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OSTBERLINER NEWSBLOG - PLATTFORM FÜR KUNDSCHAFTER, KADER, VOLXKORRESPONDENTEN [ONLINE SEIT MÄRZ 2003]

  • Geschichtsfälschung? Nicht nötig.

    Wir müssen uns keine Sorgen darüber machen, dass den kommenden Generationen ein falsches Bild von der DDR vermittelt wird - viele von denen sehen nämlich überhaupt keine klaren Bilder mehr.

    Achtung, festhalten:

    Ost-West-Check, Teil 1 - TV total: http://youtu.be/Bz2U4YByHDA
    Ost-West-Check, Teil 2 - TV total: http://youtu.be/EVCdi-3D7Bg



  • : Überraschung!

    Nach dem Abschießen von Nebelgranaten (Ziel: dem Gegner die Orientierung erschweren und sich selbst aus dem Beschuß nehmen), dem Lancieren von groben Ausrüstungsmängeln der Bundeswehr in die Medien, kann schon Erfolg gemeldet werden. Wer George Orwells „1984“ kennt, ist auch mit dem "Neusprech" vertraut und versteht, was Finanzminister Schäuble meint, wenn er der Zeitung „Welt am Sonntag“ sagt:

    „Mittelfristig kann es aber sein, dass wir das Verteidigungsbudget aufgrund der geopolitischen Risiken werden erhöhen müssen. Entscheidend ist, dass wir in der EU und in der Nato ein verlässlicher Partner sind, um für eine Friedens- und Freiheitsordnung auf der Welt einzustehen.“

    Alles klar?!

    Quelle: welt und faz

    Hier noch ein älterer lesenswerter Artikel zu „Sprache und Politik“: ccc2008



  • Gut, daß sie was gesagt hat. Ja. Ja, ja.

    Merkel bzw. ihr persönlicher Einflüsterer mit dem Gespür für Wendungen:

    Die ganze Zeit nichts gesagt und "unter Freunden" weggeduckt.
    Heute aber, wo die Schlächter bereits in der Stadt stehen,
    hebt sie den Ermahne-Finger gegen den NATO-Bündnispartner, "aus Sorge um Deutschland",
    um morgen auf der Seite der Entsetzten und Empörten stehen zu können.

    german-foreign-policy 09.10.2014
    Die deutsche Kanzlerin erhebt schwere Vorwürfe gegen die Türkei. Man müsse "von einem Nato-Land erwarten dürfen", dass es "seine Prioritäten richtig setze" und dem Kampf gegen den IS endlich Vorrang einräume, sagte Angela Merkel am gestrigen Mittwoch mit Blick auf die katastrophale Lage in der nordsyrischen Grenzstadt Kobane. … gegen Maßnahmen, die von den USA und Saudi-Arabien im Libanon und in Syrien aus strategischen Gründen ergriffen wurden, ist Berlin nicht eingeschritten, obwohl sie ebenfalls dem IS oder salafistischen Milizen, die ihn heute unterstützen, zugute kamen.
    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58968
    german-foreign-policy 08.10.2014
    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58967

    Tomasz Konicz 07.10.2014
    Wie die "Antiterrorkoalition" die Kurden Syriens in einem widerlichen geopolitischen Geschacher den Massenmordmilizen des Islamischen Staates zum Fraß vorwirft
    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42984/1.html

    Ulla Jelpke 07.10.2014
    Während die Bundesregierung Waffen an kurdische Peschmerga im Nordirak liefert, fehlt bislang jede Erklärung zur Notstandssituation von Kobani. Auch zur fortgesetzten Unterstützung des IS durch die Türkei schweigt die Bundesregierung beharrlich während sie neue Waffenlieferungen an Staaten wie Katar, die den IS unterstützen oder unterstützt haben, genehmigt.
    http://www.ulla-jelpke.de/news_detail.php?newsid=3086



  • „Ukraine-Berichterstattung“

    Beim Lesen der Internet- und Zeitungsartikel über die Auftragsarbeiten von ARD, ZDF, Deutschlandfunk und Co. im Kontext „Ukraine-Krise“ wird uns regelmäßig schlecht; nicht nur dadurch, was die Verantwortlichen von sich geben, sondern auch dadurch, was andere Medienmenschen dann darüber wieder schreiben. Am 3. Oktober hatte faz.net unterm Titel „Fehlschüsse der ARD“ durch die Autorin Ursula Scheer gefragt: „Hat die ARD in ihren Nachrichtensendungen wiederholt den Ukraine-Konflikt in Bildern falsch dargestellt?“ Das Fragezeichen ist nachgewiesener Weise völlig überflüssig und wird dennoch gesetzt. Und es heißt: „Die erzwungenen Erklärungen und Richtigstellungen reißen nicht ab.“

    Wir versuchen uns auch einmal in Richtigstellungen:

    1. Unterm faz.net-Artikel steht:
    *Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es versehentlich, Marietta Slomka habe am 20. Mai die „Tagesthemen“ moderiert.

