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  • Staateninsolvenzverfahren und Zentralbankgeld zwei Faktoren der Macht
    Staateninsolvenzverfahren und Zentralbankgeld zwei Faktoren der Macht - Im Interview mit Dr. Robert Kahn (Council on Foreign Relations) und Prof. Dr. Franz Hörmann (Wirtschaftsuniversität Wien)

    Sendung „Macht und Menschenrechte“ am 27.08.2015 um 19.00 Uhr auf Jungle Drum Radio

    25.08.2015 | Unser Politikblog

    Dr. Robert Kahn CFR
    Am 06.08.2015 sprachen wir mit Dr. Robert Kahn (Senior Fellow für internationale Ökonomie beim Council on Foreign Relations). Er hat u. a. beim IWF zu Schuldenkrisen in Schwellenländern, als Senior Strategist bei Moore Capital und in mehreren leitenden Positionen bei der Citigroup gearbeitet.

    Das Interview beschäftigt sich damit, wie der Begriff der „Schuldentragfähigkeit“ verstanden werden sollte, und auf welche Weise bei einem Staatsbankrott ein fairer Kompromiss zwischen den Rechten der Einwohner des jeweiligen Schuldnerstaates und den Gläubigern erzielt werden kann. Zu der Idee eines Staateninsolvenzverfahrens äußert Herr Dr. Kahn sich positiv. Er hat jedoch die EU deutlich kritisiert für ihre mangelnde Bereitschaft, die Schulden Griechenlands auf eine tragfähige Höhe zu reduzieren. Herr Dr. Kahn hat sich auch Fragen nach sinnvollen Einsparungen, Steuererhöhungen und Privatisierungen und nach deren Grenzen gestellt. Er will den Kauf von Staatsanleihen durch die EZB nicht als ein Instrument der Schuldenerleichterung und erläutert seine Sicht auf ESM, Pariser Club und IWF, den als eine um Ausgewogenheit bemühte Institution sieht. Außerdem werden im Interview verschiedene Überzeugungen zur Giralgeldschöpfung (fraktionelle Reserve – Theorie und Kreditgeldschöpfungstheorie) sichtbar, und es geht um Bankenrekapitalisierung sowie um die „too big to fail“ - Hypothese.




    Prof. Dr. Franz Hörmann (Wirtschaftsuniversität Wien)
    Im Interview mit Prof. Dr. Franz Hörmann (Wirtschaftsuniversität Wien) geht es um das Zentralbankgeld.

    Die EZB hat 1.000,- Milliarden € für den Erwerb wackeliger Forderungen von Banken und für Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt. Es ist Zeit für ein besseres Verständnis, was Zentralbankgeld ist (auch im Unterschied zum kreditgeschöpften Giralgeld der Banken), wodurch es entsteht und wieder verschwindet, und wie das gebucht wird. Auf welcher Rechtsgrundlage kommt die EZB an die 1.000,- Milliarden €? Werden die gewaltigen von der EZB verwendeten Beträge für Inflation sorgen? Werden die nationalen Notenbanken und damit indirekt die Steuerzahler für Forderungsausfälle auf der Ebene der EZB aufkommen müssen? Muss die EZB Forderungsausfälle überhaupt abschreiben wie normale bilanzierungspflichtige Unternehmen? Wie hängen Target 2 – Salden mit der EZB zusammen? Warum will die griechische Regierung 27,- Milliarden € Schulden durch einen Kredit des ESM tilgen, obwohl Kreditanträge beim ESM, anders als Schulden bei der EZB, das Land ins Staateninsolvenzverfahren zwingen können?

    Zu diesen und ähnlichen Fragen haben wir uns an verschiedene Experten gewendet.

    Als erster hat Prof. Dr. Franz Hörmann uns hierzu ein Interview gegeben.



    Links:

    Biographie von Dr. Robert Kahn auf der CFR-Webseite

    Rede „Greece's Euro Future an U. S. Policy: A Narrow Path Forward“ von Dr. Robert Kahn vom 29.07.2015 vor dem Unterausschuss des Auswärtigen Ausschusses des US-Kongresses zu Europa und regionaler Sicherheitskooperation


    Prof. Dr. Franz Hörmann (Wirtschaftsuniversität Wien)


    Gabler Wirtschaftslexikon zum Zentralbankgeld



    Deutsche Bundesbank zum Zentralbankgeld

    Focus-Artikel zum „Fünf-Punkte-Plan“ incl. Ersetzung von EZB-Krediten durch einen ESM-Kredit





  • Erfolgreiches österreichisches EU-Austrittsvolksbegehren

    Sendung „Macht und Menschenrechte auf Jungle Drum Radio/Unser Politikblog zu am 30.07.2015 ab 19.00 Uhr

    Unser Politikblog | 29.07.2015

    Laut der Nachrichtenagentur OTS-APA hat das österreichische EU-Austrittsvolksbegehren innerhalb der Eintragungsfrist 261.159,- Unterschriften weit mehr als die erforderlichen 100.000,- erreicht erreicht und ist damit in dieser Hinsicht das zweiterfolgreichste Volksbegehren Österreichs er letzten 10 Jahre. Erforderlich gewesen wären 100.000,- Unterschriften. Und das trotz Ignorierung durch die größeren österreichischen Medien und Parteien.

    Wir sprachen mit Inge Rauscher (Initiative Heimat und Umwelt), Obfrau des Volksbegehrens. Wie geht es nun weiter bis zur Volksabstimmung? Wie ist die internationale Resonanz? Welche Folgen hätte ein EU-Austritt für die Durchsetzung der verfassungsmäßigen Neutralität Österreichs, auch im Hinblick auf die Krise in der Ukraine und die EU-Sanktionen gegen Russland? Was würde ein EU-Austritt bedeuten für den ESM, für die geplanten Freihandelsabkommen der EU (TTIP, CETA, TISA), und was für die Umwelt? Welche Perspektiven gäbe es für ein neutrales Österreich außerhalb der EU für Wirtschaft und Sicherheit?




    Volksbegehrenskampagne

    Blog der Initiative Heimat und Umwelt
    OTS-APA-Meldung vom 01.07.2015 zum Volksbegehren
    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150701_OTS0315/eu-austritts-volksbegehren-grosser-sieg-der-unabhaengigen-buergerbewegung-bild













  • Submission to the Truth Commission on the Greek Debt
    28.07.2015 | Unser Politikblog

    At the June, the 1stof 2015, the human rights activist Sarah Luzia Hassel-Reusing has filed a submission to the debt truth commission of the Greek Parliament.

    It explains comprehensively grave irregularities regarding the Greek debts and conditions connected
    to them. And it makes concrete recommendations, how to calculate the illegitimate and odious parts of the debts.

    The Greek population has a right to get to know about those irregularities. Even though that submission focuses on the features relevant for the illegitimateness and the odiousness of debts, it will also contribute to a deeper understanding, for which purposes the health and the lives of so many innocent Greek people are being sacrificed. Mrs. Zoe Konstantopoulou, the President of the Greek Parliament, has been completely right, when she has regarded the partly destruction of the Greek population to be a crime against humanity (art. 7 Roman Statute); the people responsible for the illegitimate and odious conditions imposed on Greece are just more geographically and institutionally distributed, and more of them from the private sector, than it might seem.

    They provenly do it to enable a huge shift of money from the states and from the citizens to the banks, while pretending to rescue Greece or the currency euro. Banks have deliberately withheld the information, that giral money is created out of nothing in the moment of the granting of a loan by a bank, and it is deleted, when the loan is paid back. What banks have known for centuries, has been empirically proven by economical science in September 2014. This shows very clearly, that every bank is replacable, that there are no „systemic“ „too big to fail“ banks at all. And what an obvious difference to the value of the lifes of human beings and of their birth and death.

    Moreover, the main aim is to force the countries of the eurozone into the state insolvency procedure of the ESM, in order to put through the privatization of their public utilities, resources, and particularly of their administrations, their courts, and their institutions for inner and outer security. Already the Lisbon Treaty has inserted the prescriptions demanding the functional privatization of the public utilities („services of general economic interest“, art. 14 TFEU) and of the sovereign institutions („non-economic services of general interest“, art. 2 of protocol 26 to TEU and TFEU), the latter of which, however, has been prohibited by the Lisbon Judgement of the German Constitutional Court of the 30.06.2009.
    The ESM, but also so-called „free trade“ treaties (TTIP, TISA, and CETA) are the next tools to enforce that revolutionary change of the type of state of the EU member states into the so-called „guarantueeing state“, where the sovereign power is in the hands of private corporations, a de-facto private state, with government and parliament remaining as the last elected facades.
    Prof. Dr. Andreas Voßkuhle, the President of the German Constitutional Court, has already in 2002 provenly lobbied for the functional privatization of parts of the sovereign institutions of the states; as he has pointed out in thesis 12 of his then speech before the VVDStRL, giving sovereign powers to private actors is completely unconstitutional, and it deprives the countries of their control over the execution of their sovereign power.

    And in September 2015, even a universal state insolvency procedure is going to be concluded at the UN level. As shown in the submission to the Greek debt truth commission, it is rather going to become a kind of ESM at the world level, for the functional privatization of the public utilities and the sovereign institutions of overly indebted states world-wide, than a mechanism for a fair debt reduction at the standard of the human rights.

    The political cartel of Bilderberg has had, for decades, a significant influence particularly on the EU Commission, but also on other international organizations and bodies and on national governments.
    The first chairman of Bilderberg (Prince Bernhard of the Netherlands) and the first President of the EU Commission (Walter Hallstein) both had been lobbyists of the IG Farben before – showing a link right from the beginning with a view to systematic corporate undermining of democracy in Europe via the EU Commmission.

    Mr. Jose Manuel Barroso has been the President of the EU Commission, when the mechanisms of the European Financing Mechanism („Greece Support“, EFSM, EFSF, and ESM) and of the EU Economic Government (tightened Stability and Growth Pact, Imbalance Procedure, and Budgetary Surveillance) have been created – all under the pretext of the safeguarding of the currency euro. He has been several times at the Bilderberg conference during his presidency. Since 2015, he is in the steering committee of Bilderberg. The current President of the EU Commission, Jean-Claude Juncker, has been connected with Bilderberg for many years. The Bilderberg conference 2011 has dealt with the ESM and been attended by, i. a., the then President of the European Council and by the then Financial Ministers of Greece, Great Britain, and Italy. The Bilderberg conference 2015 has had Greece on its agenda with, i. a., Mr. Jeroen Dijsselbloem (President of the Eurogroup), Mr. Benoît Coeuré (board member of the ECB), and Mr. Karel de Gucht (former EU Trade Commissioner); just look at the behaviour of those people regarding the subjugation of Greece under the ESM and regarding so-called „free trade“.

    The gravest irregularity, however, is the systematic outflanking of the human rights in the course of the drafting and the decisions on the imposed conditions, and that the strictness of the imposed austerity measures have been explicitely wanted as strict as in the „practice“ respectively as the „modalities“ of the IMF (Ecofin Council, 09.05.2010, file number SN 2564/1/10) – even though any serious Financial Minister must have known at least since 1991, that UNICEF has accused IMF and World Bank to be responsible for the death of up to seven million children below the age of five years world-wide alone in the years 1982 – 1991 (p. 12 of the foreword of the economist and former IMF employee Davison Budhoo in „Genug ist Genug“, published via Heinrich Böll Foundation in 1991).

    The civil population of Greece has been deliberately and strategically targeted with shocks. The referendum has been used to create a symbol of hope, and then to destroy it very fast, in order to cause confusion and a feeling of frustration and hopelessness. That is where they want the have the Greek people. And the subjugation under the ESM is by far more drastic than the EFSF conditions, which had been rejected by the referendum. The actors see the people as chesspieces on their geostragical playground. As Prof. Joseph Stiglitz has explained it in 2001 regarding the IMF, unbearable austerity measures are also used to create riots as a means to put through privatization far below market prices.

    I recommend you to remain peaceful centered in your heart. The solidarity clause (art. 222 of the Treaty on the Functioning of the European Union, TFEU) and the prescriptions for its application (file number 2014/415/EU) have been created to violently quell down protests with the joint use of the armies of the EU member states. The deliberation of the then President of the EU Commission, Mr. Jose Manuel Barroso regarding a possible vanishing of democracy at Greece, Portugal, and Spain, if these countries failed to manage the crisis (Daily Mail article „Nightmare vision for Europe as EU chief warns 'democracy could disappear' in Greece, Spain, and Portugal“ of the 15.06.2010) needs to be taken serious in this context.

    Please listen closely. The following information is crucial. What everyone of you can do, is to inform many people of the following submission, and to discuss it with friends. The next necessary steps for the peaceful restoration of the order of the Greek Constitution and of the order of the universal human rights in Greece and in the other EU member countries will then become visible.
    The peoples of the countries of Europe including the Greeks need a transformation to humanity rather than a revolution. They need to resolutely, centered in their hearts, without any fear or hate, with the unshakable will to rebuild a human society.



  • Europa, Griechenland und Zentralbankgeld, das unbekannte Wesen
    Teil 1 – Interview mit Prof. Dr. Franz Hörmann (Wirtschaftsuniversität Wien)

    Unser Politikblog |15.07.2015

    Die EZB hat 1.000,- Milliarden € für den Erwerb wackeliger Forderungen von Banken und für Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt. Es ist Zeit für ein besseres Verständnis, was Zentralbankgeld ist (auch im Unterschied zum kreditgeschöpften Giralgeld der Banken), wodurch es entsteht und wieder verschwindet, und wie das gebucht wird. Auf welcher Rechtsgrundlage kommt die EZB an die 1.000,- Milliarden €? Werden die gewaltigen von der EZB verwendeten Beträge für Inflation sorgen? Werden die nationalen Notenbanken und damit indirekt die Steuerzahler für Forderungsausfälle auf der Ebene der EZB aufkommen müssen? Muss die EZB Forderungsausfälle überhaupt abschreiben wie normale bilanzierungspflichtige Unternehmen? Wie hängen Target 2 – Salden mit der EZB zusammen? Warum will die griechische Regierung 27,- Milliarden € Schulden durch einen Kredit des ESM tilgen, obwohl Kreditanträge beim ESM, anders als Schulden bei der EZB, das Land ins Staateninsolvenzverfahren zwingen können?

    Zu diesen und ähnlichen Fragen haben wir uns mit an verschiedene Experten gewendet.

    Als erster hat Prof. Dr. Franz Hörmann uns hierzu ein Interview gegeben.



    Gabler Wirtschaftslexikon zum Zentralbankgeld

    Deutsche Bundesbank zum Zentralbankgeld

    Focus-Artikel zum „Fünf-Punkte-Plan“ incl. Ersetzung von EZB-Krediten durch einen ESM-Kredit





  • Kilez More, Morgaine und Mesut Onay bei der Bilderberg-Protestdemo 2015 in Telfs
    Unser Politikblog | 25.06.2015

    Am Samstag, den 13.06.2015 fand im Zentrum von Telfs (Tirol) eine bunte Demonstration mit rund 500 Teilnehmern gegen die Bilderberg-Konferenz vom 11.-14.06.2015 im Interalpen Hotel (Telfs-Buchen) statt.

    Unser Politikblog war vor Ort. Wir haben gesprochen mit Mesut Onay, Ratsherr der Grünen in Innsbruck und Mit-Initiator der Demonstration.

    Außerdem haben wir die Sängerin Morgaine und den Rapper Kilez More interviewt, die live in Telfs aufgetreten sind, und die beide sehr engagiert die Friedensbewegung musikalisch unterstützen.

    Sendung „Macht und Menschenrechte auf Jungle Drum Radio/ Heute 25.06.2015 ab 19.00 Uhr












    Webseite des Bilderberg-Protests 2015

    Interview 12.06.2015 der Deutschen Wirtschaftsnachrichten mit Mesut Onay

    Webseite von Mesut Onay

    Facebook-Seite von Morgaine

    Webseite von Kilez More




  • Geostrategie in Aktion - Bilderberg-Nachlese mit Freeman (Alles Schall und Rauch)
    Sendung „Macht und Menschenrechte auf Jungle Drum Radio/Unser Politikblog zu am 25.06.2015 ab 19.00 Uhr

    23.06.2015 | Unser Politikblog

     Freeman auf den Protesten in Telfs
    Das Bilderberg-Netzwerk traf sich dieses Jahr vom 10.-14.06.2015 im Interalpen-Hotel in Telfs-Burgen (Österreich), wenige Tage nach G 7 – Gipfel, welcher unweit davon vom 07.-08.06.2015 im bayerischen Elmau stattfand.

    Die offiziellen Themen der Bilderberg-Konferenz sind:
    Artificial Intelligence“, „Cybersecurity“, „Chemical Weapons Threats“, „Current Economic Issues“, „European Strategy“, „Globalisation“, „Greece“, „Iran“, „Middle East“, „NATO“, „Russia“, „Terrorism“, „United Kingdom“, „USA“ und „US Elections“

    Die Sendung beleuchtet die Konferenz, und was sich seitdem zu deren Themen und Personen getan hat.

    Beispiel Griechenland
    Die aktuelle geostrategische Frage zu Griechenland ist, ob das Land einen Kredit beim ESM beantragen wird (und / oder die EFSF-Forderungen gegenüber Griechenland gem. Art. 40 ESM-Vertrag auf den ESM werden, was aufs gleiche heraus käme).


    Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras will laut einem Artikel des Focus vom 21.06.2015 als Teil eines Fünf-Punkte-Plans der Regierung nun beim ESM gleich 27,- Milliarden Euro beantragen, um Schulden Griechenlands gegenüber der EZB abzuzahlen.

    Die Schulden bei der EZB werden Griechenlands nicht ins Staateninsolvenzverfahren zwingen, der Antrag auf Finanzhilfen des ESM (aus Sicht des ESM-Rechts) aber schon angesichts der dafür vorgesehenen rigorosen Schuldentragfähigkeitsanalyse der Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung.

    Das deutsche Bundesverteidigungsministerium hat inzwischen Alles Schall und Rauch zur Teilnahme der deutschen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen geantwortet. Demnach ging es ihr vor allem um die Darstellung der europäischen Sicherheitsstrategie.



    TOPs der Bilderberg-Konferenz 2015

    Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz 2015

    Alles Schall und Rauch - Artikel zur Bilderberg-Teilnahme 2015 der deutschen Verteidigungsministerin



  • Bilderberg 2015 im Zeichen von Sicherheitspolitik, Varoufakis und Staateninsolvenz
    17.06.2015 | Unser Politikblog

    Interalpen-Hotel in Telfs-Buchen (Tirol, Österreich)
    Die offiziellen Themen sowie die Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz 2015 vom 11.-14.06. im Interalpen-Hotel in Telfs-Buchen (Tirol, Österreich) sind am 08.06.2015 veröffentlicht worden. Die Themen sind:
    Artificial Intelligence“, „Cybersecurity“, „Chemical Weapons Threats“, „Current Economic Issues“, „European Strategy“, „Globalisation“, „Greece“, „Iran“, „Middle East“, „NATO“, „Russia“, „Terrorism“, „United Kingdom“, „USA“ und „US Elections“

    Viele Medien, die zu Bilderberg berichten, erwähnen den Tagungsort, das teure Polizeiaufgebot und einige der Teilnehmer, versäumen es jedoch, auf die Themen einzugehen. Man stelle sich vor, über die G 7 würde berichtet, ohne deren Tagesordnung zu erwähnen.

    Zu den Bilderberg-Konferenzen werden Entscheidungsträger oder deren Berater zu aktuellen Themen von geostrategischer Bedeutung geladen, wovon vor allem der Einfluss auf die EU-Kommission von herausragender Bedeutung ist. Der gegenwärtige ebenso wie der vorherige Kommissionspräsident sind „Bilderberger“.

