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grenz|wissenschaft-aktuell
Täglich aktuelle Nachrichten aus Anomalistik, Grenz- und Parawissenschaft

  • Heute auf grenzwissenschaft-aktuell.de
    Space | Raumfahrt, Außerirdisches Leben
    GreWi-EXKLUSIV
    Lebendes Meeresplankton außerhalb der Internationalen Raumstation? Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt bestätigt Entdeckung von Mikroorganismen auf der Außenseite der ISS
    Köln (Deutschland) - Kaum einen Monat ist es her, dass die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS mit einer Meldung international für Aufsehen Rätselraten sorgte, als sie verkündete, russische Kosmonauten hätten auf der Außenseite der Internationalen Raumstation (ISS) lebendes Meeresplankton und andere, hier sogar gedeihende Mikroorganismen entdeckt. Da zur Entdeckung bislang keine Fachpublikation vorliegt und der Fund offenbar nicht den US-amerikanischen Kollegen mitgeteilt worden war, bezweifelte selbst die NASA die Meldung in einer offiziellen Stellungnahme. Jetzt liegt "grenzwissenschaft-aktuell.de" erstmals eine die Entdeckung zumindest teilweise bestätigende Erklärung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vor. weiterlesen...



    ...weitere Meldungen folgen
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    Meldungen vom 15. September 2014

    Space | Raumfahrt
    Landeplatz für Kometensonde Philae steht fest

    Darmstadt (Deutschland) - Am 11. November 2014 soll die Kometen-Sonde Rosetta mit der Landeeinheit Philae erstmals einen Lander auf der Oberfläche eines Kometen Absetzten. In einem zweitägigen Auswahlverfahren hat sich das Landerteam unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wurde nun unter fünf möglichen Kandidaten der "Landeplatz J" auf dem Kopf des zweiteiligen Kometen Churyumov-Gerasimenko ausgewählt. weiterlesen...

    Meldungen vom 13./14. September 2014

    UFOs, Disclosure
    NSA erklärt Original-UFO-Akten als verloren

    Washington (USA) - Ende der 1970er Jahren kämpfte die US-Bürgerbewegung "Bürger gegen die UFO-Geheimhaltung (Citizens Against UFO Secrecy, CAUS) um die Freigabe geheimer UFO-Akten unterschiedlicher US-Behörden und Geheimdienste. Die dann in den 1980er und -90er Jahren im Rahmen eines Gerichtsbeschlusses unter Berufung auf das US-Informationsfreiheitsgesetz (FOIA) freigegebenen Akten des US-Auslandsgeheimdienstes NSA (National Security Agency) waren jedoch massiv geschwärzt. Nach einem aktuellen Anlauf des UFO-Forschers John Greenwald, auf der aktuellen Gesetzesgrundlage weniger klassifizierte Versionen der Akten zu erhalten, erklärte die NSA nun, die ungeschwärzten Originalakten nicht mehr auffinden zu können. weiterlesen...

    Glaube | Religion, Spuk | Geister, Sonstige Phänomene
    Vampirglaube in Norddeutschland: Grabfunde belegen Bestattungssrituale gegen Wiedergänger und Nachzehrer

    Stade (Deutschland) - Dass die Menschen schon von jeher und noch bis in die jüngere Vergangenheit an die Existenz von Untoten, Vampiren und Werwölfen glauben, ist sowohl aus zahlreichen Sagen und Legenden als auch anhand zeitgenössischer Dokumente bekannt. Nachdem Forscher in ganz Europa angebliche "Vampirgräber" entdeckt haben, haben Wissenschaftler nun auch in Norddeutschland archäologische Beweise nicht nur für diesen Glauben sondern auch für rituelle Bestattungsrituale gefunden, die potenzielle Wiedergänger und Nachzehrer davon abhalten sollten, Unglück über die Lebenden zu bringen. weiterlesen...

    Natur | Umwelt, Space | Raumfahrt
    UPDATE: "Sonnen-Sturm.info" erklärt ausgebliebene Polarlichter

    Für heute Nacht sind weitere Polarlichter möglich. Allerdings stehen die Chancen eher schlecht, da der Bz-Wert positiv ist. Wir befinden uns aktuell in der magnetischen Blase des CMEs und bekanntlicherweise dreht der Bz in dieser nicht mehr. weiterlesen...

    Meldungen vom 12. September 2014

    Space | Raumfahrt, Technik
    GreWi-Spezial: Was bringt der Sonnensturm?

    Saarbrücken (Deutschland) - Während Sie diesen Text lesen, treffen die ersten Ausläufer zweier Sonnenstürme auf unsere Erde, die am 9. September von einer von einer mittelschweren und am Tag darauf von einer starken Sonneneruption der Stärke X1,6 aus der aktiven Sonnenfleckenregion AR2158 als sogenannte koronale Massenauswürfe (KMA) in Richtung Erde geschleudert wurden. Wie wirkt sich ein solcher Sonnensturm auf uns Menschen aus und welche Konsequenzen kann er auf unsere technischen Netzwerke haben? weiterlesen...

    Space | Raumfahrt
    UPDATE Erdgerichteter X-Flare: Chancen auf Nordlichter über Mitteleuropa steigen
    Greenbelt (USA) - Derzeit sind gleich zwei koronale Masseausbrüche (KMA) in Folge von einem milden und einem starken Sonnenausbruch am 9. und 10. September genau in Richtung Erde unterwegs. Laut den neusten Berechnungen von NASA-Sonnenforschern stehen die Chancen für Nordlichter über Mitteleuropa recht gut. weiterlesen...

    Meldungen vom 11. September 2014


    Archäologie
    Archäologen finden "Super-Henge" unweit von Stonehenge

    Birmingham (England) - Im Rahmen der Bodenerkundungen des Stonehenge-Areals haben Archäologen auch die nahe des Steinkreis gelegene Ringwallanlage der Durrington Walls untersucht. Bislang war lediglich bekannt, dass es sich um einen ovalen Wall gehandelt hatte, dem ein Graben vorgelagert war. Jetzt zeigen die Vermessungsdaten mit Bodenradar, dass auch diese Henge-Anlage in einer frühen Bauphase von einer Reihe massiver Pfosten oder Steinen umgeben war. Damit könnte Durrington Walls zu den größten derartigen Bauwerken überhaupt zählen. weiterlesen...

    Space | Raumfahrt
    UPDATE Sonnenstrurm: Erdgerichteter X-Flare könnte Nordlichter über ganz Deutschland zaubern

    Saarbrücken (Deutschland) - Erste Daten scheinen einen mit der gestrigen Sonneneruption der Stärke X1,6 einhergehenden und direkt erdgerichteten koronalen Masseauswurf (KMA) anzuzeigen. In Folge der auf die Erde zurasenden Plasmawolke kann es in den kommenden Tagen auch zu Nordlichtern kommen, die dann von ganz Deutschland und Mitteleuropa aus gesehen werden könnten. weiterlesen...

    Space | Raumfahrt
    X-Flare: Starker Sonneneruption Richtung Erde

    Washington (USA) - Am gestrigen 10. September 2014 hat das Solar Dynamics Observatory (SDO) der NASA eine Sonneneruption der höchsten Kategorie X auf der erdzugewandten Seite der Sonne registriert. Mit einer Kraft von X1,6 ereignete sich der sogenannte Flare aus einer direkt Richtung Erde positionierten aktiven Sonnenfleckenregion. Ob mit dem Flare auch ein koronaler Materieausbruch einherging, ist bislang noch unklar. Wenn ja, könnte diese geladene Materiewolke in ein bis zwei Tage die Erde erreichen und hier geomagnetische Stürme hervorrufen. weiterlesen...

    Meldungen vom 10. September 2014

    Archäologie
    Archäologen finden 17 bislang unbekannte Bauwerke rund um Stonehenge
    Birmingham (England) - Im Rahmen eines vierjährigen digitalen Kartierungsprojekts der Landschaft rund um den mächtigen Steinkreis von Stonehenge haben britische Archäologen mittels neuster Sensortechnik hunderte bislang unbekannter archäologischer Strukturen und ganze 17 bislang unbekannte Bauwerke im Boden rund um Stonehenge entdeckt. weiterlesen...

    Forschung | Wissenschaft
    Wiener Quantenphysiker präsentieren "Matrix-Theorie" als Alternative zur Stringtheorie

    Wien (Österreich) - Auch nach der spektakulären Entdeckung des Higgs-Teilchens 2012 am CERN bleibt die Suche nach einer umfassenden Theorie der fundamentalen Wechselwirkungen eines der großen ungelösten Probleme in der theoretischen Physik. Besondere Schwierigkeiten bereitet die Zusammenführung von Quantenmechanik und Gravitation. Physiker um Harold Steinacker von der Universität Wien untersuchen mit sogenannten Matrix-Modellen einen alternativen Zugang zur favorisierten Stringtheorie. Dazu publizierten sie kürzlich im Fachjournal "Progress of Theoretical and Experimental Physics". weiterlesen...

    Außerirdisches Leben, Space | Raumfahrt
    Hinweise auf Plattentektonik auf Jupitermond Europa

    Pasadena (USA) - Auf dem von einer kilometerdicken Eisschicht bedeckten Jupitermond Europa, haben US-Wissenschaftler anhand der Daten der NASA-Raumsonde "Galileo" Hinweise auf aktive Plattentektonik entdeckt. Es wäre das erste Mal, dass diese, die Oberfläche von planetaren Körpern stets verändernde geologische Aktivität auf einem anderen Objekt als der unserer Erde nachgewiesen werden könnte. Die Entdeckung hat auch bedeutende Auswirkungen auf die potentielle Lebensfreundlichkeit des Jupitermondes. weiterlesen...

    Sonstige Phänomene, Archäologie
    UPDATE: Militärmanöver über Ostsee-Anomalie

    Wir haben unsere Meldung über die Präsenz zahleicher Kriegsschiffe in unmittelbarer Umgebung zur sog. Ostsee-Anomalie mit Informationen über das derzeitige NATO-Manöver "NoCo-14" aktualisiert. weiterlesen...

    Meldungen vom 9. September 2014

    Sonstige Phänomene, Archäologie
    VIDEO: Militärmanöver über Ostsee-Anomalie

    Norrtälje (Schweden) - Seit fast einem halben Jahr gab es keine nennenswerten neuen Informationen zur sogenannten Ostsee-Anomalie - einer annähernd kreisrunden Struktur in 80 Metern Tiefe am Grunde der Ostsee vor Schweden, die im Herbst 2012 auf Sonaraufnahmen entdeckt wurde. Aufgrund zahlreicher Merkmale wie rechtwinklige "Gänge und Wände" wird fortwährend darüber spekuliert ob es sich hierbei um eine noch unbekannte künstliche oder natürlich geformte Struktur handelt. Derzeit sind die Entdecker der Anomalie, ein Team schwedischer Schatztaucher um Dennis Asberg und Peter Lindberg offenbar wieder auf Erkundungsfahrt in der Ostsee und machten an der Position der Struktur eine interessante Beobachtung (m.Video). weiterlesen...

    Natur | Umwelt, Kryptozoologie
    Fischer fängt "Riesengarnele"
    Fort Pierce (USA) - Einem amerikanischen Angler ist Mitte vergangener Woche ein ungewöhnlicher Fang an die Angel geraten: Mit einer Länge von annähernd einem Meter stellt die im wahrsten Sinne des Worten Riesen-Garnele örtliche Biologen vor ein Rätsel. Um welche Art es sich genau handelt ist ebenso unklar wie die Antwort auf die Frage, warum das Tier so groß ist. weiterlesen...

    Forschung | Wissenschaft, Space | Raumfahrt, Technik
    Stephen Hawking warnt vor Higgs Boson: 'Gottesteilchen' könnte Universum auslöschen

    Cambridge (England) - Er gilt als einer, wenn nicht gar der genialste lebende Wissenschaftler, hat sich zugleich aber auch einen Ruf damit gemacht, dass er in regelmäßigen Abständen vor potentiellen Gefahren aktueller wissenschaftlich-technischer Entwicklungen warnt - etwa vor Kontaktversuchen mit Außerirdischen oder dem Streben nach der Entwicklung künstlicher Intelligenz, in denen Hawking eine potentielle Bedrohung unserer Zivilisation sieht. Jetzt befürchtet das Genie nicht nur den Untergang der Menschheit, sondern die Auslöschung des gesamten Universums und das durch keinen geringeren subatomaren Partikel als das populär auch als "Gottesteilchen" bezeichnete Higgs Boson. Zugleich gibt Hawking aber auch zu bedenken, dass die Wahrscheinlichkeit für ein solches Szenario denkbar klein ist. weiterlesen...


  • Thriving Sea Plankton on Space Station Surface? German Aerospace Center (DLR) confirms discovery of microorganisms outside of ISS

    The International Space Station (ISS). | Copyright: NASA

    Cologne (Germany) - Less than a month ago, Russian news agency ITAR-TASS made international headlines, reporting on the discovery of living and thriving sea plankton on the outside-surface of the International Space Station (ISS) by Russian cosmonauts. The news caused a heavy controversy and mystery. In the absence of a scientific paper and because it had no further information itself, even NASA challenged the report about the discovery. Now, the German frontier-science news magazine GreWi.de has the first official statement made by the German Aerospace Center (DLR) that supports the original report at least in parts.