    Frau Scheer, die Autorin des Artikels, interessiert sich für Medien und Politik?
    Wenn sie den in einem Artikel auf heise.de verlinkten youtube-Film von "Hiobsbotschaften", den sie selbst erwähnt, ordentlich studiert hätte, wäre ihr gleich am Anfang des Filmes eine Ansage aufgefallen: "Heute im Studio: Caren Miosga". Für die Gehörlosen wird drei Sekunden später der Name "Caren Miosga" eingeblendet.
    Bitte ein bißchen mehr Mühe geben.

    2. Scheer schreibt:
    Im „Tagesschau“-Blog notiert Kai Gniffke: „Wir haben nie behauptet, dass im Stadion ,Zehntausende‘ Menschen waren.“

    Ist das von Herrn Gniffke eine Spitzfindigkeit oder eine Lüge?
    Wenn Frau Scheer den verlinkten youtube-Film von "Hiobsbotschaften" ordentlich studiert hätte, wäre ihr aufgefallen, daß Frau Miosga in der Anmoderation der Tagesthemen von Tausenden spricht, in der Anmoderation zum Bericht selbst dann sagt sie:
    "Diese Leute im Stadion von Schachtjor Donezk, die schwenkten ihre Fahnen nicht für ihren Fußballverein, sondern für eine vereinte Ukraine. … so waren heute zehntausende Menschen zusammengekommen, um gegen diese prorussischen Milizen zu demonstrieren … massenhaft erhoben Männer und Frauen, die bisher geschwiegen hatten, heute ihre Stimme gegen die Spaltung ihres Landes“.
    Nun konnten wir ja schon am selben Tag, wir reden vom 20. Mai 2014, das Originalvideo auf youtube sehen, in dem 300 Leute statt „Zehntausende“ im Stadion sitzen und die Fahnen schwenken, um für den Oligarchen Achmetow und die willfährigen Journalisten das Potjemkinsche Dorf zu spielen. Auch die ARD hatte auf diese Inszenierung sofort zugegriffen, natürlich ohne den Hinweis, daß es sich um eine Inszenierung handelte.
    Frau Scheer hätte in ihrem Artikel Herrn Gniffke auf diesen eklatanten Widerspruch aufmerksam machen müssen. Darf sie nicht?

    3. Frau Scheer schreibt:
    "Ein Beitrag auf „Heise online“ verlinkt nun ein Youtube-Video aus unklarer Quelle, das dasselbe Stadion am Tag des Protests zeigen soll ..."



  • Biedermann und Brandstifter

    “Der Anständige”, Dokumentarfilm von Vanessa Lapa

    Angelika Nguyen

    Er habe, heißt es in dem Brief, leider den Hochzeitstag vergessen, weil er “unmenschlich viel zu tun gehabt” hatte. Treffender geht es kaum, denn der Mann, der das schreibt, war Chef von SS, Waffen-SS, Gestapo und Polizei, Leiter des Mordes an den Juden Europas. zeitweilig Heeresgruppenführer, Innenminister, zweitmächtigster Mann Nazideutschlands fast bis zum Schluss.
    Sein Name: Heinrich Himmler.

    Der Film beginnt mit einer Art Prolog. Kriegsende 1945. Zwei Frauen sitzen in körniger Schwarz-Weiß-Einstellung auf einem Balkon vor deutscher Stadtlandschaft, sie sehen aus wie Tiere in der Falle, ein junges Mädchen und eine ältere Frau, Mutter und Tochter. Im Off hört man die Frage “What’s your husband’s name?” Antwort: “Heinrich Himmler”. Weiter die Frage, wer denn verantwortlich gewesen sei für die Konzentrationslager. Antwort: “Also, für die Lager war es mein Mann.” Das ist der Originalton des Verhörs von Marga Himmler und Original-Film. Dann setzt die Rückblende ein, in die Biographie Himmlers. beginnend 1900, dem Geburtsjahr.