    Die aktuelle geostrategische Frage zu Griechenland ist, ob das Land einen Kredit beim ESM beantragen wird (und / oder die EFSF-Forderungen gegenüber Griechenland gem. Art. 40 ESM-Vertrag auf den ESM werden, was aufs gleiche heraus käme). Aus Tagesordnung („Innovation and Budgetary Discipline“, „the Euro and Challenges for the European Union“) und Gästeliste (mit u. a. dem damaligen Präsidenten des Europäischen Rats, Herman van Rompuy, sowie mehreren Finanzministern) der Bilderberg-Konferenz 2011 ist ersichtlich, dass der ESM-Vertrag auf jener Konferenz vorbesprochen worden ist, bevor er von den Regierungen der Staaten der Eurozone unterzeichnet worden ist. Der ESM-Vertrag zusammen mit den dafür geänderten Bundesschuldenwesengesetzen enthalten das Staateninsolvenzverfahren für die Staaten der Eurozone, in welchem die für insolvent befundenen Staaten ihre Auflagen von der Versammlung ihrer privaten Gläubiger im Gegenzug zu Schuldenerleichterungen erhalten. Siehe Art. 12 Abs. 3 ESM-Vertrag sowie für Deutschland die §§4a – 4k Bundesschuldenwesengesetz (BschuwG) und die Erläuterungen des Gesetzes zur Änderung des BSchuWG (Drucksache 17/9049). Der Hauptzweck des Staateninsolvenzverfahrens ist es, die Privatisierung der Daseinsvorsorge („Dienste von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse“, Art. 14 AEUV) und der hoheitlichen Institutionen der Staaten („nicht-wirtschaftliche Dienste von allgemeinem Interesse“, Art. 2 von Protokoll 26 zu EUV und AEUV) durchzusetzen. Nachdem das Lissabon-Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts vom 30.06.2009 das Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags nur mit zahlreichen Maßgaben zugelassen hatte, darunter, die hoheitlichen Aufgaben nicht zu privatisieren (Rn. 249+251+252 des Urteils), wurden neue Anlässe benötigt, darunter vor allem das Staateninsolvenzverfahren und der Freihandel. Es geht um die totale Abhängigmachung der Staaten von Konzernen und um hoheitliche Macht für Konzerne, wodurch die Erbringung hoheitlicher Dienstleistungen sich grundlegend entsprechend der Profitlogik wandeln würde.

    Auch der Artikel „Deutsche Industrie fordert Zwangsvollstreckung für Schuldenstaaten“ der Deutschen Wirtschaftsnachrichten vom 18.08.2013 beweist, dass der Hauptzweck des ESM die Privatisierung ist. Denn BDI-Geschäftsführer Markus Kerber hat gefordert, Staatseigentum als Sicherheit für die Schulden der Staaten der Eurozone auf den ESM zu übertragen, um die Privatisierung zu beschleunigen.
    Und BDI-Präsident Ulrich Grillo hat noch auf der vorläufigen Gästeliste vom 03.06.2013 für die Bilderberg-Konferenz 2013 vom 06.-09.06.2013 gestanden, wenngleich auf der abschließenden Gästeliste nicht mehr.

    Griechenland wird nun vermutlich als in der Menschheitsgeschichte erstes Land in ein Staateninsolvenzverfahren gedrängt werden.

    Denn Seine Exzellenz, der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis, will laut dem am 09.06.2015 veröffentlichten Tagesspiegel-Interview „Wir haben rote Linien überschritten“ mit ihm, dass Griechenland ein Darlehen von 27,- Milliarden € beim ESM aufnimmt, um damit seine Schulden bei der EZB abzulösen, von denen 6,9 Mrd. € bereits in diesem Sommer fällig würden. So würden laut Varoufakis die „EZB-Schulden“ „in die Zukunft verschoben und Griechenland könnte an den Markt zurückkehren. Das zu tun, wäre nur eine Frage des politischen Willens.“

    Was Herr Varoufakis in dem Interview nicht sagt, ist, dass der ESM, anders als die EZB, verpflichtet ist, alle Finanzhilfen mit Auflagen mit einer Strenge wie der des IWF zu versehen (Art. 3 ESM-Vertrag, Art. 136 Abs. 3 S. 2 AEUV, Schlussfolgerungen des Ecofin-Rats vom 09.05.2010 (Az. SN 2564/1/10). Und dass ein Antrag Griechenlands gegenüber dem ESM gerade der noch benötigte Schritt ist, um Griechenland ins Staateninsolvenzverfahren des ESM zu zwingen. Die EZB hingegen könnte, wenn ein entsprechender politischer Wille bestünde, ihre Forderungen gegenüber Griechenland auch großzügig stunden, ohne dafür harte Auflagen machen zu müssen. Auch der Drang zur Rückkehr an den Markt für Staatsanleihen verengt den Blickwinkel. Der Kauf von Staatsanleihen muss mit bereits vorhandenem Geld bestritten werden. Bei Kreditverträgen hingegen schöpfen Banken neues Giralgeld mit der Buchung „Forderung an Verbindlichkeit“; sie verleihen Geld, welches es bis zur Unterschrift unter den Kreditvertrag gar nicht gibt. So können Banken den Staaten bei Kreditverträgen bessere Konditionen bieten, als dies beim Kauf von Staatsanleihen möglich ist.

    Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis ist mehrfach zu Gast gewesen bei der auf den ersten Blick eher keynesianisch wirkenden Stiftung „New Economic Thinking“, zu deren Gründungsmitgliedern und Finanzierern u. a. George Soros (Bilderberger) gehört; unter den Finanzierern ist auch der Bilderberger David Rockefeller.)

    Parallel dazu wird derzeit auf Ebene der UNCTAD über einen globalen Staateninsolvenzmechanismus verhandelt, über den auf der Uno-Vollversammlung im September 2015 entschieden werden soll.
    Wie Unser Politikblog berichtet hat, sieht es derzeit danach aus, dass dabei eine Mischung aus ESM (mit Entscheidungen der Versammlung der privaten Gläubiger) und TTIP (mit mehreren Schlichtern pro insolventem Staat) herauskommt.

    Die Auswirkungen der Privatisierung hoheitlicher Aufgaben lassen sich z. B. in den USA, in Kolumbien und im Irak besichtigen.

    Auch die geplanten Freihandelsverträge TTIP und CETA mit privaten Schiedsgerichten für Entschädigungen an Konzerne und im TTIP-Verhandlungsmandat nochmals (in Nr. 19 des Verhandlungsmandats vom 17.06.2013) der Verpflichtung zur Marktöffnung der hoheitlichen Aufgaben sind in Zusammenhang mit dem von Lissabon-Vertrag und Staateninsolvenzverfahren gewollten Ausverkauf der Staaten zu sehen. Der ebenfalls in Verhandlung befindlichen Freihandelsvertrag TISA schließlich hat hier vor allem die Funktion, dass die Staaten einmal privatisierte Aufgaben nie wieder selbst ausüben dürfen.
    Die Freihandelsverträge dürften in den TOPs „current economic issues“ oder „globalization“ enthalten sein.
    Zur Privatisierung von Hoheitlichem und Daseinsvorsorge dürften bei der Bilderberg-Konferenz 2015 vor allem die Gäste Jose Manuel Barroso (bis 2014 EU-Kommissionspräsident, jetzt seit der Bilderberg-Konferenz 2015 im Leitungskommittee von Bilderberg) und Karel de Gucht (bis 2014 EU-Handelskommissar) von Bedeutung sein.
    Ein amtierender EU-Kommissar ist für 2015 nicht auf der Gästeliste. Braucht es auch nicht, weil der derzeitige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ein langjähriger „Bilderberger“ ist.
    Hinsichtlich der Gläubiger Griechenlands dürfte vor allem die Teilnahme von Jeroen Disselbloem (niederländischer Finanzminister und derzeitiger Präsident der Eurogruppe) von Bedeutung sein.


    Dass der „Iran“ auf der Tagesordnung steht, ist angesichts der bis Ende Juni 2015 angestrebten Einigung zu Umfang und Überwachung des iranischen Atomenergieprogramms verständlich. Sehr irritierend jedoch ist, dass ausgerechnet in einer derart entscheidenden Phase der Historiker Nyall Ferguson Gast der Bilderberg-Konferenz 2015 gewesen ist. Er war in 2012 auf den Konferenzen von Bilderberg und von Yes Ukraine, obwohl er im Welt-Gastartikel „Ein Präventivschlag gegen den Iran ist das kleinere Übel“ vom 11.02.2012 einen Angriff mit bunkerbrechenden Waffen auf die iranischen Atomanlagen empfohlen hatte.
    Seine Teilnahme ist auch deshalb alarmierend, weil laut Jim Tuckers „Bilderberg Diary“ bereits auf der Bilderberg-Konferenz 2005 kontrovers über einen möglichen Angriff auf den Iran diskutiert worden ist, was sich mit der anonymen Aussage eines britischen Freimaurers von Anfang 2010 gegenüber Project Avalon deckt, wonach im Juni 2005 auf einer Freimaurer-Sitzung in der City of London über einen möglichen Angriff auf den Iran (unter dem Vorwand von dessen Atomprogramm) gesprochen worden ist, über welchen zuvor auf der Ebene einer internationalen „Über-Regierung“ diskutiert worden sei, entsprechend einem strategischen Konzept namens „Angelsächsische Mission“.

    Zu den Tagesordnungspunkten „Middle East“ und „Chemical Weapon Threats“ fallen vor allem die Gäste John R. Allen (Sondergesandter des US-Präsidenten für die globale Koalition gegen ISIS), David Petraeus (ehemaliger CIA-Chef) und Ahmet Üzümcü (Generaldirektor der OPCW) auf.

    In 2014 begann die ISIS-Offensive, die zur Einnahme Mossuls führte, kurz nach der Bilderberg-Konferenz, welche sich u. a. mit einer neuen Architektur für den Mittleren Osten beschäftigte.
    In 2012 haben zumindest die US-Geheimdienste ISIS wegen seines Potentials zur Schwächung der syrischen Regierung noch positiv eingeschätzt gehabt (Luftpost Kaiserslautern 103/2015).
    Und nun hat man unter Ausschluss der Öffentlichkeit über der Bekämpfung von ISIS diskutiert. Kommt als nächstes die Eroberung Bagdads? Man wird sehen.

    Wie der GMX-Artikel „Schreckensherrschaft des Islamischen Staats: Versklavung, Vergewaltigungen, öffentliche Hinrichtungen“ vom 10.06.2015 zeigt, ist ISIS großangelegt im Geschäft mit dem Menschenhandel und in der Misshandlung von Frauen und Mädchen tätig. Derartige Taten passen nicht zu gläubigen Moslems. Auch die Massenhinrichtungen durch ISIS scheinen eher zu einer okkulten oder kriminellen Organisation zu passen als zu einer islamistischen.
    Sieht so die Neuordnung des Mittleren Ostens aus?

    Daher wäre es mehr als angebracht, ISIS als transnationale kriminelle Organisation entsprechend der dafür existierenden Uno-Konvention incl. deren Zusatzprotokollen gegen den Menschenhandel und gegen den illegalen Waffenhandel zu verfolgen in Zusammenarbeit mit den dafür im Irak und in Syrien zuständigen Strafverfolgungsbehörden.

    Dass nach der gerade noch erfolgten Absage des US-Angriffs auf Syrien am 31.08.2013, der zu einem Weltkrieg geführt hätte, auch danach erst einmal auf einen solchen Angriff verzichtet worden ist, liegt ganz entscheidend mit daran, dass Syrien zugesagt hat, alle seine Chemiewaffen unter Kontrolle der OPCW vernichten zu lassen. Die Sicherheit des Weltfriedens dürfte auch weiterhin erheblich von den Ergebnissen der OPCW beeinflusst werden, deren Generaldirektor nun zum zweiten Mal in Folge bei Bilderberg ist.

    Zu den Tagesordnungspunkten „NATO“ und „Russland“ fällt vor allem die Teilnahme des aktuellen NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg auf. Die Teilnahme der deutschen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sowie von deren Staatssekretärin Katrin Suder könnte in Zusammenhang stehen mit der derzeit in Deutschland geführten Debatte über eine mögliche Aufweichung des parlamentarischen Zustimmungsvorbehalts für deutsche Militäreinsätze (Art. 115a GG).

    Wie schon in den letzten Jahren fällt auch diesmal bei Bilderberg die verstärkte Präsenz von Think Tanks auf, hier am prominensten diesmal Robert Rubin (Mit-Vorsitzender des Council on Foreign Relations), Richard Perle (American Enterprise Institute) und William Burns (Carnegie Endowment for International Peace).
    Auch der ehemalige nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Thomas E. Donilon, dürfte von Gewicht sein.

    Unter den ranghöchsten Konferenzteilnehmern 2015 sind die Premierminister Belgiens (Charles Michel) und der Niederlande (Mark Rutte), der Präsident Österreichs (Heinz Fischer) und die niederländische Prinzessin Beatrix (ehemalige Königin und Tochter des langjährigen Bilderberg-Vorsitzenden Prinz Bernhard).

    Von besonderem Gewicht dürften wie immer die zahlreichen Vertreter von Banken und privaten Medien sein angesichts ihrer Macht zur Beeinflussung der Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit und des Potentials entsprechender Absprachen.


    Links:

    Bilderberg-Tagesordnung 2015

    Bilderberg-Teilnehmer 2015

    abschließende Bilderberg-Teilnehmer-Liste 2013

    vorläufige Bilderberg-Teilnehmer-Liste 2013 (Stand 03.06.2013)

    Tagesspiegel-Artikel „Wir haben rote Linien überschritten“ vom 09.06.2015 www.tagesspiegel.de/politik/yanis-varoufakis-im-interview-wir-haben-rote-linien-ueberschritten/11887860.html

    Wikipedia-Eintrag zum Think Tank „New Economic Thinking“

    BDI-Papier „Ein neuer Vertrag für den Euro – 12 Thesen aus einer industriellen Perspektive“

    Artikel „Deutsche Industrie fordert Zwangsvollstreckung für Schuldenstaaten“ der Deutschen Wirtschaftsnachrichten vom 18.08.2013.

    Unser-Politikblog-Artikel „Globales Staateninsolvenzverfahren zur Schaffung einer privaten Neuen Weltordnung (NWO) vom 27.10.2014

    Nyall Fergusons Gastartikel in der Welt vom 11.02.2012 „Ein Präventivschlag gegen Iran ist das kleinere Übel“

    anonyme Aussage eines britischen Freimaurers gegenüber Project Avalon zur sogenannten „Angelsächsischen Mission“

    Voltairenet-Artikel „Washington Relaunches its Iraq Partition Project“ vom 19.06.2014

    Luftpost Kaiserslautern in Ausgabe „LP 103/15“ vom 27.05.2015

    GMX-Artikel „Schreckensherrschaft des Islamischen Staats: Versklavung, Vergewaltigungen, öffentliche Hinrichtungen“ vom 10.06.2015

    Uno-Konvention gegen transnationale organisierte Verbrechen

    Tagesspiegel-Artikel „Ursula von der Leyen stellt Parlamentsvorbehalt bei Auslandseinsätzen in Frage“ vom 21.03.2015



  • Impressionen Bilderberg 2014
     10.06.2015 | Unser Politikblog

    Die Bilderbergkonferenz 2014 fand vom 29.05.-01.06.2014 in Kopenhagen statt. Es ging u. a. um die Ukraine, die Neuordnung des Mittleren Ostens, Datenschutz und Intelligence Sharing. Gäste wie Anders Fogh Rasmussen, Philip Breedlove, Viviane Reding und Keith Alexander sowie der Generaldirektor der OPCW zeigen zusammen mit den Themen den weltpolitischen Einfluss Bilderbergs.




    Vom 29.05. - 01.06.2014 fand die Bilderberg-Konferenz im Marriott – Hotel in Kopenhagen (Dänemark) statt. Die Bilderberger haben sich 2014 ungewöhnlich offen gezeigt und sich auf Sichtweite mit ihren Kritikern begeben – ganz anders als in 2015.

    Bereits die Kombination der Themen und der eingeladenen Personen zeigt den praktischen Einfluss des Bilderberg-Netzwerks auf Entscheidungsträger auf höchster Ebene.

    Zum Tagesordnungspunkt „Ukraine“ waren die beiden damals offiziell mächtigsten Männer der NATO geladen, der damalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und der damalige wie heutige militärische NATO-Oberbefehlshaber (SACEUR) Philip Breedlove. Beide haben sich laut dem taz-Artikel „Hardliner-Rhetorik Richtung Moskau“ vom 28.08.2014 als Hardliner gegenüber Russland präsentiert hinsichtlich der Forderungen Polens und der baltischen Staaten nach einer ständigen Stationierung von NATO-Truppen in ihren Ländern. Stattdessen hat laut taz die NATO eine schnell nach Osten verlegbare Eingreiftruppe („Speerspitze“) beschlossen.
    Ebenfalls bei der Bilderberg-Konferenz 2014 war Dr. Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des deutschen Bundestags, der laut dem taz-Artikel „Das unerklärliche Wort mit K“ vom 29.08.2014 zusätzliche Sanktionen gegen Russland gefordert hat, davon ausgehend, dass Russland damals „mit Panzern und Soldaten militärisch in der Ukraine präsent“ gewesen sei.

    Zu den TOPs „Does Privacy exist?“ und „How special is the relationship in intelligence sharing?“ fällt auf der Gästeliste vor allem der frühere NSA-Chef Keith Alexander auf, aber auch John Sawers (Chief Secret Intelligence Service aus Großbritannien) auf, sowie zu ersterem Punkt auch Eric E. Schmidt (Vorsitzender von Google), Craig Mundle (Berater von Microsoft) und Reid Hoffmann (Chef von Linkedin). Die Anwesenheit der damaligen EU-Justizkommissarin Viviane Reding spricht dafür, dass es auf der Bilderberg-Konferenz weiter auch um den Entwurf der EU-Zensurverordnung im Namen des Datenschutzes (Az. 2012/0011 (COD)) gegangen ist, für welche vor Frau Reding die damalige EU-Internetkommissarin (und Bilderberg-Besucherin) Neelie Kroes zuständig war.

    Die Bilderberg-Konferenz beschäftigte sich auch mit „The new architecture of the Middle East“. Wenige Tage nach der Bilderberg-Konferenz hat ISIS im Irak eine erfolgreiche Großoffensive durchgeführt , die zur Einnahme Mossuls geführt hat. Die Frage, ob und inwieweit die Bilderberg-Konferenz vor der Massenöffentlichkeit Insiderinformationen über bevorstehende Aktionen von ISIS zur Verfügung gehabt haben mag, drängt sich auf. Ebenso die Frage, welche Positionen die Bilderberg- Teilnehmer zu einer möglichen Neuordnung des Mittleren Osten vertreten haben.
    Der Voltairenet-Artikel „Washington Relaunches its Iraq Partition Project“ vom 19.06.2014 äußerte die Einschätzung, dass die Offensive von ISIS im Irak in Zusammenhang mit einem strategischen Konzept für eine Aufteilung des Mittleren Osten in mehr kleinere Staaten zu sehen ist.
    Wie die Luftpost Kaiserslautern in Ausgabe „LP 103/15“ vom 27.05.2015 berichtet hat, hat die amerikanische NGO Judicial Watch die Veröffentlichung von Dokumenten durchgesetzt, aus denen hervor geht, dass zumindest die US-Geheimdienste in 2012 die mögliche Errichtung eines Kalifats im Osten Syriens positiv eingeschätzt haben, weil dieses die syrische Regierung unter Druck setzen würde.