    Just days after the original report was published NASA-spokesman Dan Huot told Space.com: "As far as we're concerned, we haven't heard any official reports from our Roscosmos colleagues that they've found sea plankton. (...) I'm not sure where all the sea-plankton talk is coming from. The Russians did take samples from one of the windows on the Russian segment, and what they're actually looking for is residues that can build up on the visually sensitive elements, like windows, as well as just the hull of the ship itself that will build up whenever they do thruster firings for things like re-boosts. That's what they were taking samples for. I don't know where all the sea plankton talk is coming from."


    Following the original reports GreWi unsuccessfully tried to get official statements from different sources such as ESA, it was GreWi-reader Tanja Wulff who contacted the German Aerospace Center (DLR) via Facebook - and finally got the following reply by DLR-spokeswoman Alisa Wilken:

    "At an extravehicular activity Russian cosmonauts took samples from the outside of the Russian module. Those samples were then analyzed in a laboratory on Earth. Within this sample bacterial DNA was discovered.
    However, the method by which the samples were analyzed in this case is disputed, as it can not detect all kinds of bacteria and it also can not test whether the discovered bacteria are living and thriving or not.

    Also the biomass that can be extracted from such samples is strongly limited so that at the moment no further tests could have been conducted on it. To do this, more samples would bee needed."

    So there was and almost likely still are microorganisms on the outside of the ISS.

    The question however is: what exactly are they, are they living and thriving, how did they got there and where do they come from?

    grenzwissenschaft-aktuell.de

  • Lebendes Meeresplankton außerhalb der Internationalen Raumstation? Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt bestätigt Entdeckung von Mikroorganismen auf der Außenseite der ISS

    Die Internationale Raumstation ISS. | Copyright: NASA

    Köln (Deutschland) - Kaum einen Monat ist es her, dass die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS mit einer Meldung international für Aufsehen Rätselraten sorgte, als sie verkündete, russische Kosmonauten hätten auf der Außenseite der Internationalen Raumstation (ISS) lebendes Plankton und andere, hier sogar gedeihende Mikroorganismen entdeckt. Da zur Entdeckung bislang keine Fachpublikation vorliegt und der Fund offenbar nicht den US-amerikanischen Kollegen mitgeteilt worden war, bezweifelte selbst die NASA die Meldung in einer offiziellen Stellungnahme. Jetzt liegt "grenzwissenschaft-aktuell.de" erstmals eine die Entdeckung zumindest teilweise bestätigende Erklärung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vor.

    ...ENGLISH READERS can find a translated ENGLISH VERSION of this article HERE

    Noch Ende August hatte NASA-Sprecher Dan Huot gegenüber "Space.com" erklärt, dass der NASA bislang von den russischen Kollegen noch keine offizielle Bestätigung über Meeresplankton auf der ISS-Außenhaut vorliegen würde: "Die Russen haben tatsächlich Proben von den Außenseiten eines Fensters des russischen Segments und der Außenhülle der ISS entnommen, um diese auf Ablagerungen zu überprüfen, die entweder die Sicht oder die Struktur beeinträchtigen könnten." Bei derartige Ablagerungen handele es sich jedoch um Rückstände der Raketentriebwerke der Station. "Wir kennen derzeit die Quelle der Behauptung, dass dabei Meeresplankton gefunden wurde, nicht." (...wir berichteten)

    www.grenzwissenschaft-aktuell.de
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    Nachdem die Redaktion von "grenzwissenschaft-aktuell.de" (GreWi) zunächst vermutet hatte, dass es sich bei der ursprünglichen Meldung um eine Vermischung von Fakten - eben der Entnahme von Proben von der Außenseite der ISS und einem kontrollierten biologischen Experiment zum Überleben von Mikroorganismen gehandelt haben könnte, waren wir weiterhin bei verschiedenen Stellen, unter anderem der europäischen Raumfahrtagentur ESA, um eine direkte Klärung der Situation bemüht - bislang jedoch leider ohne Erfolg.

    Ähnlich um eine konkrete Antwort bemüht war auch GreWi-Leserin Tanja Wulff und kontaktierte hierzu das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) via Facebook und erhielt nun von DLR-Sprecherin Alisa Wilken nun folgende Antwort :

    "Russische Kosmonauten haben bei einen Außenbordeinsatz Proben von der Außenseite des russischen Moduls genommen. Diese wurden dann in einem Labor auf der Erde analysiert. In der Probe konnte die DNA von Bakterien nachgewiesen werden.

    Allerdings ist die Methode, mit der die Proben analysiert wurden in diesem Fall umstritten, da sich dadurch nicht alle Arten von Bakterien nachweisen lassen und auch nicht festgestellt werden kann, ob es sich um lebende Bakterien handelt.

    Die Biomasse, die sich aus einer solchen Probe gewinnen lässt ist auch sehr limitiert, sodass erst einmal keine weiteren Test durchgeführt werden konnten. Dazu müssten zunächst einmal weitere Proben genommen werden."


    Es gab also - und gibt sehr wahrscheinlich immer noch - Mikroorganismen auf der Außenhüller der ISS.

    Bleibt nur noch zu klären: Um welche Mikroorganismen es sich genau handelt. Ob sie noch leben und sogar gedeihen. Wie sie dorthin und woher sie ursprünglich gekommen sind.

    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

    NASA bezweifelt Meldungen über Meeresplankton außerhalb der ISS 22. August 2014

    grenzwissenschaft-aktuell.de
    Quelle: DLR


  • Landeplatz für Kometensonde Philae steht fest
     http://dlr.de/dlr/Portaldata/1/Resources/bilder/portal/portal_2014_3/Philae_ESA_Rosetta_LandingSite_primary.jpg
    Landestelle J auf der "Kopfseite" des zweiteiligen Kometen Churyumov-Gerasimenko (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen): | Copyright: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team, et al.

    Darmstadt (Deutschland) - Am 11. November 2014 soll die Kometen-Sonde Rosetta mit der Landeeinheit Philae erstmals einen Lander auf der Oberfläche eines Kometen Absetzten. In einem zweitägigen Auswahlverfahren hat sich das Landerteam unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wurde nun unter fünf möglichen Kandidaten der "Landeplatz J" auf dem Kopf des zweiteiligen Kometen Churyumov-Gerasimenko ausgewählt.

    Wie die Forscher um den Projektleiter für Lander Philae, Dr. Stephan Ulamec, berichten, sei der Komet zwar schöne, zugleich sehr extreme Welt und von daher wissenschaftlich spannend", habe aber eine Form, die für die Landung eine große Herausforderung darstelle. "Keiner unserer fünf Kandidaten hat daher zu 100 Prozent alle Kriterien erfüllt, aber 'Landplatz J' ist eindeutig die beste Lösung." Dieser sei zwar abwechslungsreich, weise aber eine nicht zu sehr zerklüftete Landschaft mit einer guten Beleuchtung durch die Sonne und kaum steilen Hängen auf.


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    Rund sieben Stunden werde es dauern, bis Philae nach der Trennung von der ESA-Sonde Rosetta auf der Oberfläche von Churyumov-Gerasimenko aufsetzen und somit zum ersten Mal überhaupt ein Landegerät auf einer Kometenoberfläche stehen werde, erläutert die Pressemitteilung des DLR. "Eine Zeitspanne, die es den Ingenieuren und Wissenschaftlern ermöglicht, nicht zu viel Energie beim Abstieg zu verbrauchen und so unverzüglich nach einem ausgeklügelten Plan alle zehn Instrumente auf Philae in Betrieb zu nehmen. Während dieser so genannten 'First Science Phase' wird der Lander, der aus dem 'Lander Control Center' des DLR in Köln gesteuert, betrieben und überwacht wird, über seine Batterien gespeist. Anschließend sorgen durchschnittlich sieben Sonnenstunden pro Kometentag dafür, dass sich seine Batterien immer wieder aufladen - deshalb legte das Team großen Wert darauf, dass Philae an einem sonnigen Standort landet. Wissenschaftlich interessant ist die Region vor allem durch die Aktivitäten des Kometen auf seinem Weg in Richtung Sonne: In der Nähe der Landestelle J befinden sich Vertiefungen, die bereits jetzt aktiv sein könnten."

    In den kommenden Wochen wollen die Wissenschaftler den Landeplatz nun ausführlich und aus größerer Nähe untersuchen und immer exaktere Flugbahnberechnungen für Orbiter und Lander erstellen. Sollte sich dabei zum Beispiel herausstellen, dass das Gelände innerhalb der Landeregion deutlich zerklüfteter ist als erwartet oder extremes Ausgasen des Kometen an diesem Ort eine Landung gefährden, hat sich das Landerteam für Landestelle C als zweite Wahl entschieden. Auch dieser Landeplatz, der sich auf dem größeren Teil, dem Körper, des Kometen, befindet, liegt in relativ flachem Terrain und hat ausreichend Sonnenlicht.


    "Die übrigen Landeplätze I, B und A, die in der engeren Auswahl waren, fielen bei der Entscheidung heraus, weil sich bei den detaillierten Analysen herausgestellt hatte, dass sie einige der Kriterien nicht ausreichend erfüllten", erläutert das DLR weiter. "So wurden auf den Nahaufnahmen aus rund 30 Kilometern Entfernung deutlich, dass Landeplatz B im Inneren einer kraterähnlichen Struktur mehr größere Brocken liegen als zunächst angenommen."


    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
    67P: Rosettas Zielkomet überrascht die Wissenschaftler 8. September 2014
    Kurioses Simulacrum: Komet 67/P zeigt (s)ein Gesicht 7. August 2014 

    grenzwissenschaft-aktuell.de
    Quelle: DLR.de

  • NSA erklärt Original-UFO-Akten als verloren

    Eines der größtenteils geschwärzten COMNIT-UFO-Dokumente des NSA. | Copyright/Quelle: NSA

    Washington (USA) - Ende der 1970er Jahren kämpfte die US-Bürgerbewegung "Bürger gegen die UFO-Geheimhaltung (Citizens Against UFO Secrecy, CAUS) um die Freigabe geheimer UFO-Akten unterschiedlicher US-Behörden und Geheimdienste. Die dann in den 1980er und -90er Jahren im Rahmen eines Gerichtsbeschlusses unter Berufung auf das US-Informationsfreiheitsgesetz (FOIA) freigegebenen Akten des US-Auslandsgeheimdienstes NSA (National Security Agency) waren jedoch massiv geschwärzt. Nach einem aktuellen Anlauf des UFO-Forschers John Greenwald, auf der aktuellen Gesetzesgrundlage weniger klassifizierte Versionen der Akten zu erhalten, erklärte die NSA nun, die ungeschwärzten Originalakten nicht mehr auffinden zu können.

    Wie die Veröffentlichung der - wenn auch stark geschwärzten - NSA-Papiere in den 1980er Jahren zeigte, verfügte und verfügt der US-Geheimdienst über eine große Menge an UFO-bezogenen Akten. Wie OpenMinds.tv berichtet, liegt dies jedoch nicht daran, dass die NSA selbst derart viele UFO-Fälle untersucht, sondern daran, dass sie - wie spätestens seit den Veröffentlichungen von Edward Snowden hinlänglich bekannt - regelmäßig weltweit Kommunikationsnetzwerke überwacht hatte. Derartige Akten wurden als "communications intelligence" (COMINT) bezeichnet und unter Tausenden dieser COMINT-Akten fanden sich eben auch Hunderte mit einem Bezug zu UFO-Sichtungen.



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    Grund für die Schwärzung eines Großteils der Akten war die 21-seitige Eingabe von Eugene F. Yates, dem Chef des taktischen Büros der NSA (Office of Policy), an den die Freigabe der Akten bearbeitenden Bundesrichter Gerhart A. Gesell, in dem Yeates ausführte, warum die Akten klassifiziert bleiben sollten. Diese Ausführung wurde als "Yeates Affidavit" bekannt - und ebenfalls klassifiziert...


    Eine der stark geschwärzten Seiten des "Yeates Affidavit". | Copyright/Quelle: NSA

    Obwohl Richter Gesell selbst nicht die Genehmigung hatte, die fraglichen Dokumente selbst unzensiert einzusehen, überzeugte ihn Yeates eidesstattliche Erklärung von dessen Anliegen um Schwärzung der Akten. Gesell erläuterte seine Entscheidung damals wie folgt:


    "Die sensible Natur dieser Materialien und die offensichtlichen Auswirkungen ihrer Veröffentlichung für die nationale Sicherheit, wiegt weit schwerer als das öffentliche Interesse an der Veröffentlichung dieser Akten".


    Schon 1997 gelang es John Greenwald durch eine erneute Eingabe, dass einige der UFO-Akten der NSA veröffentlicht wurden. Dennoch war auch weiterhin ein Großteil der Akten unkenntlich gemacht worden.


    Erst kürzlich stellte John Greenewald eine erneute Anfrage mit der Bitte um eine "Mandatory Declassification Review" (MDR), also eine Überprüfung zur Deklassifizierung der Akten. Eine Grundvoraussetzung für ein solches richterliches Verfahren ist jedoch die Vorlage der einst zensiert veröffentlichten Originalakten.