  • Heute Buchvorstellung

    BERLIN, RUMBALOTTE CONTINUA, METZER STR. 9, PRENZLAUER BERG
    Mittwoch, den 24. September um 20.30 Uhr

    JUDENLÜMMEL von Alan Kaufman



  • Nazi-Überfall auf die Linke Kneipe BAIZ in Berlin-Prenzlauer Berg

    Am 20.9. 2014 wurde in Berlin-Prenzlauer Berg die linke Kneipe BAIZ durch Nazi-Hools angegriffen. Hintergrund dafür war ein Ost-Derby zwischen dem BFC Dynamo und dem SV Babelsberg 03 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im Prenzlauer Berg. Außerdem ein Konzert der berüchtigten Nazirockerband “Kategorie C” (https://linksunten.indymedia.org/node/120901 ).

    Anlass für das Konzert soll das 5-Jährige Bestehen der so genannten “Legion Germania” sein. Ein Zusammenschluss neonazistischer Hooligans von LOK Leipzig, dem BFC Dynamo Berlin und Lazio Rom.

    Folgende interne Einladung wurde für das Nazikonzert verschickt:
    "!!!Persönliche Einladung!!!
    Jetzt am Samstag den 20.09.2014,feiern wir im Berliner Osten.
    Anlass: 5 Jahre Legion Germania(LOK&BFC)
    Für einen Unkostenbeitrag für 25€ ist den Abend für Speis und Trank gesorgt.
    Ab 16 Uhr des 20.9. Ist ein Infotelefon geschaltet, wo ihr alle Informationen zum Ort der Veranstaltung erfahrt
    Nummer: 0174/8412248
    Beginn: 19:00 Uhr! bitte weitersagen!"

    Schon im Vorfeld war der Berliner Antifa-Szene klar, dass es an dieser Termin Probleme geben könnte und „mit einer Menge Nazihooligans zu rechnen, da der SV Babelsberg 03 für seine antirassistische & antifaschistische Fanszene bekannt ist und es bereits im vergangenen Jahr bei der Partie SV Babelsberg 03 vs. 1.FC Lok Leipzig zu massiven Ausschreitungen durch Nazi-Hools aus dem Umfeld des Scenario Lok kam.“

    Wie man nun am BAIZ sehen kann, haben sich diese Einschätzungen als richtig erwiesen. Doch obwohl es schon ab dem 18.9. Antifaschistische Mobilisierungsaufrufe gab, konnte der Überfall auf eine der bekanntesten und beliebtesten linken Kneipen in Berlin nicht verhindert werden. Das ist erstaunlich und macht nachdenklich.

    Nach dem Überfall auf dem BAIZ soll es zu „weitere Zusammenstöße“ der Hools (mit wem auch immer) in der Greifswalder Straße (Prenzlauer Berg) gekommen sein. Außerdem wurde eine Gruppe von etwa 50 Nazi-Holls vor der linken Konzertkneipe Schokoladen in Berlin Mitte gemeldet.

    Weitere Infos zum Überfall sind bisher nicht bekannt.

    Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/122731
    Quelle: https://linksunten.indymedia.org/node/122586
    Quelle: https://de-de.facebook.com/antira.infoportal



  • ARD-Beirat kritisiert Ukraine-Berichterstattung der ARD

    Der Programmbeirat der ARD analysierte umfangreich die Auslandsberichterstattung der ARD über das Geschehen in der Ukraine und kommt zum Ergebnis: „mangelhaft“!
    Der ARD-Chefredakteur Baumann will das nicht wahr haben und weist die Kritik "energisch" zurück.

    Malte Daniljuk beleuchtet das Resümee auf telepolis ausführlicher: heise.de

    „Der Tagesspiegel“ berichtete gestern Abend ebenfalls über diese deutliche Kritik: tagesspiegel.de
    Eine Bezugsetzung dieser Kritik zur eigenen Berichterstattung des Tagesspiegel findet jedoch (noch!) nicht statt.

