überschäumend freundlich: "Chef,Chef, darf ich Ihnen die Tür aufmachen? Chef, Chef, ich weiss was!" So konnte es auch nicht ausbleiben, dass ein gewisser "Gönner" des Dorfes - der selbst genug Dreck am Stecken hat und der insgeheim als Pate der Dorfmafia bezeichnet wird; andere reden ganz offen vom "alten Betrüger" - schon frühzeitig auf Herrn und Frau Wichtig aufmerksam wurde. Und sie nach Kräften förderte. Gleich und Gleich gesellt sich eben gern.

    Aufgrund der Mittelungsfreudigkeit des Ehepaars gelangte der Pate an so manche Interna, die ihn einen feuchten Scheißdreck angehen und hatte keinerlei Skrupel, diese Interna zu seinem eigenen Vorteil und zum Nachteil der Betroffenen einzusetzen. Aber auch Herr und Frau Wichtig profitierten davon - und nicht zu knapp. Eine Vergünstigung hier; eine Gratifikation da und immer mal wieder irgendeine Förderung. Eine Hand wäscht eben die andere. Im Verlauf vieler Jahre durchlief das Ehepaar Wichtig sozusagen eine Art von "Bewährungsaufstieg". Nachdem der Pate alte Betrüger sich altersbedingt zur Ruhe setzen musste, bediente sich sein Nachfolger in einer kommunalen Verwaltung oft und gerne des besagten Ehepaars - u. a. auch im Rahmen von beabsichtigter Jobvernichtung, wenn Herr oder Frau Wichtig gerne mal absolut freiwillig und unbezahlt einsprangen, weil die Kosten für einen Mitarbeiter eingespart werden sollten. Das hatte ja auch seinen tieferen Sinn, denn auf diese Weise gelangten die Beiden problemlos an noch viel mehr Informationen über ihre Mitmenschen - die sie bereitwillig weitergaben (und geben).

    Heute existiert praktisch kein Verein, kein Zusammenschluss und keine Interessenvertretung mehr, in der das Ehepaar Wichtig (Spitzname "IM N." - deutlicher möchte ich lieber nicht werden) nicht seine Griffel mit drin hat. Und wenn da tatsächlich mal eine Initiative auftaucht, in der die Wichtigs nichts zu melden haben, dann versuchen sie, tatkräftig vom neuen Paten unterstützt, diese Initiative zu diskreditieren und kaputt zu machen. Weil nicht sein kann was nicht sein darf. Heute sind Herr und Frau Wichtig gemachte Leute, angesehene Mitglieder der Dorfhonoratioren. Ihr Wort hat Gewicht. Allerdings nur nach unten. Nach oben haben die nach wie vor gar nichts zu melden, sondern bloß eben dem neuen Paten alle möglichen Interna zuzutragen. Sie leben sehr, sehr gut davon und haben sich mittlerweile eine unerträgliche Arroganz gegenüber ihren Mitmenschen zugelegt. Denn jetzt können die sich diese Arroganz erlauben - quasi als Ausgleich für jahrzehntelanges Schleimen, Arschkriechen, Bespitzeln und Denunzieren. Solche Menschen braucht das Land: Die idealen Untertanen! Mit einem so dicken Fell, dass sie auch ohne Rückgrat noch stehen können! Und sie sind sehr aktiv, werben bspw. für einen Herrn Steinbrück ...

    den
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



  • Was man für eine AG braucht

    Ich hatte in meinem Blog ja schon mehrfach angesprochen, dass ich in der Schule eine Foto AG leite - seit dem 01.02.2008. In den beiden Jahren zuvor war es eine Hausaufgaben AG. Nun bin ich mehrfach gefragt worden, was man braucht, um eine AG durchführen oder bei einer Schule anbieten zu können. Ich glaube nicht, dass sich das verallgemeinern lässt, denn es hängt immer von der jeweiligen AG selbst ab. Bei der Hausaufgaben AG war ich seinerzeit nur vertretungsweise und eher durch Zufall reingerutscht. Dazu benötigte ich kein besonderes Material - bloß ein solides Grundwissen des Unterrichtsstoffes, einen Taschenrechner und ein paar (Strategie-) Spiele für diejenigen der Schüler, die lediglich zu beaufsichtigen waren.