    Pikant ist auch die Teilnahme von Ahmet Üzümcü, dem Generaldirektor der OPCW (Uno-Organisation zur Abschaffung der Chemiewaffen) gewesen. Nachdem am 31.08.2013 der Weltkrieg anlässlich Syriens verhindert worden war (siehe Unser-Politikblog-Artikel „Ask Dr. Haass – The World Public has a right to know“ vom 05.09.2013), vor allem, weil die US-Regierung noch rechtzeitig von den Warnungen Russlands und Chinas vor einem US-Angriff auf Syrien sowie von gewichtigen Indizien für eine mögliche vorsätzliche oder fahrlässige Täterschaft von Al Qaida-Rebellen für den Chemiewaffenzwischenfall in Ghouta Kenntnis erlangt hatte, hat die US-Regierung in den russischen Vorschlag eingewilligt, Syrien nicht anzugreifen, wenn unter der Leitung der OPCW sämtliche syrische Chemiewaffen innerhalb eines ehrgeizigen Zeitplans vernichtet werden. Da wirft es schon Risiken auf, wenn ein OPCW – Chef unter Ausschluss der Öffentlichkeit an einer nicht transparenten Konferenz teilnimmt.
    Am 26.08.2013 hatte CFR-Chef Dr. Richard Haass im Artikel „Media call on Syria with Richard N. Haass“ die Einschätzung geäußert, dass die USA Syrien bombardieren würden, und dass sich der Syrien-Konflikt trotzdem noch begrenzen ließe. Am 26.08.2013 ging die Medienkampagne für einen US-Angriff auf Syrien los, am 27.08.2013 berichteten die EU Times über die Warnung Russlands und das Manager-Magazin über die Warnung Chinas. Ab dem 28.08.2013 haben wir damals versucht, den Chef des CFR sowie jemanden aus dem Auswärtigen Amt für unsere damalige „Macht und Menschenrechte“ - Sondersendung zu Syrien zu gewinnen.

    Außerdem hat Bilderberg sich über die aktuelle Situation in Griechenland informiert, was vor allem an der Teilnahme von Alexandra Mitsotaki (Vorsitzende von Action Aid Hellas) und von George Zenias (Vorsitzender der Nationalbank von Griechenland) ersichtlich ist (passt zu den TOPs „Current Events“ und „What next for Europe?“). Auch Vertreter der Troika waren anwesend, darunter Christine Lagarde (Geschäftsführende Direktorin des IWF) und Benoit Coeuré (EZB).


    Nun folgt eine Dia-Show mit Impressionen von der Bilderberg-Konferenz 2014.



    offizielle Tagesordnung der Bilderberg-Konferenz 2014:

    offizielle Teilnehmerliste der Bilderberg-Konferenz 2014:

    taz-Artikel „Hardliner-Rhetorik Richtung Moskau“ vom 28.08.2014

    Unser-Politikblog-Artikel „Ask Dr. Haass – The World Public has a right to know“ vom 05.09.2013

    Voltairenet-Artikel „Washington Relaunches its Iraq Partition Project“ vom 19.06.2014

    Luftpost Kaiserslautern in Ausgabe „LP 103/15“ vom 27.05.2015




  • Interview mit Freeman zu Bilderberg 2015 Podcast von 04.06
    Interview mit Freeman zu Bilderberg 2015 Podcast von 04.06 - Impressionen Bilderberg 2014

    Sendung „Macht und Menschenrechte“ vom 04.06.2015

    06.06.2015 | Unser Politikblog

    Das Bilderberg-Netzwerk trifft sich vom 10.-14.06.2015 im Interalpen-Hotel in Österreich. In der Sendung vom 04.06.2015 sprach Volker Reusing mit Freeman von Alles Schall und Rauch anlässlich der bevorstehenden Konferenz. Es ging um die diesjährige Konferenz, um die Geschichte von Bilderberg, und auch darum, wie weit die Vision einer verdeckten Konzerndiktatur bereits fortgeschritten ist. Der erste und langjährige Bilderberg-Vorsitzende Prinz Bernhard von den Niederlanden war IG-Farben Lobyist gewesen ebenso wie Walter Hallstein, der erste Vorsiteznde der EU-Kommmission (siehe Prof. Dr Anthony Sutton „Wallstreet und der Aufstieg Hitlers“ sowie u. G,. Interview mit Andre Wortmann von der Dr-Rath-Stiftung zu IG Farben und EU). Es ging um den immer wieder bestimmenden Einfluss Blderbergs auf die EU, um die Rolle Bilderbergs bei der Schaffung der Staateninsolvenzmechanismen für den fast völligen Ausverkauf von Daseinsvorsorge und hoheitlichen Institutionen, bei den geplanten Freihandelsverträgen TTIP, CETA und TISA, bei der Marginalisierung der Pressefreiheit im Namen des Datenschutzes, und auch um den Einfluss Bilderbergs auf weitere internationale Organisationen.


    In der Youtube-Version sind außerdem einige Impressionen von der Bilderberg-Konferenz 2014 eingeblendet.



    Vom 29.05. - 01.06.2014 fand die Bilderberg-Konferenz im Marriott – Hotel in Kopenhagen (Dänemark) statt. Die Bilderberger haben sich 2014 ungewöhnlich offen gezeigt und sich auf Sichtweite mit ihren Kritikern begeben – ganz anders als in 2015.

    Bereits die Kombination der Themen und der eingeladenen Personen zeigt den praktischen Einfluss des Bilderberg-Netzwerks auf Entscheidungsträger auf höchster Ebene.

    Zum Tagesordnungspunkt „Ukraine“ waren die beiden damals offiziell mächtigsten Männer der NATO geladen, der damalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und der damalige wie heutige militärische NATO-Oberbefehlshaber (SACEUR) Philip Breedlove. Beide haben sich laut dem taz-Artikel „Hardliner-Rhetorik Richtung Moskau“ vom 28.08.2014 als Hardliner gegenüber Russland präsentiert hinsichtlich der Forderungen Polens und der baltischen Staaten nach einer ständigen Stationierung von NATO-Truppen in ihren Ländern. Stattdessen hat laut taz die NATO eine schnell nach Osten verlegbare Eingreiftruppe („Speerspitze“) beschlossen.
    Ebenfalls bei der Bilderberg-Konferenz 2014 war Dr. Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des deutschen Bundestags, der laut dem taz-Artikel „Das unerklärliche Wort mit K“ vom 29.08.2014 zusätzliche Sanktionen gegen Russland gefordert hat, davon ausgehend, dass Russland damals „mit Panzern und Soldaten militärisch in der Ukraine präsent“ gewesen sei.


    Zu den TOPs „Does Privacy exist?“ und „How special is the relationship in intelligence sharing?“ fällt auf der Gästeliste vor allem der frühere NSA-Chef Keith Alexander auf, aber auch John Sawers (Chief Secret Intelligence Service aus Großbritannien) auf, sowie zu ersterem Punkt auch Eric E. Schmidt (Vorsitzender von Google), Craig Mundle (Berater von Microsoft) und Reid Hoffmann (Chef von Linkedin). Die Anwesenheit der damaligen EU-Justizkommissarin Viviane Reding spricht dafür, dass es auf der Bilderberg-Konferenz weiter auch um den Entwurf der EU-Zensurverordnung im Namen des Datenschutzes (Az. 2012/0011 (COD)) gegangen ist, für welche vor Frau Reding die damalige EU-Internetkommissarin (und Bilderberg-Besucherin) Neelie Kroes zuständig war.

    Die Bilderberg-Konferenz beschäftigte sich auch mit „The new architecture of the Middle East“. Wenige Tage nach der Bilderberg-Konferenz hat ISIS im Irak eine erfolgreiche Großoffensive durchgeführt , die zur Einnahme Mossuls geführt hat. Die Frage, ob und inwieweit die Bilderberg-Konferenz vor der Massenöffentlichkeit Insiderinformationen über bevorstehende Aktionen von ISIS zur Verfügung gehabt haben mag, drängt sich auf. Ebenso die Frage, welche Positionen die Bilderberg- Teilnehmer zu einer möglichen Neuordnung des Mittleren Osten vertreten haben.
    Der Voltairenet-Artikel „Washington Relaunches its Iraq Partition Project“ vom 19.06.2014 äußerte die Einschätzung, dass die Offensive von ISIS im Irak in Zusammenhang mit einem strategischen Konzept für eine Aufteilung des Mittleren Osten in mehr kleinere Staaten zu sehen ist.
    Wie die Luftpost Kaiserslautern in Ausgabe „LP 103/15“ vom 27.05.2015 berichtet hat, hat die amerikanische NGO Judicial Watch die Veröffentlichung von Dokumenten durchgesetzt, aus denen hervor geht, dass zumindest die US-Geheimdienste in 2012 die mögliche Errichtung eines Kalifats im Osten Syriens positiv eingeschätzt haben, weil dieses die syrische Regierung unter Druck setzen würde.

    Pikant ist auch die Teilnahme von Ahmet Üzümcü, dem Generaldirektor der OPCW (Uno-Organisation zur Abschaffung der Chemiewaffen) gewesen. Nachdem am 31.08.2013 der Weltkrieg anlässlich Syriens verhindert worden war (siehe Unser-Politikblog-Artikel „Ask Dr. Haass – The World Public has a right to know“ vom 05.09.2013), vor allem, weil die US-Regierung noch rechtzeitig von den Warnungen Russlands und Chinas vor einem US-Angriff auf Syrien sowie von gewichtigen Indizien für eine mögliche vorsätzliche oder fahrlässige Täterschaft von Al Qaida-Rebellen für den Chemiewaffenzwischenfall in Ghouta Kenntnis erlangt hatte, hat die US-Regierung in den russischen Vorschlag eingewilligt, Syrien nicht anzugreifen, wenn unter der Leitung der OPCW sämtliche syrische Chemiewaffen innerhalb eines ehrgeizigen Zeitplans vernichtet werden. Da wirft es schon Risiken auf, wenn ein OPCW – Chef unter Ausschluss der Öffentlichkeit an einer nicht transparenten Konferenz teilnimmt.
    Am 26.08.2013 hatte CFR-Chef Dr. Richard Haass im Artikel „Media call on Syria with Richard N. Haass“ die Einschätzung geäußert, dass die USA Syrien bombardieren würden, und dass sich der Syrien-Konflikt trotzdem noch begrenzen ließe. Am 26.08.2013 ging die Medienkampagne für einen US-Angriff auf Syrien los, am 27.08.2013 berichteten die EU Times über die Warnung Russlands und das Manager-Magazin über die Warnung Chinas. Ab dem 28.08.2013 haben wir damals versucht, den Chef des CFR sowie jemanden aus dem Auswärtigen Amt für unsere damalige „Macht und Menschenrechte“ - Sondersendung zu Syrien zu gewinnen.

    Außerdem hat Bilderberg sich über die aktuelle Situation in Griechenland informiert, was vor allem an der Teilnahme von Alexandra Mitsotaki (Vorsitzende von Action Aid Hellas) und von George Zenias (Vorsitzender der Nationalbank von Griechenland) ersichtlich ist (passt zu den TOPs „Current Events“ und „What next for Europe?“). Auch Vertreter der Troika waren anwesend, darunter Christine Lagarde (Geschäftsführende Direktorin des IWF) und Benoit Coeuré (EZB).


    Nun folgt eine Dia-Show mit Impressionen von der Bilderberg-Konferenz 2014.


    offizielle Tagesordnung der Bilderberg-Konferenz 2014:

    offizielle Teilnehmerliste der Bilderberg-Konferenz 2014:

    taz-Artikel „Hardliner-Rhetorik Richtung Moskau“ vom 28.08.2014

    Unser-Politikblog-Artikel „Ask Dr. Haass – The World Public has a right to know“ vom 05.09.2013

    Voltairenet-Artikel „Washington Relaunches its Iraq Partition Project“ vom 19.06.2014

    Luftpost Kaiserslautern in Ausgabe „LP 103/15“ vom 27.05.2015

    Alles Schall und Rauch zur Bilderberg-Konferenz 2015


    Alles Schall und Rauch u. a. zu Karrieresprüngen nach Bilderberg-Besuchen

    Unser-Politikblog-Interview mit Jörg Wortmann (Dr. Rath – Stiftung) zu IG Farben und EU und Quellenangaben dazu

    offizielle Seite von Bilderberg (mit Gästelisten derzeit nur von 2010-2014)
    Bilderberg-Konferenzen und Gästelisten ab 1954



    Freeman im Interview mit RT 2011


  • Universitätsstudie beweist Geldschöpfung aus dem Nichts – im Gespräch mit Prof. Dr. Richard Werner
    Podcast zur Sendung „Macht und Menschenrechte“ auf Jungle Drum Radio vom 28.05.2015

    04.06.2015 | Unser Politikblog

    Prof. Dr. Werner (C)
    Am 28.05.2015 sprachen wir mit Prof. Dr. Richard Werner über den von ihm erbrachten empirischen Beweis der Kreditgeldschöpfungstheorie, also der Giralgeldschöpfung aus dem Nichts durch die Kreditvergabe der Banken.

    Seine Studie wurde am 18.09.2014 in der International Review of Financial Analysis (Elsevier Verlag) unter dem Titel „Can banks individually create money out of nothing? - The theories and the empirical evidence“ veröffentlicht.

    Die Mehrheit der Lehrbücher vertritt derzeit noch die nun von Prof. Dr. Werner widerlegte finanzielle Intermediationstheorie, wonach angeblich das Giralgeld entstehen würde durch das Bargeld, welches die Sparer zur Bank bringen, und welches die Banken nur weiter verleihen würden. Im Gegenteil, das bei der Kreditvergabe geschöpfte Giralgeld ist nur ein Versprechen auf Bargeld.

    Für Zwecke der Versorgung mit Giralgeld und mit Krediten braucht es viel weniger Kapital der Banken, geschweige denn Spareinlagen, als man dies bei der finanziellen Intermediationstheorie vermuten würde - und ist jede Bank ersetzbar, die Unhaltbarkeit der „too big to fail“ - Hypothese nun noch offensichtlicher. Mit dem Wissen, wie das Giralgeld entsteht, gehören Vorschriften, die auf einer der beiden nun widerlegten Theorien der Geldschöpfung aufbauen, angepasst, wie z. B. die Basel-Kriterien der BIZ über das Eigenkapital der Banken im Verhältnis zur Kreditvergabe oder die EU-Mechanismen mit der Troika wie z. B. der ESM-Vertrag. Stattdessen wird derzeit u. a. auf der Ebene der BIZ verhandelt über eine Abschaffung des Bargeldes, damit die Banken ihr bei der Kreditvergabe gegebenes Versprechen gar nicht mehr erfüllen müssen, damit sie keinen „Bank Run“ mehr fürchten müssen, und damit sie Negativzinsen von Spareinlagen durchsetzen können.

    Das Wissen, wie Giralgeld entsteht, muss rechtzeitig genug Menschen erreichen, damit daraus in Ruhe die richtigen politischen Folgerungen zum Wohle der Menschen getroffen werden, sowohl für die Geldversorgung der Privatwirtschaft als auch für die Staatsfinanzierung.

    Im Interview erläutert Prof. Dr. Werner außerdem, wie sich für die Staaten spekulativ hohe Schuldzinsen vermeiden lassen, und wie die Banken mit ihren wackeligen Forderungen durch die EZB hätten gerettet werden können - ganz ohne das Geld der Steuerzahler und ganz ohne drakonische Sparmaßnahmen.




    Link zur Studie
    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1057521914001070







  • Interview mit Freeman (Alles Schall und Rauch) zu Bilderberg 2015
    Sendung „Macht und Menschenrechte auf Jungle Drum Radio/Unser Politikblog zu am 04.06.2015 ab 19.00 Uhr

    03.06.2015 | Unser Politikblog

    Freeman im Interview mit RT 2011
    Das Bilderberg-Netzwerk trifft sich vom 10.-14.06.2015 im Interalpen-Hotel in Österreich. Im Gegensatz zur Bilderberg-Konferenz 2014 in Kopenhagen lassen sich die Bilderberger für ihr angeblich privates Treffen diesmal mit einem Aufwand bewachen, wie es nur dem am 07.+08.06.2015 unweit vom Bilderberg-Treffen stattfindenden G 7 – Gipfel im bayerischen Elmau nachvollziehbar sein könnte.
    Der erste und langjährige Bilderberg-Vorsitzende Prinz Bernhard von den Niederlanden war zuvor ein IG-Farben-Vertreter gewesen. Die IG Farben, welche die ökonomischen Hauptprofiteure des Nazi-Regimes in Deutschland gewesen waren, hatten die Vision einer EU als verdeckter Konzerndiktatur, und der erste EU-Kommissionspräsident wurde der IG-Farben Anwalt Walter Hallstein. Bereits aus den Gästelisten ist ersichtlich, dass die Bilderberger auch fortwährend erheblichen Einfluss auf die EU-Kommmission ausgeübt haben.

    Auch hochrangigste Vertreter anderer internationaler Organisationen, wie der NATO, aber auch von IWF, Weltbank und WTO, wurden bei Bilderberg-Konferenzen gebrieft.

    Die Kampagnen in mehreren EU-Mitgliedsstaaten zur Abschaffung oder Einschränkung des Bargelds könnten ein Thema sein, die nun auch in Österreich geführt wird. Bei Staaten der Eurozone geht das rechtlich allerdings nicht ohne vorherige Änderung des EU-Primärrechts - aber die EU ist ja für ihre Kompetenzüberschreitungen („ultra vires“) bekannt.
    Eine weitere Entwicklung in Österreich, die von Bilderberg-Interesse sein dürfte, ist das österreichische EU-Austrittsvolksbegehren.
    Entscheidende Schritte in Richtung weltweiter verdeckter Konzerndiktatur stehen im Juni sowie im September 2015 an. Griechenland soll als erstes Land der Eurozone dem Staateninsolvenzverfahren des ESM mit seiner Versammlung der privaten Gläubiger unterworfen werden.
    Und auf der Uno-Vollversammlung im September 2015 soll eine Art globaler ESM geschaffen werden, wofür statt Griechenland Argentiniens Probleme mit den „Geier-Fonds“ als Vorwand verwendet wurden. Beide Staateninsolvenzmechanismen haben den Sinn, die Staaten zum Verkauf ihrer Daseinsvorsorge und ihrer hoheitlichen Institutionen zu zwingen, damit diese Aufgaben dann an Private vergeben werden müssen. Behörden, Polizei, Militär, Gerichte – alles von Konzernen betrieben und überwiegend gebührenfinanziert (da man die Staaten ja vorher pleite macht). Die Staaten dienen dann primär nur noch als Stellen zur Vermittlung hoheitlicher Macht auf Zeit für Konzerne. Das ist perfekter, als sich selbst die IG Farben es hätte träumen lassen.
    Auch die Verträge im Namen des Freihandels wie TTIP, CETA und TISA mit privaten Schiedsgerichten für Entschädigungen an Konzerne bei und Verboten der erneuten staatlichen Ausübung für alle einmal privatisierten Aufgaben (bei TISA) dürften Thema bei Bilderberg 2015 sein, zumal die EU für alle drei Verträge eine Schlüsselrolle spielt.


    Am 04.06.2015 sprechen wir in der Sendung mit Freeman von Alles Schall und Rauch über Bilderberg-Konferenz 2015.