    Während das "Yeates Affidavit" selbst für diesen Prozess vorgelegt werden konnte, erklärte die NSA bezüglich der eigentlichen Originalakten mit UFO-Bezug, das "mit Ausnahme des beigefügten Dokuments (gemeint ist das "Yeates Affidavit") die unbearbeiteten (also ungeschwärzten) Kopien oder Originaldokumente nicht mehr aufgefunden werden können."


    Eine weitere Deklassifizierung der Dokumente ist also nicht mehr möglich. "Die Geschichte, die diese Dokumente erzählen - was immer sie auch sein mag, ist damit für immer verloren", so Greenewald abschließend.


    - Die neuerlich veröffentlichte Version des "Yeates Affidavit" finden Sie HIER


    - Die vom NSA veröffentlichten Versionen der UFO-Akten finden Sie im Online-Akten-Archiv Geheimdienstes


    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

    GreWi-Exklusiv: Einst geheime UFO-Akte des BND enthüllt Nahebegegnung mit einem unidentifizierten Flugobjekt über innerdeutscher Grenzschutzstelle 28. Februar 2014
    GreWi-Exklusiv: Die UFO-Akte des BND: Unbekannte Flugobjekte über der innerdeutschen Grenze - Teil 2 1. März 2014

    grenzwissenschaft-aktuell.de
    Quellen: openminds.tv, governmentsecrets.com

  • Vampirglaube in Norddeutschland: Grabfunde belegen Bestattungssrituale gegen Wiedergänger und Nachzehrer

    Das Skeletts eines einst mit einem großen Stein beschwerten und offenbar als sogenannter Wiedergänger im ehemaligen Kloster Harsefeld. | Copyright/Quelle: Kreischäologie Stade, D. Nösler

    Stade (Deutschland) - Dass die Menschen schon von jeher und noch bis in die jüngere Vergangenheit an die Existenz von Untoten, Vampiren und Werwölfen glauben, ist sowohl aus zahlreichen Sagen und Legenden als auch anhand zeitgenössischer Dokumente bekannt. Nachdem Forscher in ganz Europa angebliche "Vampirgräber" entdeckt haben (...wir berichteten, s. Links), haben Wissenschaftler nun auch in Norddeutschland archäologische Beweise nicht nur für diesen Glauben sondern auch für rituelle Bestattungsrituale gefunden, die potenzielle Wiedergänger und Nachzehrer davon abhalten sollten, Unglück über die Lebenden zu bringen.

    Daniel Nösler ist Kreisarchäologe des Landkreises Stade und machte seine erste Entdeckung des Grabes einer Person, die offenbar als Vampir galt, eher zufällig: "Vor zehn Jahren habe ich bei einer Grabung im ehemaligen Kloster Heiligengrabe eine Bestattung mit zwei Totenmünzen gefunden", erinnert sich Nösler gegenüber "grenzwissenschaft-aktuell.de".


    www.grenzwissenschaft-aktuell.de
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    Was auf den ersten Blick an das antike Brauchtum erinnern könnte, bei dem den Verstorbenen eine kleine Münze mitgegeben, um damit bei Charon die Überfahrt ins Totenreich bezahlen zu können (sog. Charonspfennig), machte den Archäologen stutzig: "Da ich mir nicht erklären konnte, dass sich heidnische Bräuche über so lange Zeiträume halten konnten und dies auch noch im Hort des Christentums, begann ich zu recherchieren. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl von volkskundlichen Hinweisen, Sagen, Märchen usw., die die Problematik der Wiedergänger und Nachzehrer behandeln. Zudem sind in den letzten Jahren immer mal wieder entsprechende Bestattungen bei Grabungen gefunden wurden.

    Bei mittelalterlichen/neuzeitlichen Bestattungen findet man ab und an Münzen im Mund. Die Totenmünze im Mund sollte das 'Schmatzen' oder 'Nachzehren' bei den Hinterbliebenen verhindern. Hierfür gibt es einige Belege aus der Volkskunde, dass damit nicht ein Charonspfennig gemeint war, sondern es sich um ein Abwehrzauber gegen Untote gehandelt hat, die - anders als Vampire oder Wiedergänger - das Grab nicht verlassen. Gegen das Nachzehren hat man generell die verschiedensten Dinge in den Mund oder gegen das Kinn (Gesangbuch, Bibel, Stein, Torfstück usw. oder wie bei einem Fund in Oldendorf 2010 einen fremden menschlichen Knochen) gelegt. Der Mund musste unbedingt geschlossen bleiben, da den Hinterbliebenen sonst Unheil drohen konnte."



    Ein fremder Oberschenkelknochen sollte den Mund dieses befürchteten Nachzehrers in Oldendorf geschlossen halten. | Copyright/Quelle: Kreisarchäologie Stade, D. Nösler

    Bei der Durchsicht der digitalisierten Bilder des Diaarchivs ist dem Archäologen dann die mit dem Findling beschwerte Bestattung aufgefallen und er begann auch an der Niederelbe nach entsprechenden Belegen zu recherchieren.


    Bei dieser Bestattung handelte es sich um das Grab eines Mannes aus dem 14. oder 15. Jahrhundert auf dem Friedhof des ehemaligen Klosters Harsefeld, das schon 1982 ausgegraben und dokumentiert wurde. Tatsächlich fand sich unmittelbar neben dem Schädel ein ungewöhnlich großer Stein, der den Schädel zur Seite und auch den Rest des Skeletts teilweise verschoben hatte. "Da damals solche Sonderbestattungen noch nicht im Fokus der Archäologie standen, blieben die Befunde unbeachtet", erläutert Nösler.



    Weitere Ansicht des Wiedergänger-Skeletts im Kloster Harsefeld. | Copyright/Quelle: Kreisarchäologie Stade, D. Nösler

    Dass der schwere Brocken zufällig ins Grab gerollt sein sollte, glaubt der Archäologe nicht: "Mindestens zwei starke Männer müssen mit angepackt haben, um ihn überhaupt bewegen zu können", so Nösler gegenüber Spiegel-Online. Auch an einen Zufall glaubt er nicht: "Der Boden des Friedhofes ist sehr feinkörnig. Darin liegen sonst nicht mal Kieselsteine."


    Zudem wies die Erde unmittelbar über dem Skelett eine leicht andere Färbung auf als die übrige Verfüllung des Grabaushubs. Der Stein wurde also nicht gleich in das Grab hineingeworfen, sondern dieses wahrscheinlich später nochmals geöffnet, nachdem der Tote bereits bestattet war.


    Zum Thema




    Gemeinsam mit seinem Kollegen Dietrich Alsdorf, der schon vor 32 Jahren im westlichen Kreuzgang des Klosters von Harsefeld Grabungen durchgeführt hatte und dabei einen ungewöhnlich tief und verkehrt herum gelagerten Sarg entdeckte, der zudem mit Ziegelsteinen worden war, ist sich Nösler sicher, dass sich auch auf sonstigen alten Friedhöfen noch so manche vermeintlichen Untote, Wiedergänger und Nachzeherer finden lassen, wenn man nur danach sucht: "Jetzt wissen wir, dass die Leute in dieser Gegend tatsächlich an Wiedergänger geglaubt haben - und können ganz gezielt nach entsprechenden Hinweisen suchen", so die Archäologen. Einen der Gründe für den mittelalterlichen Vampirglauben sehen auch die Stader Archäologen in den großen Seuchen des Mittelalters: "Wenn einer starb, dann folgten oft weitere Familienmitglieder. Damals war eine gängige Erklärung, dass der erste Tote die anderen ins Grab nachholt."

    Derzeit wird der Fund des Nachzehrers aus Oldendorf für eine wissenschaftliche Publikation ausgewertet, die im kommenden Herbst veröffentlicht werden soll.


    wir werden berichten...

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    Quelle: landkreis-stade.de, spielgel.de

  • GreWi-Spezial: Was bringt der Sonnensturm?

    Sonneneruption der Stärke X1,6 am 10 September 2014, hier als extrem heller Blitz im ultravioletten Lichtspektrum sichtbar. (Vergrößern HIER) | Copyright/Quelle: NASA/SDO

    Saarbrücken (Deutschland) - Während Sie diesen Text lesen, treffen die ersten Ausläufer zweier Sonnenstürme auf unsere Erde, die am 9. September von einer von einer mittelschweren und am Tag darauf von einer starken Sonneneruption der Stärke X1,6 aus der aktiven Sonnenfleckenregion AR2158 als sogenannte koronale Massenauswürfe (KMA) in Richtung Erde geschleudert wurden (...wir berichteten). Wie wirkt sich ein solcher Sonnensturm auf uns Menschen aus und welche Konsequenzen kann er auf unsere technischen Netzwerke haben?

    Biologische Auswirkungen eines Sonnensturms auf das Leben auf der Erdoberfläche

    Durch die Erdatmosphäre und das planetare Magnetfeld ist unser Planet und das Leben darauf eigentlich vor den Auswirkungen eines Sonnensturms gut geschützt. Während das irdische Magnetfeld die von diesem Sonnensturm mitgeführten geladenen Teilchen in einen großen Abstand von bis zu zehn Erdradien (rund 70.000 Kilometer) um die Erde herum- und sozusagen abführt, bietet die Atmosphäre zusätzlichen Schutz für die Oberfläche.


    Auswirkungen eines Sonnensturms auf Piloten, Astronauten und Flugverkehr

    Allerdings nimmt dieser Schutz mit zunehmender Höhe und schwächerer Atmosphäre ab. Menschen, die sich also etwa in Flugzeugen, Raketen oder Raumstationen wie der ISS befinden, die in rund 400 Kilometern Höhe die Erde an der Grenze zum Weltraum umkreist, sind also durchaus einer stärkeren Strahlungsbelastung ausgesetzt.



    Archiv: Der russische Kosmonaut Sergei Rjasanski bei einem Außeneinsatz an der ISS- | Copyright: NASA

    Außeneinsätze, sogenannte Weltraumspaziergänge, können während eines die Erde treffenden Sonnensturms lebensgefährlich sein. Menschen außerhalb der Atmosphäre und des Erdmagnetfeldes - etwa auf zukünftigen Weltraummissionen zum Mond, zum Mars oder zu Asteroiden - wären nicht mehr durch das System Erde geschützt und benötigen eigens Konzipierte Abschirm- und Schutzsysteme.



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    Während Flugzeuge aufgrund der rund 11.000 Metern Flughöhe normalerweise auch noch ausreichend vor der erhöhten Strahlung geschützt sind, ist dieser Schutz etwa über den Polregionen schon spürbar schwächer. Da zudem hier während eines Sonnensturms auch mit stärkeren Beeinträchtigungen von Funk und Navigationssignalen gerechnet werden muss, sollten derartige Flugrouten während eines aktiv sich auswirkenden Sonnensturms gemieden werden.

    Auswirkungen auf technische Geräte

    Die eigentliche Gefahr eines schweren Sonnensturms liegt also weniger in seinen direkten Auswirkungen auf uns Menschen und das Leben auf der Erdoberfläche sondern darin, wie er sich auf technische Geräte und Netzwerke auswirkt. Hatten also selbst schwere Sonnenstürme also in der vortechnisierten Zeit nur geringe Auswirkungen und den schön anzuschauenden Nebeneffekt starker Polarlichtaktivität (s. unten), so stellt ein schwerer, die Erde treffender Sonnensturm durchaus eine große Gefahr für unsere technologisierte und von den modernen Technologien nahezu gänzlich abhängende Zivilisation dar.

    Viele dieser Auswirkungen und Zusammenhänge sind uns meist überhaupt nicht bewusst.


    Satelliten und Weltraumobservatorien

    Durch die hochenergetisieten Partikel, die der Sonnensturm mit sich führt, kann es während eines solchen Sturms zu Beeinträchtigungen und Beschädigungen der Sensorik, Technik, Soft- und Hardware (bspw. Solarpanele) an Bord von die Erde umkreisenden Satelliten kommen. Da diese die unterschiedlichsten Funktionen übernehmen - vom Weltraumobservatorium bis hin zur Navigation und Kommunikation - können solche Beeinträchtigungen gravierende Auswirkungen auf die von diesen Technologien abhängigen Systeme und Abläufe haben.

    Da sich während eines wirkenden Sonnensturms auch die äußersten Schichten der Erdatmosphäre aufwärmen, dehnt diese sich aus und kann so auch die Umlaufbahnen einiger Satelliten und Sonden erreichen, wodurch diese sozusagen einen ungewollten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre erfahren und im besten Fall abgebremst werden und nachgesteuert werden müssen.



    Grafische Darstellung der GPS-Satelliten. | Copyright: NOAA

    GPS-Navigation

    Neben direkten Auswirkungen auf die Satelliten selbst werden die oberen Atmosphärenschichten in 100 bis 150 Kilometern Höhe stärker als normal ionisiert. Dadurch werden die Signale der GPS-Satelliten auf ihrem Weg zur Erdoberfläche und somit zu den unterschiedlichen Empfangsgeräten verzögert, wodurch es zu Fehlermittlungen der jeweiligen Positionen kommen kann. Die möglichen Auswirkungen dieser Verzögerungen sind vielfältig und von den jeweils von diesen System abhängigen Abläufen abhängig.