    Bei der Foto AG ist das völlig anders gelaufen. Die Schule stellte einen PC-Raum mit Beamer. Die PCs liefen bzw. laufen unter einer veralteten und nicht upgedateten Windows-Version, also ohne Servicepacks, Dot-NET-Framework, Java usw. Seitens der Schüler wurden eigene Kameras vorausgesetzt, dazu die kameraseitigen Anschlusskabel für die PCs und Reservebatterien bzw. -akkus. Einige Schüler litten offensichtlich an "reflektiver Hemmung" und haben bis heute den Unterschied zwischen einer richtigen Kamera und einer Handy-Knipse nicht begriffen - oder nicht begreifen wollen. Das wirkte sich auf die von mir mitzubringende Hardware aus. Was ich meinerseits für die AG stellen musste, war hardwaremäßig Folgendes:

    - Ein polizeiliches Führungszeugnis, denn wer nicht "sauber" ist, darf nicht auf die Schüler losgelassen werden (bezahlt man übrigens selbst).
    - Ein schriftliches Konzept. Es sieht im ersten Halbjahr das Erlernen fotografischer Praxis und der wichtigsten Bildbearbeitungsschritte anhand von verschiedenen Programmen vor. Die Bearbeitungsschritte an sich sind dabei wesentlich wichtiger als die Programmbedienung. Im zweiten Halbjahr sollten die Schüler auf Basis dieser Erkenntnisse ihre eigenen Fotos bearbeiten.
    - Die Bildbearbeitungs-Software. Da ich auf dem Schulsystem keine Adminrechte besaß und mir die auch nicht eingeräumt wurden, war ich auf eine selbst erstellte Sammlung von in höchstem Maße portablen Programmen auf USB-Stick angewiesen. Da die Bildungsausgaben in Deutschland ein Lacher sind, scheiden kommerzielle Programme von vornherein aus und es bleibt nur die Beschränkung auf Freeware. Interessierten Schülern wurde (wird) diese Softwaresammlung auf deren eigene USB-Sticks kopiert.
    - Eigene Kameraausrüstung. Von der Knipse bis zur Bridge, Tubus, Filter, Stativ, 3D-Brille und -Wippe etc.
    - Anschlusskabel. Da das Gros der heutigen Schüler überwiegend unter einer fortgeschrittenen Form von Alzheimer zu leiden scheint und das Anschlusskabel nie dabei hat, bedeutet das ein USB-Anschlusskabel, einen USB-Mini-USB-Adapter, einen Mini-USB-Mikro-USB-Adapter, einen Kartenleser für SD-SDHC-SDXC und einen Adapter für Mikro-SDirgendwas auf SDirgendwas. Alles nur, um die Fotos von diversen Kameras oder Handy-Knipsen auf die Rechner zu bringen.
    - Einen Laserpointer, um im Einzelunterricht die relevanten und vom Beamer an die Wand geworfenen Bilder detailliert erläutern zu können.
    - Eine DVD mit einer Sicherung der benötigten Software, denn (partielle) Löschungen der auf die Rechner aufgespielten Programme sind an der Tagesordnung und dann ist das Restaurieren angesagt (VOR dem Unterricht und unbezahlt, versteht sich von selbst).
    - Büromaterial, denn keins der Kids hat etwas zum Schreiben dabei.
    - Ein Taschenrechner, denn zur Berechnung von Bildformaten per Dreisatz braucht man den manchmal. Selbstverständlich muss der Dreisatz den Schülern zuvor erklärt werden *stöhn*.

