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OST:BLOG
OSTBERLINER NEWSBLOG - PLATTFORM FÜR KUNDSCHAFTER, KADER, VOLXKORRESPONDENTEN [ONLINE SEIT MÄRZ 2003]

  • Ausstellungseröffnung und Film

    70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Eröffnung der Ausstellung mit Fotografien des Frontkameramannes Jewgeni Chaldej und Aufführung des Films “Cectpa – Schwester” in Anwesenheit der Regisseurin.

    Chaldej2.jpg

    Ausstellungseröffnung: Fotografien des Frontkameramanns Jewgeni Chaldej aus der Sammlung Ernst Volland und Heinz Krimme.

    Jewgeni Ananjewitsch Chaldej (1917 – 1997) hat als Kriegsreporter Bilder geschaffen, die weltberühmt wurden. Der Rotarmist, der die Fahne auf dem Berliner Reichstag hisst, gehört zu diesen Motiven. Der TASS-Fotograf war von 1941 bis 1945 an der Front, dokumentierte den Vormarsch der Sowjetarmee und die Eroberung Berlins, war Bildberichterstatter der Potsdamer Konferenz und der Nürnberger Prozesse. Doch er geriet in Vergessenheit. Erst kurz vor seinem Tode wurde Chaldej wiederentdeckt und gilt inzwischen weltweit als einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts.

    Aufführung des Films “CECTPA – SCHWESTER”
    Regie Frank Olias, Marcus Bauer, Claudia Krieg

    Eva Vater ist eine rüstige Jüdin, die in ihrem Leben so einiges hat durchmachen müssen. Sie gehörte zu den mutigen Juden, die den Nazis im zweiten Weltkrieg entgegentrat und sie als Mitglied der Roten Armee aktiv bekämpfte. Nach dem Kriegsende waren ihre Tätigkeiten vielfältig: Zum einen trat sie als Veteranin öffentlich auf und erinnerte an die Taten ihrer Glaubensgenossen, vor allem ihres Bruders, der im Kampf fiel. Sie war als Ärztin tätig und half den Menschen, wenngleich sie es als Jüdin in Lettland nicht leicht hatte und den alltäglichen Antisemitismus zu spüren bekam. Weiterhin musste sie sich der Gefahr, die von der Sowjetunion und ihrem Diktator Stalin jederzeit ausgingen, sehr bewusst sein. 1997 kehrte sie Lettland den Rücken und siedelte nach Israel über. Dort wird sie 2011 von den Dokumentarfilmern interviewt. Dieses Interview bildet die Grundlage für den Dokumentarfilm.

    http://www.evavaterfilm.com/film/

    7. Mai 2015, 19:00 Uhr, HAUS DER DEMOKRATIE UND MENSCHENRECHTE, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin.

    Und am 8. Mai 2015 laden wir am gleichen Ort herzlich dazu ein, gemeinsam bei Essen, Trinken und Musik den 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus zu feiern:

    http://8mai.hausderdemokratie.berlin



  • Der sogenannte dritte Weg zeigt sich in Werder (Havel).

    Martialische Nazikundgebung mitten im samstäglichen Einkaufsgewusel.

    dritte-weg-ver­kehrs­cha­os.jpg
    Einkaufssamstag im Werderpark: Verkehrschaos inbegriffen

    Wie schon angekündigt, fand am Samstag, den 18. April 2015 in Werder (Havel) eine Kundgebung der Neonazi-Kleinst-Partei „Der dritte Weg“ statt. Sollte diese ursprünglich auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums Werderparks stattfinden, mussten die Neo-Nazis direkt auf den Bürgersteig der Straße Strengfeld / Ecke Aprikosenweg ausweichen. Der Eigentümer des "Einkaufszentrum Werderpark" hatte den Neo-Nazis die Nutzung seines Privatgeländes, zu dem der Parkplatz gehört, untersagt.



