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  • Heute auf grenzwissenschaft-aktuell.de
    Außerirdisches Leben, Space | Raumfahrt
    Meteorit belegt einst lebensfreundlichen Mars
    Athen (Griechenland) - Eine kleine Blase im Innern einen Mars-Meteoriten sorgt derzeit für Aufsehen: Während die einen darin sogar die fossilen Überreste eine biologischen Zelle und damit den direkten Beweis für einstiges Leben auf dem Roten Planeten sehen, gehen griechische Astrobiologen immerhin noch davon aus, dass es sich um einen geologischen Einschluss von Mineralien handelt, die eindeutig belegen, dass der Mars einst warm, feucht und lebensfreundlich war. weiterlesen...

    Medizin | Alternatives Heilen, Sonstige Phänomene
    Autisten haben zusätzliche Synapsen im Hirn
    New York (USA) - Autistische Kinder und Erwachsene haben mehr Synapsen im Hirn als "gesunde" Menschen. Zu dieser Erkenntnis kommen US-Neuromediziner in einer aktuellen Untersuchung. Damit bestätigen sie frühere Vermutungen, das Autisten über mehr der Hirnzellenverbindungen verfügen als vermeintlich "normale" Menschen. weiterlesen...

    Space | Raumfahrt, Natur | Umwelt
    NASA bezweifelt Meldungen über Meeresplankton außerhalb der ISS

    Washington (USA) - Die Nachricht sorgte vielerorten für Rätselraten: Auf der Außenhaut der Internationalen Raumstation ISS sollen russische Kosmonauten Meeresplankton und andere hier sogar gedeihende Mikroorganismen gefunden haben, obwohl sie hier den widrigen Umständen des Vakuums und ungeschützt solarer- wie kosmischer Strahlung ausgesetzt sind. Jetzt hat ein NASA-Sprecher diese Berichte allerdings in Zweifel gezogen. Die GreWi-Redaktion hat hingegen eine ganz andere Vermutung. weiterlesen...

    ...weitere Meldungen folgen
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    Meldungen vom 21. August 2014

    Natur | Umwelt, Außerirdisches Leben
    Erstmals eindeutige Beweise für Leben und Ökosysteme unter kilometerdickem Eisschild der Antarktis

    Bozeman (USA) - Im Rahmen des WISSARD-Projekts (Whillans Ice Stream Subglacial Access Research Drilling) vermeldeten im Frühjahr 2013 US-Forscher die erfolgreiche Anbohrung des unter dem Eisschild der Westantarktis verborgenen subglazialen See Lake Whillan. Schon wenige Tage später berichteten sie, erste Anzeichen für dortiges Leben gefunden zu haben. Jetzt präsentieren die Wissenschaftler erstmals unumstößliche Beweise für dieses Leben und beschreiben sogar ein heute noch aktives und artenreiches Ökosystem. Die Entdeckung könnte aus Konsequenzen für die Suche nach außerirdischem Leben im Sonnensystem haben. weiterlesen...

    Space | Raumfahrt, Technik
    Square Kilometre Array: Deutschland steigt aus Beteiligung an weltgrößtem Radioteleskop aus

    Berlin (Deutschland) - Bereits am 5. Juni 2014 hat die Bundesregierung mit einem offiziellen Schreiben des Bildungs- und Forschungsministeriums die Absicht bekundet, sich aus dem Projekt der geplanten größten Radioteleskop-Anlage, der sogenannten Square Kilometre Array (SKA), zurückzuziehen. Die Begründung: Einspaarmaßnahmen künftiger Bundeshaushalte. Jetzt machen Astronomen verstärkt auf die negativen Konsequenzen eines solchen Schritt aufmerksam und hoffen, die Bundesregierung von Verbleib innerhalb der SKA-Organisation zu überzeugen. Neben der großen grundsätzlich wissenschaftlichen und astropysikalischen Bedeutung des Projekts soll sich das SKA nach Fertigstellung auch an der Suche nach außerirdischem Leben und intelligenten Signalen beteiligen (m.Video). weiterlesen...




    Meldungen vom 20. August 2014

    PSI-Phänomene
    Studie offenbart erhöhte telepathische Fähigkeiten bei Autistin
    Medford (USA) - Dass Autisten trotz oder gerade wegen ihrer eingeschränkten Fähigkeiten zur sozialen Interaktion mit dem, was andere als die reale Umwelt und Umgebung bezeichnen, meist über extrem ausgeprägte und fokussierte kognitive und künstlerische Begabungen verfügen, ist der Allgemeinheit spätestens seit dem Hollywood-Film "Rain Man" mit Dustin Hoffman und Tom Cruise bekannt. Immer wieder berichten Freunde, Angehörige und Therapeuten aber auch über eine Vielzahl von vermeintlich paranormalen Fähigkeiten bei autistisch veranlagten Menschen. In einer gezielten Studie an einem neunjährigen Mädchen, bei dem wiederholt die Fähigkeit zur Telepathie - also des Gedankenlesens - beobachtet wurde, erzielte eine US-Neuropsychiaterin nun ganz erstaunliche Ergebnisse. weiterlesen...

    Meldungen vom 19. August 2014

    Natur | Umwelt
    Aus Maus wird wieder Fisch: Genetiker drehen Immunsystem um 500 Millionen Jahre zurück

    Freiburg (Deutschland) - Durch die Reaktivierung eines sehr ursprünglichen Gens ist es Genetikern gelungen, das Immunsystem von Mäusen in einen Zustand zurücksetzen, der vermutlich vor etwa 500 Millionen Jahren, also zur Zeit der ersten Wirbeltiere, existierte. Dadurch entwickelt sich im Experiment mit Mäusen in den Säugetieren ein zentrales Immunorgan so, wie eigentlich nur bei Fischen. weiterlesen...

    UFOs
    Forscher veröffentlichen Statistiken zu 25 Jahren UFO-Sichtungen in Kanada

    Winnipeg (Kanada) - Nachdem der kanadische UFO-Forscher Chris Rutkowski von "UFOlogy Research" jahrelang jedes Jahr einen statistischen Jahresrückblick über die den Forschern berichtete UFO-Aktivität in Kanada veröffentlicht hat, präsentiert Rutkowski nun zum 25. Jubiläum der Forschungsorganisation einen statistischen Rückblick über kanadische UFO-Sichtungen der vergangenen 25 Jahre von 1989 bis 2013. weiterlesen...

    Meldungen vom 18. August 2014

    UFOs, Disclosure
    Chiles staatliche UFO-Forscher und Militärs: "UFOs sind keine Gefahr für den Luftverkehr"

    Santiago (Chile) - In Chile untersucht das "Comité de Estudios de Fenómenos Aéreos Anómalos" (CEFAA) als eine dem zivilen chilenischen Luftfahrtministerium (Dirección General de Aeronáutica Civil, DGAC) sowie der Luftwaffe unterstellte offizielle Forschungsinstitution unidentifizierte Flugobjekte (UFOs) im Luftraum Chiles. Auf einem kürzlichen Treffen der CEFAA mit geladenen Wissenschaftlern und Militärs haben diese einstimmig erklärt, dass man zwar davon überzeugt ist, dass am Himmel über dem Andenstaat unidentifizierte Erscheinungen zu sehen sind, dass aber von diesen Phänomenen keine Gefahr für den Flugverkehr ausgehe (m.Video). weiterlesen...

    Meldungen vom 16. August 2014

    Natur | Umwelt, Sonstige Phänomene
    Neue Kommunikationsform zwischen Pflanzen entdeckt

    Blacksburg (USA) - US-Forscher haben eine bislang unbekannte Form der Kommunikation von Pflanzen untereinander entdeckt. Mit der "Sprache" auf molekularer Ebene können Pflanzen erstaunlich große Mengen an genetischer Information miteinander austauschen. (m.Video) weiterlesen…


  • Meteorit belegt einst lebensfreundlichen Mars
    Elektronenmikroskopaufnahme der Mikroblase im Nakhla-Meteoriten vom Mars. | Copyright: Elias Chatzitheodoridis, Sarah Haigh, and Ian Lyon

    Athen (Griechenland) - Eine kleine Blase im Innern einen Mars-Meteoriten sorgt derzeit für Aufsehen: Während die einen darin sogar die fossilen Überreste eine biologischen Zelle und damit den direkten Beweis für einstiges Leben auf dem Roten Planeten sehen, gehen griechische Astrobiologen immerhin noch davon aus, dass es sich um einen geologischen Einschluss von Mineralien handelt, die eindeutig belegen, dass der Mars einst warm, feucht und lebensfreundlich war.

    Wie die Forscher um Elias Chatzitheodoridis von der National Technical University of Athens (NTUA) aktuell im Fachjounral "Astrobiology" (DOI: 10.1089/ast.2013.1069) berichten, entdeckten sie die Mikroblase im Innern des 1911 in Ägypten zur Erde gefallenen Nakhla-Meteoriten, der vor rund 1,3 Milliarden Jahren aus dem Mars geschlagen wurde.


    Die ovale Blase beinhaltet demnach eisenreiche Tonerdemineralien und obwohl die Blase selbst an ein fossiles Bakterium erinnert, gehen die Forscher um Chatzitheodoridis davon aus, dass die geologischen Ursprungs ist und es sich um das Ergebnis von Wasser handelt, das einst durch das Gestein gesickert ist.


    www.grenzwissenschaft-aktuell.de
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    Im Innern der Blase entdeckten die Forscher unterschiedliche Tonmineralien, darunter Smektite, Eisenoxide und Eisensulfide. Damit entspricht die Probe dem, was auch der derzeitige NASA-Mars-Rover "Curiosity" im Innern des Gale Kraters auf dem Mars bereits entdeckt hat.

    Schon frühere Untersuchungen des Nakhla-Meteoriten hatten gezeigt, dass der Brocken einst auf dem Mars mit Wasser in Berührung gekommen sein musste (siehe: Links). 2006 entdeckte eine Untersuchung von Proben des Nakhla-Meteoriten kleinste tunnelartige Strukturen, die jenen gleichen, wie sie auf der Erde von Bakterien hinterlassen werden, die sich durch Gestein graben. Auch 2006 kamen die Forscher zu der Schlussfolgerung, dass diese Mikrostrukturen schon entstanden sein mussten, bevor der Brocken aus dem Mars geschlagen wurde.


    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
     
    Meteorit offenbart erstmals Beweise dafür, dass Wasser die Oberfläche des Mars aufgelöst hat 13. Februar 2013
    Seltener Meteorit offenbart Mineralablagerungen durch Wasser auf dem Mars 10. Februar 2011

    grenzwissenschaft-aktuell.de
    Quelle: online.liebertpub.com

  • Autisten haben zusätzliche Synapsen im Hirn

    Neuronen im Hirn eines gesunden Personen (links) zeigen deutlich weniger Synapsen-Fortsätze als die eines Autisten. | Copyright: Guomei Tang, PhD and Mark S. Sonders, PhD/Columbia University Medical Center)

    New York (USA) - Autistische Kinder und Erwachsene haben mehr Synapsen im Hirn als "gesunde" Menschen. Zu dieser Erkenntnis kommen US-Neuromediziner in einer aktuellen Untersuchung. Damit bestätigen sie frühere Vermutungen, das Autisten über mehr der Hirnzellenverbindungen verfügen als vermeintlich "normale" Menschen.