    Strom- und Energienetzwerke

    Durch die während eines Sonnensturms eintretende Verformung des Erdmagnetfeldes, können besonders starke Sonnenstürme auch auf der Erdoberfläche zu Feldstärken von mehren Volt pro Kilometer führen. Da gerade Überlandleitungen große Strecken überbrücken, können solche im Vergleich zu einem Blitzschlag noch vergleichsweise geringen Feldstärken hohe Spannungen aufbauen und während dessen starke elektrische Ströme fließen. Auf diese Weise können unter anderem die für die Übertragung und Umwandlung notwendigen Transformatoren beschädigt und zerstört werden. Kommt es in Folge solcher Ausfälle dann zu Kettenreaktionen der großteils weitflächig vernetzten Stromleitungen (wie etwa im sog. Europäischen Verbundsystem), kann dies um Ausfall, einem sogenannten Blackout, großer Teile des Stromnetzwerks kommen.


    Grafische Übersicht der europäischen Verbundsysteme. | Quelle: ElectricityUCTE

    Zwar können Transformatoren in der Regel ausgetauscht und repariert werden, doch liegt das Problem auch hier im Detail, wenn auch die Reparaturen von für uns eigentlich normal gewordenen Abläufen und Technologien abhängen, die vom Sonnensturm betroffen und geschädigt werden können. Denken Sie einmal alleine alle Konsequenzen durch, die ein Stromausfall für Ihren Alltag und den Betrieb ihres eigenen Haushalts haben würde...


    In einer 132-seitigen Studie von 2009 beschreibt die NASA ausführlich, wie unsere moderne und hochtechnologisierte Welt von einem schweren erdgerichteten Sonnensturm beeinflusst werden könnte, sollte sich dieser mit der maximal zu erwartenden Kraft auswirken.


    Auch die Experten der NASA sehen die Hauptgefahr, die von den solaren Stürmen ausginge, in der Gefahr für die irdischen Energieversorgungsnetzwerke, von denen wiederum ein Großteil der Infrastrukturen unseres täglichen Lebens abhängt. So könnten elektrische Streuströme das Kupfer in Trafowicklungen von Stromverteilerstationen zum Schmelzen bringen, zumal die Überlandleitungen wie weitläufige Antennen wirken und die Ströme über weite Gebiete verteilen können.



    Die Sonne am 10./11. September 2014. | Copyright: NASA

    Die bislang gravierendste Auswirkungen eines Sonnensturms auf das irdische Energienetz wurden 1859 - als alle Telegraphen-Verbindungen durchbrannten - und 1989 in Kanada registriert, als mehr als sechs Millionen Menschen für mehr als neun Stunden ohne Strom waren. Durch die weitläufige Verknüpfung unterschiedlicher lokaler und internationaler Stromleitungsnetzwerke, sei das heutige Energieverteilungssystem so störungsgefährdet wie nie zuvor. Somit, so der Bericht, ist eine weitflächige Kettenreaktion derzeit mehr als wahrscheinlich.


    Die Experten schätzen, dass alleine in den USA rund 130 Millionen Menschen von einem derartigen Stromausfall betroffen sein könnten. Doch der Verlust des elektrischen Stroms aus der Steckdose sei nur der Anfang - hätte er doch auch gravierende Auswirkungen auf alle davon abhängigen infrastrukturellen Einrichtungen:


    So wären die unter anderem die Wasseraufbereitung, Radio-, TV- und Kommunikationsnetzwerke, Satelliten, das GPS-System sowie die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Medikamenten, Heizwärme, Kühlkälte, Kraftstoffen und die Abwasserentsorgung betroffen. Die übergreifenden Abhängigkeitsverhältnisse der einzelnen Faktoren würden es hinzu erschweren, die Stromversorgung wieder in Gang zu bringen, wenn es etwa unmöglich wäre, Generatoren ohne Wasser wieder in Gang zu bringen. (...wir berichteten)


    Polarlichter

    Während also von einem schweren Sonnensturm durchaus große Gefahren ausgehen können, sorgt die Plasmawolke, wenn sie auf das Magnetfeld der Erde trifft, zugleich aber auch für eines der faszinierendsten und schönsten Phänomene am Himmel: Polarlichter.

    Diese Entstehen, wenn durch die Verformung des Erdmagnetfeldes elektrische Spannungen in der Atmosphäre induziert werden, sowie durch elektrische geladene Teilchen in der sogenannten Magnetosphäre - jenem Gebiet also, das vom Erdmagnetfeld geprägt wird. Hier werden die Teilchen des Sonnensturms beschleunigt und können parallel zu den Feldlinien des irdischen Magnetfeldes tiefer in die Erdatmosphäre eindringen, wo sie auf das dichtere Atmosphärengas stoßen und hierbei - wie in einer Leuchtstoffröhre - Gasteilchen zum Leuchten anregen.



    Energetisches Nordlicht über Finnland. | Copyright: JensPaulus.com

    Während Polarlichter (Nord- und Südlicht bzw. Aurora borealis und Aurora australis), wie der Name schon sagt, überwiegend über den Polargebieten und den nördlichen Breitengraden auftreten, können durch die starke Verformung des Erdmagnetfeldes diese Lichter auch mit zunehmender Stärke auch Richtung Äquator wandern und dann auch in mittleren bis hin zu südlichen Regionen beobachtet werden.


    Weltraummeteorologen erwarten, dass in Folge des aktuellen Sonnensturms Polarlichter schon in der kommenden Nacht (Freitag auf Samstag) bis nach Mitteldeutschland hinunter und möglicherweise sogar darüber hinaus sichtbar werden könnten.


    Für Polarlichtfreunde in Mitteleuropa gilt, dass es eine Stärke geomagnetischer Stürme vom mindestens 5 auf der sogenannten Kp-Index-Skala benötigt, die die Stärke der Magnetfeldschwankungen anzeigt. Ab diesem Wert sind Polarlichtsichtungen etwa über Norddeutschland möglich. Je höher der Kp-Index steigt, desto höher wird auch die Wahrscheinlichkeit, Polarlichter auch in Mittel- und Süddeutschland beobachten zu können. Normalerweise ist dies ab Kp-Werten von über 6 möglich und bei einem Kp-Wert von 9 sogar wahrscheinlich. Derzeit liegt der Kp-Wert noch bei 4. Den jeweils aktuellen Kp-Wert (Planetary K-index) finden Sie u.a. HIER


    Eine weitere Grundvoraussetzung für die Beobachtung der aktuell vorhergesagten Nordlichter ist natürlich auch ein möglichst wolkenloser Nachthimmel. Leider sieht es diesbezüglich jedoch für weite Teile Deutschlands nicht wirklich gut aus. Lediglich in Nordwestdeutschland und sogar im Saarland "könnte" man Glück haben. Aber auch in anderen Landesteilen sollte man zumindest nach möglichen Wolkenlöchern Ausschau halten, um nicht vielleicht doch noch etwas zu verpassen.



    Wahrscheinlichkeit eines klaren Himmels bei Ankunft des Sonnensturms . Quelle: facebook.com/WetterFuerHagen

    Tatsächlich wurden aber auch schon am heutigen frühen Morgen Nordlichter u.a. von Kiel aus fotografiert. Für das Auge sichtbar waren diese Lichter jedoch kaum, sondern konnten nur durch mit speziellen Kameraeinstellungen abgebildet und sichtbar gemacht werden. Im Online-Forum der AKM e.V. tauschen sich derzeit Polarlichtfreunde über den aktuellen Stand und aktuelle Sichtungen, sowie geeigneten Beobachtungsstandpunkte aus.

    Aufruf der GreWi-Redaktion
    Wir suchen die besten aktuellen Polarlicht-Fotos der GreWi-Leser (so welche zu sehen sein werden), um diese dann auf GreWi zu zeigen. Mailen Sie Ihre Aufnahmen (mit Angabe zur gewünschten Copyright-Nennung) einfach an: redaktion@grenzwissenschaft-aktuell.de
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    Sonnensturm: NASA-Studie über soziale und ökonomische Auswirkungen einer Super-Sonneneruption 23. Januar 2009


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    Quellen: NASA, mpg.de, sonnen-sturm.info

  • UPDATE Erdgerichteter X-Flare: Gute Chancen auf Nordlichter über Mitteleuropa
    http://iswa.gsfc.nasa.gov/ENSEMBLE/2014-09-10_ncmes1_sims18_LIHUE079/20140910_181800_ncmes1_sims18_LIHUE079_anim_tim-den.gif
    Die simulierte Bewegung des aktuell auf die Erde zurasenden KMA-Ensembles | Copyright: iswa.gsfc.nasa.gov 

    Greenbelt (USA) - Derzeit sind gleich zwei koronale Masseausbrüche (KMA) in Folge von einem milden und einem starken Sonnenausbruch am 9. und 10. September genau in Richtung Erde unterwegs. Laut den neusten Berechnungen von NASA-Sonnenforschern stehen die Chancen für Nordlichter über Mitteleuropa recht gut.

    + + + UPDATE:
    Lesen Sie auch unser GreWi-Spezial: Was bringt der Sonnensturm?


    Wie das Goddard Space Flight Center der NASA anhand der neusten Daten der Sonnenobservatorien SDO und SOHO berichtet, werden die magnetischen Sonnenstürme die Erde wahrscheinlich im Doppelpack treffen.

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    Laut "Sonnen-Sturm.info" liegen deren Ankunftszeiten zwischen 6:16 MESZ und 23:39 MESZ am heutigen Freitag: Entsprechend werde es vermutlich auf Polarlichtaktivität in der Nacht von Freitag auf Samstag hinauslaufen. Die von der NASA bislang simuliertern geomagnetischen Stürme führen zu Kp-Indizes (die die Stärke der Magnetfeldschwankungen angeben) zwischen 6 und 8, so dass auch Polarlichter bis hinunter nach Mitteldeutschland und darüber hinaus möglich sein werden.

    Bislang ist die zu erwartender Polarlichtaktivität das einzige und zugleich schönste Nebenprodukt der erwarteten geomagnetischen Stürme. Welche Auswirkungen diese auf Kommunikations- und Navigationstechnologien, sowie Netzwerke auf er Erdoberfläche haben werden, kann erst gesagt werden, wenn es soweit ist...

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    Quelle: NASA, sonnen-sturm.info

  • Archäologen finden "Super-Henge" unweit von Stonehenge

    Die heutigen Reste der Durrington Walls, in unmittelbarer Nähe zu Woodhenge (s. kleine Kreisanlage u.) und Stonehenge (nicht mehr auf dem Bildausschnitt). | Quelle: Google Earth

    Birmingham (England) - Im Rahmen der Bodenerkundungen des Stonehenge-Areals haben Archäologen auch die nahe des Steinkreis gelegene Ringwallanlage der Durrington Walls untersucht. Bislang war lediglich bekannt, dass es sich um einen ovalen Wall gehandelt hatte, dem ein Graben vorgelagert war. Jetzt zeigen die Vermessungsdaten mit Bodenradar, dass auch diese Henge-Anlage in einer frühen Bauphase von einer Reihe massiver Pfosten oder Steinen umgeben war. Damit könnte Durrington Walls zu den größten derartigen Bauwerken überhaupt zählen.

    Während Stonehenge selbst zwar aufgrund seiner imposanten Steintore das wohl bekannteste Henge-Bauwerk ist, ist es bei weitem nicht der größte Steinkreis. Mit einem äußeren Durchmesser des markanten einst vollständig geschlossenen Decksteinringes von gerade einmal 33 Metern, wird er bei Weitem Durchmesser des ehemals äußersten Steinkreises von Avebury mit ganzen 427 Metern und einem Umfang von 1.200 Metern übertroffen.


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    Der jetzige Nachweis von bis zu 60 an die 3 Meter hohen Blöcken, die einst die Anlage der Durrington Walls einschloss, macht diese Henge-Konstruktion mit einem Umfang von mehr als 1.500 Metern zur wahrscheinlich größten derartigen Anlage nicht nur in England, sondern auch weltweit. Aus diesem Grund sprechen die Archäologen um Professor Vincent Gaffney von der University of Birmingham, der die Untersuchungen im Rahmen des "The Stonehenge Hidden Landscapes Project" (...wir berichteten) gemeinsam mit dem österreichischen Boltzmann Institute for Archaeological Prospection and Virtual Archaeology leitete, auch bereits von einem "Super-Henge".

    Zudem fanden die Forscher Hinweise darauf, dass sich auch im Innern bzw. unter den heute noch vorhandenen Durrington Walls große Steine oder Holzquader befinden. Zusammengenommen erklärte Gaffney gegenüber der BBC, dass diese Funde nun ein völlig neues Bild von der Bedeutung und den Bauphasen der Durrington Walls zeichnen.