    Interessant finde ich, das zeigen die Kommentare auch unter diesem Tagesspiegel-Artikel, wie widerstandsfähig einmal erzeugte Feindbilder dann sind.
    Die Produzenten der Propaganda wissen um den Nicht-Wahrheitsgehalt ihrer Informationen, um den Grad der Manipulation und können (in bestimmten Grenzen) kritische Distanz und Flexibilität im Denken (i.S. der Möglichkeit von Korrektur und Änderung) bewahren,
    während die Zielgruppe der Propaganda dazu nicht mehr in der Lage ist, sie verteidigen die erzeugten Vorurteile, Realitätsverzerrungen und –verleugnungen mit Vehemenz, absurdem Starrsinn und massiver Aggressivität.



  • Warten auf den BER

    “Schönefeld Boulevard” Buch und Regie: Sylke Enders

    Von Angelika Nguyen

    Cindy, sagt sie gleich zu Beginn, heißt sie, wie alle 90iger Baujahre. Die Erzählstimme am Anfang des Films eröffnet die Ich-Perspektive eines Mädchens mit XXL-Größe, wohnhaft in Schönefeld gleich hinter Berlin. Das Schleppende in Cindys Stimme lässt einen gewissen resignierten Gleichmut ahnen. Cindy ist 17, und ihr Ausbildungsplatz ist mit dem Aufschub der BER-Eröffnung geplatzt. Dann ist da auch noch Dani, Cindys Freund aus Kindertagen. Ein seltsames Paar, verliebt sind sie nicht, aber irgendwie sehr verbunden. Die dicke, leise Cindy und der dünne, exaltierte Dani. Er redet zu viel über Sex, findet Cindy, sie selbst will damit allerdings auch “nicht die Letzte sein”. In ihrer Klasse haben die Mädchen angeblich alle schon. Allmählich ist in den groben, ewig gleichen Avancen von Dani (“Komm, blas mir einen.”) und in der ewig gleichen Abwehr von Cindy (“Du bist so blöd”) ein Ritual der beiden einsamen Teenager auszumachen, wenigstens eine Bewegung im Stillstand, eine Art vitales Gift gegen die Lethargie von Schönefeld.



  • Die Länder-Bestenliste der Wahlbeteiligung

    Das vergangene Wahl-Wochenende in Brandenburg und Thüringen hat die Bestenliste der Wahlbeteiligung bzw. Nichtbeteiligung bei Landtagswahlen der Bundesrepublik Deutschland völlig neu sortiert:

    Wahlbeteiligung

    1. Platz Sachsen-Anhalt (26.03.2006) 44,4%
    2. Platz Brandenburg (14.09.2014) 47,9%
    3. Platz Sachsen (31.08.2014) 49,2%
    4. Platz Meckl-Vorpomm (04.09.2011) 51,5%
    5. Platz Thüringen (14.09.2014) 52,7%

    6. Platz Baden-Württberg (26.03.2006) 53,4%

    Deutlicher geht's kaum: Die ostdeutschen Länder besetzen nun die Plätze 1. bis 5. und geben damit ein eindrückliches Zeichen, was die Mehrheit, im Jahr der „Großen Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution“, von der repräsentativen oder indirekten Demokratie, von der Veranstaltung „freier und demokratischer Wahlen“, die am Ungerechtigkeits- und Ungleichheitssystem nichts ändern, halten.
    Den Staatsmedien ist die große Nichtbeteiligung an den Wahlen natürlich weder Meldung noch Diskussion wert. Auch wenn es diese gäbe, nach drei Tagen Gelaber, daß die Bürgerinnen und Bürger die Wahlprogramme, die doch so viel Gutes wollen für das Land, nicht verstanden hätten, es also nur ein Vermittlungsproblem gäbe, würde sowieso zum Bewährten zurückgekehrt. Fünf Jahre später erinnert sich dann auch kaum noch jemand der Programme der vorigen Wahl und alles beginnt von vorn: PR-Firmen geben der stinkenden Suppe eine noch schönere Farbe und einen verbesserten Cocktail angenehmer Geschmacks- und Geruchsaromen.

    Bürgerinnen und Bürger, so können wir nicht auf eine Änderung hoffen!

    1. Die Parteipolitiker könnten auch bei einer Wahlbeteiligung von 1% noch über die „Politikverdrossenheit“ fabulieren, um dann dennoch zu errechnen, daß ihre Partei 25,6% der abgegebenen Stimmen erreicht hat und deshalb Koalitionsverhandlungen führen wird oder eine andere Partei mit 15,3% einen herben Verlust gegenüber der Vorwahl erlitten hat und vom Wähler abgestraft worden sei. (Dem Einwurf, die Wahlgesetze ließen die Gültigkeit der Wahl bei so geringer Wahlbeteiligung nicht zu, kann entgegnet werden: Die Wahlgesetze würden von den Politikern in die gewünschte Richtung geändert werden, um den Fortbestand von „Freiheit, Demokratie und Wohlstand“ für das Land zu sichern.)