    Wie das Team um Professor David Sulzer vom Columbia University Medical Center (CUMC) aktuell im Fachjournal "Neuron" (DOI: 10.1016/j.neuron.2014.07.040) berichtet, führen sie die Existenz der vermeintlich überschüssigen neuronalen Hirnverbindungen auf eine Verlangsamung der normalen "Hirnaufastung" während der Entwicklung des Gehirns zurück.


    "Da es sich bei Synapsen um jene Punkte handelt, an denen sich die Neuronen (also dir Hirn-Nervenzellen) miteinander verbinden und kommunizieren, haben die überschüssigen Synapsen bei Autisten wahrscheinlich grundlegende Auswirkungen auf die Hirnfunktionen", so die Forscher.


    www.grenzwissenschaft-aktuell.de
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    Während der "normalen" Hirnentwicklung kommt es - besonders in der Hirnrinde (Cortex) - zu einem regelrechten Ausbruch an Synapsen im Säuglingsalter. Bis zum Jugendalter beseitigt die sogenannte Aufastung dann jedoch wieder etwa die Hälfte dieser cortikalen Verbindungen. "Während die meisten Menschen glauben, dass viele Synapsen - wie sie auch durch Lernen entstehen - etwas positives sind, scheint es aber auch so zu sein, dass auch zu viele und vor allem überschüssige Synapsen einen negativen Effekt haben können und die Entfernung zweckwidriger Synapsen nützlich ist."

    Mit Hilfe eines Medikaments, das die "normale" synaptische Aufastung wieder herstellt, gelang es den Forschern zugleich, autistisches Verhalten bei Mäusen selbst dann noch zu reduzieren, nachdem die Verhaltenauffälligkeit schon aufgetreten war. Bislang verhindern jedoch die beobachteten Nebeneffekte des Medikaments "Rapamycin" die Anwendung am Menschen.


    Zum Thema




    Die Forscher sehen in der Entdeckung eine "wichtige Erkenntnis, die zu neuen und therapeutischen Strategien bei der Behandlung von Autismus" führen könne. Es könnte also möglich sein, Menschen mit Autismus erfolgreich zu behandeln, selbst nachdem die Krankheit schon diagnostiziert wurde."

    + + +GreWi-Kommentar
    Die Nachricht des Nachweises überschüssiger Synapsen erreichte uns nur wenige Tage nach Bekanntwerden einer Studie, die verstärkte telepatische Fähigkeiten bei einigen Autisten zu belegen scheint (...wir berichteten). Hier jetzt gleich eine Verbindung herzustellen ist sicherlich verfrüht, dennoch wäre es sicherlich aufschlussreich auch vor diesem Hintergrund genau zu untersuchen, zu welchen kognitiven Fähigkeiten die entdeckten "überflüssigen" Synapsen führen. Schließlich vermuten selbst die Autoren der in dieser Meldung beschriebenen Studien, dass "die überschüssigen Synapsen bei Autisten wahrscheinlich grundlegende Auswirkungen auf die Hirnfunktionen" haben.

    Darüber hinaus sei erwähnt, dass der "Zustand" von Autisten zwar für die meisten vermeintlich "Normalen" befremdlich, und ihre oft extrem eingeschränkte Fähigkeit zur "normalen" sozialen Interaktion bedauernswert erscheinen mag, dass aber Angehörige, Freunde und Therapeuten in diesem Zustand vermehrt auch die ganz besondere Qualität ihres autistischen Mitmenschen erkennen, der auf seinen ganz eigenen Gebieten faszinierende Fähigkeiten und liebevollen Eigenschaften besitzt. Beispiele von Autisten mit überentwickelten kognitiven und künstlerischen Fähigkeiten bilden hier nur die für uns "Normale" sichtbare Spitze dieser Qualitäten.

    grenzwissenschaft-aktuell.de

    Quelle: cumc.columbia.edu

  • NASA bezweifelt Meldungen über Meeresplankton außerhalb der ISS

    Die Internationale Raumstation ISS. | Copyright: NASA

    Washington (USA) - Die Nachricht sorgte vielerorten für Rätselraten: Auf der Außenhaut der Internationalen Raumstation ISS sollen russische Kosmonauten Meeresplankton und andere hier sogar gedeihende Mikroorganismen gefunden haben, obwohl sie hier den widrigen Umständen des Vakuums und ungeschützt solarer- wie kosmischer Strahlung ausgesetzt sind. Jetzt hat ein NASA-Sprecher diese Berichte allerdings in Zweifel gezogen. Die GreWi-Redaktion hat hingegen eine ganz andere Vermutung.

    Wie man russischen Nachrichtenagenturen entnehmen kann, wurde das Plankton bereits im vergangenen Jahr zu ersten Mal festgestellt und Forscher vermuten, dass starke Winde die Mikroorganismen auf rund 400 Kilometer Höhe bis zur Umlaufbahn der Raumstation transportiert haben sollen.


    Tatsächlich umkreist die ISS unsere Erde nicht im freien Weltraum sondern immer noch innerhalb der zweitäußertsten Schicht unserer Atmosphäre, der sogenannten Thermosphäre auf einer Höhe von rund 400 Kilometern. Erst innerhalb der sogenannten Exosphäre, oberhalb von rund 600 Kilometern Höhe, können Teilchen mit genügend Fluchtgeschwindigkeit ins All entweichen.


    Gegenüber "Space.com" hat nun jedoch NASA-Sprecher Dan Huot entsprechende Meldungen bezweifelt und erklärt: "Zumindest was uns (also die NASA) anbetrifft, so haben wir von unseren russischen Kollegen bislang noch keine offizielle Bestätigung bekommen, dass wie auf der ISS Meeresplankton gefunden haben."


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    "Die Russen haben tatsächlich Proben von den Außenseiten eines Fensters des russischen Segments und der Außenhülle der ISS entnommen, um diese auf Ablagerungen zu überprüfen, die entweder die Sicht oder die Struktur beeinträchtigen könnten", so Huot weiter. Bei derartige Ablagerungen handele es sich jedoch um Rückstände der Raketentriebwerke der Station. "Wir kennen derzeit die Quelle der Behauptung, dass dabei Meeresplankton gefunden wurde nicht."


    Tatsächlich erklären zugleich NASA-Wissenschaftler, dass Plankton durchaus mit Transportmodulen zur ISS gelangt sein könnte. Zudem haben bereits frühere Untersuchungen und Studien gezeigt, dass einige Mikroorganismen tatsächlich auch im Weltraum über längere Zeiträume ungeschützt überleben können. Auch in den oberen Atmosphärenschichten selbst haben Wissenschaftler bereits Mikroben entdeckt, wenn auch mit bis zu 16 Kilometern deutlich tiefer als die Umlaufbahn der ISS (...wir berichteten). Laut dänischen Wissenschaftlern wurden Bakterien aber auch schon in bis zu 40 Kilometern Höhe entdeckt.



    + + +GreWi Kommentar
    Die GreWi-Redaktion ist hingegen der Meinung, dass es sich um ein Missverständnis aufgrund der Vermischung von Informationen miteinander handelt, wie sie auf der ursprünglichen ITAR-TASS-Meldung beruht. Hierin ist von den Arbeiten der beiden Kosmonauten Oleg Artemjew und Alexander Skworzow am vergangenen Montag die Rede. Zu den Aufgaben bei diesem Außeneinsatz gehörte auch der Rückbau einer kleinen Laboreinheit, mit der in einem Langzeitexperiment Mikroorganismen außerhalb der ISS den Bedingungen des Weltraums ausgesetzt wurden, um so deren Verhalten zu untersuchen. Darüber hinaus waren die Kosmonauten, wie obig erläutert - mit der Untersuchung Säuberung der Fenster und Außenhaut der ISS betraut Hier – so scheint es uns – ist es in den Agenturmeldungen zu einer Vermischung der Fakten mit bekanntem Ergebnis gekommen. Das Meeresplankton hätte sich demnach tatsächlich außerhalb der ISS befunden - jedoch innerhalb der Forschungseinheit und nicht als Biofilm auf Fenstern und Außenhaut. Eine Bestätigung dieser Deutung unserer Redaktion gibt es bislang allerdings noch nicht...

    grenzwissenschaft-aktuell.de
    Quelle: space.com, NASA

  • Lake Whillans: Leben und Ökosysteme unter kilometerdickem Eisschild der Antarktis entdeckt

    Mikroorganismus aus dem Lake Whillans unter dem Elektronenmikroskop. | Copyright: trista vick-majors

    Bozeman (USA) - Im Rahmen des WISSARD-Projekts (Whillans Ice Stream Subglacial Access Research Drilling) vermeldeten im Frühjahr 2013 US-Forscher die erfolgreiche Anbohrung des unter dem Eisschild der Westantarktis verborgenen subglazialen See Lake Whillans. Schon wenige Tage später berichteten sie, erste Anzeichen für dortiges Leben gefunden zu haben. Jetzt präsentieren die Wissenschaftler erstmals unumstößliche Beweise für dieses Leben und beschreiben sogar ein heute noch aktives und artenreiches Ökosystem. Die Entdeckung könnte aus Konsequenzen für die Suche nach außerirdischem Leben im Sonnensystem haben.

    Wie die Forscher um Professor Brent Christner von der Louisiana State University und Professor John Priscu von der Montana State University und Jill Mikucki von der University of Tennessee aktuell im Fachjournal "Nature" (DOI: 10.1038/nature13667) berichten, handelt es sich um Mikroorganismen - vornehmlich um einzellige Archaeen - die Ammoniak und Methan zu jener Energie umwandelt, die sie zum wachsen und gedeihen benötigen.


    "Es ist uns gelungen. zweifelsfrei nachzuweisen, dass die Antarktis alles andere als ein toter Kontinent ist", so Priscu. "Selbst unter dem massiven Eisschild gibt es Leben in vielerlei Formen."


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    "Hier unten gibt es nicht nur Leben", fügt Christner hinzu, "Hier unten gibt es aktive Ökosysteme, wie wir sie schon seit Jahrzehnten diskutiert haben. Mit unserer aktuellen Studie haben sich diese Vermutungen bestätigt."


    Besonders fasziniert zeigen sich die Forscher von der Art und Weise, wie die entdeckten Mikroben bei Minustemperaturen gedeihen, ohne dass ihnen die Energie des Sonnenlichts zur Verfügung steht.



    Weiterer Mikroorganismus (Pfeil) aus dem subglazialen antarktischen Lake Whillians.| Copyright: WISSARD

    Die dominierende Art im Wasser des etwa 800 Meter tief liegenden Sees sind - das zeigen erste DNA-Analysen - Archaeen und damit neben Bakterien und Eukaryoten eine der drei Domänen, in die alle zellulären Lebewesen eingeteilt werden. Die Quelle ihrer Nahrung, Ammonium und Methan, vermuten die Forscher in organischer Materie, die vor hundertausenden von Jahren hier abgelagert wurde, als die Antarktis noch wärmer und noch teilweise überflutet war.