    Alles Schall und Rauch zur Bilderberg-Konferenz 2015

    Alles Schall und Rauch u. a. zu Karrieresprüngen nach Bilderberg-Besuchen

    Unser-Politikblog-Interview mit Jörg Wortmann (Dr. Rath – Stiftung) zu IG Farben und EU und Quellenangaben dazu

    offizielle Seite von Bilderberg (mit Gästelisten derzeit nur von 2010-2014)

    Bilderberg-Konferenzen und Gästelisten ab 1954



  • Solte Deutschland aus der NATO austreten?
    Solte Deutschland aus der NATO austreten? - Interview mit Jürgen Osterlänger (ÖDP)

    31.05.2015 | Unser Politikblog

    Jürgen Osterlänger (c)
    Auf dem ÖDP – Bundesparteitag in Dietzenbach (Hessen) am 11.+12.04.2015 wurde im Rahmen eines Meinungsbildes diskutiert, ob Deutschland aus der NATO austreten soll. Der antragstellende Kreisverband Neustadt-Aich will sich eine Neutralität Deutschlands nach Schweizer Vorbild und solidarisiert sich mit der Friedensbewegung. Er befürwortet eine Armee zur Landesverteidigung und für UNO-Friedensmissionen, auf Grundlage von Völkerrecht, humanitärem Völkerrecht und UNO-Charta. Die Antragsteller lehnen insbesondere NATO-Einsätze außerhalb des Bündnisgebiets ab. Die Antragsteller betonen, dass bei der NATO-Gründung die Zustimmung zum Nordatlantikvertrag in der Erwartung erfolgt sei, dass es sich um ein Verteidigungsbündnis handele. Seit der 1999er NATO-Strategie sehen die Antragsteller die Wandlung der NATO zum Angriffsbündnis und eine Ausrichtung auf eine Vormachtstellung der USA. Die 1999er NATO-Strategie wolle Einsätze ermöglichen im Namen der Menschenrechte, zur Durchsetzung von „Reformen“ in anderen Staaten, gegen unkontrollierte Flüchtlingsbewegungen, bei ethnischen und religiösen Rivalitäten sowie gegen Terrorismus und Sabotage. Der Antrag kritisiert außerdem die Zerstörung der Infrastruktur in Ländern wie Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien und Ukraine.

    Die Wortmeldungen für einen NATO-Austritt waren auf dem Parteitag in der Minderheit. In Reden für einen Verbleib Deutschlands in der NATO wurden u. a. dessen Funktion als Verteidigungsbündnis und die Notwendigkeit einer Einbindung Deutschlands hervorgehoben.
    Deutschland solle lieber seine Mitgliedschaft in der NATO nutzen, um diese von innen heraus zu ändern.


    Wir beleuchteten am 11.04.2015 im Gespräch mit Jürgen Osterlänger, dem Vorsitzenden des antragstellenden Kreisverbands, genauer die Kritik am strategischen Konzept der NATO sowie an deren Einsätzen und denen der USA, und warum das von den Linken erstrittene Verfassungsgerichtsurteil zu 2 BvE 6/99, welches der Anwendung NATO-Strategie 1999 Grenzen setzte, nicht ausreicht. Außerdem ging es um das NATO – Stay-behind-Netzwerk Gladi , und um Perspektiven nach einem NATO-Austritt Deutschlands.



    Parteitagsheft zum BPT in Dietzenbach (dort Antrag zur NATO auf S. 13 (Az. 49-Pol-2)

    strategisches Konzept 2010 der NATO

    strategisches Konzept 2010 der NATO

    Empfehlungen einer Expertengruppe unter Leitung von Madeleine Albright (CFR) vor Beschluss des strategischen Konzepts 2010 der NATO

    Verfassungsgerichtsurteil zu 2 BvE 6/99

    Wikipedia zum Stay-Behind-Netzwerk „Gladio“ der NATO

    Resolution des Europaparlaments zu Gladio vom 22.11.1990










  • Studie beweist Geldschöpfung aus dem Nichts
    Studie beweist Geldschöpfung aus dem Nichts - Interview mit Prof. Dr. Richard Werner

    Sendung „Macht und Menschenrechte auf Jungle Drum Radio zu am 28.05.2015 ab 19.00 Uhr

    28.05.2015 | Unser Politikblog

    Wissen Sie, wo das Giralgeld her kommt, und wer darüber bestimmt? Die Mehrheit der Teilnehmer in Wirtschaft und Politik weiß es nicht. Obwohl Giralgeld ungefähr 97% unseres Geldes ausmacht, weit mehr als das Bargeld.
    Am 18.09.2014 wurde in der International Review of Financial Analysis (Elsevier Verlag) die Studie „Can banks individually create money out of nothing? - The theories and the empirical evidence“ von Prof. Dr. Richard Werner veröffentlicht.

    Darin wird empirisch die Kreditgeldschöpfungstheorie zur Entstehung des Giralgeldes bewiesen, und werden die fraktionelle Reservetheorie und die finanzielle Intermediationstheorie widerlegt.
    Der Forscher hat dabei die Arbeitsabläufe und Buchungen untersucht, die bei einer Bank durch eine Kreditaufnahme entstehen. Das Giralgeld wird aus dem Nichts geschöpft bei der Kreditvergabe durch eine Bank und verschwindet wieder bei der Rückzahlung des Kredits. Es wird weder von der Notenbank geschöpft (fraktionelle Reservetheorie) noch dadurch, dass die Sparer ihr Bargeld zur Bank bringen (finanzielle Intermediationstheorie).

    Wie die Studie zurecht betont, erfordern ihre Ergebnisse ein ganz neues Paradigma in Geldpolitik, Betriebs- und Volkswirtschaft sowie im Bankwesen.

    Insbesondere die Mehrheit der Lehrbücher vertritt heute noch die finanzielle Intermediationstheorie, und auch Gesetze und internationale Vereinbarungen wie z. B. die Basel-Kriterien, die Articles of Agreement des IWF und der ESM-Vertrag lassen an einigen Stellen deutlich erkennen, dass man von der finanziellen Intermediationstheorie ausgeht.
    Obwohl zumindest die Geschäftsleitungen und die Buchhaltungsabteilungen aller Banken weltweit wissen, was sie bei der Kreditvergabe buchen, haben sich die Wirtschaftswissenschaften jahrzehntelang in ideologische Debatten verstrickt gehabt, anstatt ihre jeweilige Theorie empirisch zu untermauern – mit weitreichenden Konsequenzen für Politik und Wirtschaft bis hin zum einzelnen Kreditnehmer.

    Im Interview mit Prof. Dr. Werner fragen wir genauer nach zur Studie und zu deren Folgen.



    Link zur Studie









  • Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord in Kanada ? - (deutsche Synchronfassung)
    Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord in Kanada ? - Interview mit Kevin Annett vom International Tribunal into Crimes of Church and State

    Podcast zur Sendung „Macht und Menschenrechte auf Jungle Drum Radio vom 16.04.2015 (deutsche Synchronfassung)

    19.05.2015 | Unser Politikblog


    Am 16.04.2015 hat Kevin Annett uns ein Interview gegeben zum ITCCS und zu den Residential Schools in Kanada. Kevin Annett wurde über seine damalige Tätigkeit als Reverend für die United Church of Canada durch Gespräche mit Gemeindemitgliedern auf die Verbrechen aufmerksam, welche in den Zwangsinternaten („Indian Residential Schools“) an Indianerkindern in Kanada in den über 100 Jahren bis zu deren Schließung in 1996 begangen worden sind, und dem in dieser Zeit rund 50.000 Indianerkinder zum Opfer gefallen sind. Im Mai 2010 gründete er zusammen mit Gruppen aus Irland, England, USA, Kanada und Italien das ITCCS. Deren erklärtes Ziel ist es, den Vatikan, weitere Kirchen und Regierungen für Verbrechen an Kindern und gegen die Menschlichkeit zur Verantwortung zu ziehen. Nach eigenen Angaben ist das ITCCS bis 2013 in 26 Ländern vertreten gewesen. Der gerichtliche Arm des ITCCS ist der „International Common Law Court of Justice“ (ICLCJ), ein nicht-staatliches Gericht auf Common Law – Basis. In Zusammenhang mit den „Indian Residential Schools“ hat es gegen hochrangige Persönlichkeiten aus Kanada, Großbritannien und dem Vatikan ermittelt und Urteile gesprochen.
    Die kanadischen Residential Schools hatten in ihrer Anfangszeit eine sehr hohe Todesrate vor allem durch Krankheiten und unzureichende Ernährung, aber auch durch direkte Gewaltakte incl. Missbrauch, Misshandlung und Mord, die später deutlich zurückgegangen ist, was für einen Strategiewechsel von Ausrottung hin zur Assimilation spricht. Ein wesentliches Motiv zum Kindesentzug ist Land Grabbing gewesen, auch im Hinblick auf Holz und Bodenschätze. Selbst indianische Stammesführer und (hinsichtlich geflohener Kinder) die kanadische Polizei waren in das Verfolgungs- und Assimilationssystem gegen die indianischen Kinder eingebunden worden, was die rechtliche innerhalb Kanadas nicht einfacher macht. Den Landraub gibt es laut KevinAnnett heute noch, und statt der Residential Schools wirkt heute die Übertragung indianischer Kinder auf weiße Pflegefamilien auch heute noch assimilierend. Das kanadische Indianergesetz unterwirft die Indigenen bis heute noch diskriminierenden Einschränkungen, z. B. beim Landbesitz.

    Die Etablierung der indianischen Residential Schools in Kanada geht auf ein Gesetz zurück, welches vom britischen Kronrat in das kanadische Parlament eingebracht worden ist. Die britische Königin ist das Staatsoberhaupt in Kanada. Betrieben wurden die Residential Schools von der katholischen Kirche, der anglikanischen Kirche und der United Church.

    Die katholische Kirche hat laut Kevin Annett seit mindestens 1929 die Politik „Crimen soli Satanis“, wonach von Opfer und Priester hinsichtlich kirchlicher Übergriffe gegen Kinder zu schweigen haben. In diesem Sinne sieht der ICLCJ auch den ehemaligen Papst Benedikt XVI. als schuldig, weil er die Strafverfolgung gegen solche Taten behindert habe.

    Seine Rechtsgrundlage sieht der ICLCJ im Common Law, einer vor allem im angelsächsischen Raum verbreiteten Rechtstradtion, welche ursprünglich aus einer sächsischen Stammestradition kommt. Der ICLCJ verlangt für die Zulassung von Fällen den Nachweis, dass das sonst zuständige staatliche Justizsystem sich nicht um die Aufklärung der betreffenden vermuteten / mutmaßlichen Verbrechen kümmert. Bevor sie den Fall der indianischen Residential Schools in Kanada vor den ICLCJ gebracht haben, haben Kevin Annett und seine Mitstreiter 15 Jahre lang versucht, die strafrechtliche Aufarbeitung innerhalb Kanadas durchzusetzen. Und die kanadische Wahrheitskommission ist in ihren Möglichkeiten beschränkt, kann noch nicht einmal das Erscheinen von Personen erzwingen, um wenigstens die vollständige Informierung der Öffentlichkeit durchzusetzen. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag konnte nicht angerufen werden, weil er nur für ab dem 01.07.2002 begangene Taten zuständig ist, und zumindest die meisten der hier als Teil eines Völkermords und eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit in Betracht kommenden Taten gegen indianische Kinder in Kanada bis incl. 1996 begangen worden sind.

    Der ICLCJ hat sowohl verschiedene kirchliche und weltliche Organisationen wie die britische Krone als solche verurteilt und als kriminelle Organisationen eingestuft. Das unterscheidet sich deutlich vom Internationalen Strafgerichtshof, der nur die einzelnen Täter, die an in seiner Zuständigkeit liegenden Verbrechen teilgenommen haben, verurteilen kann. Für die Verurteilung von Organisationen bezieht sich der ICLCJ auf die Nürnberger Prinzipien und auf eine Uno-Resolution gegen transnationale kriminelle Organisationen.
    Der ICLCJ beansprucht universelle Rechtsprechung, während selbst der Internationale Strafgerichtshof territorial dadurch beschränkt ist, welche Staaten das Römische Statut, auf welchem er beruht, ratifiziert haben.

    Ein Blick in die 6 Nürnberger Prinzipien zeigt, dass diese jedoch keine Aussage enthalten, welche die Existenz einer kollektiven Schuld im strafrechtlichen Sinne enthalten, wohl aber zur Schuld auch von Befehlsempfängern und zur völkerstrafrechtlichen Schuld, selbst wenn staatliche Gesetze Völkerstraftaten legalisiert haben.
    Einer der Schwerpunkte der UN-Konvention gegen das transnationale organisierte Verbrechen ist die Bekämpfung des Menschenhandels. Die Definition der „organisierten kriminellen Gruppe“ (Art. 2 lit. a der Konvention) als einer strukturierten Gruppe von 3 oder mehr Personen, welche eine gewisse Zeit lang besteht und zum Ziel hat, eine oder mehrere in der Konvention genannten Taten zu begehen, zeigt, dass die Vertragsparteien der Konvention eher grenzüberschreitende mafiöse Organisationen unterschiedlichster Größenordnungen im Blick gehabt haben, eine Einbeziehung öffentlich-rechtlicher Organisationen ist dort aber auch nicht explizit ausgeschlossen. Art. 4 der Konvention schützt jedoch ausdrücklich die souveräne Staatengleichheit und die territoriale Integrität der Staaten sowie das Prinzip der Nicht-Einmischung und die Zuständigkeit der jeweiligen staatlichen Justizsysteme.

    Die indianischen Residential Schools haben auch eine starkeVerbindung zum Kinderhandel gehabt, wodurch indianische Kinder auch organisiertem Missbrauch ausgeliefert worden sind. Laut ITCCS bestehen solche Netzwerke noch heute und sind ein Mittel zur systematischen Erpressbarmachung kanadischer Politiker und Richter. Das ist ein Geschäftsfeld der kalabrischen 'Ndrangheta-Mafia, welche Kinder laut Kevin Annett auch für satanische Rituale und für medizinische Versuche liefert.
    Diese Art von Mafia sichert sich darüber hinaus Einfluss und Abschirmung, indem ihre Leute gezielt Personen aus dem juristischen Bereich heiraten.

    Interessant zur 'Ndrangheta ist hier auch die veröffentlichte Aussage der Zeugin Anne Marie van Blijenburgh aus den Niederlanden, die ausgesagt hat, die Ehefrau eines solchen Mafiosi zu sein. Sie hat sich an den ITCCS gewandt, nachdem sie in den Niederlanden eine Strafverfolgung nicht hatte erreichen können. Nach ihrer Aussage liefert jene Mafia in Kinder für in Belgien stattfindende rituelle Opferungen, u. a. auf Wunsch eines niederländischen Prinzen, wobei auch hochrangige niederländische Politiker sowie Richter und Journalisten zu solchen abscheulichen Riten eingeladen worden sein sollen.
    Damit scheint die 'Nrangheta einen erpresserischen Einflusses der 'Ndrangheta auf Entscheidungen in Politik und Justiz bisher noch unbekannten Umfangs nicht nur in Kanada, sondern auch in den Niederlanden, erreicht zu haben.

    Der englischsprachige Wikipedia-Eintrag zur 'Ndrangheta bestätigt u. a., dass diese auch in Kanada und in den Niederlanden tätig ist. Eine Struktur innerhalb der 'Ndrangheta namens „La Santa“ ist laut Wikipedia sowie laut einer Besprechung des Buches Mafia Brotherhoods: Organized Crime, Italian Style“ (von Letizia Paoli, veröffentlicht bei New York: Oxford University Press, 2003) auch mit der Freimaurerei verbunden.


    Webseite des ITCCS

    Reportage „Hidden no longer“ und Film „Unrependant“ über die kanadischen Indian Residential Schools

    Links zum Völkermordverfahren des ICLCJ zu Kanada

    ein deutschsprachiger Blog zum ITCCS

    persönliche Webseite von Kevin Annett

    einige Reaktionen der United Church of Canada zu Kevin Annett

    die offizielle kanadische Wahrheitskommission zu den Indian Residential Schools

    Wikipedia-Lexikon zum kanadischen Indianergesetz

    das kanadische Indianergesetz

    Uno-Resolution gegen transnationale organisierte Verbrechen

    Nürnberger Prinzipien laut Wikipedia-Lexikon

    und laut der Webseite „von Nürnberg nach den Haag“

    Aussage von Anne Marie van Blijenburgh

    Wikipedia-Eintrag zur 'Ndrangheta

    Besprechung des Buches Mafia Brotherhoods: Organized Crime, Italian Style“



  • Kevin Annett of the International Tribunal into Crimes of Church and State
    Crime against humanity and genocide in Canada ? - Interview with Kevin Annett of the International Tribunal into Crimes of Church and State


    Podcast of the internet radio show „Macht und Menschenrechte on Jungle Drum Radio of the 16.04.2015

    19.05.2015 | Unser Politikblog




    At the16.04.2015, Kevin Annett has given us an interview on the ITCCS and on the residential schools in Canada. Kevin Annett has become, during his then occupation as a reverend for the United Church of Canada via talks with parishioners, aware of the crimes, which had been done in the compulsory residential schools („Indian residential schools“) against Indian children in Canada for more than 100 years until their closure in 1996, and which have cost the lives of about 50,000 Indian children during that time. In May 2010, he has founded together with groups from Ireland, England, USA, Canada, and Italy, the ITCCS. It has the aim to hold the Vatican, further churches, and governments responsible for crimes against children and against humanity. According to their own statement, the ITCCS has, until 2013, been represented in 26 countries. The judicial arm of the ITCCS is the „International Common Law Court of Justice“ (ICLCJ), a non-governmental court on common law basis. Regarding the „Indian residential schools“, it has investigated against persons from Canada, Great Britain, and the Vatican, and has published judgements.
    The Canadian residential schools have had in their beginning a very high death rate particularly by diseases and insufficient nutrition, but aso by direct violence including abuse, maltreatment, and murder, which has significantly declined later, which hints at a change of strategy away from eradication to assimilation. An essential motive for taking away the children has been land grabbing, also in view of timber and mineral resources. Even Indian chiefs and (regarding fled children) the Canadian police had been involved in the system of persecution and assimilation against the Indian children, which does not make easier the legal reappraisal within Canada. The land grabbing exists, according to Kevin Annett, still today, and instead of the residential schools, today the transfer of Indian children to white-coloured foster families has an assimilating effect still today. The Canadian indian act still imposes discriminating restrictions on Indigenous people, e. g. regarding land ownership.

    The establishment of the Indian residential schools in Canada had been based on a law, which had been introduced by the British Privy Council into the Canadian parliament. The British Queen is the head of state in Canada. The residential schools have been run by the Catholic Church, by the Anglican Church, and by the United Church.

    The Catholic Church has, according to Kevin Annett, since at least 1929, had the policy „Crimen soli Satanis“, according to which victims and priests have to remain silent regarding child abuses within scope of the church. In this sense, the ICLCJ has found the former pope Benedikt XVI. as guilty for having impeded the prosecution against such crimes.

    The ICLCJ sees its legal basis in the common law, a legal tradition particularly in the Anglo-Saxon tradition, and which has come originally from a Saxon tribal tradition. The ICLCJ requires for the admission of cases the proof, that the regularly responsible judicial system of the state does not care for the investigation of the supected / presumable crimes. Before they have brought the case of the Indian residential schools in Canada before the ICLCJ, Kevin Annett and his colleagues have tried for 15 years, to put through, that the prosecution takes places within Canada. And the Canadian truth and reconciliation commission is restricted in its capabilities, it even cannot enforce the appearance of persons, in order to at least put through the full information of the public. The case could not be taken to the International Criminal Court at The Haague, because it is only responsible for the prosecution of crimes, which have been done from the 01.07.2002 on, and most of the actions, which here could be part of a genocide and a crime against humanity against Indian children in Canada, have been done until inclusively 1996.

    Der ICLCJ has found several church organizations and governmental organizations like the British Crown as such to be guilty and has found them to be criminal organizations. That is a significant difference to the International Criminal Court, which can only sentence each perpetrator, who has participated in crimes, for whose prosecution the court is responsible. For the conviction of organizations, the ICLCJ refers to the Nurembourg Principles and to the UN resolution against transnational criminal organizations.
    The ICLCJ claims universal jurisdiction, while even the International Criminal Court is geographically restricted depending on which states have ratified the Roman Statute, on which it relies.