    2. Hält der Trend der Nichtbeteiligung z.B. für Sachsen (2009 = 52,2 % → 2014 = 49,2 %) an, müßten wir noch 80 Jahre warten, um zu hören, daß nur 300.000 zur Wahl gegangen sind.
    So geht das nicht! In 80 Jahren sind wir tot!
    Das muß deutlich schneller gehen! Deshalb: Gebt Euch Alle alle Mühe!



  • Aufruf zur Versöhnung zwischen Ukrainern und Russen

    Friedensappell ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener

    Wir Veteranen der Roten Armee gerieten als Frontkämpfer in deutsche Gefangenschaft. Wir sind Überlebende eines Menschheitsverbrechens, dem über drei Millionen unserer Kameraden zum Opfer fielen. Wir überlebten, weil wir solidarisch waren. Russen, Belorussen, Ukrainer, Kaukasier, Mittelasiaten teilten das gleiche Schicksal in den Lagern der Wehrmacht und halfen sich brüderlich. Wir alle riefen nach der Befreiung dasselbe: NIE WIEDER KRIEG!Es ist eine einfache Lehre, die wir aus unserer harten Lebensgeschichte ziehen: Nationaler Egoismus, Nationalismus ist die Keimzelle des Unfriedens zwischen Nachbarvölkern. Die Deutschen haben dies gelernt und leben in friedlicher Union mit ihren einstigen Feinden. Wir sowjetischen Kriegsveteranen glaubten nach der Befreiung, alle Bürgerinnen und Bürger unserer multinationalen Union hätten als Überlebende und Besieger des faschistischen Terrors umso mehr gelernt. Unvorstellbar war der Gedanke, dass sich dereinst unsere Völker in Hass und nationalem Dünkel gegenüber stünden. Es heißt, wir seien Brudervölker. Wer ist hier Kain, wer Abel? Die Medien beider Länder nennen die einen „Terroristen“, die andern „Faschisten“.

    Besinnt Euch! Erstickt Euren Hass, redet miteinander statt aufeinander zu schießen! Blickt zurück: Krieg und Stalinismus belasteten Russen und Ukrainer gleichermaßen. Die Nazis wollten uns gegeneinander hetzen, um beide Seiten besser zu beherrschen. Wo es ihnen gelang, floss auf beiden Seiten Blut. Ihr jungen Leute mit der Kalaschnikow in ungeübter Hand, respektiert Eure Großväter, die mit ihrer Waffe einen wirklichen Feind vertrieben. Hört auf uns, die in faschistischen Lagern das wenige Brot miteinander teilten. Benehmt Euch wie Mitglieder einer Familie, in der man sich streitet im Bewusstsein gegenseitigen Respekts und sich wieder verträgt.

    Macht endlich Frieden miteinander!

    Nikolaj Lebedew, Russland Semen. Iwtschenko, Ukraine.

    Quelle: www.kontakte-kontakty.de/deutsch/verein/aktuelles.php



  • Zeitschriftenvorstellung: Abwärts! Heft 4

    Mit Wissenskraft gegen Machenschaft

    Sonnabend, den 13. September um 20.30 Uhr,
    Kulturspelunke Rumbalotte continua, Metzer Str. 9, 10405 Berlin

    Die Redakteure Robert Mießner, Bert Papenfuß, Alexander Pehlemann, Kai Pohl, Stefan Ret, Andreas Schreier, Kristin Schulz, Hugo Velarde und Dietmar Wolf, sowie die Autoren Bora Hegyes, Jochen Scheiper, Heiner Müller, Gerd Schönfeld, Erhard Weinholz, Jannis Poptrandov, Arben Idrizi, Blerina Rogova Gaxha, Verschwörung der Feuerzellen, Karl Rauschenbach, Alexander Brener & Barbara Schurz, Frau Dr. Ute Bratz und Andrej Oponenko geben sich die Ehre.

    Alexander Brener, Barbara Schurz, Kai Pohl, Kristin Schulz, Robert Mießner, Mareile Fellien und Gerd Schönfeld werden das neue Abwärts!-Heft vorstellen.

    Anschl. Tanz mit Nordpolzigeuner (Hippie-, Punk- und Popschrott)
    Eintritt frei!