    Die entdeckten Arten seien derzeit noch schwer zu bestimmen. "Wir haben es hier mit Wasserproben zu tun, in denen wir rund 4.000 Dinge vorfanden, wie wir als 'Arten' bezeichnen können. Dieses Ökosystem ist unglaublich facettenreich", so Christner.


    Allerdings handelt es sich bei Lake Whillans nicht um ein urzeitliches Habitat, denn das Wasser des subglazialen Sees tauscht sich etwa alle drei Jahre durch den hindurchfließenden subglazialen Fluss unter dem Ross-Eisschild komplett aus.



    Jupitermond Europa. | Copyright: NASA

    Die Entdeckung der Forscher befeuert auch ein weiteres Mal die Hoffnung, dass auch an vermeintlich unwirtlichen Orten im Sonnensystem, Leben entstanden sein könnte und bis heute noch existiert. Am ehesten Vergleichbar mit den subglazialen Seen der Antarktis sind einige der ebenfalls von kilometerdicken Eisschichten bedeckten Monde von Jupiter und Saturn, wie Europa, Enceladus und Titan, unter deren Eisschichten sich gewaltige Ozeane flüssigen Wassers befinden.


    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
    Lake Whillans: US-Team beprobt erfolgreich subglazialen See in der Antarktis 1. Februar 2014
    Lake Whillans: Forscher finden erste Beweise für Leben in antarktischem subglazialem See 2. Februar 2014

    grenzwissenschaft-aktuell.de
    Quelle: montana.edu

  • Square Kilometre Array: Deutschland steigt aus Beteiligung an weltgrößtem Radioteleskop aus

    Künstlerische Darstellung einer der Anlagen des Square Kilometre Array (SKA) | Copyright: skatelescope.org

    Berlin (Deutschland) - Bereits am 5. Juni 2014 hat die Bundesregierung mit einem offiziellen Schreiben des Bildungs- und Forschungsministeriums die Absicht bekundet, sich aus dem Projekt der geplanten größten Radioteleskop-Anlage, der sogenannten Square Kilometre Array (SKA), zurückzuziehen. Die Begründung: Einspaarmaßnahmen künftiger Bundeshaushalte. Jetzt machen Astronomen verstärkt auf die negativen Konsequenzen eines solchen Schritt aufmerksam und hoffen, die Bundesregierung von Verbleib innerhalb der SKA-Organisation zu überzeugen. Neben der großen grundsätzlich wissenschaftlichen und astropysikalischen Bedeutung des Projekts soll sich das SKA nach Fertigstellung auch an der Suche nach außerirdischem Leben und intelligenten Signalen beteiligen.

    Wie die Square Kilometre Array Organisation bekannt gab, wurde das Schreiben von Staatsekretär Dr. Georg Schütte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterzeichnet und bekundet damit den Austritt Deutschlands zum 30. Juni 2015.


    - Eine offizielle Stellungnahme des BMBF zur Austrittsentscheidung und den möglichen Konsequenzen finden Sie HIER


    Noch im Dezember 2012 feierte das internationale SKA-Konsortium den Beitritt Deutschlands: "Deutschland hat einen exzellenten Ruf nicht nur in der radioastronomischen Forschung, sondern auch im Management und in der Umsetzung von Großprojekten und der damit verbundenen industriellen Entwicklung", so Professor John Womersley, der Sprecher des Direktoriums der SKA-Organisation, angesichts des deutschen Beitritts. "Die Erfahrung unserer deutschen Partner stellt einen erheblichen Vorteil für das SKA dar, vor allem, wo wir jetzt in die Vorbereitung der Konstruktionsphase für dieses begeisternde Projekt kommen." (...wir berichteten)


    Nun bedauert man bei der SKA die aktuelle Entscheidung, die neben den finanziellen Schwierigkeiten auch einen "Mangel an Vertrauen seitens der Bundesregierung gegenüber dem SKA-Projekt" aufzeige.


    "Während die laufenden Pläne und Konstruktionsarbeiten zum derzeitigen noch vergleichsweise frühen Austrittszeitpunkt Deutschlands nur geringe bis keine Konsequenzen für die Fortführung und Umsetzung der SKA-Pläne darstellen, dürfte die getroffene Entscheidung spätestens mit Beginn der Konstruktionsphase 2017/1018 für die deutsche Industrie spürbar werden", so die SKA-Organisation. Schließlich kann diese sich nun nicht mehr länger an den Ausschreibungen zum Bau der (in Neuseeland und Südafrika entstehenden) Anlagen bewerben." Und das, obwohl Deutschland gerade im Teleskopbau, im Transport und der Verarbeitung von digitalen Signalen, dem Hochleistungsrechnen oder aber Versorgung mit erneuerbarer Energie besondere Expertisen und Potentiale aufweisen kann.


    Zusätzlich dazu, würden als Nichtmitglieder die Nutzungsmöglichkeiten der gewaltigen Anlage für deutsche Wissenschaftler und Institute auf ein Minimum reduziert werden und diese zukünftig in starker Konkurrenz im Rennen um die stark begrenzte Nutzungszeit der SKA für Wissenschaftler aus Nichtmitgliedsstaaten stehen.


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    Während Deutschland also aussteigen will, wird das SKA in der internationalen Wissenschaftlergemeinde als eines der nächste großen Wissenschaftsprojekte in einer Reihe mit dem LHC-Teilchenbeschleuniger am Kernforschungszentrum CERN und der Internationalen Raumstation ISS gewertet. Bis heute haben 20 Mitgliedsstaaten mehr als 120 Millionen Euro und die Arbeit von über 500 Wissenschaftlern und Ingenieuren in die Entwicklung der SKA investiert.


    Weitere Ansicht einiger SKA-Anlagen, wie sie in Südafrika geplant sind. | Copyright skatelescope.org

    Zuletzt ist es aber auch der ausgesprochenen Wunsch der SKA-Organisation, dass Deutschland einen Weg zurück zum Projekt findet und die getroffene Entscheidung möglichst bald wieder überdenken werde.


    - Einen ausführlichen Artikel mit Interview dreier führender Forscher zum Ausstieg Deutschlands aus dem SKA-Projekt finden Sie auf Spektrum.de


    Einmal fertig gestellt wird das SKA das größte und bei weitem empfindlichste Radioteleskop der Welt sein. Die komplette Sammelfläche von ungefähr einem Quadratkilometer ermöglicht eine 50mal höhere Empfindlichkeit und eine 10000mal höhere Messgeschwindigkeit für Himmelskarten im Vergleich zu den besten heutigen Radioteleskopen. Tausende einzelner Empfänger erstrecken sich über einen Abstand von bis zu 3000 Kilometern von den Zentralstationen. Mit dem SKA wollen Wissenschaftler fundamentale bisher unbeantwortete Fragen über das Universum angehen, wie zum Beispiel die Entstehung und Entwicklung der ersten Sterne und Galaxien nach dem Urknall, wie Dunkle Energie die Expansion des Universums beschleunigt, die Rolle von Magnetfeldern im Kosmos, das Wesen der Gravitation als fundamentaler Wechselwirkung.


    Neben seinen astrophysikalischen Schwerpunkten wollen sich die SKA-Astronomen aber auch auf die Suche nach außerirdischem Leben im All und Signalen außerirdischer Intelligenz begeben. "Mit SKA wollen wir nach organischen Molekülen im Weltraum suchen - nach den Molekülen des Lebens. Natürlich wollen wir aber auch nach außerirdischer Intelligenz suchen. Angesichts all' der derzeit neuentdeckten Planeten hoffen wir mit SKA in der Lage zu sein, zu untersuchen, ob es dort auch Zivilisationen gibt und diese vielleicht auch Signale senden", so der SKA-Projektdirektor Dr. Bernie Fanaroff auf dem "New Age Business Briefing" in Südafrika im März 2013 (...wir berichteten).


    Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

    Mittlerweile mehrt sich der Widerstand innerhalb der deutschen Wissenschaftsgemeinde gegen die Entscheidung des Forschungsministeriums.


    "Man stelle sich nur vor, der Finanzminister hätte die öffentlichen-rechtlichen Sender aufgefordert, die knapp 200 Millionen Euro öffentlicher Gelder einzusparen, die für die Übertragungrechte der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ausgegeben wurden!", protestiert der Astronom Florian Freistetter in seinem Blog "Astrodicticum Simplex". "Da wäre das Internet voll mit Petitionen, die Schlagzeilen der BILD so dick wie nie und die Talkshows (der öffentlich-rechtlichen Sender) würden sich vor Hysterie gar nicht mehr einkriegen. Aber wenn Deutschland sich wegen ein paar Millionen Euro Mitgliedsbeitrag aus einem der zukunftsträchtigsten wissenschaftlichen Projekte zurück zieht, dann interessiert das niemanden. Nur die Wissenschaftler, aber die haben ja keine Lobby…"


    Freistetter verweist des Weiteren auf eine Anfrage auf "Abgeordnetenwatch.de" durch Dr. Urs Schaefer-Rolffs vom Institut für Atmosphärenphysik an Dr. Philipp Lengsfeld von der CDU. Lengsfeld ist selbst promovierter Physiker und Mitglied im Forschungsausschuss des Bundestags. In dessen Antwort, so sie denn tatsächlich ernst gemeint sei, liest Freistetter zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer:

    "Die Förderung von Grundlagenforschung und Spitzentechnologie in Deutschland ist ein erklärtes Ziel der Regierungskoalition, das sich auch in dem jüngst verabschiedeten Bundeshaushalt 2014 widerspiegelt. Trotzdem kann es in Abwägung verschiedener Projektprioritäten auch auf Grund von unterschiedlichem Projektfortschritt zu manchmal schmerzhaften Plananpassungen kommen. Trotzdem nehme ich den Punkt von Ihnen und anderen zum Thema SKA sehr ernst und werde versuchen im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen für 2015 zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Bildung und Forschung den vorläufigen Abwägungsprozess zwischen SKA und anderen Projekten einer erneuten Prüfung zu unterziehen.
    Um ein möglichst umfassendes Bild zu bekommen, hat mein Büro bereits den direkten Kontakt zu Ihnen gesucht. Versprechen kann ich nichts, aber das Grundanliegen soll in aller Ernsthaftigkeit durchdiskutiert werden."
    Die nächste Sitzung des verantwortlichen Ausschusses findet im September statt. Tatsächlich, so berichtete Astrodicticum Simplex" weiter, sammeln die Mitarbeiter von Lengsfeld derzeit wissenschaftliche Argumente für einen Verbleib Deutschlands beim SKA und hätten schon den Fragesteller Dr. Schaefer-Rolffs hierzu kontaktiert.

    grenzwissenschaft-aktuell.de

    Quelle: skatelescope.org, abgeordnetenwatch.de, scienceblogs.de/astrodicticum-simplex

  • Studie offenbart erhöhte telepathische Fähigkeit bei Autistin

    Symbolbild Autismus: Ein autistischer Junge und von ihm angeordnete Gegenstände. | Copyright: Nancy J Price, CC BY-SA 3.0

    Medford (USA) - Dass Autisten trotz oder gerade wegen ihrer eingeschränkten Fähigkeiten zur sozialen Interaktion mit dem, was andere als die reale Umwelt und Umgebung bezeichnen, meist über extrem ausgeprägte und fokussierte kognitive und künstlerische Begabungen verfügen, ist der Allgemeinheit spätestens seit dem Hollywood-Film "Rain Man" mit Dustin Hoffman und Tom Cruise bekannt. Immer wieder berichten Freunde, Angehörige und Therapeuten aber auch über eine Vielzahl von vermeintlich paranormalen Fähigkeiten bei autistisch veranlagten Menschen. In einer gezielten Studie an einem neunjährigen Mädchen, bei dem wiederholt die Fähigkeit zur Telepathie - also des Gedankenlesens - beobachtet wurde, erzielte eine US-Neuropsychiaterin nun ganz erstaunliche Ergebnisse.