    A glance into the 6 Nourembourg Principles shows, that they do not contain any statement on the existence of a collective guilt under criminal law, but on the guilt of even recipients of orders, and on guilt under international criminal law, even if laws of the state have legalized actions, which are crimes under international law.
    One of the focuses of the UN convention against the transnational organized crime is the fight against human trafficking. The definition of the „organized criminal group“ (art. 2 lit. a of the convention) as a structured group of 3 or more persons, which exists for some time and aims at committing one or several crimes named in the convention, shows, that the treaty parties of the convention have rather had in view transnational mafia-like organizations of various sizes, but an inclusion of organizations under public law is also not explicitely excluded. Art. 4 of the convention, however, protects explicitely the sovereign equality of states and the territorial integrity of the states and the principle of non-interference and the responsibility of the respective governmental judicial systems.

    The Indian residential schools have also had a strong connection to the child trafficking, so that Indian children have been exposed to organized abuse. According to the ITCCS, such networks exist still today, and they are a means of the systematical creation of extortability of Canadian politicians and judges. That is one commercial branch of the Calabrian 'Ndrangheta mafia, which, according to Kevin Annett, delivers children even for satanic rituals and for medical experiments.
    This kind of mafia secures, in addition to that, its influence and its protection, by systematically letting its people marray persons of the judicial area.

    Interesting on the 'Ndrangheta is also the published testimony by the witness Anne Marie van Blijenburgh from the Netherlands, who has testified to be the wife of such a mafiosi. She has addresed herself to the ITCCS, after she had not been able to reach a prosecution within the Netherlands. According to her testimony, that mafia delivers children for ritual sacrifices, which take place in Belgium, i.a. on the wish of a Dutch Prince, and that also high-ranking Dutch politicians and judges are invited to such disgusting rituals.
    So the 'Nrangheta seems to have reached an exortive influence on decision in policy and judiciary of an up to now unknown size not only in Canada, but also in the Netherlands.

    The Wikipedia entry in English language on the 'Ndrangheta confirms, i. a., that it is active, i.a., in Canada and in the Netherands. A structure within the 'Ndrangheta named „La Santa“ is, according to Wikipedia and according to a recension of the book Mafia Brotherhoods: Organized Crime, Italian Style“ (by Letizia Paoli, published via New York: Oxford University Press, 2003)also connected to the freemazonry.



    website of the ITCCS

    report „Hidden no longer“ and film „Unrependant“ on the Canadian Indian residential schools

    links on the genocide procedure of the ICLCJ on Canada

    a blog in German language on the ITCCS

    personal webseite of Kevin Annett

    some reactions of the United Church of Canada on Kevin Annett

    the official Canadian truth and recociliation commission on the Indian residential schools

    Wikipedia dictionary on the Canadian Indian law

    the Canadian Indian law

    UN resolution against the transnational organized crime

    Nourembourg Principles according to Wikipedia dictionary

    and according to the website „von Nürnberg nach den Haag“

    testimony by Anne Marie van Blijenburgh

    Wikipedia entry on the 'Ndrangheta

    recension of the bookMafia Brotherhoods: Organized Crime, Italian Style“




  • Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord in Kanada ?
    Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord in Kanada ? - Interview mit Kevin Annett vom International Tribunal into Crimes of Church and State

    Kanada 2007 (C) Unser Politikblog
    Sendung „Macht und Menschenrechte auf Jungle Drum Radio zu am 16.04.2015 ab 19.00 Uhr

    14.04.2015 | Unser Politikblog

    Kevin Annett wurde über seine damalige Tätigkeit als Reverend für die United Church of Canada durch Gespräche mit Gemeindemitgliedern auf die Verbrechen aufmerksam, welche in den Zwangsinternaten („Indian Residential Schools“) an Indianerkindern in Kanada während über 100 Jahren begangen worden sind. Im Mai 2010 gründete er zusammen mit Gruppen aus Irland, England, USA, Kanada und Italien
    das ITCCS. Deren erklärtes Ziel ist es, den Vatikan, weitere Kirchen und Regierungen für Verbrechen an Kindern und gegen die Menschlichkeit zur Verantwortung zu ziehen.
    Nach eigenen Angaben ist das ITCCS bis 2013 in 26 Ländern vertreten gewesen.
    Der rechtliche Arm des ITCS ist der „International Common Law Court of Justice“ (ICLCJ), ein nicht-staatliches Gericht auf Common Law – Basis. In Zusammenhang mit den „Indian Residential Schools“ hat es gegen hochrangige Persönlichkeiten aus Kanada, Großbritannien und dem Vatikan ermittelt.

    Im Interview mit Kevin Annett wollen wir mehr erfahren über das Ausmaß und die Hintergründe der an den Indianerkindern in Kanada begangenen Verbrechen. Ebenso geht es uns um die Rechtsgrundlagen und Zuständigkeiten des ICLCJ, sowie um dessen Akzeptanz bei Bevölkerung und öffentlichen Institutionen.


    Webseite des ITCCS

    Reportage „Hidden no longer“ und Fillm „Unrependant“ über die kanadischen Indian Residential Schools

    Links zum Völkermordverfahren des ICLCJ zu Kanada

    ein deutschsprachiger Blog zum ITCCS

    persönliche Webseite von Kevin Annett

    einige Reaktionen der United Church of Canada zu Kevin Annett

    die offizielle kanadische Wahrheitskommission zu den Indian Residential Schools


    Residential Schools 


  • The end of the indebtedness – new money to overcome the humanitarian crises
    Unser Politikblog | 04.03.2015


    Die Generalversammlung der Vereinten Nationen (Wikipedia)
    We are at a turning point. The sovereign debt crises and the humanitarian crises can be nearly completely overcome with a combination of a debt reduction at the standard of the human rights and with decisive changes of the giral money system. The logic of scarcity comes to an end, and the selloff of the states can be overcome. In times, when transnational corporations are richer than states, the financing of states via banks is not up-to-date any more.
    At the 09.12.2014, the Austrian economic scientist Prof. Dr. Franz Hörmann and the German human rights activists and bloggers Sarah Luzia Hassel-Reusing and Volker Reusing have addressed themselves together to the UN in a paper with two statements. See also the Welt article mentioned below. Prof. Dr. Hörmann has shown, that the hitherto money creation via the granting of loans by the banks takes place out of nothing via the booking entry „demand“ | „liability“. The liabilities of the banks, which are created that way, are the hitherto giral money. The interests, however, are booked to profit, so that, in our current money system, they have to be earned via work in the real economy. The whole giral money always only suffices for the repayment of the nominal value of the created loans without interests. In addition to that, it follows from that way of money creation, since every bank can create a manyfold of its capital out of nothing, that already in our current debt money system every bank is replacable (see statement by Prof. Dr. Hörmann and section III. of the statement by Sarah Luzia Hassel-Reusing and Volker Reusing). „Too big to fail“ is just a lie. The human rights (e. g. to dignity, to life, to food, to health, to equality, to property) are system relevant, not single banks.


    Section VI. of the paper proposes a three-step plan (first money creation to equity for UN relief organizations to overcome the humanitarian crises, second the same right also for the bankrupt debtor states also limited to the humanitarian supply, third for the states, which want it, the shift to the information money system, which has been developed by Prof. Dr. Hörmann, which does not need any banks at all, except for one democratical central bank per state). The paper imagines the first step in a clearing unit, whose value would depend on an international currency basket consisting of the currencies of those countries,which would be willing, that the entrepreneurs (farmers, doctors, pharma firmes etc.), who provide the goods and services, can change the credits they get in the clearing unit, into their currencies, in the second step the same rights also for the bankrupt debtor countries, and in the third step the information money as giral money besides the cash.


    The information money does not circulate, but it is deleted at the level of the payer and newly created at the level of the payee. Since the information money does not really circulate, but only fluctuate at the level of the single market participant, it makes feasible asymmetrical prices, which are bound to the fulfillment of social human rights. That can be designed depending on the economical system. One can introduce it with basically free market prices, i. e. simulate the circulation, and make feasible, e. g., reduced prices for existential goods for poor people, and in order to, at the same time, grant the entrepreneur the full price, without using tax payer money for that, or in order to reduce the wage costs for more competitiveness without any reduction of the wages. If one makes the application of asymmetrical prices dependened on referenda, one can make sure, that this instrument is focused on the fulfillment of those social rights, for which the public is willing to accept a certain extent of inflation. On the other side, in the information money system, in contrast to the debt money system, there is no new interest pressure added on the prices.
    Or one goes a step further and uses the asymmetrical prices, in order to democratically determine the equal payment for human work, and focuses the competition on a quality competition. In addition, the information money makes feasible to pay for cooperation for the benefit of the public.
    If one wants to remain in the debt money system, we regard as necessary, in addition to that, the limitation of the giral money creation to a fixed figure per bank and year, which would very unbureacratically force the bigger banks to deliberately split into smaller banks.


    The amount of debt reduction in the event of a state bankruptcy can, according to our conviction, be lawfully done only at the standard of the basic rights and human rights in the respective country. That enforces a fair compromise instead of a preference of the private creditors. If the debtor countries are obliged to measure the debt reduction at the standard of the basic rights and human rights, then the decision can also be made by the debtor country itself (sections IV.+V. of our statement).
    The debt reduction at the standard of the human rights would go further, than what is necessary to reach the Millenium Developement Goals, and shall be supported by step 2 of our three-step-plan. The giral information money, finally, would create enough space for sustainable development.


    The reason for the statements of the 09.12.2014 has been the resolution of the UN General Assembly of the 09.09.2014 for the creation of an international state insolvency procedure, according to which the developing countries want to prevent the prefered treatment of „vulture funds“, and to reduce the debts to a level, which makes feasible for them to reach the UN Millenium Development Goals and sustainable developement (economic growth, social progress, and environmental protection).
    At the same time, the resolution of the 09.09.2014 also demands the strengthening of the international financial system (of the banks), and that the international state insolvency procedure shall bring more predictability in favour of the international financial system (for the banks), that, for that purpose, the „costs of non-compliance“ shall be further increased (no. 23), and that there shall be no adverse incentives for „non-compliance“ (no. 24), and it wants the cooperation of the IMF, the World Bank, and the private creditors within the state insolvency procedure. See the Unser Politikblog article of the 27.10.2014.
    At the 03./04.02.2015 has been the first working session for the creation of the text of the treaty for the international state insolvency procedure (see Pagina 12 article „Una jaula para los buitres“ of the 21.01.2015).


    A concept for the state insolvency procedure, which is debated i. a. in a working group at the UNCTAD level, comes from the NGO „Erlassjahr“. In their concept, a proposal shall be filed by 3 arbitrators (like in TTIP) per insolvent debtor country, who shall be bound to no human rights at all. And the decision on their proposal shall then be made by the assembly of the private creditors of the country (like in the state insolvency procedure of the ESM of the eurozone). Erlassjahr, however, claims, that they want the Millenium Developement Goals to be reached. See the interview by Unser Politikblog for the „Macht und Menschenrechte“ of the 25.09.2014.





    statements of the 09.12.2014 to the UN


    video „Das neue System“ on the information money


    resolution of the UN General Assembly of the 09.09.2014 for the creation of an international state insolvency procedure


    Unser Politikblog article of the 27.10.2014 on the international state insolvency procedure
    Unser Politikblog interview with Jürgen Kaiser (Erlassjahr) for „Macht und Menschenrechte“ of the 25.09.2014


    Pagina 12 article „Una jaula para los buitres“ of the 21.01.2015


    Welt article „Ökonom verspricht Griechen das Schlaraffenland“ of the 06.02.2015








  • Die Abhängigkeit von der ukrainischen Rüstungsindustrie sowie EU-Austrittsvolksbegehren in Österreich
    Die Abhängigkeit von der ukrainischen Rüstungsindustrie sowie EU-Austrittsvolksbegehren in Österreich


    Sendung „Macht und Menschenrechte auf Jungle Drum Radio zu am 19.02.2015 ab 19.00 Uhr

    18.02.2015 | Unser Politikblog

    Ein wesentlicher Faktor im Ukraine-Konflikt ist die Abhängigkeit sowohl der Ukraine, als auch Russland von der ukrainischen Rüstungsindustrie, welche sich zu einem erheblichen Anteil im Donbass befindet. Also in den von Separatisten gehaltenen Gebieten. Hierüber sprechen wir mit
    Alexander Benesch (Recentr). Außerdem geht es um mögliche Lösungen des Konfliktes und um die Rolle von bei Bilderberg vertretenen Konzernen für die russische Rüstung zumindest in der Vergangenheit.

    Recentr-Artikel zur Abhängigkeit Russland von der ukrainischen Rüstungsindustrie

    optimistischere Einschätzung der Stimme Russlands

    Handelszeitung zur Abhängigkeit Russlands von der ukrainischen Rüstungsindustrie


    Vom 24.06. - 01.07.2015 ist die Eintragungsfrist für das EU-Austrittsvolksbegehren in Österreich. Wir sprechen mit Inge Rauscher, Obfrau der Initiative Heimat und Umwelt, die Bevollmächtigte des Volksbegehrens ist. Es geht um die Rückholung demokratischer Entscheidungsbefugnisse nach Österreich, um den Ausstieg aus der Haftung (ESM) der österreichischen Steuerzahler für die Gläubiger anderer Staaten der Eurozone. Durch einen EU-Austritt soll auch die faktische Wiederherstellung der in Österreichs Verfassung verankerten immerwährenden Neutralität erreicht werden, während Art. 42 + 43 EUV zu militärischen Einsätzen der EU in Drittländern ermächtigen. Umweltpolitisch geht es vor allem um den Schutz der Landwirtschaft vor der Gentechnik, um den Ausstieg aus dem Euratom-Vertrag und um eine Entlastung beim Transitverkehr.
    Auch vor den internationalen „Handelsabkommen“ CETA (mit Kanada), TTIP (mit den USA) und TISA (mit 22 Drittländern), welche die EU derzeit abschließen will, würde ein EU-Austritt schützen.

    Volksbegehrenskampagne

    Blog der Initiative Heimat und Umwelt












  • Das Ende der Verschuldung - neues Geld zur Überwindung der humanitären Krisen
    Unser Politikblog | 13.02.2015


    Wir stehen an einem Wendepunkt. Mit einer Kombination aus Schuldenreduzierung am Maßstab der Menschenrechte und entscheidenden Änderungen am giralen Geldsystem lassen sich die Staatsschuldenkrisen und die humanitären Krisen fast vollständig überwinden. Die Logik der Knappheit ist am Ende und der Ausverkauf der Staaten lassen sich überwinden. In Zeiten, wo transnationale Konzerne reicher sind als Staaten, ist es nicht mehr zeitgemäß, Staaten über private Banken zu finanzieren.
    Am 09.12.2014 haben der österreichische Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Franz Hörmann und die deutschen Menschenrechtsaktivisten und Blogger Sarah Luzia Hassel-Reusing und Volker Reusing sich in einem gemeinsamen Papier mit zwei Stellungnahmen an die Uno gewandt. Siehe dazu auch den u. g. Welt-Artikel. Prof. Dr. Hörmann hat gezeigt, dass die heutige Geldschöpfung bei der Kreditvergabe der Banken aus dem Nichts erfolgt über die Buchung „Forderung“ an „Verbindlichkeit“. Die so entstandenen Verbindlichkeiten der Banken sind das heutige Giralgeld. Die Zinsen jedoch werden an Ertrag gebucht, sodass sie im heutigen Geldsystem durch Leistungen der Realwirtschaft erbracht werden müssen. Das gesamte Giralgeld reicht immer nur für die Rückzahlung des Nennwerts der geschöpften Darlehen ohne Zinsen. Aus dieser Art der Geldschöpfung als Schuldgeld folgt außerdem, weil jede Bank ein Vielfaches ihres Kapitals aus dem Nichts schöpfen kann, dass bereits im heutigen Schuldgeldsystem jede Bank ersetzbar ist (siehe Stellungnahme von Prof. Dr. Hörmann sowie Abschnitt III. der Stellungnahme von Sarah Luzia Hassel-Reusing und Volker Reusing). „Too big to fail“ ist daher eine glatte Lüge. Die Menschenrechte (z. B. auf Würde, Leben, Nahrung, Gesundheit, Gleichheit, Eigentum) sind systemrelevant, nicht einzelne Banken.




    Abschnitt VI. des Papiers schlägt einen Drei-Stufen-Plan vor (erstens Geldschöpfung an Kapital für Uno-Hilfsorganisationen zur Überwindung der humanitären Krisen, zweitens das gleiche Recht auch für die bankrotten Schuldnerstaaten ebenfalls begrenzt auf die humanitäre Versorgung, drittens für die Staaten, die das wünschen, der Umstieg auf das von Prof. Dr. Hörmann entwickelte Informationsgeldsystem, welches bis auf eine demokratische Zentralbank pro Staat ganz ohne die Banken auskommt). Die erste Stufe stellt das Papier sich in einer Verrechnungseinheit vor, deren Wert von einem internationalen Währungskorb abhängen würde aus den Währungen der Länder, welche sich dazu bereit erklären, dass die zur Bewältigung der humanitären Krisen benötigten Leistungserbringer (Landwirte, Ärzte, Medikamentenhersteller, etc.) ihre Bezahlung in der Verrechnungseinheit in die Währungen dieser Länder umtauschen können, in der zweiten Stufe das gleiche Recht auch für die bankrotten Schuldnerstaaten, und in der dritten Stufe das Informationsgeld als Giralgeld neben dem Bargeld.
    Das Informationsgeld zirkuliert nicht, sondern wird beim Zahlenden vernichtet und beim Zahlungsempfänger neu geschöpft. Da das Informationsgeld nicht zirkuliert, sondern nur jeweils beim einzelnen Marktteilnehmer fluktuiert, ermöglicht es asymmetrische Preise, welche an die Erfüllung sozialer Menschenrechte gebunden werden. Das lässt sich je nach Wirtschaftssystem unterschiedlich gestalten. Man kann es mit grundsätzlich freien Marktpreisen einführen, also die Geldzirkulation simulieren, und mittels der asymmetrischen Preise z. B. ermäßigte Preise für arme Menschen für existentielle Güter ermöglichen und gleichzeitig dem leistenden Unternehmer den vollen Preis zukommen zu lassen, ohne dafür Steuermittel zu verwenden, oder auch zur Senkung der Lohnkosten für mehr Wettbewerbsfähigkeit ohne Lohnsenkung.
    Wenn man die Bereiche für die Anwendung asymmetrischer Preise jeweils Volksabstimmungen unterwirft, kann man sicherstellen, dass dieses Instrument auf die Erfüllung der sozialen Rechte fokussiert wird, für welche Allgemeinheit ein gewisses Maß an Inflation in Kauf zu nehmen bereit ist. Dem steht gegenüber, dass beim Informationsgeld, im Gegensatz zum Schuldgeldsystem, kein neuer Zinsdruck auf die Preise hinzu kommt.
    Oder man geht noch einen Schritt weiter und nutzt die asymmetrischen Preise, um die Bezahlung für menschliche Arbeitsleistung gleichheitsgerecht demokratisch festzulegen und fokussiert den Wettbewerb auf einen reinen Leistungswettbewerb. Das Informationsgeld ermöglicht es auch, Kooperation zum Wohle der Allgemeinheit zu bezahlen.
    Falls man im Schuldgeldsystem bleiben will, empfiehlt das Papier außerdem die zusätzliche Deckelung der Giralgeldschöpfung auf jeweils einen gleichen Betrag pro Bank und Jahr, der die größeren Banken ganz bürokratiearm zwingen würde, sich freiwillig selbst in kleinere Banken aufzuspalten.
    Die Höhe der Entschuldung im Falle eines Staatsbankrotts kann nach Darstellung von Abschnitt V. des Papiers rechtmäßig nur am Maßstab der im jeweiligen Schuldnerland geltenden Grund- und Menschenrechte erfolgen. Das zwinge zu einem fairen Kompromiss statt einer Bevorzugung der privaten Gläubiger. Wenn die Schuldnerstaaten auf diesen grund- und menschenrechtlichen Maßstab verpflichtet werden, könne die Entscheidung auch das Schuldnerland selbst treffen (Abschnitte IV.+V. des Papiers). Die Schuldenreduzierung am Maßstab der Menschenrechte ginge bereits über das hinaus, was für die Erfüllung der Milleniumsziele erforderlich sei, und sollte durch Stufe 2 des Drei-Stufen-Plans unterstützt werden. Das girale Informationsgeld schließlich würde genug Spielraum für nachhaltige Entwicklung schaffen.