  • Neo-Nazi-Aufmarsch in Werder/Havel angekündigt

    Update 17.April 2015:

    Wie die Potsdamer Zeitung PNN heute berichtet, hat das antirassistische Bürgerbündnis Kurage aus Werder für Morgen eine Gegenversammlung angemeldet. "Mit Trillerpfeifen und Transparenten werde man ab 11 Uhr in Sichtweite zur Kundgebung der Neonazis demonstrieren".

    Außerdem habe der Hauptausschuss der Stadtverordneten von Werder beriets Gestern eine überparteiliche Erklärung verabschiedet: „Wir fordern die Werderaner auf, gegen die am 18. April stattfindende Kundgebung und alle extremistischen Aktivitäten ein deutliches Zeichen zu setzen“, Ebefalls Gestern habe der Driite Weg vor dem Rathaus von Werder ausländerfeindliche Flugblätter der Partei verteilt.

    Quelle: http://www.pnn.de/pm/958273/

    ---

    Erste Meldung vom 16.04.2015:

    Wie heute bekannt wurde, mobilisieren die Neonazis der Nazipartei „Der Dritte Weg“ für den kommenden Samstag, den 18.04.2015 nach Werder an der Havel. Unter der Parole „Asylstopp! - Kundgebung in Werder“ wollen die Nazis durch die Kleinstadt bei Potsdam marschieren. Laut PNN hat der einschlägig bekannte Neo-Nazis Maik Eminger (Zwillingsbruder des im NSU-Prozess angeklagten André Eminger) einen Aufzug angemeldet. Auf der Website der Nazipartei wird der Parkplatz vor dem Einkaufszentrum Werderpark - auf dem Sprengfeld - als Treffpunkt einer Kundgebung genannt. Treffzeit sei 11 Uhr.

    Weitere Info zum dritten Weg und zum Naziaufmarsch:
    http://www.inforiot.de/der-dritte-weg-aufbau-ost/
    http://www.pnn.de/pm/957481/

    OST:BLOG berichtet weiter ....



  • NPD-Kundgebung von Protesten begleitet und nach einer Stunde abgebrochen.

    05npd-ostblog.jpg

    Wie angekündigt versammelten sich am Freitag, den 11. April, gegen 19 Uhr ca. 30 Neo-Nazis vor den Schönhauser Allee Arcarden zu einer Kundgebung. Der Versammlungsort war großzügig mit Absperrgittern umzäunt und von einem Aufgebot der Polizei bewacht. Drumherum befanden sich 100e Gegendemonstranten und Gegendemonstrantinnen, die die Kundgebung der NPDle durch Sprechchöre und Pfeifkonzerte massiv störten, sodass ihre Redebeiträge mehrheitlich in gellendem Lärm unter gingen und eine Außenwirkung der Nazikundgebung weitestgehend verhindert werden konnte.



  • NPD will am Freitagabend Kundgebung in #Berlin durchführen

    UPDATE VOM 09.04.2015:

    Quelle: http://de.indymedia.org/node/4094 und https://linksunten.indymedia.org/de/node/139921

    Das linke Nachrichtenportal indymedia, sowie diverse Antifa-Webseiten berichten jetzt ebenfalls, dass die NPD am Freitag eine Kundgebung in Berlin Prenzlauer Berg abhalten möchte. Laut Indymedia wären die Nazis "auf der Suche nach neuen Themen (...) jetzt auf die Gentrifizierung gestoßen." So lautet das Motto der NPD-Kundgebung "Gentrifizierung stoppen - Mietwucher und Verdrängung stoppen!" Das die NPD dieses Thema für sich entdeckt habe, ist aber nur ein Vorwand, um "mitten im Herzen des 'linken Prenzlauer Bergs' eine Kundgebung durchführen zu können." In erster Linie, wäre diese Provokation ein Versuch, "den Führungsanspruch der NPD in den Berliner Nazistrukturen zu stärken, nachdem sie zuletzt bei den rassistischen Protesten nur am Rande dabei waren".

    Vor genau einem Jahr (im April 2014) hatte die NPD versucht, einem Aufmarsch durch Kreuzberg abzuhalten. Dieser Versuch sei aber "grandios gescheitert". Es liegt jetzt in den Händen der Berliner Antifaschisten, dass es der NPD diesmal ähnlich ergeht!