    Wie Dr. Diane Hennacy Powell aktuell auf dem 57. Jahrestreffen der Parapsychological Association im kalifornischen Concord berichtete, wurden PSI-Begabungen bei Autisten bislang kaum untersucht, obwohl einige der dokumentierten Fähigkeiten durchaus unerklärliche Aspekte aufzeigen - wenn beispielsweise einige Autisten zwar in der Lage sind, umgehend die Quadratwurzeln sechsstelliger Zahlen zu benennen, selbst aber noch nicht einmal "einfache" mathematische Funktionen wie Addition oder Multiplikation durchführen können und auch keine eigene Vorstellung von den genannten Wurzelsummen aufzeigen. "Dennoch wird die Tatsache, dass diese Menschen über besagte Begabungen verfügen, wissenschaftlich anerkannt - schlicht und einfach, weil sie reproduzierbar sind", so Powell.


    Im Gegenteil dazu, würden Wissenschaftler jedoch dazu tendieren, einzelne Fallberichte von Hinweisen auf eine PSI-Begabungen zu ignorieren oder Berichte darüber zu kritisieren, weil auch diese nur selten reproduzierbar sind, so die Forscherin weiter. Ein Grund hierfür liege in dem Umstand, dass aufgrund der persönlichen Umstände, die sonst üblichen kontrollierten Laborbedingungen für entsprechende Versuche mit Autisten oft nur schwer herzustellen seien - wenn beispielsweise der Versuchsaufbau eigentlich erfordere, dass der Proband alleine und räumlich abgeschottet von anderen bestimmte Aufgaben und Tests durchführen soll.


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    Powells eigene Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf angeblich telepathisch veranlagte, nonverbal-autistische Kinder, deren Fähigkeit des Gedankenlesenes sowohl von ihren Eltern als auch von Therapeuten beobachtet wurden.

    2013 erhielt Powell drei Heimvideos zu einem stark autistischen Mädchen im Alter von neun Jahren, bei dem immer wieder entsprechende Beobachtungen gemacht wurden, wie sie auch von zwei Therapeuten beobachtet wurden.


    Mit Hilfe dieser beiden Therapeuten (A und B) führte Powell jeweils zwei kontrollierte, jeweils zweistündige Testsitzungen durch. Während dieser wurden den Therapeuten zufallsgenerierte Zahlen, Sätze, Falschwörter und visuelle Abbildungen gezeigt - ohne, dass das Mädchen die Möglichkeit hatte, diese oder ihre Therapeuten selbst zu sehen. Während dieser "Vorführungen" sollten die Therapeuten die gezeigten Darstellungen in ihren eigenen Worten aufschreiben, um diese Liste dann mit den Antworten und Beschreibungen des Mädchens - das gebeten wurde, die Gedanken ihrer Therapeuten zu lesen - vergleichen zu können.


    Anhand der zufallsgenerierten Zahlen wurden mathematische Gleichungen erstellt, die die Therapeuten mit Hilfe eines Taschenrechners lösen sollten. Das Mädchen sollte daraufhin nicht nur alle Zahlen und Gleichungen sondern auch die entsprechenden Lösungen "duplizieren".


    Da es aufgrund des Zustand der Testperson nicht möglich war, das Mädchen räumlich von seinen Therapeuten zu trennen, arbeiteten die Forscher lediglich mit einem Blickschutz zwischen den beiden Personen. Um jegliche potentiellen visuellen oder akustischen Stichwortvorgaben zwischen den Therapeuten und dem autistischen Mädchen zu überprüfen, wurden rund um die Personen jeweils fünf miteinander synchronisierte hochauflösende Kameras und Mikrofone an strategischen Punkten platziert.


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    Die Ergebnisse waren erstaunlich: In der ersten Sitzung mit Therapeuten A gab es eine 100-prozentige Übereinstimmung bei 3 von 20 Abbildungsbeschreibungen, darunter Wörter von bis zu 9 Buchstaben; 60 bis 100-prozentige Übereinstimmungen in allen drei dargestellten fünfbuchstäbigen Nonsens- bzw. Falschwörtern und eine 100-prozentige Übereinstimmung bei zwei zufallsgenerierten Zahlen, die in einem Fall aus 8 und im anderen aus 9 Stellen bestand.

    In der zweiten Sitzung mit dem Therapeuten A wurde bei 6 von 12 Gleichungs-Aufgaben eine 100-prozentige Übereinstimmung mit 15- bis 19-stelligen Zahlen erzielt. Eine vollständige Übereinstimmung wurde in 7 von 20 Abbildungsbeschreibungen erreicht, wobei Wörter mit bis zu sechs Buchstaben übereinstimmten. 81 bis 100-prozentige Übereinstimmungen wurde bei aus zwischen 18 und 35 Buchstaben bestehenden Sätzen erzielt.


    Die Auswertung der Sitzung mit dem Therapeuten B zeigte eine 100-prozentige Übereinstimmung bei 5 von 20 zufallsgenerierten, bis zu 6-stelligen Zahlen, sowie bei 5 von 12 Bildbeschreibungen mit Wörtern, die aus bis zu 6 Buchstaben bestanden.


    In keinem Fall konnte zwischen den Therapeuten und der Testperson, also dem autistischen Mädchen, eine Form geheimer Absprache oder Betrug festgestellt werden.


    "Unsere Daten deuten stark auf einen unterschwellig vorhandene alternativen Kommunikationsmechanismus hin, wie er gerade von Menschen mit stark eingeschränkten Sprachfähigkeiten genutzt werden kann", so die Schlussfolgerung Powells.


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    Quelle: parapsych.org

  • Aus Maus wird wieder Fisch: Genetiker drehen Immunsystem um 500 Millionen Jahre zurück

    Der normale Thymus einer Maus (oben) enthält nur wenige B-Zellen (rot). Wenn das Gen FOXN4 aktiviert wird, entwickelt sich ein fisch-ähnlicher Thymus mit vielen B-Zellen. | Copyright: MPI für Immunbiologie und Epigenetik

    Freiburg (Deutschland) - Durch die Reaktivierung eines sehr ursprünglichen Gens ist es Genetikern gelungen, das Immunsystem von Mäusen in einen Zustand zurücksetzen, der vermutlich vor etwa 500 Millionen Jahren, also zur Zeit der ersten Wirbeltiere, existierte. Dadurch entwickelt sich im Experiment mit Mäusen in den Säugetieren ein zentrales Immunorgan so, wie eigentlich nur bei Fischen.


    Wie die Wissenschaftler um Thomas Boehm und Jeremy Swann vom Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik aktuell im Fachjournal "Cell Reports" (DOI: 10.1016/j.celrep.2014.07.017) berichten, wird das Gen im Immunsystem von Säugetieren normalerweise nicht abgelesen. "Der Thymus, ein zentrales Immun-Organ, entwickelte sich daraufhin wie bei Fischen. Zur Überraschung der Forscher produzierte der zurückgesetzte Thymus nicht nur T-Zellen, wie es bei Säugetieren der Fall ist. Auch B-Zellen reiften dort heran - eine Eigenschaft, die sonst nur von Fischen bekannt ist." Das Modell könnte damit eine Erklärung bieten, wie sich das Immunsystem im Laufe der Evolution entwickelt hat.


    "Die erworbene oder adaptive Immunantwort ist einzigartig für Wirbeltiere", erläutert die Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft. "Eines der zentralen Organe dieser Abwehr ist der Thymus, den alle existierenden Wirbeltierarten besitzen. Unter Regie der Thymus-Epithelzellen reifen dort T-Zellen heran, die später entartete oder infizierte Körperzellen bekämpfen sollen. Das Gen FOXN1 ist für die Entwicklung solcher T-Zellen im Thymus von Säugetieren verantwortlich."


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    In ihren Experimenten aktivierten die Forscher nun in den Thymus-Epithelzellen von Mäusen - anstelle von FOXN1 - dessen evolutionären Vorfahren, FOXN4. Dieses Gen ist zwar in allen Wirbeltieren vorhanden, scheint aber nur in bestimmten Fischarten, etwa Katzenhaien und Zebrafischen, eine Rolle bei der Reifung von Immunzellen zu spielen.


    "Die gleichzeitige Aktivität von FOXN1 und FOXN4 in Mäusen führte zu einem Thymus, der mit dem Thymus von Fischen vergleichbar ist", beschreibt Erstautor Swann die Beobachtung. Zusammen mit früheren Studien deute das darauf hin, dass die Entwicklung und Funktion von Thymus-Gewebe ursprünglich durch FOXN4 in Gang gebracht wurde. Nach einer evolutionären Genverdopplung, die zu FOXN1 führte, waren im Thymus vermutlich erst beide Gene und schließlich nur noch FOXN1 aktiv.


    Überraschend für die Wissenschaftler war, dass sich im Thymus der Mäuse neben T-Zellen auch B-Zellen entwickelten. B-Zellen sind später für die Antikörper-Produktion verantwortlich und reifen in Säugetieren nicht im Thymus, sondern in anderen Organen heran, wie etwa dem Knochenmark. "Unsere Studie liefert ein plausibles Szenario, das den Übergang eines bipotenten, also für B- und T-Zellen wichtigen, Gewebes hin zu einem auf T-Zellen spezialisierten Thymus beschreibt", sagt Boehm. Da die Vorläuferzellen von B-und T-Zellen derzeit noch nicht unterschieden werden können, lässt sich nicht sagen, ob die B-Zell-Entwicklung auf dem Einwandern entsprechender B-Zell-Vorläufer oder auf der Reifung von gemeinsamen B- und T-Zell-Vorläufern im Thymus basiert.


    Häufig deuten die Studien darauf hin, dass der Ursprung einer evolutionären Innovation in einer bereits ausgestorbenen Art liegt. "Hier kann die Wiederherstellung und funktionelle Untersuchung vermuteter früherer Stadien wesentliche Einblicke in den Verlauf solcher Neuentwicklungen bieten", erklärt Boehm den Studienansatz.