    Anlass der Stellungnahmen vom 09.12.2014 ist die Resolution der Uno-Vollversammlung vom 09.09.2014 zur Schaffung eines internationalen Staateninsolvenzverfahrens gewesen, laut welcher die Entwicklungsländer die Bevorzugung von „Geier-Fonds“ beim Schuldendienst verhindern und die Staatsschulden auf ein Niveau senken wollen, welches ihnen die Erreichung der Uno-Milleniumsziele und nachhaltige Entwicklung (Wirtschaftswachstum, sozialen Fortschritt und Umweltschutz) ermöglicht.
    Gleichzeitig fordert die Resolution vom 09.09.2014 aber auch die Stärkung des internationalen Finanzsystems (der Banken), und dass das internationale Staateninsolvenzverfahren mehr Vorhersagbarkeit zugunsten des internationalen Finanzsystems (der Banken) bringt und dafür die „Kosten der Non-Compliance“ weiter erhöht (Erwägungsgrund. 23) und keine nachteiligen Anreize für „Non-Compliance“ gibt (Erwägungsgrund 24) und will die Mitarbeit IWF, Weltbank und privaten Gläubigern im Staateninsolvenzverfahren. Siehe dazu den Artikel von Unser Politikblog vom 27.10.2014.
    Am 03./04.02.2015 hat die erste Arbeitssitzung stattgefunden für die Schaffung des Vertragstextes für das internationale Staateninsolvenzverfahren (siehe Pagina 12 - Artikel „Una jaula para los buitres“ vom 21.01.2015).
    Ein Konzept für das Staateninsolvenzverfahren, welches u. a. in einer Arbeitsgruppe der UNCTAD beraten wird, stammt vom Verband „Erlassjahr“. Dabei soll pro insolventem Schuldnerland ein Vorschlag von 3 Schlichtern ausgearbeitet werden (wie bei TTIP ), die an keinerlei Menschenrechte gebunden sein sollen. Und entscheiden über den Vorschlag soll dann allein die Versammlung der privaten Gläubiger des Landes (wie beim ESM der Eurozone). Erlassjahr will aber nach eigenen Angaben die Erreichung der Milleniumsziele. Siehe dazu Interview von Unser Politikblog für Sendung „Macht und Menschenrechte“ vom 25.09.2014.


    Stellungnahmen vom 09.12.2014 an die Uno


    Video „Das neue System“ zum Informationsgeld


    Resolution der Uno-Vollversammlung vom 09.09.2014 zur Schaffung eines internationalen Staateninsolvenzverfahrens


    Unser Politikblog - Artikel vom 27.10.2014 zum internationalen Staateninsolvenzverfahren
    Unser Politikblog - Interview mit Jürgen Kaiser von Erlassjahr für Sendung „Macht und Menschenrechte“ vom 25.09.2014


    Pagina 12 - Artikel „Una jaula para los buitres“ vom 21.01.2015


    Welt-Artikel „Ökonom verspricht Griechen das Schlaraffenland“ vom 06.02.2015







  • „ Haben Texacos Umweltverschmutzungen in Ecuador ein Menschlichkeitsverbrechens verursacht ? “
    Sendung „Macht und Menschenrechte auf Jungle Drum Radio heute am 22.01.2015 ab 19.00 Uhr

    21.01.2015 | Unser Politikblog

    Ecuador, im Kanton Lago Agrio (Wikipedia)
    Am 23.10.2014 haben Indigene aus Ecuador gegen John Watson, den Generaldirektor des Erdölkonzerns Chevron-Texaco, Anzeige beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag eingereicht wegen vermutetem Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 7 Römisches Statut). Es geht vor allem um Gesundheitsschäden, welche die Anzeigeerstatter durch Texacos Erdölkontaminationen in Ecuador verursacht sehen.

    Nach ecuadorianischen Angaben hat Texaco bis 1992 in Ecuador Öl gefördert und dabei
    71 Millionen Liter Erdölrückstände und 64 Millionen Liter Rohöl hinterlassen. Das Unternehmen hat aus Sicht der Regierung vorsätzlich auf umweltfreundlichere Techniken verzichtet, welche ihm zur Verfügung gestanden hätten.


    Wir sprechen mit Frau Paola Romero von der Anwaltskanzlei Fromboliere über den Fall. Die Sozietät vertritt die Anzeigeerstatter.
    Wie groß sind die Personenschäden ? Was spricht für ein hinreichendes Maß an Vorsatz? Wie weit kann der Internationale Strafgerichtshof die Sache aufarbeiten? Inwieweit verhalten sich andere Erdölfirmen im Land heute besser?








    Artikel von Apoya al Ecuador zur Einreichung der Anzeige

    Artikel von Amerika 21 zur Anzeige und zu Schadensersatzforderungen

    Anwaltskanzlei Fromboliere

    Wikipedia-Lexikon zu Chevron







  • „Dinero Electrónico - neues Geld für Ecuador“
    Sendung „Macht und Menschenrechte auf Jungle Drum Radio Heute am 18.12.2014 ab 19.00 Uhr

    16.12.2014 | Unser Politikblog

    100 Sucres (Wikipedia)
    Im Jahr 2000 hat Ecuador seine damalige Währung „Sucre“ abgeschafft und durch den US-Dollar ersetzt. Nun führt das Land den „Dinero Electrónico“ als Giralgeld zusätzlich zum US – Dollar ein.
    Eines der wichtigsten Ziele dabei ist, jedem Einwohner ein Girokonto bei der Zentralbank zu ermöglichen, auf welches man mit dem Handy zugreifen kann. Die Bürger sollen besser in die Wirtschaft integriert werden. Der Handel wird ebenso erleichtert wie die Auszahlung von Sozialleistungen.

    Wir sprechen mit dem Delegierter des Staatspräsidenten für das Amt der Währungs- und Finanzpolitik sowie Währungs- und Finanzregulierung.Herrn  Diego Alfredo Martínez Vinueza  über das neue Giralgeld. Bei welchem wirtschaftlichen Vorgang wird der Dinero Electrónico geschöpft, und mit welcher Buchung ? Wie weit wird er neben den Dollar als Giralgeld treten? Geht es auch darum, mit dem Dinero Electrónico wieder ein Giralgeld zu haben, welches ecuadorianischem Recht unterliegt, und darum von der US-Geldpolitik unabhängiger zu werden?






    amtliche Präsentation des Dinero Electrónico




  • Prof. Dr. Mark Blyth zur Geldverteilung der Notenbank an die Bevölkerung und mit Roland Schumann zur Regionalwährung „Deilbachblüte“

    Sendung „Macht und Menschenrechte“ auf Jungle Drum Radio am 13.11.2014 ab 20.00 Uhr – imInterview mit Prof. Dr. Mark Blyth zur Geldverteilung der Notenbank an die Bevölkerung und mit Roland Schumann zur Regionalwährung „Deilbachblüte“

    12.11.2014 | Unser Politikblog


    Volker Reusing und Roland Schumann (c) Unser Politikblog













    In der September/Oktober 2014 Ausgabe von „Foreign Affairs“ hat Prof. Dr. Mark Blyth (Professor für politische Ökonomie am Watson-Institut der Brown Universität, USA) zusammen mit dem Hedge-Fonds Manager Eric Lonergan (London) in ihrem Artikel „Print Less but Transfer More“ vorgeschlagen, dass die US-Notenbank Federal Reserve zur Ankurbelung der Konjunktur direkt Geld an die ärmeren 80% der US-Bevölkerung verteilen solle. Das ließ aufhorchen, da der Council on Foreign Relations, zu dem das Magazin „Foreign Affairs“ gehört, zu seinen Konzernmitgliedern u. a. Banken und Ratingagenturen, nicht aber Sozialverbände oder Gewerkschaften zählt. Wir fragen nach, wie das Modell funktionieren, und wie es finanziert werden soll. Außerdem werden wir sein inzwischen auf deutsch vorliegendes Buch „Wie Europa sich kaputt spart – Die gescheiterte Idee der Austeritätspolitik“ ansprechen.
    Seit Oktober 2013 gibt es im Gebiet rund um Velbert zwischen Wupper und Ruhr die Regionalwährung „Deilbachblüte“. Roland Schumann, Vorsitzender des Vereins Blütenzeiten e. V., welcher die Komplementärwährung herausgibt, erklärt, wie sie funktioniert, und welchen Beitrag sie leisten soll zur Regionalisierung der Wirtschaft und zu einem anderen Umgang mit Geld. Außerdem geht es um volkswirtschaftliche Perspektiven von Regionalwährungen.








    Vorstellung der Regionalwährung „Deilbachblüte“ www.deilbachblueten.de



  • Globales Staateninsolvenzverfahren zur Schaffung einer privaten Neuen Weltordnung (NWO)
    27.10.2014 | Unser Politikblog

    Der souveräne Staatsbankrott

    Die Generalversammlung der Vereinten Nationen New York
    wikipdia
    Ein Staatsbankrott liegt vor, wenn ein Staat offiziell einräumt, nicht mehr alle Gläubiger pünktlich bezahlen zu können. In der Menschheitsgeschichte hat es Hunderte Staatsbankrotte gegeben. Normal ist, dass der betroffene Schuldnerstaat dann selbst über seine teilweise Schuldenreduzierung im Sinne eines fairen Ausgleichs zwischen Einwohnern und Gläubigern entscheidet.
    So hat das Waldenfels-Urteil vom 23.05.1962 (1 BvR 987/58, BVerfGE 15,126) über den westdeutschen Staatsbankrott nach dem Zweiten Weltkrieg entschieden, dass Staaten konkursunfähig sind (Rn. 62). Der Grund für die Konkursunfähigkeit von Staaten liegt darin, dass im Vordergrund „die Schaffung einer Grundlage für die Zukunft“ steht und nicht „die Abrechnung über die Vergangenheit“; dieses „Prinzip der Sanierung findet sich allenthalben in der Geschichte des Staatsbankrotts und ist unvermeidlich, weil gesunde staatliche Finanzen die erste Voraussetzung für die Entwicklung des sozialen und politischen Lebens sind“.

    Auch Argentinien und Russland haben ihre jüngsten Staatsbankrotte souverän bewältigt.


    Sie haben es gut gemeint.

    Sogenannte „Geier-Fonds“ haben argentinische Staatsanleihen deutlich unter Nennwert erworben und erfolgreich (aus Sicht des US-Zivilrechts) vor US-Gerichten geltend gemacht, nicht an die Vereinbarungen zur Schuldenreduzierung, welche Argentinien mit der Mehrzahl seiner privaten Gläubiger getroffen hatte, gebunden zu sein. Die Vereinbarung mit der Mehrzahl der privaten Gläubiger enthält allerdings die sogenannte „Rufo-Klausel“, nach welcher Argentinien seine damaligen privaten Gläubiger alle gleich behandeln muss, und welche noch bis Ende 2014 gilt. Wenn sie nun, den Urteilen auf Grundlage des US-Zivilrechts folgend, den „Geier-Fonds“ eine höhere Quote geben würden, dann würden die alten Schulden in voller Höhe gegenüber den privaten Gläubigern wieder aufleben, und Argentinien wäre schon wieder bankrott.
    Daher der verständliche Wunsch von zahlreichen Staaten, darunter von Argentinien, Bolivien und Jamaika, die Gleichbehandlung aller privaten Gläubiger festzulegen, damit „Geier-Fonds“ für sich keine Sonderkonditionen mehr erstreiten können. Dafür verlegt man nun auf Grundlage eines neuen argentinischen Gesetzes das Girokonto, über welches die Zahlungen an die privaten Gläubiger laufen, von den USA nach Argentinien. Der nächste sinnvolle Schritt wäre gewesen, dem US-Zivilrecht nun die in Argentinien geltenden Grund- und Menschenrechte entgegenzuhalten, die alle höherrangig sind als das Zivilrecht und diesem daher Grenzen setzen.

    Stattdessen hat man am 09.09.2014 beschlossen, ein Staateninsolvenzverfahren zu schaffen.


    Das globale Staateninsolvenzverfahren

    Am 09.09.2014 hat die Uno-Vollversammlung eine von Bolivien am 28.08.2014 eingebrachte Resolution (Az. A/68/L.57/Rev.1) beschlossen mit 124 Ja-Stimmen, 11 Nein-Stimmen und 41 Enthaltungen, welche noch innerhalb der gegenwärtigen UN-Sitzungsperiode die Schaffung eines völkerrechtlichen Vertrags für ein Staateninsolvenzverfahren für die Entwicklungsländer fordert (Nr. 5 der Resolution).

    Nr. 4 der Resolution ermutigt die Uno, sich weiterhin für nachhaltige Entwicklung („sustainable development“) einzusetzen, und ermutigt IWF und Weltbank („the international financial institutions“), sich weiterhin für eine dauerhafte Lösung der Schulden der Entwicklungsländer einzusetzen, und zwar jeder im Rahmen seines Mandats.
    Das heißt, um die „nachhaltige Entwicklung“ (Gleichgewicht zwischen Wirtschaftswachstum, sozialer Gerechtigkeit und Umweltschutz) soll sich danach die Uno kümmern und um die Schulden IWF und Weltbank. Wo käme man denn da hin als IWF oder Weltbank, wenn die Uno das Schuldenproblem dauerhaft am Maßstab der universellen Menschenrechte lösen würde?

    Nr. 3 der Resolution lädt IWF und Weltbank („the Bretton Woods institutions“) und den Privatsektor ein, mit angemessene Maßnahmen und Aktionen zu unternehmen für die Umsetzung der Verpflichtungen, Vereinbarungen und Entscheidungen der größeren UN-Gipfel, vor allem solcher, die sich beziehen auf die Schuldentragfähigkeit („debt sustainability“) der Entwicklungsländer. Die Resolution spielt mit dem Wort „sustainable“. Die Herzen der Regierungsvertreter der ärmeren Länder gewinnt man mit dem Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung („sustainable development“), und IWF, Weltbank und Privatsektor lässt man sich Maßnahmen und Aktionen zur Schuldentragfähigkeit („debt sustainability“) kümmern.

    Was der IWF unter „debt sustainability“ versteht, hat der ehemalige Unabhängige Experte der Uno zu Finanzkrise und Menschenrechten, Prof. Dr. Cephas Lumina, in Nr. 39 seines Berichts vom 07.03.2014 zu Griechenland (A/HRC/25/50/Add.1) verdeutlicht:
    „From a human rights viewpoint, the IMF debt sustainability assessment has limitations. It is too narrowly focused on debt repayment capacity. As the Independent Expert has stressed on previous occasions, debt sustainability analyses should include an evaluation of the level of debt that a country can carry without undermining its capacity to fulfill its human rights obligations.“
    („Von einem menschenrechtlichen Standpunkt, ist die Schuldentragfähigkeitsanalyse des IWF eingeschränkt. Sie ist zu eng fokussiert auf die Schuldenrückzahlungsfähigkeit. Wie der Unabhängige Experte bei früheren Gelegenheiten betont hat, sollten Schuldentragfähigkeitsanalysen eine Einschätzung des Schuldenstands beinhalten, welchen ein Land tragen kann, ohne seine Fähigkeit zur Erfüllung seiner menschenrechtlichen Verpflichtungen zu unterminieren.“)

    Die Einladung durch Nr. 3 der Resolution vom 09.09.2014 auch an den Privatsektor zu den „Maßnahmen“ und „Aktionen“ erinnert an die rechtsgrundlagenlose (willkürliche) Praxis des IWF, private Banken zu den vom IWF entworfenen Auflagen noch weitere hinzufügen zu lassen („Wiener Initiative“) und an das Gerede in Europa vor Einführung des ESM, in dessen Staateninsolvenzverfahren die Versammlung der privaten Gläubiger dann offiziell den Schuldnerstaaten Auflagen machen darf.

    Die Menschenrechte werden in der ganzen Resolution nicht ein einziges Mal explizit erwähnt, nur einmal implizit im letzten Erwägungsgrund als Teil der Ziele („purposes“, siehe Art. 1 Nr. 3 Uno-Charta) der Vereinten Nationen.

    Das ist bemerkenswert für eine von Bolivien eingebrachte Resolution. Bolivien hat sich erst im Jahr 2008 eine neue Verfassung mit mehr sozialen Grundrechten gegeben, auch um seinen sozialen Aufschwung auf eine Grundlage mit Verfassungsrang zu stellen. Und dann geht von Bolivien eine Resolution aus, die ein Staateninsolvenzverfahren mit einer starken Stellung von IWF, Weltbank und privaten Gläubigern will, und bei der die Menschenrechte unter ferner liefen sind. Das widerspricht bereits offensichtlich Art. 28 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR), welche alle Staaten unterzeichnen, wenn sie Uno- Mitglied werden, und wonach alle Menschen ein Recht haben auf eine soziale und internationale Ordnung, in welcher die universellen Menschenrechte voll verwirklicht werden können.
    Und dabei hat der Präsident Boliviens, welches die Resolution am 28.08.2014 eingebracht hat, laut dem Amerika21 – Arikel „Evo Morales: IWF soll Völker entschädigen“ vom 16.02.2014 noch gefordert gehabt, über Schadensersatz des IWF gegenüber den Schuldnerländern nachzudenken. Dem läuft die von Bolivien eingebrachte und am 09.09.2014
    beschlossene Resolution aber vollkommen entgegen. Es wirkt so, als hätte Boliviens Präsident, vielleicht aus einem Gefühl von Zeitmangel, den Resolutionsentwurf nicht hinreichend kontrolliert, bevor er eingebracht worden ist.

    Der fünftletzte Erwägungsgrund ganz unten auf de dritten Seite der Resolution stellt besorgt fest, dass das internationale Finanzsystem („the international financial system“) kein solides Rahmenwerk habe für die ordnungsgemäße und vorhersagbare Umstrukturierung von Staatsschulden. Das muss sich auf der Zunge zergehen lassen. Hier möchte man also etwas haben, was es noch nicht gibt, und zwar für das internationale Finanzsystem, also etwas, was vor allem den international tätigen Banken nutzen soll, nicht den verschuldeten Staaten und schon gar nicht deren Einwohnern. Zugunsten der international tätigen Banken soll Vorhersagbarkeit und Ordnungsmäßigkeit geschaffen werden. „Vorhersagbarkeit“ könnte dabei auch in dem Sinne interpretiert werden, die Regeln des internationalen Staateninsolvenzverfahrens auch insoweit uneingeschränkt anzuwenden, wie diesem gegenüber Grundrechte und Menschenrechte, weil sie rechtlich höherrangig sind, Grenzen setzen setzen, also im Staateninsolvenzverfahren ohne Rücksicht auf Grundrechte und Menschenrechte zu agieren, weil mit deren Anwendung die Verpflichtung zur Festlegung eines fairen Kompromisses zwischen Gläubigern und Einwohnern an ihrem Maßstab vorhersagbar wäre, die Vorhersagbarkeit für einzelne Gläubigergruppen, was für sie dabei herauskommt, aber dadurch umso geringer.