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    Quellen: birmingham.ac.uk, BBC

  • UPDATE Sonnenstrurm: Erdgerichteter X-Flare könnte Nordlichter über ganz Deutschland zaubern

    Archivbilder: Nordlichter über dem norwegischen Hessdalen (Aufnahmen kontrastverstärkt). | Copyright: A. Müller, grenzwissenschaft-aktuell.de

    Saarbrücken (Deutschland) - Erste Daten scheinen einen mit der gestrigen Sonneneruption der Stärke X1,6 einhergehenden und direkt erdgerichteten koronalen Masseauswurf (KMA) anzuzeigen (...wir berichteten). In Folge der auf die Erde zurasenden Plasmawolke kann es in den kommenden Tagen auch zu Nordlichtern kommen, die dann von ganz Deutschland und Mitteleuropa aus gesehen werden könnten.

    + + + UPDATE: Lesen Sie auch unser GreWi-Spezial: Was bringt der Sonnensturm?

    Schon der moderater KMA eines milden Ausbruchs der aktiven Sonnenfleckenregion AR2158 am 9. September wird voraussichtlich am 12. September zu ebenfalls milden geomagnetischen Stürmen führen. Kurz danach wird dann wohl eine vom X-Flare direkt Richtung Erde gefeuerte Plasmawolke auf die Erde treffen und hier einen geomagnetischen Sturm der Stärke G3 hervorrufen.

    Wann sich diese Aktivität jedoch als Polarlichter am nächtlichen Himmel abzeichnen wird, ist bislang noch nicht klar. Dies hängt vor allem auch von der Geschwindigkeit des Masseauswurfs ab. Möglicherweise könnten also sogar schon heute Nacht (Donnerstag auf Freitag) Polarlichter zu sehen sein - ansonsten in der Nacht von Freitag auf Samstag. Auch die Frage nach der Sichtbarkeit möglicher Polarlichter hängt von verschiedenen Faktoren, etwa davon ab, zu welcher Tageszeit der Masseauswurf auf die Erde trifft und wie lange der davon ausgelöste geomagnetische Sturm andauert.


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    Für Polarlichtfreunde in Mitteleuropa gilt, dass es eine Stärke geomagnetischer Stürme vom mindestens 5 auf der sogenannten Kp-Index-Skala benötigt, die die Stärke der Magnetfeldschwankungen anzeigt. Ab diesem Wert sind Polarlichtsichtungen etwa über Norddeutschland möglich. Je höher der Kp-Index steigt, desto höher wird auch die Wahrscheinlichkeit, Polarlichter auch in Mittel- und Süddeutschland beobachten zu können. Normalerweise ist dies ab Kp-Werten von über 6 möglich und bei einem Kp-Wert von 9 sogar wahrscheinlich. Derzeit liegt der Kp-Wert noch bei 4.

    ...wir werden weiterhin berichten

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  • X-Flare: Starke Sonneneruption Richtung Erde

    Sonneneruption der Stärke X1,6 am 10 September 2014, hier als extrem heller Blitz im ultravioletten Lichtspektrum sichtbar. (Vergrößern HIER) | Copyright/Quelle: NASA/SDO

    Washington (USA) - Am gestrigen 10. September 2014 hat das Solar Dynamics Observatory (SDO) der NASA eine Sonneneruption der höchsten Kategorie X auf der erdzugewandten Seite der Sonne registriert. Mit einer Kraft von X1,6 ereignete sich der sogenannte Flare aus einer direkt Richtung Erde positionierten aktiven Sonnenfleckenregion. Ob mit dem Flare auch ein koronaler Materieausbruch einherging, ist bislang noch unklar. Wenn ja, könnte diese geladene Materiewolke in ein bis zwei Tage die Erde erreichen und hier geomagnetische Stürme hervorrufen.

    + + + UPDATE 12.09.2014, 11:15 Uhr: Lesen Sie auch unser GreWi-Spezial: Was bringt der Sonnensturm?

    UPDATE 11.09.2014, 09:20 Uhr: Eine aktuelle Meldung zur bevorstehenden möglichen Polarlichtaktivität über Mitteleuropa und Deutschland In Folge des ersgerichteten X-Flares finden Sie HIER

    Wie die NASA berichtet, war die Quelle der Eruption die aktive Sonnenfleckenregion AR2158, von der die Forscher schon seit Tagen vorhergesagt hatten, dass sie sich in einem mittel bis starken Ausbruch entladen könnte. Da sich die Sonnenfleckenregion während des Ausbruchs und derzeit nahezu mittig auf der Sonnenscheibe befindet, zielte auch der Flare direkt in Richtung Erde.


    Die von diesem Flare ausgehende ionisierte Strahlung könnte schon jetzt gerade auf der jeweils der Sonne zugewandten Seite der Erde zum Ausfall von Kurzwellen-Radio und Störungen in anderen Kommunikationswegen führen.


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    Erst wenn bald auch die Daten der Koronographen an Bord der Sonnenbeobachtungssatelliten SOHO und STEREO vorliegen werden, können die Sonnenforscher auch sagen, ob mit dem Ausbruch auch ein koronaler Materieausbruch (KMA) einherging. Sollte dies der Fall sein, so wäre auch diese Plasmawolke wahrscheinlich direkt erdgerichtet und würde uns binnen der kommenden zwei bis drei Tage erreichen.
    Allerdings hatte es bereits am vergangenen Dienstag einen etwas schwächeren Flare aus der Sonnenfleckengruppe gegeben. Sollte der gestrige Flare auch von einem KMA begleitet worden sein, so wäre es aber auch möglich, dass dieser den frpheren KMA einholt und sich beide gegenseitig auslöschen.

    Tatsächlich können schon mittelschwere bis starke Sonnenausbrüche der Kategorien M bis X stellen also eine Bedrohung für eine Vielzahl Grundbausteinen unserer technologisierten Gesellschaft dar, wenn Astronauten, Raumschiffe und Satelliten im All (Kommunikation und Navigation) bis hin zu Kommunikations- und Energienetzwerke auf der Erdoberfläche gestört und geschädigt werden können. Im schlimmsten Fall könnte dies zu langfristigen Ausfällen der besagten Systeme führen, vor deren Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzen nicht nur die NASA schon seit spätestens 2009 in einer eigenen Studie warnte (...wir berichteten).


    Im friedlichsten Fall wird ein möglicherweise in Richtung Erde gefeuerter KMA hingegen lediglich für intensive Polarlichtaktivität bis in mittlere Breitengrade sorgen.



    Die Sonne am 10./11. September 2014. | Copyright: NASA

    Neben AR2158 beherbergt derzeit auch die aktive Sonnenfleckenregion AR2157 derart komplexe Magnetfelder, dass es auch hier in den kommenden Tagen zu starken Flares kommen kann. Auch dieser Sonnenfleck ist derzeit und noch in den kommenden Tagen direkt Richtung Erde gerichtet.

    ...sobald neue Informationen vorliegen, werden wir wieder berichten.


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    Sonnensturm: NASA-Studie über soziale und ökonomische Auswirkungen einer Super-Sonneneruption 23. Januar 2009

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  • Wiener Quantenphysiker präsentieren "Matrix-Theorie" als Alternative zur Stringtheorie

    Die Physiker Harold Steinacker und Jochen Zahn haben eine mögliche Alternative zur Stringtheorie entdeckt. | Copyright: Universität Wien

    Wien (Österreich) - Auch nach der spektakulären Entdeckung des Higgs-Teilchens 2012 am CERN bleibt die Suche nach einer umfassenden Theorie der fundamentalen Wechselwirkungen eines der großen ungelösten Probleme in der theoretischen Physik. Besondere Schwierigkeiten bereitet die Zusammenführung von Quantenmechanik und Gravitation. Physiker um Harold Steinacker von der Universität Wien untersuchen mit sogenannten Matrix-Modellen einen alternativen Zugang zur favorisierten Stringtheorie. Dazu publizierten sie kürzlich im Fachjournal "Progress of Theoretical and Experimental Physics".

    - Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Pressemitteilung der Universität Wien


    Die Stringtheorie liefert für die Verbindung von Quantenmechanik und Gravitation einen weitreichenden Ansatz, führt aber in ihrer konventionellen Formulierung zu einer unüberschaubaren Vielfalt von Möglichkeiten. Dadurch ist die Vorhersagekraft der Theorie stark eingeschränkt. Hier setzt das vom FWF geförderte Projekt von Harold Steinacker, theoretischer Physiker an der Universität Wien, an. "Die von uns genutzten, so genannten Matrix-Modelle sind bemerkenswert einfach. Dabei sind alle physikalischen Objekte und deren Dynamik in wenigen Matrizen codiert und beschrieben, insbesondere auch die Raumzeit und deren Geometrie", so Steinacker: "Die Modelle ermöglichen es, tiefliegende Fragen, z.B. über die Quantenstruktur der Raumzeit oder die Zahl der Dimensionen unserer Raumzeit zu untersuchen".


    Die Tragweite dieses Zugangs ist allerdings umstritten: Insbesondere war bisher nicht klar, ob damit eine realistische Beschreibung der Elementarteilchen und ihrer Wechselwirkungen überhaupt möglich ist. Knackpunkt hierbei ist eine essentielle Eigenschaft des Standard-Modells der Elementarteilchen, die sogenannte Chiralität. Es war nicht klar, ob und wie diese Eigenschaft in Matrix-Modellen realisiert werden kann.


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    In der nun veröffentlichten Arbeit konnten Harold Steinacker und Jochen Zahn zeigen, dass auch die chiralen Eigenschaften des Standard-Modells im Rahmen der Matrix-Modelle zu realisieren sind. Sie fanden erstmals eine Konfiguration im Matrix-Modell, die dem Standard-Modell der Elementarteilchen zumindest in wesentlichen Zügen nahekommt. Der Ansatz führt zu einer Erweiterung insbesondere des Higgs-Sektors des Standard-Modells, dem eine geometrische Rolle zugewiesen wird, wenn auch in einer derzeit noch spekulativen Form.

    Grundlage hierfür sind neue mathematische Techniken der Quanten-Geometrie, welche in den vergangenen Jahren insbesondere an der Universität Wien entwickelt und adaptiert wurden. Die physikalischen Eigenschaften der Modelle können durch solche Quanten-Geometrien in zusätzlichen Dimensionen beschrieben und verstanden werden. "Der Zugang über Matrix-Modelle ermöglicht es dabei, Ideen der Stringtheorie aufzugreifen, die damit zusammenhängenden Probleme aber zu umgehen", erklärt Steinacker.


    Diese Entwicklungen eröffnen einen bemerkenswert einfachen Zugang auf der Suche nach einer einheitlichen Theorie der fundamentalen Wechselwirkungen, in dem die Quantenphysik auch die Struktur der Raumzeit bestimmt. Bis zu einem hinreichenden Verständnis dieser Matrix-Modelle und deren Tragfähigkeit als fundamentale Theorie sei es jedoch noch ein langer unerforschter Weg, so der Physiker abschließend.


    Quelle: Universität Wien


  • Archäologen finden 17 bislang unbekannte Bauwerke rund um Stonehenge

    Stonehenge im Morgennebel. | Copyright: University of Birmingham

    Birmingham (England) - Im Rahmen eines vierjährigen digitalen Kartierungsprojekts der Landschaft rund um den mächtigen Steinkreis von Stonehenge haben britische Archäologen mittels neuster Sensortechnik hunderte bislang unbekannter archäologischer Strukturen und ganze 17 bislang unbekannte Bauwerke im Boden rund um Stonehenge entdeckt.

    Wie Professor Vincent Gaffney von der University of Birmingham auf dem diesjährigen "British Science Festival" berichtete, sind die Funde das Ergebnis des "The Stonehenge Hidden Landscapes Project" (...über erste Ergebnisse berichtete GreWi schon 2011) das gemeinsam mit dem österreichischen Boltzmann Institute for Archaeological Prospection and Virtual Archaeology durchgeführt wurde.


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    Mittels magnetischen Sensoren, Bodenradar, weiterer geophysikalischer Sensorik und 3D-Laserscannern gelangen den Archäologen die Entdeckungen, ohne dafür auch nur einen Spatenstich durchführen zu müssen. Das Ergebnis ist die bislang detailreichste digitale und dreidimensionale Karte eines 12 Quadratkilometer großen Areals rund um Stonehenge.



    Das virtuelle 3D-Ergebnis des "The Stonehenge Hidden Landscapes Project" (Vergrößern HIER) | Copyright: University of Birmingham

    Zu den neuen Funden gehören dutzende bislang unbekannter Grabhügel aus Bronze-, Eisen- und römischer Zeit sowie ein noch aus der Zeit vor dem Bau von Stonehenge stammendes, 33 Meter langes hölzernes Langkammergrab.



    Rekonstruktionen des einst mit Erde bedeckten, hölzernen Langkammergrabs nahe Stonehenge (Illu.). | Copyright/Quelle: University of Birmingham


    Einige der mittels neuster Bodensensorik gefundenen Reste einstiger Bauten rund um Stonehenge. (Vergrößern HIER) | Copyright: University of Birmingham

    Die Arbeiten offenbarten auch zahlreiche gewaltige prähistorische Gruben, die offenbar nach astronomischen Gesichtspunkten ausgerichtet angelegt wurden.