    Trefffzeit für Gegenaktionen und Proteste ist laut linksunten.indymedia.org bereits 18:30. Als Treffort werden ebenfalls die Schönhauser Allee Arcaden genannt.

    Weitere Informationen und Neuigkeiten findet man auf den üblichen Webseiten, insbesondere antifa-berlin.info und www.antifa-pankow.de.vu. Natürlich wird auch der OST:BLOG weiter berichten und informieren.

    ----

    MELDUNG VOM 08.04.2015:

    Laut einer Twitter-Meldung von ENDSTATION RECHTS (@ER_MV) plant die NPD für Freitag, 10. April 2015, 19 Uhr, eine Kundgebung in Berlin Prenzlauer Berg.
    Kundgebungsort soll die Straßenbahnhaltestelle vor den Einkaufszentrum „Schönhauser Allee Arcaden“ sein. http://t.co/fGuQS2ycxN
    (https://twitter.com/ER_MV/status/585431430861344768?s=03)



  • Neuverfilmung von „Nackt unter Wölfen“ als oberflächliches TV-Spektakel

    Eine leider notwendendige Kritik an der Neuverfilmung von „Nackt unter Wölfen“ durch die ARD liefert unsere Autorin Angelika Nguyen auf der telegraph Seite:

    http://telegraph.cc/nur-ein-winziger-moment/



  • KINOPREMIERE: BAIZ bleibt ...woanders

    Als der Kultur- und Schankwirtschaft “BAIZ” in Prenzlauer Berg von neuen Eigentümern der Pachtvertrag nicht verlängert wird, wachsen Unterstützung und Protest auf der kleinen Bühne des Lokals und in den Straßen ringsum.
    Im Verlauf der Ereignisse wird der Film zu einer bewegenden Erzählung über die “Kraft der Solidarität”. Mit einer kilometerlangen Menschenkette ziehen sie um in den neuen Laden, den sie gemeinsam gekauft haben.

    D 2014 | digital | 16:9 | 60 min. | R: Jochen Wisotzki | mit: Der singende Tresen, Lena Stöhrfaktor, Piet Botha (ZA), Wundabunta Straszenpunk, Atze Wellblech, Miasz (PL),
    Simone Barrientos & Tobias Thiele, YOK pocketpunk

    Screenings

    KINOPREMIERE »
    6. April 2015 | 20:00 Uhr
    @ Babylon Berlin
    Eintritt 7 EUR / 10 EUR inkl. DVD
    Bier zum Sonderpreis!



  • Mehr verdienen, weniger kriegen

    Von Jenz Steiner

    Heute ist Equal Payday. Bis heute müssten Frauen in Deutschland über Silvester hinaus theoretisch arbeiten müssen, um auf das gleiche Geld zu kommen wie Männer. Dabei sichern Grundgesetz und Grundrechte-Charta der Europäischen Union beiden Geschlechtern gleiche Rechte und gleichen Lohn zu. In einem Staat, der Diskriminierung verbietet, müsste Gleichbehandlung eine Selbstverständlichkeit sein. In Wirklichkeit verdienen Frauen 22 Prozent weniger als Männer. Das hat das Statistische Bundesamt errechnet. Diese geschlechterabhängige Verdienstkluft nennen die Statistiker Gender Pay Gap. Das Amt befragt vierteljährlich 40.000 Betriebe nach Anzahl der Voll- und Teilzeitbeschäftigeten, nach Arbeitszeiten und Brutto-Verdienstsummen.

    Es gibt zwei Arten von Statistik-Kluften, die unbereinigte Kluft zeigt den Wert unabhängig von Beruf, Qualifikationen und den Umfang der Beschäftigung. Danach verdienen Männer 22 Prozent mehr als Frauen. Die Faktoren erklären eine unterschiedliche Entlohnung nur teilweise. Nach Abzug dieser Faktoren beträgt die Kluft immer noch sieben Prozent.

    Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung hat dazu in einer nicht repräsentativen, freiwilligen und anonymen Online-Umfrage 20.000 Vollbeschäftigte befragt und sich dabei auf einzelne Branchen wie das Versicherungswesen und Bankenwesen konzentriert. Bei den Versicherern verdienen Frauen 28 Prozent weniger, bei den Banken knapp 20 Prozent weniger als ihre Kollegen. Mit etwa sechs Prozent sind unter Erziehern, Informatikern und Marketing-Experten die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern deutlich geringer, doch immer noch beachtlich.

    Lohndiskriminierung ist eines der ältesten Themen der Frauenbewegung. In den Massenmedien taucht es hingegen nur von Zeit zu Zeit auf. Etwa 2012, als zuerst ausgerechnet „Der Spiegel“ über unfaire Bezahlung beim Schuh- und Sandalenhersteller Birkenstock. Die Frauen im Betrieb bekamen 1,14 Euro weniger pro Stunde als die Männer. Begründung: Frauen können nicht so schwer heben. Über 100 Verfahren wegen Lohndiskriminierung sind noch immer im Arbeitsgericht in Koblenz anhängig. Für die Birkenstockgruppe sind das Altlasten aus der fernen Vergangenheit. Erst seit 2013 zahlt der Latschenproduzent gleichen Lohn für verschiedene Geschlechter.

    Interessant sind die Reaktionen der Politik auf das Thema Lohndiskriminierung.
    „Nein, Frauen verdienen nicht für die GLEICHE Arbeit 22% weniger. Sonst würde sich ja die Frage stellen, warum nicht mehr Unternehmen nur Frauen beschäftigen, um 22% Lohnkosten zu sparen?!“, schreibt CDU-Politkerin Kristina Schröder auf ihrer Facebook-Seite. Im gleichen sozialen Netzwerk schreibt der Grünen-Politker Wolfgang Strengmann-Kuhn „Die Aussage "Frauen verdienen 22% weniger" ist doppelt falsch. 1) Der Einkommensunterschied ist deutlich größer, weil sich die 22% auf den Stundenlohn beziehen. 2) verdienen Frauen nicht weniger, sondern Frauen verdienen mehr!“. Die SPD ist auf Kuschelkurs mit dem Thema Lohngerechtigkeit. In Zeiten, in denen die Partei deutlich unter mangelndem Zuspruch und Image-Verlusten zu leiden hat, scheint das auf den Weg gebrachte Entgeltgleichheitsgesetz ein passender Rettungsanker zu sein. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Fraktionschef Thomas Oppermann halten heute bei einer Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin große Reden dazu.

    Treffend beschreibt die Feministin Laurie Penny in ihrem neuen Buch "Unsagbare Dinge - Sex, Lügen und Revolution" den Zustand: „Wir können alles haben, was wir wollen, solange wir ein Leben wollen, in dem wir Kräfte zehrende Arbeit verrichten, die für die Meisten von uns nicht genug Geld einbringt, Sachen kaufen, die wir nicht brauchen und soziale und sexuelle Regeln befolgen, die unter den dicken Schichten aus Kitsch und Werbung so starr sind wie eh und je.“



  • Erinnerungslücken aufgefüllt

    Doku über die Staatliche Filmdokumentation

    Als Abteilung des Filmarchivs der DDR sammelte die Staatliche Filmdokumentation am Rosenthaler Platz in den siebziger und achtziger Jahren ungeschminkte Einblicke in den DDR-Alltag. Das Material landete direkt im Archiv, wurde nach der Wende ungesichtet ins Bundesarchiv in Hoppegarten überführt und erst 2014 wiederentdeckt.