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    Quelle: mpg.de

  • Forscher veröffentlichen Statistiken zu 25 Jahren UFO-Sichtungen in Kanada

    Grafik zu Anzahl und jährlichen Verteilung der kanadischen UFO-Sichtungen von 1989 bis 2013. | Copyright: C. Rutkowski, UFOlogy Research

    Winnipeg (Kanada) - Nachdem der kanadische UFO-Forscher Chris Rutkowski von "UFOlogy Research" jahrelang jedes Jahr einen statistischen Jahresrückblick über die den Forschern berichtete UFO-Aktivität in Kanada veröffentlicht hat, präsentiert Rutkowski nun zum 25. Jubiläum der Forschungsorganisation einen statistischen Rückblick über kanadische UFO-Sichtungen der vergangenen 25 Jahre von 1989 bis 2013.

    Die Jubiläumsausgabe der "The Canadian UFO Survey" basiert auf der Datenbank von UFOlogy Research mit mehr als 14.600 Sichtungsmeldungen. Stark zusammenfassend kommt die statistische Studie zu der Erkenntnis, dass die Anzahl der unerklärten Sichtungen mit den Jahren ebenso zugenommen hat, wie die Gesamtanzahl der gemeldeten Sichtungen und dass die meisten der kanadischen UFOs über den Provinzen British Columbia und Ontario gesichtet wurden.


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    6 Prozent der Sichtungen konnten die Forscher bislang eindeutig als bekannte Phänomene erklären. In 32 Prozent der Fälle liegen für eine Bewertung nicht genügend Informationen und/oder Beweise vor, während 49 Prozent der Sichtungen als wahrscheinlich rational erklärbar eingestuft werden. 13 Prozent der kanadischen UFO-Sichtungen der vergangene 25 Jahre stufen die Forscher selbst hingegen als "unerklärbar" ein.



    Grafik zur Bewertung der gemeldeten und ausgewerteten Meldungen. | Copyright: C. Rutkowski, UFOlogy Research

    Zu diesen ungeklärten Fällen gehört beispielsweise auch die Radarortung von drei unidentifizierten Flugobjekten, die einem zivilen Passagierflugzeug am 28. Dezember 1991, um 5:40 Uhr auf 33.000 Fuß über London in Ontario folgten. Die Objekte, so die Durchsage der Flugsicherung begleiteten das Flugzeug in nicht mehr als 6 Meilen Entfernung - ohne, dass die Piloten der Maschine die Objekte jedoch visuell bestätigen konnten.


    - Die vollständigen Originalbericht "UFOs Over Canada: 25 Years of UFO Reports" finden Sie HIER


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    Quelle: canadianuforeport.com

  • Chiles staatliche UFO-Forscher und Militärs: "UFOs sind real aber keine Gefahr"

    Chilenische Forscher, Wissenschaftler und hochrangige Militärs diskutierten am 31. Juli 2014 über UFOs und die Flugsicherheit über dem Andenstaat. | Copyright: DGAC

    Santiago (Chile) - In Chile untersucht das "Comité de Estudios de Fenómenos Aéreos Anómalos" (CEFAA) als eine dem zivilen chilenischen Luftfahrtministerium (Dirección General de Aeronáutica Civil, DGAC) sowie der Luftwaffe unterstellte offizielle Forschungsinstitution unidentifizierte Flugobjekte (UFOs) im Luftraum Chiles. Auf einem kürzlichen Treffen der CEFAA mit geladenen Wissenschaftlern und Militärs haben diese einstimmig erklärt, dass man zwar davon überzeugt ist, dass am Himmel über dem Andenstaat unidentifizierte Erscheinungen zu sehen sind, dass aber von diesen Phänomenen keine Gefahr für den Flugverkehr ausgehe.

    Auf Einladung des CEFAA-Direktors General Ricardo Bermúdez diskutierten 19 Experten unterschiedlichster Disziplinen am 31. Juli 2014 die Frage, ob von den beschriebenen und teilweise von CEFAA untersuchten UFO-Sichtungen über Chile eine Gefahr für die zivile und militärische Luftfahrt Chiles ausgehe.


    Ricardo Bermúdez. | Copyright: DAGC

    Wie die US-Journalistin Leslie Kean auf "HuffingtonPost.com" berichtet, kamen die anwesenden CEFAA-Mitglieder gemeinsam mit den anwesenden Universitäts-Astronomen, Meteorologen, Radaroperateuren, Luftfahrttechnikern, Nuklearphysiker, Armeepsychologen, Physikern und Vertretern der unterschiedlichen Waffengattungen des chilenischen Militärs nach dreistündiger Sitzung zu der Überzeugung, dass anhand der bislang von der CEFAA zusammengetragenen Beobachtungsdaten und Untersuchungsergebnissen zu den UFO-Phänomenen über Chile zwar ein echtes, immer noch unerklärtes Phänomen ableiten lasse, dass von diesem jedoch offenbar keine Gefahr für die Luftfahrt ausgehe.


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    "Wenn, wie zahlreiche Zeugen dies beschreiben, die unidentifizierten Phänomene ein 'intelligentes Verhalten' aufzeigen, so müssen wir auch nach einer hinter dem Erscheinen dieser Phänomene stehenden Absicht fragen. Diesbezüglich können wir feststellen dass von diesen Erscheinungen - was immer wie auch sein mögen - bislang keine erkennbare Gefahr ausgeht", zitiert Kean den Bereichsleiter der DGAC. So seien bislang noch keine feindlichen Handlungen oder Manöver gegenüber zivilen oder militärischen Flugzeugen oder Einrichtungen beobachtet worden. "Wir können nichts und niemanden als feindlich oder als Gefahr bezeichnen, der oder das nie zuvor Anzeichen für solche Absichten aufgezeigt hatte. Wir kennen schließlich noch nicht einmal die genaue Natur dieser Phänomene."


    Roberto Boré Riquelme. | Copyright: DAGC

    Für den Navy-Kapitän Roberto Boré Riquelme geht die einzige Gefahr für den Luftverkehr von der Ablenkung aus, die eine Sichtung oder gar Nahebegegnung mit den unidentifizierten Erscheinungen bei den Besatzungen entsprechender Flugzeuge auslösen kann. Bislang sei noch kein Fall bekannt, aus dem hervorgehe, dass es zumindest auf und über chilenischem Hoheitsgebiet zwischen den UFOs und Menschen zu einem Kontakt - positiver oder negativer Natur - gekommen sei.


    Übereinstimmend damit erklärten weitere Teilnehmer, dass gerade diese Einschätzung die Notwendigkeit offenlege, Piloten und Besatzungsmitglieder so gut wie möglich über UFOs bzw. UAPs zu informieren, um so diesen ablenkenden "Überraschungseffekt" so klein wie möglich zu halten.


    Der Chef der chilenischen Radarüberwachung Mauricio Blanco erklärte zudem, man verfüge über alle notwendigen technischen und wissenschaftlichen Werkzeuge, um ein potentielles Gefahrenrisiko einschätzen zu können. Zwar sei das von den untersuchten UAPs ausgehende Risiko noch nicht offiziell eingestuft worden, doch sprächen die bisherigen Daten dafür, dass dieses Risiko sehr gering einzustufen sei.


    Alles in allem seien aber weitere multidisziplinäre Untersuchungen der Phänomene von großer Wichtigkeit, damit aufgrund aller zur Verfügung stehenden Daten, das verbleibende Risiko gerade für zukünftige Zeugen unter Piloten und Besatzungsmitglieder noch reduziert werden könne.


    Luis Barrera. | Copyright: DAGC

    Vor allem aber sollen diese Studien das Ziel verfolgen, "noch mehr über die wahre Natur dieser Phänomene zu erfahren", so der auch international bekannte und respektierte Astronomen Luis Barrera von der Universidad Metropolitana de Ciencias de la Educacion. Barrera unterstreicht zugleich die Bedeutung einer wissenschaftlichen Analyse und kritischen Diskussion.


    Mario Ávila Sobrazo. | Copyright: DAGC

    Barrera stimmt mit seinem Kollegen, dem Nuklearchemiker Dr. Mario Ávila Sobrazo vom Chilenischen Komitee für Kernenergie darin überein, dass es aus wissenschaftlicher Sicht darum gehe, die UFO-Phänomene zunächst von kulturell beeinflussten und voreingenommenen Interpretationen zu trennen, um sich so den Phänomenen als solche empirisch zu nähern. Hierzu, so die Wissenschaftler, sei eine multi- und interdisziplinäre Herangehensweise absolut notwendig.


    Pressevideo der DGAC


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    Historisches Abkommen: Frankreich und Chile vereinbaren transatlantische Zusammenarbeit bei staatlicher UFO-Forschung 17. Juli 2013
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    Argentinische Luftwaffe gründet Forschungskomitee für UFO-Phänomene
    25. Dezember 2010

    Chilenisches Militär genehmigt UFO-Sachbuch von aktivem Militärpiloten
    3. November 2010

    Französischer Forschungsbericht: UFOs sind real und wahrscheinlich außerirdischen Ursprungs 21. August 2010
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    Frankreich: Militärische Studie untersuchte UFOs hinsichtlich der nationalen Sicherheit 13. Oktober 2009

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    Quellen: cefaa.gob.cl, huffingtonpost.com, dgac.gob.cl

  • Neue Kommunikationsform zwischen Pflanzen entdeckt

    Nahaufnahme: Die Ranken des Teufelszwirn umschlingen ein Z.ckerrübenpflanzen | Copyright: Virginia Tech College of Agriculture and Life Sceinces

    Blacksburg (USA) - US-Forscher haben eine bislang unbekannte Form der Kommunikation von Pflanzen untereinander entdeckt. Mit der "Sprache" auf molekularer Ebene können Pflanzen erstaunlich große Mengen an genetischer Information miteinander austauschen.

    Im Fachjournal "Science" (DOI:
    10.1126/science.1253122) berichten der Pflanzenpathologe Professor Jim Westwood vom College of Agriculture and Life Sciences an der Virginia Tech, dass die Entdeckung neue Einblicke in die Art und Weise ermöglicht, wie Lebensmittelpflanzen beispielsweise von parasitären Unkräuter dominiert werden.

    "Unsere Entdeckung dieser neuen Form der Kommunikation zwischen Organismen zeigt, dass solche Prozesse sehr viel verbreiteter sind als bislang angenommen", erläutert Westwood. "Jetzt, wo wir herausgefunden haben, dass diese Pflanzen all diese Informationen untereinander austauschen, drängt sich natürlich auch die nächste Frage auf: Was genau teilen sich die Pflanzen alles untereinander mit?"


    In ihren Experimenten untersuchten die Forscher das Verhältnis zwischen dem parasitären Teufelszwirn (Cuscuta) und ihren Wirtspflanzen Tomate und Schaumkresse (Arabidopsis). Um an die Feuchtigkeit und Nährstoffe ihrer Wirtspflanzen zu gelangen, dringt der Teufelszwirn mit Saugorganen (sog. Haustorien) in diese ein.