    Alle Ergebnisse werden in die ausführliche BBC-Dokumentation "Operation Stonehenge: What Lies Beneath" (dt. Operation Stonehenge - Was sich darunter befindet) eingehen, an der auch das deutsche ZDF und das österreichische Fernsehen ORF beteiligt sind und die auf die mehr als 11.000-jährige Geschichte der Steinkreis-Anlage und seine Geheimnisse zurückblickt.
     

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    Quelle: birmingham.ac.uk

  • Hinweise auf Plattentektonik auf Jupitermond Europa

    Der Jupitermond Europa. | Copyright: NASA/JPL/DLR

    Pasadena (USA) - Auf dem von einer kilometerdicken Eisschicht bedeckten Jupitermond Europa, haben US-Wissenschaftler anhand der Daten der NASA-Raumsonde "Galileo" Hinweise auf aktive Plattentektonik entdeckt. Es wäre das erste Mal, dass diese, die Oberfläche von planetaren Körpern stets verändernde geologische Aktivität auf einem anderen Objekt als der unserer Erde nachgewiesen werden könnte. Die Entdeckung hat auch bedeutende Auswirkungen auf die potentielle Lebensfreundlichkeit des Jupitermondes.

    Die mit 40 bis 90 Millionen Jahren ungewöhnlich junge Oberfläche von Europa stellt die Wissenschaft schon lange vor ein Rätsel: Während die Prozesse selbst nicht bekannt waren, steht jedoch schon lange fest, dass irgendein Mechanismus die existierende Kruste Europas recyceln und an anderer Stelle erneuern muss. Bislang fehlten jedoch jegliche Erkenntnisse darüber, wo und die dies vor sich geht.

    Wie die Planetengeologen Simon Kattenhorn von der University of Idaho und Louise Prockter vom Applied Physics Laboratory an der Johns Hopkins University aktuell im Fachjournal "Nature Geoscience" (DOI: 10.1038/ngeo2245) berichten, haben sie anhand der Galileo-Daten nun doch ungewöhnliche Grenzschichten im von zahlreichen Furchen durchzogenen Eispanzer des Mondes entdeckt, die plattentektonische Vorgänge belegen.


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    "Seit Jahren haben wir darüber gerätselt, wie das vergleichsweise junge Gelände auf Europa entstehen kann, aber wir haben es nicht herausbekommen", so Prockter. "jetzt glauben wir aber, dass wir die Antwort gefunden haben."

    Bei der Plattentektonik handelt es sich um die wissenschaftliche Theorie darüber, dass die äußerste Schicht der Erde aus sich von- und gegeneinander bewegenden Platten oder Blöcken besteht. Auf diese Weise lassen sich die Entstehung von Bergen, Vulkanen und Erdbeben erklären.

    Die Oberfläche eines der vier großen Jupitermonde ist von Rissen und Graten überzogen, die an vielen Stellen Hinweise auf eine Ausdehnung der dazwischen liegenden Platten geben, wenn etwa frisches Eis aus tiefer liegenden Schichten neuentstehende Lücken auffüllt. Auf ähnliche Weise dehnt sich auch der irdische Ozeanboden aus.


    Während sich auf der Erde an einen Stellen neues Oberflächenmaterial bildet - etwa entlang des Mittelozeanischen Rückens, wird es an anderer Stelle, den sogenannten Subducktionszonen, auch wieder zerstört bzw. durch das Abgleiten einer tektonischen Platte unter eine andere, wieder ins Erdinnere transportiert und hier geologisch recycelt.


    Doch obwohl es auf Europa eindeutige Hinweise auf eine Ausdehnung der Oberfläche durch frisches Material gibt, war bislang völlig unbekannt, wie all dieses neue Material aufgenommen werden kann, ohne dass Material an anderer Stelle verschwindet bzw. recycelt wird.



    Schaubild zur Plattentektonik auf Europa, für die NASA-Wissenschaftler nun deutliche Hinweise im Eispanzer der Jupitermondes gefunden haben (Illu.). | Copyright: Noah Kroese, I.NK

    In einer Art Puzzlespiel haben die beiden Forscher nun die vorhandenen Eisplatten der Europa-Oberfläche neu angeordnet und entdeckt, dass nahezu 20.000 Quadratkilometer Oberfläche in den nördlichen Breitengraden des Mondes regelrecht fehlen.


    Zudem fanden Sie auch Hinweise darauf, dass dieses "fehlende Gelände" sich unter eine zweite Oberflächenschicht bewegt hatte - ein Prozess also, wie er auch entlang der tektonischen Grenzen auf der Erde beobachtet werden kann.


    Auf der oberen Platte fanden die Forscher Eisvulkane, die möglicherweise durch das Aufschmelzen und die Absorption der antauchenden Platte hervorgerufen werden, sowie fehlende Berge und Grate entlang der potentiellen Subduktionszone, was darauf hindeutet, dass hier Material ins Innere des Mondes geschoben und nicht zu Bergen aufgefaltet wird.


    Falschfarbendarstellung der nördlichen Europa-OberflächeBelege mit den markierten Subduktionszonen. NASA/JPL/ University of Arizona

    Die Forscher glauben nun, dass das so verschluckte Gelände von der bis zu 30 Kilometer dicken Eisschicht Europas absorbiert wurde, statt durch die Eisschicht hindurch direkt in den darunter verborgenen Wasserozean zu brechen.

    "Wenn Europa Plattentektonik besitzt, könnte dieser Mond sehr viel erdähnlicher sein als wir uns das bislang vorgestellt haben", erläutert Kattenhorn. "Diese Entdeckung würde den Jupitermond nicht nur zu einem der geologisch interessantesten Körper im Sonnensystem machen, sie würde auch einen Austausch von Material aus dem Innern mit der Oberfläche nahelegen. Auf diesem Weg könnte Material aus dem Innern des verborgenen Ozeans auf die Oberfläche des Mondes gelangen - und umgekehrt. Dies wiederum hätte bedeutende Auswirkungen auf Europa als potentiell lebensfreundliche Welt."


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    Quellen: NASA

  • VIDEO: Militärmanöver über Ostsee-Anomalie

    Die erste Sonaraufnahme (2011) der mysteriösen Struktur am Grunde der Ostsee. | Copyright: oceanexplorer.se

    Norrtälje (Schweden) - Seit fast einem halben Jahr gab es keine nennenswerten neuen Informationen zur sogenannten Ostsee-Anomalie - einer annähernd kreisrunden Struktur in 80 Metern Tiefe am Grunde der Ostsee vor Schweden, die im Herbst 2012 auf Sonaraufnahmen entdeckt wurde. Aufgrund zahlreicher Merkmale wie rechtwinklige "Gänge und Wände" wird fortwährend darüber spekuliert ob es sich hierbei um eine noch unbekannte künstliche oder natürlich geformte Struktur handelt. Derzeit sind die Entdecker der Anomalie, ein Team schwedischer Schatztaucher um Dennis Asberg und Peter Lindberg offenbar wieder auf Erkundungsfahrt in der Ostsee und machten an der Position der Struktur eine interessante Beobachtung.

    UPDATE 10.09.2014: Wir haben diese Meldung mit Informationen über das derzeitige NATO-Manöver NoCo-14 aktualisiert. Diese Informationen finden Sie am Ende dieser Meldung...

    Wie das "Ocean-X-Team" auf seiner Facebook-Seite berichtet, wurden die Aufnahmen am 7. September 2014 von Dennis Asberg von Bord des Forschungsschiffes aufgenommen. Wie es scheint hält hier Militär derzeit genau über der Position der Anomalie ein Manöver unter Beteiligung zahlreicher Kriegsschiffe ab, an der auch Stealth-Schiffe und Taucher beteiligt sind.


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    Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

    Schon zuvor hatten die Schatztaucher berichtet, dass sich auch das schwedische Militär bzw. die dortige Marine für ihre Entdeckung interessiere (...wir berichteten). Genauere Angabe über die Art und Weise der Beteiligung des Militärs an den Untersuchungen der 60 Meter durchmessenden Struktur liegen bislang nicht vor.


    Weitere Informationen über den Status dieses Manövers oder auch darüber welchen Staaten und Bündnissen die Schiffe angehören gehen aus dem Video jedoch nicht hervor.


    UPDATE 10.09.2014
    Aktuelle NATO-Übung in der Ostsee
    Seit unserer gestrigen Meldung erhielten wir unterschiedliche Leserzuschriften, die auf aktuelle Marinemanöver in der Ostsee hinweisen. Vom 1. bis zum 12. September 2014 läuft derzeit noch die NATO-Übung "Northern Coasts-14" (NoCo-14).

    Laut der Deutschen Marine ist der "Kern der Übung die internationale Konfliktverhütung und Krisenbewältigung sowie die Evakuierung von Zivilpersonen, wodurch das sehr komplexe Zusammenspiel verschiedener Truppenteile mehrerer Nationen trainiert werden soll."


    Weitere heißt es: "Zum mittlerweile achten Mal wird auf Einladung des Inspekteurs der Marine das multinationale Großmanöver Northern Coasts durchgeführt. Wie bereits im Jahr 2010 findet das Manöver dieses Mal wieder im finnischen Turku statt. Mehr als 3.000 Soldatinnen und Soldaten aus dreizehn Nationen beteiligen sich in diesem Jahr an der multinationalen und Teilstreitkraft-übergreifenden Übung. Das Trainingsgebiet erstreckt sich über den Bottnischen Meerbusen, den Finnischen Meerbusen und die Archipelsee.



    Das Gebiet des Manövers Northern Coasts 2014 | Copyright: 2014 Bundeswehr / Mediendesign

    Neben circa 50 Schiffen und Booten werden über 20 Luftfahrzeuge sowie verschiedene Kräfte an Land eingesetzt. Deutschland beteiligt sich mit fast 1.000 Soldaten aus fast allen Bereichen der Bundeswehr.


    Das Hauptaugenmerk dieses Manövers ist die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Nationen und Teilstreitkräfte, die in einem maritimen Umfeld bedroht werden.

    Wie jedes Jahr ist Northern Coasts die nationale Übung Flotex vorangestellt. Beide Übungen zusammen bilden jedes Jahr einen der Übungsschwerpunkte der Deutschen Marine."

    Obwohl bereits bekannt ist, dass sich die "Ostsee-Anomalie" zwischen Schweden und Finnland und somit innerhalb des NoCo-Gebiets befindet, ist die genaue Position der Struktur noch immer ein von den Schatztauchern gut behütetes Geheimnis. Man kann also lediglich vermuten, dass die Anwesenheit der Kriegsschiffe unmittelbar rund um diese Position etwas mit dem NOCO-14-Manöver zu tun hat.

    Stimmen die Behauptungen der Schatztaucher und die Schwedische Marine ist tatsächlich an dem Fund interessiert, könnte sogar beides zusammenhängen – ganz abhängig davon, um was es sich bei der Struktur am Grund der Ostsee tatsächlich handelt...


    - Weitere und ausführliche Informationen zu NoCo-14 finden Sie HIER
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    Neue Bilder vom mysteriösen Objekt in der Ostsee 27. Juni 2012
    Neue Informationen über das mysteriöse Objekt in der Ostsee
    22. Juni 2012
    Erste Aufnahmen der mysteriösen Kreisstruktur am Grunde der Ostsee veröffentlicht
    15. Juni 2012
    Taucher dringen erstmals zur mysteriösen Kreisstruktur in der Ostsee vor
    8. Juni 2012
    Schatztaucher fanden zweite mysteriöse Kreisstruktur in der Ostsee 14. Februar 2012
    Schatzsucher finden mysteriöse Kreisstruktur am Grunde der Ostsee
    5. Juli 2011


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    Quelle: facebook.com/OceanXteam

  • Stephen Hawking warnt vor Higgs Boson: 'Gottesteilchen' könnte Universum auslöschen

    Archiv: Stephen Hawking während eines Vortrages bei der NASA 2008. | Copyright: NASA

    Cambridge (England) - Er gilt als einer, wenn nicht gar der genialste lebende Wissenschaftler, hat sich zugleich aber auch einen Ruf damit gemacht, dass er in regelmäßigen Abständen vor potentiellen Gefahren aktueller wissenschaftlich-technischer Entwicklungen warnt - etwa vor Kontaktversuchen mit Außerirdischen oder dem Streben nach der Entwicklung künstlicher Intelligenz, in denen Hawking eine potentielle Bedrohung unserer Zivilisation sieht. Jetzt befürchtet das Genie nicht nur den Untergang der Menschheit, sondern die Auslöschung des gesamten Universums und das durch keinen geringeren subatomaren Partikel als das populär auch als "Gottesteilchen" bezeichnete Higgs Boson. Zugleich gibt Hawking aber auch zu bedenken, dass die Wahrscheinlichkeit für ein solches Szenario denkbar klein ist.

    Die im vergangenen Jahr von Wissenschaftlern am europäischen Kernforschungszentrum CERN vermeldete Entdeckung des Higgs Boson war eines der Ziele der Experimente mit dem weltgrößten Teilchenbeschleuniger, dem Large Hadron Collider (LHC). Das Teilchen selbst wird deshalb auch populär als "Gottesteilchen" bezeichnet, da es aller Materie überhaupt erst ihre Masse verleiht (...wir berichteten 1, 2).