    In "Der heimliche Blick. Wie die DDR sich selbst beobachtete" sprechen die Filmemacher Thomas Eichberg und Holger Metzer mit ehemaligen Filmern und Gefilmten und zeigen Ausschnitte aus dem vergessenen Material.
    ZK-Mitglied Karl Mewis spricht vor der Kamera der Filmdokumentation offen über den Druck, der bei der Kollektivierung der Landwirtschaft auf ganze Dörfer ausgeübt wurde. Die Reporter für die Zukunft sprechen mit dem Leipziger SED-Sekretär Horst Schuhman, suchen aber immer mehr den Blick ins normale DDR-Leben, filmen Baustellen und Passanten auf der Schönhauser Allee, arbeitslose Ausreisewillige in Prenzlauer Berg, Arbeiter im VEB Elektrokohle, alte Mietskasernenbewohner oder Volkspolizisten im Revieralltag. Die Abteilung folgte damals auch Manfred Stolpe zu christlichen Rüstzeiten und Kirchenkonferenzen oder portraitierte das Leben des Künstlers und Wehrdienstverweigerers Christian Richter.

    Thomas Eichberg und Holger Metzer stellen die Staatliche Filmdokumentation keineswegs als Propagandainstrument dar, eher als Kleinod und absurden Freiraum innerhalb einer Diktatur für Medienmacher und Filmkünstler, die in den staatlichen Medien keinen Platz gefunden hätten. Die Produktion des Films wurde mit Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung unterstützt. Der heimliche Blick ist derzeitig noch über die RBB - Mediathek in voller Länge abrufbar.

    rbb-Mediathek

    Jenz Steiner



  • Soliparty für die KvU im Schokoladen

    Party-KvU_45sten_klein.jpg

    Also, am Freitag den 27. 03. 2015

    !!! EINLASS 19 UHR - BEGINN 20 UHR !!!!

    Es spielen:
    DER ENDGEGNER
    (Surf, Reggae, Metal aus Berlin)
    +
    UGLY HURONS
    (Brutalschlager, Punkrock, Ska aus Thüringen)
    +
    ab 22 Uhr DJ TERRY

    Flyer ansehen!

    ... und Wenke feiert ihren 45 igsten nach! Dann mal ab ins Altersheim !



  • Good bye ABWÄRTS!

    Goodbye.gif

    Die Redakteure der Zeitschrift telegraph sind nach der Nummer 6 aus dem Projekt ABWÄRTS ausgestiegen.
    Damit ist erneut ein Versuch gescheitert Politik und Literatur unter einen Hut zu bekommen. Was auf keine Kuhhaut geht, geht auch in keine Zeitung!

    Im ABWÄRTS arbeiteten Redakteure verschiedener literarischer und politischer Zeitschriften gemeinsam an etwas Neuem.
    Im Editorial der Nummer 1 hieß es:

    ABWÄRTS konstatiert Realität – und sucht
    Partner, um sich gegen jene zu verbünden.

    Der eigene Bund hielt nicht lange – die Verbündeten stecken fest auf dem Holz-Weg der Realität!

    Die Ansichten über Politik, Literatur und Kunst, über Vertrieb und Betrieb klafften zu weit auseinander,
    die Zersammlungen krachten quer über den Runden Tisch der Spelunke und ließen sich auch bei russischen Wodka nicht mehr deckeln.

    Die Basis ist hin – ein Versuch war’s wert!


    Redaktion telegraph
    03.03.2015



  • Steinzeit-Journalisten mit Stasi-Keule

    Zur Steinzeit war das Wort „Demokratie“ noch nicht gedacht und aufgeschrieben, nicht mal als Bild an eine Höhlenwand gemalt.
    Ob die Steinzeit-Menschen schon das Gefühl der Scham kannten?
    Wie wurde eigentlich damals mit denen umgegangen, die sich für eine bestimmte Tätigkeit in der Horde als völlig ungeeignet herausstellten?
    Fragen über Fragen, die sich aufdrängen, wenn wir lesen, wie Mitglieder der „meinungsbildenden Berufsgruppe“ gegen Kritikerinnen vorgehen: Publikumskonferenz im Visier.