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    Schon zuvor konnte Westwood zeigen, dass es während der parasitären Verbindung zwischen Parasit und Wirtspflanze zur Übertragung von RNA zwischen den beiden Arten kommt. RNA übersetzt Informationen der DNA und damit des Bauplanes eines Organismus.


    In seiner neuen Arbeit konnte der Forscher nun feststellen, dass es auch zum Austausch sogenannter Boten-RNA (mRNA) kommt, mit der die Zellen eines Organismus etwa der Kodierung von Proteinen, beauftragt werden.


    Diese Beobachtung war umso erstaunlicher, als dass Wissenschaftler bislang davon ausgingen, dass die Boten-RNA zu zerbrechlich und kurzlebig sei, als dass sie überhaupt zwischen einzelnen Arten ausgetauscht werden könne.


    Die Forscher um Westwood stellten nun jedoch fest, dass es während der parasitären Verbindung sogar zum Austausch tausender mRNA-Moleküle zwischen den beiden beteiligten Pflanzen kommt und dadurch eine Art offener Dialog entsteht, die es den beiden Arten erlaubt, frei miteinander zu kommunizieren. "Durch diesen Austausch, so vermuten die Forscher, könnte etwa der Parasit der Wirtspflanze diktieren, was sie zu tun hat - etwa ihre Abwehrmechanismen derart zu reduzieren, dass der Parasit leichteres Spiel hat."


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    In weiteren Untersuchungen wollen die Forscher nun genau herausfinden, welche Informationen vom Parasiten an die Wirtspflanze mit Hilfe der mRNA "überspielt" werden.

    Zudem erhoffen sich die Forscher auch neue Informationen darüber, ob vielleicht auch andere Organismen, wie etwa Bakterien und Pilze, auf ähnliche Weise Informationen austauschen.


    Zeitraffer des "Angriffs" eines Parasiten auf eine Wirtspflanze

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    "Parasitäre Pflanzen, wie etwa das 'Hexenkraut' Striga oder Sommerwurzen, stellen für viele Gemüsesorten und Lebensmittelsaaten eine ernste Bedrohung dar. Gerade in den ärmsten Regionen Afrikas", erläutert Professor Julie Sholes von der University of Sheffield, die mit Westwoods Arbeiten vertraut aber nicht Teil des 
Forscherteams ist. "Neben den faszinierenden neuen Einsichten in die Kommunikation zwischen Parasiten und Wirtsorganismen, stellt die Entdeckung auch neue und faszinierende Möglichkeiten der Entwicklung neuer Kontrollstrategien im Kampf gegen Parasiten in Aussicht - wenn etwa die Boten-RNA der Parasiten umprogrammiert werden könnten."


    "Unsere Entdeckung könnte die Achillesferse von Parasiten aufzeigen", zeigt sich Westwood abschließend von seiner eigenen Entdeckung begeistert. "Das alles ist deshalb so faszinierend, weil unsere Entdeckung ein so großes Potential beinhaltet."


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    Trotz ohne Hirn: Auch Pflanzen können sich erinnern und lernen 20. Janaur 2014
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    Studie: Pflanzen nehmen sich selbst wahr und können Artgenossen vor Gefahren warnen 23. Juni 2009
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    Quelle: vt.edu

  • Forscher finden und analysieren erstmals Partikel des interstellaren Raums

    Unter dem Elektronenmikroskop wird ein von einem Staubpartikel in eine der Stardust-Folien geschlagener Krater mit einem Durchmesser von 280 Nanometern sichtbar. 400 dieser Krater würden die Breite eines menschlichen Haares ausmachen. Reste des Staubpartikels selbst sind im Innern des Kraters erkennbar. | Copyright: Rhonda Stroud image, Naval Research Laboratory.

    Berkeley (USA) - Im Gegensatz zu der Vorstellung, dass der Raum zwischen den Sternen leer sei, enthält dieser jedoch einige Prozent der gesamten in unserer Galaxie zur Verfügung stehenden Masse in Form von nur wenige Mikrometer großen Partikeln. Einen internationales Wissenschaftler-Team ist es nun erstmals gelungen, Teilchen, die sie für Partikel dieser interstellaren Materie halten, zu finden und zu analysieren.

    Wie die Forscher um Andrew Westphal von der University of California und Prof. Frank Brenker von der Frankfurter Goethe-Universität aktuell im Fachjournal "Science" (DOI: 10.1126/science.1252496) berichten, ist diese interstellare Materie deshalb so wichtig, da aus ihr neue Sterne und Planetensysteme entstehen. "Sie enthält die Grundbausteine aller uns bekannten Himmelskörper einschließlich der Erde", erläutert die Pressemitteilung der Universität Frankfurt. "Der größte Teil dieser Materie besteht aus den Gasen Wasserstoff und Helium, nur ein Hundertstel davon ist Staub. Dieser enthält alle schweren Elemente, die die Baustoffe für die erdähnlichen Planeten liefern und damit auch als Grundlage für Leben gelten. Von dieser nicht aus unserem eigenen Sonnensystem stammenden Urmaterie wurden nun erstmals Proben von einer Raumsonde zur Erde zurückgebracht und in den am besten hierfür geeigneten Laboratorien der Welt untersucht." Zwölf weitere Fachartikel erscheinen in der kommenden Ausgabe der Fachzeitschrift "Meteoritics & Planetary Science".


    Neben dem spektakulären Flug der NASA-Sonde "Stardust" durch den Schweif des Kometen Wild 2 sammelte die Sonde mit einer etwa einen halben Quadratmeter großen Auffangvorrichtung monatelang auch Staubpartikel aus dem Interstellaren Raum.


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    Die winzigen, unvorstellbar schnell fliegenden Körner, die sich wahrscheinlich um sterbende Sterne und während Supernovae gebildet haben, wurden dabei in einem transparenten Glasschaum eingefangen. Nach der erfolgreichen Rückkehr der Proben begann die umfangreiche und aufwendige Suche nach den Mikropartikeln.


    "Der Aufwand, diese Partikel im Glasschaum zu entdecken war so groß, dass man die ganze Welt um Mithilfe bat", sagt Prof. Frank Brenker von der Frankfurter Goethe-Universität. Insgesamt beteiligten sich über 34.000 Laien an der Suche und investierten hierfür große Teile ihrer Freizeit. "Es ist das erste Mal überhaupt, dass Material untersucht wird, das nicht aus unserem eigenen Sonnensystem stammt. Es ist quasi unser Kontakt mit anderen Bereichen unserer Galaxie", erklärt Brenker.


    Vielversprechende Einschlagspuren des Auffangbehälters der Stardust-Raumsonde, an deren Ende sich die winzigen Teilchen befanden, wurden von der Arbeitsgruppe von Prof. Frank Brenker mittels hochempfindlicher nano-Synchrotron-Röntgenfluoreszenz am ESRF in Grenoble untersucht. Die Messungen führten schließlich zur Identifizierung der ersten Kandidaten für Körner mit interstellarem Ursprung.


    Röntgenaufnahme des Staubpartikels "Hylabrook" offenbaren Olivinkristalle (rosa), die von nanokristallinen Olivonstrukturen (grün) umgeben sind. | Copyright: Berkeley Lab

    Weitere Einschlagsspuren wurden am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz mittels hochauflösender Sekundärionenmassenspektrometrie von der Arbeitsgruppe von Dr. Peter Hoppe studiert. Um vielversprechende Einschlagspuren überhaupt zu identifizieren und von ihnen auf die Einschlagsgeschwindigkeit und andere Eigenschaften der einschlagenden Teilchen (beispielsweise Masse, Porosität, chemische Zusammensetzung) rückschließen zu können, wurden Kollektoren in Heidelberg in Kooperation mit der Universität Stuttgart mittels eines weltweit einzigartigen Staubbeschleunigers beschossen, um den Einschlagprozess zu simulieren und zu kalibrieren.



    Die "größte" Spur des interstellaren Staubs im Aerogel-Kollektor misst gerade einmal 35 Mikron und wurde von einem nur 3 Pikogramm großen Staubpartikel hinterlassen, der wahrscheinlich beim Aufprall verdampfte. Zwei weitere Staubkörner wurden im Aerogel "gefangen". | Copyright: UC Berkeley/Andrew Westphal.

    Bislang konnten wenige größere (Mikrometer große) Teilchen untersucht werden. Zwei Teilchen mit der Bezeichnung Orion und Hylabrook wurden im Aerogel unzerstört eingefangen, ein weiteres hinterließ nur eine Einschlagspur, vier Teilchen erzeugten Einschläge auf Folien zwischen den Aerogel-Feldern.


    Die untersuchten Teilchen sind entgegen den gängigen Vorstellungen und Modellen nicht vollständig amorph, haben einen eher niedrigen Kohlenstoffanteil und stellen auch keinen direkten Hochtemperaturkondensate dar. Die Elementzusammensetzung entspricht in Teilen dem kosmischen Durchschnitt, es gibt aber wichtige Abweichungen, etwa Defizite des Elements Kalzium oder Überschüsse des Elements Aluminium. Somit weichen diese Teilchen deutlich von Durchschnittseigenschaften ab, die von astronomischen Beobachtungen und Modellierungen bisher abgeleitet wurden.


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    Quelle: uni-frankfurt.de, sciencemag.org, berkeley.edu

  • Geschichte der Mumifizierung im Alten Ägypten muss neu geschrieben werden

    In natürliche Harze und Fette getränkte Leinenfasern aus einem Grab in Mostagedda. | Copyright: Ron Oldfield and Jana Jones

    York (England) - Neben den Pyramiden und der Sphinx stehen vor allem Mumien, wie kaum ein anderes Symbol für das Alte Ägypten. Britische und australische Ägyptologen haben nun Beweise dafür gefunden, dass die Tradition des Einbalsamierens Verstorbener im Alten Ägypten rund 1.500 Jahre älter ist als bislang angenommen. Ein bedeutender Teil der alt-ägyptischen Geschichte muss also neu geschrieben werden.

    Wie die Forscher um Dr. Stephen Buckley von der University of York, Dr. Jana Jones von der Macquarie University in Sydney und Professor Thomas Higham von der University of Oxford aktuell im Fachjournal "PLoS One" (DOI:
    10.1371/journal.pone.0103608) berichten, handelt es sich bei der neuen Erkenntnis um das Ergebnis einer 11-jährigen interdisziplinären Studie, die bisherige Vorstellungen von der Entstehung dieser für das Alte Ägypten so bedeutenden und prägenden Facette um mehr als 1.000 Jahre vordatiert.

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    Bislang gingen Ägyptologen davon aus, dass die Mumifizierung im Alten Ägypten zwar schon in prädynastischer Zeit, im späten Neolithikum zwischen 4500 und 3100 v.Chr begann, als die Menschen die Körper ihrer Verstorbenen zum natürlichen Austrocknen dem heißen und trockenen Wüstensand aussetzten. Die Praktik der künstlich herbeigeführten Mumifizierung durch den Einsatz von Harzen galt hingegen bislang als erstmalig im Alten Königreich (ca. 2200 v.Chr.) nachgewiesen und wurde spätestens im Mittleren Reich (2000-1600 v.Chr.) gängig praktiziert.