    Das Rahmenwerk bezieht sich offensichtlich auf den völkerrechtlichen Vertrag für ein Staateninsolvenzverfahren, den zu schaffen die Resolution vom 09.09.2014 ja gerade den Auftrag gegeben hat. Und das Rahmenwerk (der völkerrechtliche Vertrag) für das internationale Staateninsolvenzverfahren soll dann also so beschaffen sein, dass die Kosten der „non-compliance“ weiter erhöht werden („further increases“). Das dürfte sich vor allem beziehen auf die sozialen und menschlichen Kosten der Einwohner der Schuldnerländer, soweit jeweils nicht alle Auflagen aus dem Staateninsolvenzverfahren erfüllt werden. Die „weitere Erhöhung“ dürfte gemeint sein im Vergleich zu den Folgen, die es heutzutage hat, wenn ein Staat seine Auflagen beim IWF nicht vollständig erfüllt. Es könnte sich außerdem beziehen auf die Privatisierung von Daseinsvorsorge und hoheitlichen Einrichtungen bei Nicht-Erfüllung von Auflagen aus dem Staateninsolvenzverfahren. Die „weitere“ Erhöhung zeigt, dass es solche Kosten der „non-compliance“ heute schon gibt, und dass diese auch vor der Resolution vom 09.09.2014 schon einmal erhöht worden sind. Auf die „Geierfonds“ kann sich dieser Erwägungsgrund kaum beziehen, denn im Vergleich zur Situation der Einwohner der Schuldnerländer ernst zu nehmende Kosten einer „non-compliance“ gibt es für diese heute nicht.

    Hinsichtlich der „Geierfonds“, die man nun zum Anlass des Vorstoßes für ein internationales Staateninsolvenzverfahren genommen hat, will man natürlich, dass diese für sich keine Bevorzugung im Vergleich zu anderen privaten Gläubigern der Staaten mehr einklagen können (Erwägungsgrund in der Mitte der dritten Seite der Resolution). Dazu haben Weltbank und IWF offenbar bereits einiges ausgearbeitet, wie der gleiche Erwägungsgrund der Resolution vom 09.09.2014 erkennen lässt.
    Ein Erwägungsgrund weiter unten erinnert an die vom IWF mit Unterstützung des internationalen Währungs- und Finanzausschusses (welcher Organisation ?) in 2003 ausgeführten Arbeiten zur Erstellung eines Vorschlags für ein internationales Staateninsolvenzverfahren.

    Die Resolution vom 09.09.2014 ist nicht nur eines der wichtigsten Dokumente für die Einschätzung, was für einen Entwurf eines Staateninsolvenzverfahrens man noch in dieser UN-Sitzungsperiode präsentieren wird. Sie hat darüber hinaus auch eine entscheidende rechtliche Bedeutung. Bei völkerrechtlichen Verträgen gilt, wie man das von einfachen Gesetzen her auch kennt, grundsätzlich, dass Vorschriften im Zweifel wörtlich auszulegen sind. Daneben gibt es gem. Art. 31 Wiener Vertragsrechtskonvention (WVRK) u. a. auch die „historische“ Auslegung, also dass man sich anschaut, was in den wichtigsten Dokumenten auf dem Weg zur Entstehung des jeweiligen völkerrechtlichen Vertrags steht. Die Resolution vom 09.09.2014 würde erhebliche Auswirkung auf die Auslegung des Vertrags über das internationale Staateninsolvenzverfahren haben, da genau diese Resolution den Auftrag dazu gegeben hat.

    Das Papier „A New Approach to Sovereign Debt Restructuring“ der damaligen ersten stellvertretenden geschäftsführen-den IWF-Direktorin Anne Krueger aus April 2002 wollte ein Staateninsolvenzverfahren zur Gleichbehandlung der Gläubiger untereinander mit vom IWF zu ernennenden Insolvenzrichtern. Die Menschenrechte der Bevölkerung der Schuldnerländer sind dabei nicht im Blick.

    Der Verband Erlassjahr will in seinem FTAP-Modell für ein weltweites Staateninsolvenzverfahren mit drei Schlichtern pro Staat – ohne verbindliche Verpflichtung der Schlichter auf die im jeweiligen Schuldnerland geltenden Grund- und Menschenrechte. Wie will Erlassjahr ohne eine solche Bindung an die Menschenrechte die nach eigener Aussage angestrebte Sicherung der Existenzmittel von Staaten und die Erfüllung der Uno-Milleniumsziele erreichen?



    Hauptsitz des IWF wikipedia
    Erfahrungen Argentiniens und Boliviens mit dem IWF

    Der Film „Raubzug des IWF in Argentinien“ von Kanal B aus dem Jahr 2002 zeigt plastisch das Verhalten des IWF in Argentinien. Bis hinein in die 1970er vor Beginn der Militärdiktatur war Argentinien eines der Länder Lateinamerikas mit dem höchsten Wohlstand und einer breiten Mittelschicht. Seinen ersten IWF-Kredit nahm Argentinien bereits eine Woche nach dem Amtsantritt der Militärdiktatur in 1976 auf. Zum Ende der Diktatur hatte das Land 30,- Milliarden $ Schulden, davon die Hälfte vom Staat übernommene Privatschulden. 1983 bis 1989 wurden auf Druck des IWF immer mehr laufende Ausgaben gekürzt, 1989 bis 1992 alle Staatsbetriebe privatisiert. Seit der Regierung Menem wurde auch im sozialen Bereich so stark gekürzt, dass der Hunger begann, Jahre nach dem Ende der Diktatur. Laut dem Journalisten Sebastian Hacher (Indymedia) verhungerten in 2002 in Argentinien täglich etwa 100 Kinder; das entspricht 36.500,- damals im Jahr verhungerten Kindern in Argentinien, eine hohe Zahl insbesondere im Vergleich zu den 30.000,- von der argentinischen Militärdiktatur insgesamt ermordeten Menschen. Und die erwachsenen Argentinier, die der IWF verhungern ließ, sind dabei noch gar nicht mit gezählt. Eine Demonstrantin auf dem Marsch der Arbeitslosen am 11.03.2002 schätzte die Zahl der Hungernden damals allein für den Raum Buenos Aires auf etwa 4,- Millionen Menschen.
    Die Privatisierung hat der IWF gegenüber Argentinien damals durchgesetzt selbst hinsichtlich der gesetzlichen Rentenversicherung und des Zolls (Studie “Argentinien: Tangotanz auf dem Vulkan” des Südwind-Instituts)

    Der ehemalige Weltbank-Chefökonom Joseph Stiglitz zeigt auf S. 279 seines Buchs „Chancen der Globalisierung“ (Pantheon-Verlag) am Beispiel Argentiniens auf, dass dieses in seiner akuten Schuldenkrise vor der Wahl stand, ob es neue IWF-Kredite aufnimmt, nur um damit alte IWF-Kredite zu tilgen. Das Geld wäre also nur von einem IWF-Konto auf ein anderes geflossen. Argentinien hätte aber dafür wieder zusätzliche Auflagen vom IWF erhalten, welche die Rezession noch verschärft hätte. Argentinien gelang es damals tatsächlich, vom IWF einen teilweisen Schuldenerlass zu erhalten, die neuen Auflagen des IWF abzulehnen, im Gegenzug zur Rückzahlung seiner restlichen Schulden an den IWF. Der IWF hatte Argentinien zuvor schon zur Privatisierung seiner gesetzlichen Rentenversicherung und zur Erhöhung der Preise für Wasser und Strom gezwungen (S. 278).
    Argentinien hatte die Erfahrung gemacht, dass der IWF den Staatsbankrott des Landes absichtlich in die Länge zog, um vorher noch möglichst viele Auflagen durchsetzen zu können (S. 281):
    Sobald sich Argentinien auf eine bestimmte Forderung einließ, stellte der IWF neue Forderungen, um Argentiniens Agonie in die Länge zu ziehen und die Einstellung des Schuldendienstes so kostspielig wie möglich zu machen.“

    In Bolivien gab es 1985 Unruhen auf Grund von Kürzungen von Nahrungs- und Treibstoffsubventionen nach entsprechenden IWF-Auflagen (Abschnitt “50 Jahre Bretton Woods” in Uwe Hoerings Werk “Zum Beispiel IWF & Weltbank”, Süd-Nord Lamuv-Verlag). Außredem sorgte in Bolivien die vom IWF durchgesetzte Handelsliberalisierung zusammen mit Hilfslieferungen für einen Rückgang der Nahrungsmittelerzeugerpreise von 1985 bis 1988 um 25,9 % (S. 232, „The Globalization of Poverty and the New World Order“, Prof. Dr. Michel Chossudovsky), was vor allem die bäuerliche Landwirtschaft getroffen haben dürfte. Laut Prof. Dr. Chossudovsky gab es 1985 in Bolivien auch einen Ausnahmezustand zur Durchsetzung der IWF-Auflagen.

    Warum in aller Welt fordern dann Bolivien, Argentinien und 122 weitere Staaten ein Staateninsolvenzverfahren mit Einbindung von IWF, Weltbank und privaten Gläubigern ?


    Weitere Erfahrungen mit IWF und Weltbank

    Der ehemalige IWF-Mitarbeiter Davison Budhoo, der 12 Jahre lang für den IWF tätig gewesen war, darunter als „Resident Representative des IWF gegenüber Guayana, hat im Jahr 1991 angegeben, dass UNICEF herausgefunden habe, dass seit 1982 die Auflagen von IWF und Weltbank den Tod von bis zu 7 Millionen Kinder im Alter von unter 5 Jahren verursacht haben, was UNICEF als „gewaltigen Frevel gegen einen großen Teil der Menschheit“ bezeichnet habe (Vorwort von Davison Budhoo auf S. 12 der deutschen Fassung seines Werks „Genug ist Genug“, 1991, in deutscher Sprache veröffentlicht über Heinrich-Böll-Stiftung).
    Das sind gewaltige Zahlen, vor allem, wenn man obendrein bedenkt, dass die meisten Menschen älter als 5 Jahre sind. Wieviele mögen es wohl insgessamt gewesen sein in der Zeit? Leider ist Budhoo 2001 verstorben, sodass man ihn nicht mehr zur Fundstelle dieser Zahl oder deren Berechnung befragen kann.

    Wie durch IWF und Weltbank Hunger und fehlende medizinische Versorgung geschaffen wurde, findet sich u. a. in Prof. Dr. Michel Chossudovskys Werk „The Globalization of Poverty and the New World Order“(veröffentlicht unter Global Research) und in der UNICEF-Veröffentlichung „Adjustment with a Human Face“.

    Darunter sind z. B. die Schaffung von Hunger durch Auflagen zur Schädigung der bäuerlichen Landwirtschaft oder künstlicher Währungsabwertung zur Erhöhung der Lebensmittelpreise in Äthiopien, Bangla Desh, Indien, Peru, Ruanda, Russland, Somalia und Vietnam.

    Große Schäden des Gesundheitssystems durch Sparauflagen von IWF bzw. Weltbank berichtet Prof. Dr. Chossudovsky aus Albanien, Bangla Desh, Brasilien, Peru, Ruanda, Somalia und Vietnam.

    Der damalige Uno-Sonderberichterstatter für das universelle Menschenrecht auf Nahrung (Art. 11 Uno-Sozialpakt), Prof. Dr. Jean Ziegler, hat in Nr. 69c seines Berichts vom 07.02.2001 (E/CN.4/2001/53) festgestellt, dass die Kreditauflagen von IWF und Weltbank weltweit der zweitgrößte Grund für den Hunger in der Welt sind, noch mehr als Biotechnologie und Kriege.

    Wenn Budhoos Schätzung zutrifft, dann haben IWF und Weltbank zusammen noch mehr Menschen auf dem Gewissen, als die Nationalsozialisten Juden ermordet haben, oder als unter belgischer Kolonialherrschaft Kongolesen getötet worden sind – wenngleich auch die subjektiven Inhalte bei rassistisch motivierten Massenverbrechen noch vorsätzlicher sind und so die Tatbestandsmerkmale sogar des Völkermords (Art. 6 Römisches Statut) erfüllen, die Auferlegung von maßlosen Sparmaßnahmen, bei denen die Massenvernichtung NICHT das eigentliche Ziel ist, sondern z. B. die Absicherung oder Ermächtigung des Finanzsektors, kann immer noch ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 7 Römisches Statut) sein. Heute haben Deutsche und Belgier ihre historische Verantwortung gegenüber den Juden bzw. den Kongolesen einigermaßen aufgearbeitet. Dann sollte das doch auch bzgl. IWF und Weltbank möglich sein.

    Und solchen Institutionen und zusätzlich noch privaten Gläubigern will man eine wichtige Rolle bei einem internationalen Staateninsolvenzverfahren geben, anstatt erst einmal zuvor deren bisherige Geschichte rechtlich aufzuarbeiten? Wer von den Politikern, die das beschlossen haben, hat die Resolution vom 09.09.2014 vorher gelesen?


    Das Staateninsolvenzverfahren des ESM

    Für die Staaten, deren Währung der Euro ist, gibt es bereits ein Staateninsolvenzverfahren. Auch das ist von erheblicher Bedeutung für die Prognose, wie der Entwurf für ein internationales aussehen könnte. Der ESM-Vertrag hat den ESM als eine neue völkerrechtliche Organisation gegründet. Anders als bei seinen Vorgängern „Griechenland-Hilfe“, EFSM und EFSF sind beim ESM Finanzhilfen nicht nur mit strengen Auflagen verbunden, sondern es gibt sie nur nach einer rigorosen Schuldentragfähigkeitsanalyse (Art. 13 ESM-Vertrag). Schuldentragfähigkeit misst man im EU-Recht an den Haushalten von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung (Protokoll Nr. 12 zu EUV und AEUV) und beim IWF (wie auch in den Schlussfolgerungen zum EU-Gipfel vom 24./25.03.2011 erläutert) daran, ob der jeweilige Staat mit dem vorhandenen Schuldenstand dem Schuldendienst nachkommen kann ohne unrealistisch große Änderungen an seinen Einnahmen und Ausgaben. Staaten, welche diese rigorose Schuldentragfähigkeitsanalyse nicht bestehen, bekommen nicht etwa direkt einen teilweisen Schuldenerlass, wie dies noch 2012 gegenüber Griechenland (über die EFSF) gewährt wurde, sondern werden ins Staateninsolvenzverfahren des ESM gezwungen. Art. 12 Abs. 3 ESM-Vertrag verpflichtet hierfür alle EU-Mitgliedsstaaten, sämtlichen ab dem 01.01.2013 begebenen Staatsanleihen kollektive Aktionsklauseln, also Zusatzbedingungen für den Fall eines Staatsbankrotts, beizufügen. Die Vorschriften für den Ablauf des Staateninsolvenzverfahrens hat man jeweils auf nationaler Ebene in Begleitgesetze zum ESM-Vertrag eingefügt, so hat man in Zypern dafür in das dortige Bundesschuldenwesengesetz eine entsprechende Verordnungsermächtigung eingefügt. In Deutschland hat das Gesetz zur Änderung des Bundesschuldenwesengesetzes (Drucksache 17/9049) §§4a bis 4k in das BSchuWG eingefügt. Darunter sind die Vorschriften zu Staateninsolvenzantrag, Staateninsolvenzeröffnung und zur Einberufung der Versammlung der privaten Gläubiger in §4e geregelt, die zur Staateninsolvenztabelle in §4c. Nach §4b kann die Versammlung der privaten Gläubiger die Änderung der Bedingungen der deutschen Staatsanleihen beschließen. Damit kann dann die Versammlung der privaten Gläubiger bei einer deutschen Staatsinsolvenz (statt der Troika) Auflagen für Deutschland machen im Gegenzug zu Schuldenerleichterungen. Es geht beim Staateninsolvenzverfahren des ESM darum, den Staaten der Eurozone aus Sicht des ESM-Rechts jeglichen souverän bewältigten Staatsbankrott zu untersagen, und sie stattdessen Auflagen der Versammlung der privaten Gläubiger zu unterwerfen.


    Das Logo des ESM wikipedia
    uninformierte Zustimmung der deutschen Bundestagsabgeordneten.zum Staateninsolvenzverfahren des ESM

    Die deutschen Bundestagsabgeordneten wurden bei ihrer Zustimmung zum ESM und zu dessen Staateninsolvenzverfahren offensichtlich mehrheitlich irre geführt. Die Veröffentlichung des Bundestags zur Debatte vom 18.06.2012 (Drucksache 17/10031) beweist, dass die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten damals gegen einen Antrag der Grünen (unterstützt von einem Teil von SPD und Linken) vom 13.06.2012 gewesen sind, „die Bundesregierung aufzufordern, sich national, auf Ebene der Europäischen Union, der G20, außerhalb der G20, der Vereinten Nationen und der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) für die Einführung eines transparenten und unabhängigen Staateninsolvenzverfahrens einzusetzen.“
    Die Fraktionen von CDU, CSU und FDP haben sich eher skeptisch geäußert, und der Rechtsausschuss, der Haushaltsausschuss, der Wirtschafts- und Technologieausschuss, der Entwicklungausschuss sowie der Europaausschuss haben jeweils mehrheitlich empfohlen gehabt, den grünen Antrag für ein Staateninsolvenzverfahren abzulehnen. Die SPD-Fraktion hat damals geäußert, eine Neuverhandlung des ESM sei unnötig, denn es „solle ein Insolvenzmechanismus implementiert werden, sobald er verhandelt sei.“ Die Bundesregierung wird u. a. zitiert, die Aufnahme eines Insolvenzmechanismus für die Eurozone in den gerade unterzeichneten ESM-Vertrag werde abgelehnt. Sie setze sich ferner für kollektive Aktionsklauseln „zur Lösung von Verschuldungssituationen unter Einbeziehung der Gläubiger nicht nur in einem europäischen, sondern in einem internationalen Rahmen“ ein. Die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten ist also ausweislich Drucksache 17/10031 nicht darüber informiert worden, dass Art. 12 Abs. 3 ESM, kollektive Aktions-klauseln und die Änderung des BSchuWG die Vorschriften zum Staateninsolvenzverfahren der Eurozone enthalten. Dabei hat die Bundesregierung an der Entwicklung des Staateninsolvenzverfahrens des ESM mitgearbeitet (Spiegel-Artikel „Bundesregierung entwickelt Verfahren für geordnete Staateninsolvenz“ vom 10.07.2010, Süddeutsche-Artikel „Spiegel: Regierung plant Insolvenzplan für Staaten“ vom 10.07.2010, Reuters-Artikel „Magazin: Insolvenz-verfahren für Pleite-Staaten erarbeitet“ vom 10.07.2010), und die Bedeutung der kollektiven Aktionsklauseln ebenso wie die vorgesehene Mitentscheidung der privaten Gläubiger über die Schuldenumstrukturierung müssen ihr bereits aus der Stellungnahme der Eurogruppe vom 28.11.2010 bekannt gewesen sein. Obwohl sie es ausweislich Bundestags-drucksache 17/10031 vom 18.06.2012 damals nicht gewollt hat, hat eine Mehrheit der Bundestagsabgeordneten am 29.06.2012 durch das Zustimmungsgesetz zum ESM und das Gesetz zur Änderung des BSchuwG der Schaffung eines Staateninsolvenzverfahrens zugestimmt.

    Wie mag das wohl im Vergleich dazu am 09.09.2014 in der Uno-Vollversammlung gelaufen sein ?