    Update vom 25.02.:
    Lesenswerte Betrachtung der kriegsteilnehmenden Journalistinnen von Malte Daniljuk auf telepolis



  • “Weitere Mieterhöhungen sind ausgeschlossen”

    6. Pressemitteilung und Einladung zur Prozessbeobachtung am 04.03.2015

    Am 04.03.2015 beginnt die erste Gerichtsverhandlung um Mieterhöhungen für die Brunnenstraße 6/7. Damit steht der Erhalt eines der größten politischen Hausprojekte Europas auf dem Spiel.

    Die Bewohner_innen hatten sich intensiv um eine langfristige Lösung für das Projekt auf dem Verhandlungsweg bemüht, jedoch brach der Eigentümer unvermittelt die bis dahin konstruktiven Gespräche ab und zwingt die Bewohner_innen nun vor Gericht.

    In einem langen Prozess von Verhandlungen wurden im Jahr 2000 Mietverträge abgeschlossen. Diese wurden am runden Tisch mit der Stadt und ab 1998 mit dem neuen Eigentümer Klaus Gawehn ausgehandelt, in einem für das Projekt schmerzhaften Kompromiss. In den Mietverträgen sind jedoch weitere Mieterhöhungen nach Auslaufen einer zehnjährigen Staffelmiete explizit ausgeschlossen.

    Nun, im Jahr 2015, will die Besitzerfamilie hiervon nichts mehr wissen. „Sie versucht, vor Gericht neue Fakten zu schaffen, um aus der Brunnenstraße 6/7 im teuren und hochgentrifizierten Brunnenkiez in Berlin-Mitte maximalen Profit zu schlagen“, so die Bewohner_innen. „Unser Anspruch ist, dass die Brunnenstraße 6/7 weiterhin ein kollektiver Freiraum bleibt, der Menschen mit geringem Einkommen nicht ausschließt“, so die Bewohner_innen weiter. „Wir wollen keine Stadt, in der nur die Reichen sich aussuchen können, wo sie wohnen wollen, in der Miete zahlen heißt, über die Hälfte des Einkommens für die Miete ausgeben zu müssen und in der Menschen zwangsgeräumt werden.“ Die Verdrängung von Mieter_innen und die Transformation von sozialverträglichem und bezahlbarem Wohnraum in Kapitalanlagen sind seit Jahren in der Kritik.

    Die Brunnenstraße geht in die Offensive und macht den Gerichtprozess öffentlich, in dem sie zur Prozessbeobachtung und einer Kundgebung vor dem Amtsgericht Mitte einlädt. Sie wollen zeigen, dass sie nicht alleine sind, weder mit dem Thema und schon gar nicht als Hausprojekt in Berlin.

    Die Kundgebung beginnt um 9:30 und die Gerichtsverhandlung um 10:30, Amtsgericht Mitte, in der Littenstr. 12-15.

    Die Bewohner_innen der Brunnenstraße 6/7
    www.brunnen7.org

    Kontakt und Anfragen an den VEB 7 e.V. unter: info.brunnen7@riseup.net



  • SECHSUNDACHTZIG JAHRE SPÄTER - Teil 1 - 4

    http://telegraph.cc/sechsundachtzig-jahre-spaeter



  • Die Kulturspelunke Rumbalotte continua lädt ein:

    Ein Fest mit Lesung, Musik, Filmen, Wodka und Erbsensuppe –
    zum 70. Geburtstag von Thomas Brasch am 19.2.2015
    Beginn: 20 Uhr, Metzer Str. 9, 10405 Berlin

    In Kooperation mit der Akademie der Künste, Berlin

    Es lesen:
    Ursula Andermatt, Elke Erb, Annett Gröschner, Martina Hanf, Katja Lange-Müller, Annette und Elisa Maennel, Hannah Markus, Robert Mießner, Hans-Ulrich Müller-Schwefe, Bert Papenfuß, Kai Pohl, Heike Schmidt, Peter Schneider, Petra Schramm, Kristin Schulz, Hugo Velarde

    Anschließend: GP NULL Live
    Sie nennen das Schrei – A Tribute to Thomas Brasch
    Präsentiert von der lebenden Repetiermaschine Rex Joswig



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