    ---

    Montag, den 29.09. 20:00 Uhr: Makler gespart - Präsentation von Heft 4 der Zeitschrift Abwärts!,
    Kultur- und Schankwirtschaft BAIZ, Schönhauser Allee 26 A, 10435 Berlin
    Mit: Kristin Schulz, Ronald Galenza, Alexander Krohn, Robert Mießner, Bert Papenfuß, Gerd Schönfeld und Hugo Velarde.

    Abwärts! erscheint seit März 2014 zweimonatlich im BasisDruck Verlag Berlin. Das literarisch-politische Gemeinschaftsprojekt inkorporiert die Zeitschriften Sklaven, den unregelmäßig erschienenen Nachfolger Gegner, die floppy myriapoda (als „Subkommando für die freie Assoziation“), den politjournalistisch ausgerichteten telegraph (Nachfolgeblatt der Ostberliner Umweltblätter) und den kulturpolitischen Almanach Zonic.

    Abwärts!-Heft 4 enthält: Nachlasstexte Heiner Müllers, kosovarische Lyrik, fortgesetzte Briefe an Onkel Karl und den Nekrolog auf eine Stadt. Überraschungen sind vorbehalten.

    Eintritt frei!

    ---

    Weitere Informationen zum Abwärts! und Bestellmöglichkeiten:
    http://www.basisdruck.de//product_info.php?products_id=203
    https://www.facebook.com/abwaerts.basisdruck



  • Ukraine: Ex-CIA Russland-Spezialist Ray McGovern spricht

    6. September 2014, 19.30 Uhr im Sprechsaal,
    Marienstraße 26, 10117 Berlin

    Ray McGovern arbeitete fast 30 Jahre als Analyst der CIA und war der tägliche Bericht­erstatter für die Präsidenten Reagan und Bush Senior.
    Bei seiner Pensionierung erhielt er die Intelligence Commendation Medal, die er 2006 aus Protest gegen die Folterungen im Irak zurück gab.
    Bereits 2002 kritisierte er die Tätigkeit der Geheimdienste im Vorfeld des Irak-Krieges.

    2002 begründete McGovern mit weiteren ehemaligen CIA-Kollegen den Whistleblower-Preis Sam Adams Award, der Adams‘ ethisches Verhalten im Vietnamkrieg würdigt. Der Preis wurde u.a. Chelsea Manning und Edward Snowden verliehen.

    Als Russland-Experte wird McGovern über die Überwachung durch Geheimdienste und die Interessen der NATO im Osten Europas sprechen. Die zentrale Rolle der Ukraine wird im Kontext von altem und neuem Kalten Krieg erörtert. Dadurch werden einige Zusammenhänge klarer, die in den Medien ausgeblendet bleiben.

    Eintritt frei, um Spenden wird gebeten!



  • BUNDESWEITE DEMONSTRATION & AKTIONSTAG Tag X, München

    KEUPSTRAßE IST ÜBERALL - GEMEINSAM ZUM NSU-PROZESS

    Die Keupstraße ist bekannt als die zentrale Geschäfts- und Wohnstraße der türkischen Community in Köln; weit über die Stadtgrenzen hinaus. Am 9. Juni 2004 explodierte am helllichten Tag auf der Keupstraße eine von Nazis gezündete Nagelbombe. Das Ziel war es möglichst viele, vermeintlich nicht- deutsche Menschen zu töten und zu verletzen und deren anliegende Geschäfte und Häuser zu zerstören. Nur durch glückliche Zufälle hat dieser Anschlag durch den Nationalsozialistischen Untergrund keine Todesopfer gefordert. Er steht in einer rassistischen Kontinuität, die seit dem Mauerfall weit über 100 Menschen das Leben kostete und nicht nur unter Migrant_innen entsetzliches Leid verursachte.

    Bis zur Selbstenttarnung des NSU 2011 ermittelten die Behörden in Sachen Keupstraße in erster Linie gegen die zum Teil schwer verletzten und geschädigten Opfer und machten sie so zu Täter_innen. Die Medien und die Öffentlichkeit flankierten diese Ermittlungen mit dem Gerede von »kriminellen Ausländermilieus«. Der rassistische Anschlag, der mit der Bombe von 2004 begann, fand dadurch für die Bewohner_innen der Keupstraße seine Fortsetzung.



  • Berlin: Heute 14 Uhr



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