    Vorstellungen des BDI zu Staateninsolvenz und Privatisierung durch den ESM

    Das BDI-Papier „Ein neuer Vertrag für den Euro – 12 Thesen aus einer industriellen Perspektive“ vom 07.09.2011 hat einen ESM („europäischen Fiskalfonds“) mit Staateninsolvenzverfahren verlangt. These Nr. 6 des Papiers verlangt Sicherheiten für die Staatsanleihen, These 7 ein Staateninsolvenzverfahren mit einer Schuldentragfähigkeitsanalyse pro Kreditrate und einer Vermutung der Staateninsolvenz ab 3 Jahren Bedarf an Finanzhilfe durch den ESM.
    Laut dem Artikel „Deutsche Industrie fordert Zwangsvollstreckung für Schuldenstaaten“ der Deutschen Wirtschafts-nachrichten vom 18.08.2013 hat es der BDI-Geschäftsführer Markus Kerber als „seine Idee“ vorgeschlagen, da Privatisierungen oft so langsam erfolgten, „nationales Staatsvermögen“ auf den ESM zu übertragen und diesen dadurch zu einem „Euro-Schatzamt“ zu machen. Dann könnte man nach seinem Vorschlag „schuldrechtliche Ansprüche dagegen verrechnen“. Laut Herrn Kerber gibt es „Staatsvermögen“ „in allen Not leidenden Staaten im dreistelligen Milliarden-bereich“.
    Der BDI hat sich hier weit in die Karten schauen lassen. Das Lobbying von Großbanken und von deren Think Tanks dürfte im Vergleich dazu noch um einiges einflußreicher gewesen sein.


    Vielleicht will man beim Vertrag zum internationalen Staateninsolvenzverfahren den gleichen Weg gehen. Kollektive Aktionsklauseln, die allen neuen Staatsanleihen beizufügen sind, wird man vermutlich auch für ein globales Staateninsolvenzverfahren vorschreiben wollen, damit nicht nur der betroffene Schuldnerstaat, sondern auch alle Gläubiger an die Entscheidungen im Staateninsolvenzverfahren gebunden werden. Es fragt sich nur, ob man auch für das internationale Staateninsolvenzverfahren Sicherheiten des jeweiligen Staates vorschreiben will, um im Staateninsolvenzverfahren die Privatisierung von Daseinsvorsorge und hoheitlichen Einrichtungen weltweit schneller durchzusetzen.


    Strenge, Sozialkahlschlag, Privatisierung von Daseinsvorsorge und Hoheitlichem – alles für die Finanzstabilität des Finanzsektors
    Die Auflagen zu Lasten der Einwohner sind bei den europäischen Mechanismen des Europäischen Finanzierungsmechanismus („Griechenland-Hilfe“, EFSM, EFSF und ESM) und der EU-Wirtschaftsregierung (verschärfter Stabilitäts- und Wachstumspakt, Ungleichgewichtsverfahren und Haushaltsmäßige Überwachung) darauf verpflichtet, „streng“ zu sein (Art. 3 ESM-Vertrag, Art. 136 Abs. 3 S. 2 AEUV, Erwägungsgrund 3 i. V. m. Art. 6 EU-Verordnung 2011/385 (COD)). Gemeint ist damit streng wie gegenüber Griechenland (Präambel EFSF-Rahmenvertrag), „sehr streng“ (Nr. 49 Bericht der Task Force vom 21.10.2010) und wie in der „Praxis“ des IWF (Schlussfolgerungen des Ecofin-Rats vom 09.05.2010 (Az. SN 2564/1/10), Stellungnahme der Euro- gruppe vom 28.11.2010). Sinn dieser völkerrechtlichen Verpflichtung auf eine Strenge wie beim IWF ist die Absicherung der „Finanzstabilität“ des Finanzsektors, wofür die „Stabilität des Euro-Währungsgebiets als Ganzes“ (Art. 136 Abs. 3 S. 1 AEUV) oder „Euro-Rettung“ nur eine Metapher ist (siehe Erwägungsgründe vom 16./17.12.2010 zur Initiierung von Art. 136 Abs. 3 AEUV, Schlussfolgerungen des EU-Gipfels vom 24./25.03. 2011, Stellungnahme der Eurogruppe vom 28.11.2010 sowie die ständige Verwendung des Begriffs „Finanzstabilität“ in den Länderbeurteilungen des IWF). Ohne diese Irreführung wären die insgesamt vierstelligen Milliardenbeträge zusätzlich zu denen für die offiziellen nationalen Bankenrettungsinstitutionen kaum bewilligt worden. Und dafür will man „streng“, d. h. weitestgehend ohne Rücksicht auf jegliche Grund- und Menschenrechte (incl. Würde, Eigentum und Gleichheitsgrundsatz) die Sozialleistungen reduzieren sowie die Daseinsvorsorge und fast die gesamten hoheitlichen Tätigkeiten (bis auf eine Fassade aus Regierung und Parlament) des Staates funktionell privatisieren. Dass die Strenge im Staateninsolvenzverfahren auf den totalen Ausverkauf des Schuldnerstaates gerichtet ist, zeigt auch der Abschnitt „Fairness“ in den Schlussfolgerungen des EU-Gipfels vom 24./25.03.2011, wonach ein auch nur teilweiser Erlass des Nennbetrags der Schulden überhaupt erst in Betracht kommt, wenn keine anderen Maßnahmen mehr verbleiben, von denen die Erreichung der erwarteten Ergebnisse anzunehmen ist.
    Und angesichts Hunderter von Milliarden allein aus Deutschland für Soffin, „Griechenland-Hilfe“, EFSM, EFSF und ESM ist damit zu rechnen, dass immer mehr Staaten einschließlich Deutschland ins Staateninsolvenzverfahren des ESM geraten.


    Die Involvierung von IWF, Weltbank und privaten Gläubigern ins internationale Staateninsolvenzverfahren hat die Resolution vom 09.09.2014 bereits gefordert. Auch die Ausrichtung des Staateninsolvenzverfahrens am Interesse der Banken an mehr Ordnungsmäßigkeit und Vorhersagbarkeit (aus deren Perspektive) sowie nach mehr Strenge (Erhöhung der Kosten der „non-compliance“) auf Kosten der Schuldnerstaaten und deren Einwohner sind in der Resolution vom 09.09.2014 bereits enthalten.
    Das sind gewichtige Indizien dafür, dass der Inhalt des Vertragsentwurfs für das internationale Staateninsolvenzverfahren ähnlich wie der ESM-Vertrag werden wird.


    Weitere Vorstöße zur Privatisierung der Daseinsvorsorge und des Hoheitlichen
    Der Lissabon-Vertrag fügte ins EU-Primärrecht die Verpflichtung der EU-Mitgliedsstaaten zur funktionellen Privatisierung (Vergabe) der Daseinsvorsorge („Dienste von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse“, Art. 14 AEUV) und der hoheitlichen Tätigkeiten („nichtwirtschaftliche Dienste von allgemeinem Interesse“, Art. 2 von Protokoll 26 zu EUV und AEUV) ein. Die Zustimmung zum Lissabonvertrag ließ das deutsche Bundesverfassungsgericht im Lissabonurteil vom 30.06.2009 nur mit zahlreichen Maßgaben zu, darunter der Schutz des zivilen, polizeilichen und militärischen Gewaltmonopols (Rn. 249, 251 und 252 Lissabonurteil), also die Untersagung der Privatisierung hoheitlicher Tätig- keiten.
    Der geplante transatlantische Handelsvertrag TTIP hat hinsichtlich der Staateninsolvenz eine mehrfache Funktion. Die Investitionsschutzklauseln, wonach private Schlichter über Schadensersatz aus staatlichen Mitteln für nicht erfüllte Gewinnerwartungen entscheiden sollen, erhöhen das Risiko eines Staatsbankrotts (und damit aus Sicht des ESM-Rechts der Staateninsolvenz) deutlich weiter. Darüber hinaus zielt das Verhandlungsmandat der EU-Kommission für TTIP darauf, alle europäisch geöffneten Dienstleistungsbereiche dann auch transatlantisch zu öffnen (siehe v. a. Tz. 19 des Verhandlungsmandats).
    Auch beim Handelsabkommen TISA will man die Dienstleistungen weiter kommerzialisieren, wobei zu untersuchen bleibt, inwieweit TISA dabei auch die Daseinsvorsorge und die hoheitlichen Aufgaben umfassen soll.


    Alle Banken sind ersetzbar.
    Die heutige Form der Giralgeldschöpfung erfolgt im Zeitpunkt der Kreditgewährung durch die Bank mit der Buchung „Forderung (an den Kunden auf Rückzahlung) an Verbindlichkeit (an den Kunden auf Auszahlung)“. Das Giralgeld, welches nichts anderes ist als die bei dieser Buchung entstandene Verbindlichkeit der Bank, wird also aus dem Nichts geschaffen, und es verschwindet wieder durch Rückzahlung der Kredite. Die Zinsansprüche der Banken hingegen wer- den an Ertrag gebucht ohne Erhöhung der Giralgeldmenge, können also nur durch reale Güter und Dienstleistungen er- wirtschaftet werden. der Zur heutigen FormGiralgeldschöpfung siehe Nr. 1 des Papiers „Information Money and the End of Global Debt“ von Prof. Dr. Franz Hörmann (Wirtschaftsuniversität Wien). 

    Die Giralgeldschöpfung aus dem Nichts zeigt, dass im Sinne der Kreditversorgung jede Bank ersetzbar ist, und es keine systemischen Banken gibt. Die ganze Bankenrettung (Soffin, „Griechenland-Hilfe“, EFSM, EFSF, ESM) mitsamt Aushebelung von Grund- und Menschenrechten (der sozialen Rechte ebenso wie auch des Rechts der Bevölkerung auf Eigentum) über die Strenge und mitsamt Ausverkauf von Daseinsvorsorge und fast allen hoheitlichen Institutionen ist volkswirtschaftlich vollkommen unnötig und sollte mit allen dafür zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln gestoppt werden, bevor die Gläubiger der Staaten auch noch die reale Kontrolle über Daseinsvorsorge, Behörden, Gerichte, Polizei und Militär übernehmen.
    Die Absicherung von Sparkonten oder betrieblichen Girokonten bis zu einem bestimmten Betrag wäre viel preiswerter. Dafür muss man keine Banken retten. Und wenn Banken zu groß werden, dann müssen wir nur die pro Jahr erlaubte Geldschöpfung pro Bank gesetzlich deckeln, damit sie sich freiwillig selbst entflechten.


    Die NWO
    Die Schaffung eines solchen Staateninsolvenzverfahrens würde hauptsächlich die politische Macht der großen privaten Gläubigern der Staaten und des IWF stärken, die noch mehr und härtere politische Auflagen machen könnten, und noch billiger und mehr Daseinsvorsorge und hoheitliche Einrichtungen kaufen könnten. Es geht darum, den Staaten die Kontrolle über ihre hoheitlichen Institutionen zu entwinden, so gut wie nur noch Regierung und Parlament als Fassade stehen zu lassen, welche die Staaten noch mit eigenem Personal betreiben. Alles andere, vom Sozialamt bis zu den Gerichten, der Polizei und der Armee würde in private Händer übergehen. Es geht nach meiner Überzeugung bei der „Neuen Weltordnung“ (NWO) nicht etwa um die Weltherrschaft der USA, die benutzt man nur, solange man sie noch zu glauben braucht. Wenn die reichsten Konzerne und Einzelpersonen in großem Umfang hoheitliche Einrichtungen erwerben, dann brauchen sie sich nur noch zu einem oder mehreren großen Kartellen zusammenschließen, und schon haben wir eine weltweite NWO als leicht verdeckte Konzernherrschaft. Und die Staaten haben dann keine Armeen, Polizei und Gerichte mehr, um sich dagegen zu wehren. Selbst wenn es dann eine ganze Reihe konkurrierender Kartelle werden sollten und nicht eine Weltjunta, hätte sich doch die NWO als weltweite Art der Herrschaftsordnung durchgesetzt.


    Fazit:
    Eine menschenwürdige und rechtsstaatliche Bewältigung von Staatsbankrotten gelingt nur souverän am Maßstab der im Schuldnerland geltenden Grund- und Menschenrechte. Man sollte sich besser gesichtswahrend darauf einigen, das weltweit zu respektieren – statt eines weltweiten Staateninsolvenzverfahrens, welches nach und nach alle Staaten zu Fassaden einer realen Konzernaristokratie machen würde. In 2015 dürfte es sich entscheiden.


    V.i.S.d.P.:
    Volker Reusing, Thorner Str. 7, 42283 Wuppertal


    einige Fundstellen:

    Artikel von Amerika 21 zu „Geierfonds“ und Argentinien:


    was die Entwicklungsländer am 09.09.2014 gewollt haben

    was sie am 09.09.2014 stattdessen beschlossen haben

    IWF-Papier „A New Approach to Sovereign Debt Restructuring“ (April 2002)
    www.imf.org/external/pubs/ft/exrp/sdrm/eng/sdrm.pdf

    Amerika21 – Arikel „Evo Morales: IWF soll Völker entschädigen“ vom 16.02.2014

    neue Verfassung Boliviens

    Studie “Argentinien: Tangotanz auf dem Vulkan” des Südwind-Instituts)

    Stellungnahme der Eurogruppe vom 28.11.2010:

    Schlussfolgerungen des Gipfels vom 24./25.03.2011:

    BDI-Papier „Ein neuer Vertrag für den Euro – 12 Thesen aus einer industriellen Perspektive“

    Artikel „Deutsche Industrie fordert Zwangsvollstreckung für Schuldenstaaten“ der Deutschen Wirtschaftsnachrichten vom 18.08.2013.
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/18/deutsche-industrie-fordert-zwangsvollstreckung-fuer-schulden-staaten/

    TTIP-Verhandlungsmandat der EU-Kommission (Stand 17.06.2013):

    „Information Money and the End of Global Debt“, Prof. Dr. Franz Hörmann (Wirtschaftsuniversität Wien)

    Bericht von Prof. Dr. Jean Ziegler vom 07.02.2001 (E/CN.4/2001/53)





  • Oxfam, FIAN und INKOTA protestieren gegen die Förderung von Chemie- und Agrarkonzernen mit Entwicklungshilfe
    16.10.2014 | Unser Politikblog


    Berlin, 15. Oktober 2014. Unter dem Etikett der Hungerbekämpfung fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Agrar- und Chemiekonzerne. Unternehmen wie BASF, Bayer und Monsanto werden im Rahmen der German Food Partnership (GFP) und der Neuen Allianz unterstützt. Die Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen Oxfam, FIAN und INKOTA haben heute Vormittag, einen Tag vor dem Welternährungstag, mit einer Fotoaktion gegen diese fehlgeleitete Förderung vor dem Berliner Paul-Löbe-Haus protestiert.

    Angela Merkel und Entwicklungsminister Gerd Müller
    Mit Masken verkleidete Aktivisten von Oxfam,
    INKOTA und FIAN | 
    © Mike Auerbach/Oxfam
    Kurz Muskeln und Gelenke lockern, die Kleidung wieder zurechtrücken und los geht’s: Angela Merkel und Gerd Müller (Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) zieht es zum Bowling. Auf einer zehn Meter langen Bahn vorm Bundestag werfen sie ihre Riesenkugel mit einem Durchmesser von drei Metern auf zehn Kleinbauern-Figuren. Sponsoren der Kugel sind die Konzerne BASF, Monsanto und Bayer. Dargestellt werden Merkel und Müller von Aktivisten mit sogenannten Big Heads (überdimensionierten Prominenten-Masken).

    „Mehr als die Hälfte aller weltweit Hungernden sind Kleinbäuerinnen und -bauern. Mit ihnen sollte die Bundesregierung gezielt zusammenarbeiten. Konzerne mit Steuergeldern zu fördern, ob direkt oder indirekt, macht niemanden satt außer den Konzernen selbst“, sagt David Hachfeld, Wirtschaftsreferent von Oxfam.
    „Die Bundesregierung kegelt Kleinbauern und Kleinbäuerinnen als die wichtigsten Erzeuger/innen von Nahrungsmitteln im globalen Süden ins Abseits. Regierungen im Süden werden einseitig zu Reformen zugunsten der Profitinteressen der internationalen Agrar- und Ernährungsindustrie gedrängt. Programme zum Aufbau kleinbäuerlicher Kooperativen, zur Sicherung des Zugangs zu Land oder zur Weitergabe von agrarökologischen Anbaumethoden verschwinden zunehmend von der politischen Agenda. Die Verwirklichung des Menschenrechts auf Nahrung rückt so in weite Ferne“, bemerkt Jan Urhahn vom INKOTA-netzwerk.




    „Ein Beispiel für die Auswüchse der GFP ist der Kartoffelimport nach Afrika. Dort gibt es eine Vielzahl lokal angepasster Nahrungspflanzen. Die Logik dieses Projekts liegt auf der Hand. Die dominanten Konzerne bei Pflanzkartoffeln und Kartoffelpflanzenschutz wie Europlant und Bayer sollen, begleitet vom BMZ, Zugang zum afrikanischen Markt bekommen. Zudem soll die Kartoffel den wachsenden Hunger dortiger Fastfood-Ketten stillen“, so Roman Herre von FIAN. „Mit Armuts- und Hungerbekämpfung zugunsten diskriminierter Gruppen hat dies jedoch wenig zu tun.“
    Hintergrund:
    Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) betreibt im Rahmen von Kooperationen wie der German Food Partnership und der Neuen Allianz für Ernährungssicherung unter dem Deckmantel der Armutsbekämpfung Wirtschaftsförderung zum Vorteil riesiger Konzerne. Anstatt stärker Kleinbäuerinnen und -bauern zu unterstützen, die in Afrika 80 Prozent des dortigen Lebensmittelbedarfs decken, befriedigt das BMZ die Interessen der Konzerne. Die Unternehmen erschließen sich neue Märkte für ihr Saatgut und ihre Pestizide. Gegen diese Praxis haben Oxfam, FIAN, INKOTA und andere einen Appell gestartet. Das BMZ soll die Förderung von Agrar- und Chemieriesen beenden und offenlegen, wer wofür Entwicklungshilfegeld erhält. Zum Appell und zur Kampagne geht es
     



    hier: www.oxfam.de/informieren/agrarkonzerne
    www.inkota.de/agrarkonzerne
    www.fian.de/artikelansicht/2014-05-06-aktion-keine-entwicklungshilfe-fuer-agrarkonzerne




  • Im Interview mit der Anwältin Karen Hudes erläutert sie ihre Einschätzung hinsichtlich aktueller und historischer Entwicklungen der Weltfinanzen.
    Sendung „Macht und Menschenrechte“ am 16.10.2014 um 19.00 Uhr – Interview mit Karen Hudes

    03.10.2014 | Unser Politikblog


    Weltbank in Washington (wikipedia)
    Die Anwältin Karen Hudes war in der Rechtsabteilung der Weltbank tätig und ist seit heute eine der bekanntesten Kritikerinnen dieser Institution. Wir hatten sie bereits für unsere Sendung vom 19.09.2013 interviewt.

    Im Interview für die heutige Sendung erläutert sie ihre Einschätzung hinsichtlich aktueller und historischer Entwicklungen der Weltfinanzen.

    Sie berichtet u. a. von ,erheblichen Goldreserven, welche länger als auf Grund des „Bilateral Minesfield Breaktrough Successor Agreement“ aus dem Jahr 1950 ursprünglich bereits 2005 verfügbar sein sollten.
    Sie spricht in diesem Zusammenhang von einer „Global Debt Facility“, und dass Gold der „Global Debt Facility“ verwendet werden solle, um vom heutigen Fiat Money wieder zu gedeckten Währungen zu kommen.




    Webseite von Karen Hudes
    Dokument „Bilateral Minesfield Breaktrough Succussor Agreement“ vom 11.08.1950

    Dokument vom 07.01.1986 mit Verfügungen von Ferdinand Marcos

    Dokument „Sequel to Bilateral Minesfield Breaktrough Succussor Agreement“ vom 12.04.2014

    Schreiben von Karen Hudes vom 26.06.2014 und vom 30.06.2014 bzgl. Global Debt Facility an Botschaften von Mitgliedsstaaten und Nicht-Mitgliedsstaaten der Weltbank


    Videostatement von Karen Hudes „Global Debt Facility to Replace Paper Currency“ (veröffentlicht 07.07.2014)



    An dieser Stelle finden Sie nach der Sendung auch das Youtube-Video oder die MP3

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