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    Wie Hawking laut der "Times" in der Einleitung zu dem neu erscheinenden Buch "Starmus" ausführt, wäre es theoretisch möglich, dass das Higgs Boson bei Energien von mehr als 100 Milliarden Gigaelektronenvolt (GeV) instabil wird und so zu einem "katastrophalen Vakuumzerfall" führen könnte.

    In einem solchen Szenario würde eine Blase echten Vakuums entstehen und sich dann mit Lichtgeschwindigkeit im ganzen Universum ausdehnen und das vorhandene Universum damit auslöschen. "Dieser Vorgang könnte jederzeit in Gang gesetzt werden und niemand würde es kommen sehen."


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    Zugleich gibt Hawking aber auch zu bedenken, dass ein entsprechend notwendiger Teilchenbeschleuniger, mit dem das notwendige Energieaufkommen von mehr als 100 Milliarden GeV erzeugt werden könnte, selbst größer als die Erde sein müsste. Aus diesem Grund sei es wohl kaum vorstellbar, dass eine solche Maschine in absehbarer Zeit gebaut, geschweige denn überhaupt erst finanziert werden könne.

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    Quelle: thesundaytimes.co.uk

  • Fischer fängt "Riesengarnele"

    Riesiges Krustentier am Angelhaken vor Fort Pierce. | Copyright/Quelle: Steve Bargeron / facebook.com/MyFWC

    Fort Pierce (USA) - Einem amerikanischen Angler ist Mitte vergangener Woche ein ungewöhnlicher Fang an die Angel geraten: Mit einer Länge von annähernd einem halben Meter stellt die im wahrsten Sinne des Worten Riesen-Garnele örtliche Biologen vor ein Rätsel. Um welche Art es sich genau handelt ist ebenso unklar wie die Antwort auf die Frage, warum das Tier so groß ist.

    Wie die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission (FWC) auf ihrer Facebook-Seite berichtet, gelang der unerwartete Fang einem Angler an den Hafendockanlagen von Fort Pierce.


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    Weitere Fotos des Reisenfangs. | Copyright/Quelle: Steve Bargeron / facebook.com/MyFW

    Glücklicherweise wurde der ungewöhnliche Vorfall von einem weiteren anwesenden Angler, Steve Bargeron, fotografiert, bevor der Riesenschrimp wieder ins Wasser geworfen wurde.


    Naturalistische Darstellung eines Fangschreckenkrebses aus R A Lydekker - The Royal Natural History

    Laut dem FWC vermuten Biologen, dass es sich um eine Art von Fangschreckenkrebs handelt, die trotz ihres ähnlichen Aussehens, nicht mit Garnelen sondern mit Heuschreckenkrebsen (Stomatopoda) verwandt sind. Weitere Untersuchungen der Aufnahmen sollen nun dazu führen, das riesige Krustentier noch genauer zu identifizieren.


    Tatsächlich sieht das Tier einem Fangschreckenkrebs sehr ähnlich. Bislang war jedoch nicht bekannt, dass die Tiere annähernd einem halben Meter lang werden können. Die größten bislang bekannten Exemplare erreichten eine Länge von rund 30 Zentimetern.


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    Quelle: FWC

  • DNA-Analyse soll Jack the Ripper identifiziert haben

    DNA-Analysen legen nahe, dass Aaron Kosminski der legendäre "Ripper" war. | Copyright: Public Domain

    London (England) - Mit einer "World Exclusive"-Schlagzeile machte am Wochenende die britische "Mail on Sunday" von sich reden und erklärte, dass ein Amateurforscher gemeinsam mit Genetikern die Identität des legendenumwobenen Massenmörders Jack the Ripper 126 nach dessen Taten mittels DNA-Analysen offenbaren konnte. Demnach soll es sich bei dem Ripper um den Friseur und polnischen Immigranten Aaron Kosminski gehandelt haben.

    Die mindestens fünf Morde an Prostituierten in Stadtviertel Whitechapel im Londoner East End im Herbst 1888 sorgten von jeher für eines der größten Mysterien der Kriminalgeschichte und zugleich natürlich auch für so manche Spekulation, Verschwörungstheorie und Inhalte zahlreicher Bücher, Dokumentationen und Kinofilme.


    Wie die "Mail" berichtet, fanden sich die DNA-Spuren auf einem Schal, der bei der Leiche eines der Ripper-Opfer, der Prostituierten Catherine Eddowes, gefunden und auf dem das Blut der Frau als auch ihres Mörders entdeckt wurde.



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    Der Schal selbst wurde 2007 von dem Geschäftsmann Russel Edwards auf einer Auktion ersteigert und die DNA-Analyse mit Hilfe des als Experte für genetische Kriminialbeweise bekannten Molekularbiologen und Forensikexperten Dr. Jari Louhelainen von der Liverpool John Moores University analysiert. Am 9. September erscheint Edwards Buch "Naming Jack the Ripper" erstmals auf Englisch.



    Anhand der Blutspuren und neuster Analysemethoden gelang es Louhelainen nicht nur 126 Jahre alte DNA aus dem Material zu extrahieren, sondern diese auch mit der von Nachkommen Eddowes und Kosminski erfolgreich zu vergleichen.

    Zunächst zeigte eine mikroskopische Analyse und eine Untersuchung mittels Infrarot-Spektroskopie, dass es sich um arterielles Blut handelte, das nur vom blutigen Aufschlitzen Catharine Eddowes selbst stammen konnte. Auch Spuren von Nierenzellen, deuteten auf den Mord an der Prostituierten hin, da dieser vom Ripper eine Niere entfernt worden war.


    Untersuchungen mit Hilfe von UV-Licht offenbarten dann auch Spermaspuren auf dem Schal, die - so die Argumentation der Kriminalisten - nur vom Mörder, also von Jack the Ripper selbst stammen konnten.



    Zeitgenössische Darstellung der Auffindung er Leiche eines der Opfer von Jack the Ripper.

    Aus den Blutspuren konnte mitochondriale DNA der weißen Blutzellen gewonnen werden. Da diese sog. m-DNA nur von den Müttern vererbt wird, brauchten die Forscher zur Bestätigung, dass es sich tatsächlich um das Blut von Eddowes handelt eine Vergleichsprobe mit einem Nachkommen der Prostituierten, wie sie sich in der Person einer Ur-Ur-Urenkelin von Catharine Eddowes fand.


    Der Nachweis des Täters anhand der Spermaspuren war hingegen schon schwieriger, da die Spermien-DNA bereits zerfallen war. Aus diesem Grund konzentrierten sich die Forscher auf die Suche nach Epithelzellen der Harnröhre, aus der die Ripper-DNA extrahiert werden konnte. Anhand eines Vergleich mit der DNA von Nachkommen der Tatverdächtigen konnte schlussendlich dann Kosminski als Jack the Ripper identifiziert werden


    Kosminski galt schon während der eigentlich Untersuchungen als einer der Hauptverdächtigen und auch in den folgenden Jahrzehnten wurde er neben dem Enkel von Königin Victoria, Prince Albert Victor, dem Spätimpressionisten Walter Sickert oder auch dem früheren Premierminister William Gladstone immer wieder als einer der Hauptverdächtigen diskutiert.


    Zwar galt Kosminski schon während der ersten polizeilichen Untersuchungen als paranoid-schizophren, litt an auditiven Halluzinationen und wurde als "ein sich selbst misshandelnder, masturbierender Frauenhasser" beschrieben, doch hatte die Polizei außer einer passenden Zeugenbeschreibung nicht genügend Beweise an der Hand, um ihn länger als 24 Stunden festzusetzen. Danach verbrachte er den Rest seines Lebens in zeitgenössischen psychiatrischen Anstalten.


    Die Analysen, so zeigt sich Edwards überzeugt, "belegen nun nicht nur, dass der Schal (dessen Herkunft lange Zeit als umstritten galt) tatsächlich jener Schal war, der im September 1888 neben der blutüberströmten Leiche von Catherine Eddowes gefunden wurde, sondern auch, dass sich darauf auch das Blut eines der Hauptverdächtigen, Aaron Kosminsk, befindet."

    Mit Veröffentlichung der Analyseergebnisse treten aber auch schon erste Kritiker auf den Plan. Diese bemängeln zum einen, dass die Ergebnisse zuerst in der "Mail on Sunday" und nicht in einem Fachartikel veröffentlicht wurden und auch, dass ein solcher Artikel bislang auch bei keinem wissenschaftlichen Fachjournal zur Expertenbegutachtung (Peer Review) eingereicht, geschweige denn publiziert wurde. Zudem könnten Spermienspuren des in Whitechapel lebenden Kosminskis auch auf andere Weise auf den Schal einer Prostituierten gelangt sein. Zudem sei die Aufklärung eines der angeblichen Ripper-Morde nicht zwangsläufig auch der Beweis dafür, dass besagter Täter auch für die Morde an den anderen Frauen veranwtortlich war.


    - Den vollständigen Artikel der "Mail on Sunday" finden Sie HIER


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    Mysterium Jack the Ripper: Scotland Yard kämpft um weitere Geheimhaltung der Akten 17. Mai 2011
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    Quelle: dailymail.co.uk

  • 67P: Rosettas Zielkomet überrascht die Wissenschaftler

    Rosetta-Aufnahme von 67P/Tschurjumow-Gerassimenko vom 3. August 2014. | Copyright: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team

    Boulder (USA) - Bevor die europäische Raumsonde Rosetta im kommenden November die Landeeinheit Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko absenden soll, haben die sich ebenfalls an Bord von Rosetta befindlichen Instrumente der US-Raumfahrtbehörde NASA ihre ersten wissenschaftlichen Ergebnisse der Untersuchung des Kometen geliefert. Diese fielen jedoch anders aus als erwartet.

    Wie die NASA berichtet, hat das Ultraviolett-Spektrometer "ALICE" bereits im vergangenen Monat damit begonnen, die Oberfläche des Kometen im fernen ultravioletten Lichtspektrum zu kartografieren. Hierbei zeigte sich, dass die Kometenoberfläche im ultravioletten Spektrum betrachtet ungewöhnlich dunkel, dunkler sogar als holzkohle-schwarz ist. Hinzu hat ALICE Wasserstoff und Sauerstoff in der Koma, also der Atmosphäre des Kometen entdeckt.


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    Zugleich haben die Rosetta-Wissenschaftler der NASA jedoch festgestellt, dass es auf der Oberfläche des Kometen keine Anzeichen von großen Wasserflecken gibt. Doch genau diese hatten die Wissenschaftler eigentlich erwartet, da sich der Komet derzeit zu weit von der Sonne entfernt befindet, als dass die Sonnenwärme das Wasser des Kometen verdampfen lassen würde.

    "Wir sind etwas überrascht darüber, wie wenig reflektiv die Kometenoberfläche ist und wie wenig Hinweise wir für freigelegtes Wassereis auf der Oberfläche sehen", gesteht der ALICE-Chefwissenschaftler Alan Stern vom Southwest Research Institute in Boulder in Colorado ein.


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    Kurioses Simulacrum: Komet 67/P zeigt (s)ein Gesicht 7. August 2014
    67P/Tschurjumow-Gerassimenko: Kometensonde Rosetta hat ihr Ziel erreicht 7. August 2014

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    Quelle: NASA

  • Ältester christlicher Talisman entdeckt

    Der "Abendmahl-Talisman". | Copyright: University of Manchester, manchester.ac.uk


    Manchester (England) - In den Archiven der Bibliothek der John Rylands Library der University of Manchester wurde ein 1.500 Jahre alter Papyrus entdeckt, bei dem es sich um die bislang früheste Beschreibung des Letzten Abendmahls im Kontext eines Talismans handelt. Somit handelt es sich um den frühesten Beleg dafür, die die frühen Christen die altägyptischen Tradition magischer Talismane und Segenssprüche übernommen haben.

    "Es handelt sich um das früheste noch erhaltenen Dokument, dass die christliche Eucharistieliturgie, also den Ablauf des Letzten Abendmahls und "Manna des Himmels" im Kontext einer Art Schutzzaubers beschreibt", so die Wiederentdeckerin des Papyrus Dr. Roberta Mazza.


    Entdeckt hatte Mazza den antiken, griechischen Papyrus im Rahmen ihrer Aufarbeitung tausender bislang unveröffentlichter Papyrusfragmente im Archiv der Bibliothek. Das Papyrusfragment selbst befindet sich schon seit 1901 unerkannt in Besitz der Rylands Library.



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    Laut Mazza wirft das magische Amulett ein wichtiges Licht auf das frühe Christentum, stammt es doch aus einer Zeit, gerade einmal 300 Jahre nachdem Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion erhoben hatte.

    "Der Papyrus zeigt, wie die Christen den altägyptischen Brauch übernommen hatten, Amulette zu tragen, die den Träger vor Schaden und Gefahren bewahren sollten", erläutert Mazza. "Bei diesen Amuletten handelte es sich um Stücke aus Papyrus, auf denen Zauber- Segenssprüche und Gebete notiert wurden. Die frühen Christen haben die ägyptischen Zaubersprüche, die sich an altägyptische und griechisch-römische Götter wendeten, durch Auszüge aus der Bibel ersetzt.