    Die Software und die Übungsbilder dazu gehen Hand in Hand. Die Übungsbilder stellt der Dozent selbstverständlich auch, muss sie ergo zuvor selbst angefertigt haben. Ein riesiger Fundus an eigenen Fotos (damit es nicht zu Copyright-Problemen kommt) ist somit die Voraussetzung dafür. Bearbeitungsschritte und Software nebst Übungsbildern umfassen daher:

    - Einleitungsgrafiken zum Vergleich Kamera-Auge
    - Schärfen und Entwackeln (Dekonvolution)
    - Helligkeit, Kontrast, Farbsättigung, Verfremdung, Rahmen
    - Bildausschnitte
    - Selektive Belichtungskorrektur, Farbtausch
    - Entpixeln, Entrauschen
    - Farbstichkorrektur
    - Dunstentfernung
    - Abmildern von Überbelichtung, "künstlicher Himmel"
    - ColorKey-Techniken
    - Kalenderblätter
    - Rotaugenkorrektur
    - Tieraugenkorrektur
    - Portait und Retusche
    - 3D Panumareal
    - 3D Makro
    - 3D Hyperstereo
    - Pseudo-3D (Perspective Transformation)
    - 3D-MPO-Format und dessen Konvertierung
    - Tonwertoptimierung
    - Fotobasteleien, z. B. Dekowürfel
    - Metadaten
    - Vergrößerung
    - Stitchen und Panorama
    - Bild-in-Bild-Techniken
    - Droste-Effekt
    - Fotomontagen
    - Extremvergrößerung

    Für jeden dieser Schritte werden ungefähr 5-10 Übungsfotos gebraucht. Sofern die Kids eigene Bilder zur Bearbeitung haben, werden selbstredend die verwendet, weil das denen mehr Spaß macht. Eigene Fotos können im Rahmen von Exkursionen (setzt Ortskenntnis voraus) angefertigt werden, aber dazu muss das Wetter mitspielen. Inwieweit also draußen etwas gemacht oder drinnen an den Computern gearbeitet wird, ist irgendwo auch immer Jahreszeit-abhängig. Das nur mal so exemplarisch als grober "Fahrplan" für alle diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, selbst mal an einer Schule eine AG anbieten zu wollen. Da ist also sehr viel an Hirnschweiß und an Vorarbeit zu leisten, damit hinterher alles klappt.

    Ich bin auch auf den Verdienst bei so einer AG angesprochen worden. Um ganz ehrlich zu sein: Vergesst den Verdienst! Eine AG in einer Schule durchzuführen ist reiner Altruismus und etwas für Leute, denen unser Nachwuchs am Herzen liegt. Monatlich kommen - wenn man Ferien, Unterrichtsausfälle u. ä. berücksichtigt - im Durchschnitt rund 30-50 Euro dabei rum. Davon abzurechnen sind Fahrkosten und das selbst zu stellende Material. Wenn man dann noch die schier endlosen Stunden der Vor- und Nachbereitung mitrechnet, dann ist das nicht mal mehr ein 1-Euro-Job. Zum Ausgleich dafür steht einem jährlich eine "Betriebsprüfung" mit Bußgeldandrohung für den Fall der nicht fristgemäßen Mitwirkung ins Haus - denn man könnte bei den paar Kröten ja Steuern im ganz, ganz großen Stil hinterzogen haben! Sowas motiviert ungemein! Ich habe jetzt gerade die zweite "Betriebsprüfung" am Hals. Besagte "Betriebsprüfung" erfolgt selbstverständlich auch dann, wenn man gar keinen Betrieb hat. Und noch ein Hinweis für H4-Empfänger: Die o. e. paar Kröten sind selbstverständlich ein voll anzurechnendes "Einkommen" und mindern den H4-Anspruch. Auch fliegt man damit aus der Arbeitslosenstatistik raus und gilt als vermittelt, denn man verdient ja mehr als einen Cent wöchentlich - wieder ein gigantischer Schritt in Richtung auf die Vollbeschäftigung!