    Jetzt aber belegen die Wissenschaftler das Vorhandensein komplexer Einbalsamierungsstoffe auf und in Leinen und Umschlägen von Körpern, die in einem der ältesten altägyptischen Friedhöfe nahe Mostagedda gefunden wurden und aus der Zeit zwischen 4500 bis 3350 v.Chr. stammen.



    Ein Grab in Mostagedda. | Copyright: G. Brunton, Mostagedda and the Tasian Culture (London 1937) Pl. VI.

    Die biochemische Analyse der Stoffe zeigt, dass die Mixturen aus Pinienharz, Pflanzenextrakte, Petroleum und tierisches oder pflanzliches Fett zusammengesetzt wurden - Zutaten also, wie sie später auch gängige Mittel zur Einbalsamierung als Grundvoraussetzung der Mumifizierung verwendet wurden.


    Da die gefundenen Stoffe aufgrund ihrer antibakteriellen Wirkung durchaus zum Erhalt von Weichgewebe geeignet sind, sehen die Wissenschaftler darin einen deutlichen Hinweis darauf, dass schon damals mit der künstlichen Konservierung gezielt experimentiert wurde.


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    Quelle: york.ac.uk

  • Rätsel um "verschwunden Kornkreis": Mais-Kreis richtet sich innerhalb von nur 3 Tagen nahezu vollständig wieder auf

    Entdeckt am 16. Juli 2014: Einzelkreis von 7 Metern Durchmesser in einem Maisfeld Nahe Etten Leur in der Provinz Noord-Brabant. Die Pflanzen waren unmittelbar über dem Boden niedergelegt und waren stark in Kreisrichtung verbogen. | Copyright/Quelle: Roy Boschman, robbertvandenbroeke.nl

    Etten-Leur (Niederlande) - Ein am 16. Juli 2014 nahe Etten-Leur in der niederländischen Provinz Noord-Brabant entdeckter, nur wenige Meter durchmessender Kornkreis in einem Maisfeld sorgt erneut für Aufsehen: Nur drei Tage, nachdem der Kreis, in dem die bereits nahezu ausgewachsenen bis zu 2,5 Meter hohen Maispflanzen fest zu Boden gelegt waren, erstmals entdeckt wurde, hatten sich die unbeschädigten Pflanzen fast vollständig wieder aufgerichtet. Der einstige Kornkreis war danach fast nicht mehr zu erkennen. Kornkreisforscher aber auch Pflanzenexperten stehen angesichts der Details vor vielen Fragen.


    Detailaufnahmen der sichelförmig verbogen, den Kreis bildenden niedergelegten Maispflanzen am 16. Juli. | Copyright/Quelle: Roy Boschman, robbertvandenbroeke.nl




    Aufnahmen vom 19. und 22. Juli 2014: Der Kreis ist kaum mehr zu erkennen. | Copyright/Quelle: Roy Boschman, robbertvandenbroeke.nl, Ronald Sikking, BLTresearch.com


    "Jahreslang gab es diesen Witz unter uns Kornkreisforschern, dass wir an einem Tag einen Kornkreis entdecken würden und wir am nächsten Tag das Feld wieder unbeschadet und ohne Kornkreis vorfinden würden. 'Disappering Crop Circles' (verschwindende Kornkreise) war das scherzhafte Stichwort", erinnert sich der deutsche Kornkreisforscher Andreas Müller angesichts des Mais-Kreises in Etten-Leur. "Genau eine solche Situation scheint nun vorzuliegen. Eine Situation, in der die vorhandenen Umstände und Details natürliche Aufrichtungsprozesse nur schwer als alleinige Erklärung dienen. Jetzt geht es darum, diesen Fall so gut wie möglich zu untersuchen, um zu verstehen, was genau hier vor sich ging."

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    Genau diese Dokumentation, Untersuchung und Bewertung hat sich die Kornkreis-Forschungsinstitution "BLT Research Inc." auf die Fahnen geschrieben und angesichts des ungewöhnlichen Falls Biologen und Pflanzenexperten konsultiert.

    "Der kanadische Agronom und Getreide-Berater Mervy Erb (Agri-Solve Inc.) sowie der emeritierte Professor für Agronomie und Pflanzenkunde Dr. Lou(is) Greub von der University of Wisconsin at River Falls glauben nicht, dass alleine natürliche Wiederaufrichtungsprozesse wie Phototropismus (Anm.d.GreWi-Redaktion: Das Bestreben niedergelegter Pflanzen sich wieder entgegen der Lichtquelle/Sonne aufzurichten) erklärt werden können", berichtet die BLT-Präsidentin Nancy Talbott. "Der Grund hierfür ist die bereits am ersten Tag dokumentierte starke Krümmung der Pflanzen ohne jegliche Schäden und die Tatsache, dass die Pflanzen - besonders jene entlang des Kreisrandes und im Kreiszentrum - unmittelbar über dem Boden niedergelegt waren und die Wurzeln von vielen dieser Pflanzen durch diesen Prozess teilweise freigelegt worden waren."





    Dateilaufnahmen der unmittelbar über dem Boden niedergelegten Maispflanzen am 16. Juli 2014. | Copyright/Quelle: Roy Boschman, robbertvandenbroeke.nl

    Zudem hatte der Mais zur Entstehungszeit des Kornkreises bereits die Bestäubungsphase erreicht, zu der das vertikale Wachstum endet, damit die Pflanzen von nun an alle Energie in die Entwicklung der Maiskolben stecken kann.


    Angesichts der schon am ersten Tag nach der Entdeckung des Kreises dokumentierten, sichelförmig gebogenen, niedergelegten Pflanzen zeigte sich Pflanzenexperte Erb sprachlos. Obwohl er schon seit vielen Jahren täglich mit einer Vielzahl von Maissorten und Problemstellungen, habe er eine solche Situation noch nicht erlebt und könne sich "auch nicht vorstellen, welche Kraft eine solche Biegung der Pflanzen hervorrufen könne, ohne die festen und brüchigen Pflanzen zu beschädigen oder gar zu brechen."





    Detailansicht der gebogenen und sich wiederwiedr aufgerichteten Maispflanzen des Kornkreises. | Coypright: Roy Boschman, robbertvandenbroeke.nl, BLTresearch,com 

    Für Dr. Greub war besonders der Umstand von Interesse, dass gerade die Pflanzen am Kreisrand und im Kreiszentrum ursprünglich vollständig zu Boden gelegt waren - ihr Drehpunkt also unter Bodenniveau lag. "Bei derart großen (2,5 m) und schweren Pflanzen, würde ein vergleichsweise großes Gewicht auf diesen Drehpunkten, an denen die Pflanze aus dem Boden austritt, lasten. Und dennoch sehen wir an diesen Punkten keine Abnutzungen oder Quetschspuren, die auf irgendeine Art von mechanischem Druck hindeuten würden."


    Gegenbeispiel: Eindeutige Brüche, und Kratzspuren an Pflanzen in einem 2008 mechanisch angelegten Kornkreis nahe Avebury in England. | Copyright: Charles Mallet

    Die Experten geben aber auch zu bedenken, dass auch Tropismus für einen Teil der Wiederaufrichtung verantwortlich sein könnte: "Da die Pflanzen (zur Entstehungszeit des Kreises) noch ihre Quasten trugen, kann es in dieser Phase noch etwa eine Woche lang zu vertikalen Wachstumsprozessen kommen, bis die Pflanzen diese einstellen und alle Kraft in die Kolben stecken." Allerdings sei der Umstand, dass der einst niedergelegte Kreis schon nach nur drei Tagen wieder nahezu gänzlich "ausgewachsen" sei, nur schwer alleine durch diese natürlichen Prozesse zu erklären.



    Zum Vergleich: Eine 2,5 Meter hohe Kontrollpflanze (links) und eine der gebogenen Pflanzen aus dem Kreis (rechts). | Copyright: Roy Boschman

    Da keiner der beiden hinzugezogenen Agrar- und Pflanzenexperten bislang derart ausgeprägte Wiederaufrichtungsprozesse an Pflanzen in derart fortgeschrittenem Wachstumsstadium innerhalb von nur drei Tagen bekannt sind, haben Erb und Greub eine Kontrollstudie vorgeschlagen. Diese sei "wohl der einzige Weg, um Phototropismus als alleinige Quelle des Wiederaufrichtens dieses Maiskreises gänzlich ausschließen zu können." Da aber keiner der beiden Experten eine Vorstellung davon hat, wie entsprechende Pflanzen derart stark gekrümmt werden können, wie dies schon bei der Entdeckung des Kreises festgestellt wurde, ohne dass die Pflanzen dabei brechen, sei es zugleich "schwer eine Methode zur Durchführung einer verlässlichen Kontrollstudie zu entwickeln."


    Neben den objektiv vorhanden physischen Veränderungen an den Pflanzen, berichteten die Entdecker des Kreises mit der Erstbegehung Schwindelgefühle in dessen Innern. Auch die Bildschirmanzeige eines Mobiltelefons habe im Innern des Kreises ungewöhnlich geflackert. Darüber hinaus versuchten lokale Kornkreisforscher am 19. Juli 2014 (also drei Tage nach Entdeckung) mit einer Drohne Luftbilder des Kreises zu machen - ohne Erfolg: Während die gleiche Technik noch zuvor über zwei weiteren, ebenfalls am 16. Juli in der Gegend entdeckten Kornkreisformationen problemlos funktionierte, verweigerte die Drohnen-Kamera über dem Maiskreis zunächst jegliche Funktion. "Derartige Probleme mit technischen Geräten, aber auch die Schwindelgefühle gerade in neu entstandenen, echten Kornkreises sind bekannt und wurden schon vielfach berichtet und beschrieben", kommentiert Müller. "Interessanterweise sind es ähnliche Erscheinungen wie sie mit elektromagnetischen Feldern assoziiert werden. Von diesen wiederum nehmen einige Kornkreisforscher an, dass sie Teil der Entstehungsprozesse "echter" - also nicht von Menschen mechanisch angelegter - Kornkreise sind, da Veränderungen an den Pflanzen aus einigen Kornkreisen etwa mittels Mikrowellen reproduziert werden konnten."


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    "Doch selbst wenn Tropismenen das fast vollständige Auswachsen des Kreises erklären könnten, so wäre auch dieser Umstand alleine angesichts der dicken und leicht brüchigen Maispflanzen ein wichtiges Beleg dafür, dass dieser Kreis nicht mit mechanischen mittel angelegt wurde", so Müller. "Jeder, der einmal versucht eine vergleichbare Maispflanze zu Boden zu drücken oder in vergleichbarer Weise zu biegen, wird sehen, welchen Schaden er unweigerlich an diesen Pflanzen verursacht."