    Der Umstand, dass der christliche Talisman-Text auf der Rückseite eines Fragments eines Getreidesteuerbelegs notiert wurde, ermöglicht eine Zuordnung der Herkunft des Papyrus in das Dorf Tertembuthis vor den Toren der antiken ägyptischen Stadt Hermopolis Magna, in der Nähe des heutigen el-Aschmunein.


    "Der Hersteller dieses Amuletts hat den Text auf die Rückseite eines Stückes dieses Belegs geschrieben und dieses Stück dann so gefaltet, dass es in einem Medaillon oder einem Anhänger getragen werden konnte", so die Forscherin weiter. "Dies ist eine wichtige und zugleich unerwartete Entdeckung, da es sich um das früheste Dokument handelt, das die Verwendung von Magie im christlichen Kontext aufzeigt. Es ist zugleich der erste und älteste Talisman überhaupt, der Bezug zum letzten Abendmahl und damit zur christlichen Eucharistie und zum alttestamentarischen Manna nimmt."


    "Bis heute verwenden Christen immer noch Bibelzitate als Schutzsprüche. Das nun vorliegende Amulett könnte also den Beginn dieser 'christlichen Tradition' markieren", so Mazza. "Obwohl wir eigentlich kaum etwas über den Besitzer bzw. Träger des Amuletts wissen, glauben wir doch, dass es einem Bewohner des Dorfes unweit von Hermopolis Magna gehört haben könnte. Darüber hinaus können wir sagen, dass es sich um ein wirklich seltenes Beispiel dafür handelt, wie bedeutend das Christentum und die Bibel schon zur damaligen Zeit nicht nur für Priester und die Elite, sondern auch für die einfachen Leute geworden war."


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    Ebenso merkt die Wissenschaftlerin an, dass der Hersteller des Amuletts die Bibel zwar kannte, dass ihm aber dennoch eine Vielzahl von Fehlern unterliefen: "Einige Worte sind falsch geschrieben und andere sind in der falschen Abfolge notiert. Dieser Umstand legt nahe, dass es sich nicht um eine Abschrift sondern um einen eher frei an der Quelle formulierten Text handelt."

    "Dank dieser Entdeckung wissen wir nun, dass das Wissen über die Bibel im sechsten Jahrhundert sehr viel mehr verbreitet und in der ägyptischen Gesellschaft verankert war als man dies bislang vermutet hatte.


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    Quelle: manchester.ac.uk

  • Forscher konstruieren erstmals ein aktiv bewegliches Zellskelett-Membran-System

    Unterschiedlich verformte Vesikel. | Copyright: Christoph Hohmann/nano initiative munich

    München (Deutschland) - Notwendig waren nur wenige Zutaten, mit dem Münchner Biophysiker nun erstmals ein minimalistisches Zellmodell verwirklicht haben, das sich von ganz alleine verformt und bewegt.

    Wie die Forscher um den Biophysiker Prof. Andreas Bausch und seinem Team an der Technischen Universität München (TUM) aktuell im Fachjournal "Science" berichten, entspricht das Modell dem evolutionären Vorfahren unsrer heutigen komplexen Zellen, der sogenannten Urzelle. Im Gegensatz zu den heutigen komplexen Gebilden mit ausgeklügeltem Stoffwechsel, bestand die Urzelle nur aus einer Membran und wenigen Molekülen. Zwar war sie ein minimalistisches, aber bereits perfekt arbeitendes System.


    Ziel des internationalen Forscherteams um Bausch ist es, mit wenigen Grundzutaten ein einfaches Zellmodell mit einer bestimmten Funktion zu schaffen. Damit folgen die Forscher dem Prinzip der "Synthetischen Biologie", die einzelne Zellbausteine zu künstlichen biologischen Systemen mit neuen Eigenschaften zusammenfügt.


    Die Vision der Wissenschaftler war es, ein zellähnliches Modell mit einer biomechanischen Funktion zu erschaffen. Dieses soll sich dann ohne Einfluss von außen von selber aktiv bewegen oder verformen.


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    Wie dies nun erstmals gelungen ist, beschreiben die Forscher so: "Das Modell setzt sich zusammen aus einer Membranhülle, zwei verschiedenen Sorten von Biomolekülen und einer Art Kraftstoff. Die Hülle, auch als Vesikel bezeichnet, besteht aus einer zweischichtigen Lipidmembran, analog zu natürlichen Zellmembranen. Die Vesikel füllen die Wissenschaftler mit Mikrotubuli, einem röhrenförmigen Bestandteil des Zellskelettes, und mit Kinesinmolekülen. Kinesine dienen gewöhnlich in der Zelle als molekulare Motoren, die entlang der Mikrotubuli Zellbausteine transportieren. Im Experiment schieben diese Motoren die Röhrchen permanent aneinander entlang. Dafür benötigen Kinesine den Energieträger ATP, der im Versuchsansatz ebenfalls vorhanden ist.

    Die Mikrotubuli-Röhrchen bilden im Experiment physikalisch gesehen direkt unter der Membran einen zweidimensionalen Flüssigkristall, der ständig in Bewegung ist. (...) Man kann sich diese Flüssigkristallschicht vorstellen wie Baumstämme, die auf einem See treiben. Wird es zu dicht, ordnen sie sich parallel an und können doch noch aneinander vorbei treiben."


    Entscheidend für die Deformation der künstlichen Zellkonstruktion ist nun, dass der Flüssigkristall schon im Ruhezustand in Kugelform immer Fehlstellen bilden muss. Mathematiker erklären solche Phänomene mit dem Poincare-Hopf Theorem, oder anschaulich dem "Satz des Igels". Denn so wie man die Stacheln eines Igels nie bürsten kann, ohne dass eine kahle Stelle entsteht, können sich auch die Mikrotubuli nicht komplett gleichmäßig von innen an die Membranwand anlagern. Die Röhrchen stellen sich daher an einige Stellen leicht quer zueinander und dies in einer ganz bestimmten Geometrie. Da sich im Fall des Experiments der Münchner Wissenschaftler die Mikrotubuli durch die Aktivität der Kinesinmoleküle zudem ständig aneinander entlang bewegen, wandern auch diese Fehlstellen. Allerdings tun sie dies erstaunlicherweise auf eine sehr gleichmäßige und periodische Art und Weise, oszillierend zwischen zwei definierten Anordnungen.


    Bildet dieser Vesikel also eine Kugelform bildet, haben die Fehlstellen noch keinen Einfluss auf die äußere Form der Membran. Sobald aber ihm über Osmose Wasser entzogen wird, beginnt er sich durch die Bewegungen im Inneren zu verformen. Verliert der Vesikel mehr und mehr Wasser, so entstehen aus der überschüssigen Membran sogar stachelförmige Fortsätze, wie sie einige Einzeller zur Fortbewegung nutzen.


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    Während dieser Vorgänge bilden sich faszinierend viele verschiedene Formen und Dynamiken. Was auf den ersten Blick beliebig erscheint, gehorche in Wahrheit physikalischen Gesetzen, so die Forscher, denen es zugleich gelungen ist, einige Gesetzmäßigkeiten wie das periodische Verhalten der Vesikel zu entschlüsseln und auf deren Grundlage Vorhersagen für andere Systeme zu treffen.

    "Mit unserem synthetischen biomolekularen Modell haben wir eine ganz neue Möglichkeit geschaffen, um minimale Zellmodelle zu entwickeln", erklärt Bausch. "Es ist ideal geeignet, um modular die Komplexität zu erhöhen und so kontrolliert zelluläre Prozesse, wie Zellmigration oder Zellteilung, nachzubauen. Dass das künstlich geschaffene System vollständig physikalisch beschrieben werden kann, nährt die Hoffnung, dass wir bei den nächsten Schritten auch die physikalischen Gesetzmäßigkeiten der vielfältigen Zellverformungen, entdecken können."


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    Forscher konstruieren erstmals künstliches Chromosom eines "höheren" Lebewesens 28. März 2014 
    Genetiker will außerirdisches Leben auf der Erde künstlich nachzüchten 7. Oktober 2013 Forscher synthetisieren erstmals künstliche Zellmembrane 30. Januar 2012
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    21. Mai 2011

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    Quelle: tum.de

  • Erste sauerstoffproduzierende Lebensformen schon 60 Millionen Jahre früher als bislang bekannt

    In dieser Landschaft im indischen Bundesstaat Odisha fanden irische Forscher geologische Hinweise auf die bislang ersten sauerstoffproduzierenden Organismen. | Copyright: Quentin Crowley

    Dublin (Irland) - Irische Geologen haben das Geschichtsbuch der Evolution neu geschrieben, in dem sie den Nachweis dafür erbracht haben, dass sauerstoffproduzierende Lebensformen die Erde schon 60 Millionen Jahre früher als bislang angenommen bevölkert haben. Diese Lebensformen waren dafür verantwortlich, dass die frühe Erdatmosphäre mit Sauerstoff angereichert wurde, sodass auch komplexere Lebensformen entstehen und sich entwickeln konnten.

    Wie das Team um Professor Quentin Crowley vom Trinity College Dublin gemeinsam mit den Professoren Joydip Mukhopadhyay und Gautam Ghosh von der Presidency University in Kalkutta aktuell im Fachjournal "Geology" (DOI: 10.1130/G36091.1) berichtet, gab es diese Lebensformen schon vor mehr als drei Milliarden Jahren.


    Die Geologen haben Beweise dafür gefunden, dass chemische Verwitterung von Gestein zur Entstehung von Böden im Kraton von Singhbhum im indischen Bundesstaat Odisha unter Beteiligung von Sauerstoff geführt hat. Anhand von natürlich vorkommenden Uranium-Blei-Isotopen konnten die Wissenschaftler diesen Vorgang auf die Zeit vor 3,02 Milliarden Jahren datieren.


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    Das Muster der chemischen Verwitterung in diesen sogenannten Paläoböden stimmt mit einem zu dieser Zeit ansteigendem Anteil atmosphärischen Sauerstoffs überein: "Ein derart bedeutender Gehalt an Sauerstoff kann aber nur von Organismen erzeugt worden sein, die Lichtenergie und Kohlendioxid in Sauerstoff und Wasser umgewandelt haben", so die Forscher. "Dieser Prozess, der als Photosynthese bekannt ist, wird heute von Millionen von unterschiedlichen Pflanzen- und Bakterienarten betrieben. Es war die Zunahme und Ausbreitung von derart sauerstoffproduzierenden Arten, die die Zusammensetzung der Erdatmosphäre veränderte und ihr mehr Sauerstoff zuführte. Für die Entstehung mehrzelligen Lebens - und damit auch von uns Menschen - war dies eine wichtige Entwicklung" (...oder auch nicht, wir berichteten: 1, 2).

    Für Crowley ist diese eine faszinierende Entdeckung, die dabei behilflich sein kann, die noch leeren Stellen in unserem Wissen über die Evolution auf der jungen Erde zu füllen: "Dieser Paläoboden aus Indien belegt, dass es einen kurzen Impuls atmosphärischer Sauerstoffanreicherung, schon deutlich früher als bislang angenommen, gab. Die frühe Erde war sehr viel anders als das, was wir heute kennen. Die Atmosphäre unseres jungen Planeten war reich an Methan und Kohlendioxid mit einem nur geringen Anteil an Sauerstoff."


    Das weitgehend wissenschaftlich akzeptierte Modell der Evolution der Erdatmosphäre besagt, dass dieser Sauerstoffanteil bis vor 2,4 Milliarden Jahren nicht nennenswert anstieg. Erst die sogenannte "Große Sauerstoffkatastrophe" reicherte die Atmosphäre und Ozeane mit Sauerstoff an und läutete damit eine der größten Veränderungen in der evolutionären Geschichte der Erde ein.


    "Tatsächlich gab es mit Sicherheit schon vor 3 Milliarden Jahren Mikroorganismen auf der Erde, doch waren diese ganz sicher nicht in der Lage, Sauerstoff durch Photosynthese zu erzeugen", erläutern die Forscher weiter.


    "Bis vor kurzem war es noch unklar, ob es vor dieser Großen Sauerstoffanreicherung schon andere Sauerstoffanreicherungsereignisse gegeben hatte. Jetzt liefern uns diese Paläoböden den geologischen Beweis für ein solches, durch biologische Prozesse ausgelöstes, Ereignis vor 3,02 Milliarden Jahren."


    Während vor 3,4 Milliarden Jahren noch nahezu kein Sauerstoff überhaupt vorhanden war, hatten erst kürzlich Analysen von Paläoböden in Südafrika gezeigt, dass etwa vor 2,96 Milliarden Jahren die Sauerstofflevel begannen anzusteigen (...wir berichteten).


    Die Ergebnisse des Teams um Crowley rücken diese Marke nun erneut um weitere 60 Millionen Jahre zurück. "Beachtet man, dass wir Menschen diesen Planeten erst seit etwa einem Zehntel dieser Zeitspanne bevölkern, sind 60 Millionen Jahre kein unbedeutender Tropfen um evolutionären Ozean", so die Forscher abschließend.


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    Quelle: tcd.ie

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