    Irgendwann kommt schließlich noch der Punkt, an dem gut etablierte AGs mit regulären Lehrkräften besetzt werden. Bevor das (nach Jahren) geschieht, hat man denen selbstverständlich mit Materialien (bspw. mit der Software oder mit Arbeitsanleitungen) auszuhelfen, damit die selbst irgendwann so eine AG auf die Beine stellen können. Hilft man nicht aus, dann wird der Vertrag nicht verlängert, von wegen mangelnder Kooperationsbereitschaft und so. Hilft man aus, dann wird der Vertrag irgendwann auch nicht mehr verlängert, weil jemand anders das übernommen hat. Deswegen sind über mehrere Jahre laufende AGs eigentlich schon eher die Ausnahme.

    Auch ist es unverzichtbar, sich in die Jugendlichen einfühlen zu können. Leute, die abfällig über AGs sagen "der spielt da so'n Bisschen mit den Kindern" haben echt den Schuss nicht gehört und absolut gar keine Ahnung, was tatsächlich so abgeht. Die leben in einer Traumwelt. Denn außer der Motivation hat man als AG-Leiter keinerlei Möglichkeiten. Strafen, bspw. durch Referate oder Nachsitzen o. ä. kann und darf man nicht und Berichte über auffällige (schwänzende, störende, gewalttätige) Schüler an die Schulleitung werden i. d. R. ebenso ignoriert wie Berichte hinsichtlich förderungswürdiger Schüler. Deswegen enden manche AGs auch unvermittelt von heute auf morgen - das Hinschmeißen ist Standard. Man braucht für AGs ein sehr, sehr dickes Fell und engelsgleiche Geduld. Das ist eine Sache des gesellschaftlichen Engagements und nicht des Verdienstes!
    ____________________________________________________________________
    Bitte auch meine HP & meine Bücher beachten:
    hpbuttonh4buttonlinkvnlinkhexenlinknorgastlinkabsurdistanmysterySynästhesiebuttonAbgestrampeltbuttonGHM

    Kommentare



Häufige Themen:

ADHS  Afghanistan  Afrika  Aids  Aktionen  Algerien  Alternativen  Armut  Asien  Atom  Australien  Banken  Bilderberg  Bin Laden  Blair  Brasilien  Bundesregierung  Bush  Bürger  CIA  Chemtrail  Cheney  China  Computer  Datenspeicherung  Deutschland  Diktatur  EHEC  Elektrosmog  Energie  Erde  Europa  Europäische Union  Film  Finanzen  Finanzkrise  Folter  Frankreich  GEMA  GEZ  Geld  Gentechnik  Geo-Engineering  Geschichte  Gesellschaft  Gesundheit  Glauben  Griechenland  Großbritannien  HAARP  HPV  Holocaust  Humor  Impfungen  Indien  Information  Internet  Interview  Irak  Iran  Irland  Islam  Italien  Japan  Jemen  Jugendamt  Kanada  Karibik  Katastrophe  Kennedy  Kinder  Kissinger  Klima  Kontrolle  Korea  Korruption  Krieg  Krise  Leben  Lebensmittel  Libyen  Lobby  Macht  Medien  Menschen  Menschenrechte  Merkel  Milliarden  Mobilfunk  Mord  Mossad  Musik  NASA  NATO  Neue Weltordnung  Notstand  Obama  Oman  Pakistan  Planeten  Polen  Politik  Portugal  Propaganda  Protest  Psychiatrie  Radio  Rauchen  Recht  Regierung  Russland  Saddam  Sarkozy  Schweinegrippe  Schweiz  Skandal  Spanien  Sport  Stammtisch  Stuttgart 21  Syrien  System  Südamerika  Terror  Treffen  Trends  Tunesien  Türkei  USA  Ukraine  Umfrage  Unrecht  Veranstaltung  Verbrechen  Vortrag  WLAN  Wahlen  Wahrheit  Welt  Werbung  Wikileaks  Wirtschaft  Wissen  Wissenschaft  Zeit  Zeitgeschichte  Zensur  Zentralasien  Ägypten  9/11 
Created with Mafia Clouds

Neuigkeiten von (L-Z) :