    - Den vollständigen BLT-Bericht zu diesem Fall finden Sie HIER


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    Quelle: BLTresearch.com

  • Das Orchester der Neuronen: Instrumentalunterricht beeinflusst die Gehirnaktivität bei Kindern

    Das Spielen eines Instruments trainiert die Hörwahrnehmung bei Kindern. | Copyright: Universitätsklinikum Heidelberg

    Heidelberg (Deutschland) - Wie sich das frühe Erlernen eines Musikinstruments langfristig auf die Gehirnentwicklung von Kindern auswirkt, erforschen Privatdozentin Annemarie Seither-Preisler vom Institut für Psychologie der Uni Graz und Privatdozent Dr. Peter Schneider von der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg. Ihre neuesten Erkenntnisse, wie man begabte Kinder noch besser fördern und auf der anderen Seite Entwicklungsdefiziten entgegenwirken kann, haben die beiden zusammen mit dem Grazer Musikologen Univ.-Prof. Dr. Richard Parncutt in der aktuellen Ausgabe des "Journal of Neuroscience" publiziert.

    - Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg


    Bekommen beide Ohren dieselbe Information, arbeiten die rechte und die linke Hörrinde des Gehirns bei musikalisch geübten Kindern praktisch synchron. Bei untrainierten Kindern geraten sie minimal aus dem Takt, bei Kindern mit ADHS konnten die Wissenschafter in ihrer aktuellen Studie sogar eine markante Zeitverschiebung zwischen beiden Hirnhälften feststellen.


    Außerdem war bei dieser Gruppe die Ausreifung der Hörfunktionen in der Hirnrinde deutlich verlangsamt, während junge Musiker einen Entwicklungsvorsprung zeigten. "Diese Entdeckung könnte erklären, warum auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen, ADHS und Lese-Rechtschreib-Schwäche häufig gemeinsam auftreten", unterstreicht Seither-Preisler die Bedeutung der neuesten Ergebnisse.


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    Einige der Probleme der betroffenen Kinder dürften auf eine unzureichende Zusammenarbeit beider Hemisphären zurückzuführen sein, mit negativen Folgen für Aufmerksamkeit, rasche Sprachverarbeitung sowie die Lese-Rechtschreibfähigkeit. "Eine musikalische Ausbildung wirkt genau diesen Defiziten entgegen", betont Peter Schneider. Die Ergebnisse zeigen nämlich, dass Kinder, die ein Instrument lernen, besser zuhören können, aufmerksamer sind und weniger Probleme haben, Hyperaktivität und Impulsivität zu kontrollieren. Darüber hinaus schneiden sie in Lese- und Rechtschreibtests besser ab als musikalisch ungeübte Gleichaltrige. "Es wäre daher förderlich, neue Formen von Musikerziehung für Kinder mit ADHS und Lese-Rechtschreib-Schwäche anzubieten", raten die Wissenschafter.


    Im Zuge der Studie zeigte sich noch ein weiterer bemerkenswerter Befund: Das Team stellte fest, dass die graue Substanz der Hörrinde bei musikalisch aktiven Kindern etwa um die Hälfte größer ist als bei den übrigen Altersgenossen. Eine Langzeitbeobachtung ergab, dass diese Hirnregion bereits vor dem musikalischen Training eine ganz bestimmte Form und Größe aufwies und sich über die Zeit nicht mehr veränderte. "Besonders überraschte uns, dass wir am Volumen einer bestimmten Hirnstruktur zu Beginn des Instrumentalunterrichts verlässlich vorhersagen konnten, wie viel Zeit die Kinder in Zukunft mit dem Üben verbringen würden", erklärt Seither-Preisler. Dies zeigt erstmalig, dass die Motivation, ein Instrument zu lernen, nicht nur von der Unterstützung des sozialen Umfelds, sondern auch von der Veranlagung im Gehirn abhängt. "Wer günstige Voraussetzungen mitbringt, wird leichter und mit mehr Begeisterung bestimmte Fähigkeiten erlernen – beispielsweise zu malen oder Schach zu spielen. Das sollte man in Zukunft stärker berücksichtigen", empfehlen die Forscher. Werden solche Kinder nämlich rechtzeitig in ihren Talenten und Interessen unterstützt, entwickeln sich die zugehörigen neuronalen Netzwerke besonders günstig, wodurch Lernen zunehmend zum Selbstläufer wird.


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    Als nächsten Schritt möchte das Team erforschen, ob sich auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen mittels neurologischer Messungen im Gehirn frühzeitig diagnostizieren lassen. "Wir hoffen, dass so rechtzeitig Interventionen gesetzt werden können, um die Wahrscheinlichkeit späterer ADHS-Diagnosen zu verringern", so Seither-Preisler.

    Die aktuelle Studie wurde vom Deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt und ist Teil der Begleitforschung zu dem musikalischen Bildungsprogramm "Jedem Kind ein Instrument (JeKi)", das derzeit in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen und Hamburg über 60.000 Kinder aller sozialen Schichten erreicht.


    Quelle: klinikum.uni-heidelberg.de


  • Studie zum luziden Träumen: Klarträumer sind tagsüber besser bei Problemlösungen

    Symbolbild: Der Traum, von Pierre Puvis de Chavannes, 1883 1883 | Copyright: gemeinfrei

    Lincoln (England) - Menschen mit der Fähigkeit zum Klarträumen (lucid dreaming) sind tagsüber besser, darin Probleme zu lösen als jene Menschen, die sich während ihrer Träume nicht im Klaren darüber sind, dass sie träumen. Zu diesem Ergebnis kommt die erste empirische Studie über die Verbindung zwischen luzidem Träumen und dem täglichen Wachzustand von Klarträumern.

    Wie die Forscher um Dr. Patrick Bourke und Hannah Shaw von der Lincoln School of Psychology aktuell im Fachjournal "Dreaming" (DOI: 10.1037/a0036908) berichten, untersuchten sie in ihrer Studie untersuchten die Forscher insgesamt 68 Teilnehmer im Alter von 18 bis 25 Jahren, die entweder noch nie oder unterschiedliche Stufen von Klarträumen erlebt hatten.


    Diese Probanden wurden vor die Aufgabe gestellt, 30 Erkenntnisprobleme zu lösen. Jedes Problem bestand aus drei Wörtern und einem Verbindungswort. Jedes der drei Wörter konnte mit dem Verbindungswort kombiniert werden, um so eine neue Assoziation zu bilden. So können beispielsweise die Wörter "Sand", "Meile" und "Alter" mit dem Wort "Stein" zu neuen Wörtern kombiniert werden (Sand-Stein, Meilen-Stein, Stein-alt...).


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    Das Ergebnis zeigt, dass Personen, die regelmäßig Klarträume erleben bzw. praktizieren, 25 Prozent mehr der gestellten Aufgaben lösen konnten als die Gruppe der Menschen, die noch nie einen Klartraum erlebt hatte.


    Ein Grund dafür, dass Klarträumer im Wachzustand Probleme besser erkennen und bewältigen können, liege - so vermuten die Forscher - möglicherweise in den kognitiven Voraussetzungen für das luzide Träumen selbst: "Man geht davon aus, dass Menschen in der Lage sein müssen, über die dominierende Realität ihres Traumzustandes hinwegzusehen, um erst dadurch erkennen zu können, dass sie träumen", erläutert Bourke. "Die gleiche kognitive Fähigkeit kommt uns Menschen natürlich auch im Wachzustand zugute, wenn hier zur Lösung von Problemen unterschiedliche Denkansätze und Perspektiven in Betracht gezogen werden müssen."



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    Quelle: lincoln.ac.uk

  • Wolken über nördlichen Methanseen: Sommer auf Saturnmond Titan
    Animated sequence of Cassini images shows methane clouds moving above the large methane sea on Saturn's moon Titan
    Wolkenbewegung über dem Ligeia Mare auf dem Saturnmond Titan, aufgenommen von der Cassini-Sonde Ende Juli 2014. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute

    Pasadena (USA) - Neuste Aufnahmen der NASA-Saturnsonde "Cassini" zeigen Wolken, die über die Seen aus flüssigen Kohlenwasserstoffen auf der Nordhalbkugel des Saturnmondes Titan hinwegziehen. Die neuerliche Wetteraktivität deuten Exometeorologen als eines der schon zuvor anhand von Klimamodellen des Saturntrabanten vorhergesagten Anzeichen für den einsetzenden nördlichen Sommer und damit einhergehender Stürme auf Titan.

    Wie das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA berichtet, stammen die neuen Aufnahmen der über die nördlichen Titanseen dahinziehenden Wolken von Ende Juli und zeigen die Wolkenbewegung und Verwehung über einem der großen Methanseen, dem Ligeia Mare, über einen Zeitraum von etwas mehr als zwei Tagen. Messungen der Wolkenbewegung sprechen dafür, dass diese Wolken sich mit 3 bis 4,5 Metern pro Sekunden bewegen.


    Mehrere Jahre schon beobachten Astronomen mit Hilfe der Cassini-Sonde Wolkenaktivität über der Südpolregion von Titan. Zwar konnten schon mit dem über der nördlichen Hemisphäre des Mondes einsetzenden Frühling erste Wolken beobachtet werden. Dann jedoch fegte 2010 ein gewaltiger Sturm über die niedrigen Breitengrade des Titan, wonach nur noch wenige vereinzelte Wolken beobachtet wurden. Das Ausbleiben von Wolken hatte die Experten seither vor ein Rätsel gestellt - sagten die Klimasimulationen doch eine mit dem Titan-Sommer einhergehende Wolkenzunahme über den nördlichen Breiten voraus.


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    Da ein Jahr auf Titan rund 30 Erdenjahren entspricht und jede Jahreszeit etwa sieben Jahre andauert, mussten sich die Titan-Astronomen um die Cassini-Wissenschaftlerin Elizabeth Turtle vom Applied Physics Lab an der Johns Hopkins University etwas gedulden.


    Die Beobachtung jahreszeitlicher Veränderungen auf Titan wird auch zukünftig eines der Hauptziele des Cassini-Mission sein, wenn mit dem Sommer im Norden, auf der Südhalbkugel die auch auf Titan dunklen Jahreszeiten einsetzen.


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    Titan ist der größte der 62 Saturnmonde und unterscheidet sich von allen anderen Monden in unserem Sonnensystem nicht zuletzt durch seine mit der Dichte einer Planetenatmosphäre vergleichbare Gashülle. Darüber hinaus ist es neben der Erde der einzige Himmelskörper in unserem Sonnensystem, auf dem Flüsse, Meere und Seen die Oberfläche prägen und es einen planetaren atmosphärischen Flüssigkeitskreislauf mit Regen und Schnee gibt. Allerdings regnet auf Titan kein Wasser in Seen und Flüsse, sondern flüssige Kohlenwasserstoffe wie Methan und Ethan. Zudem vermuten Wissenschaftler einen Ozean aus flüssigem Wasser, der unter der frostigen Oberfläche des Titan verborgen liegt und aus dem heraus Eisvulkane die Oberfläche mitgestalten. Alles in allem zählt der Saturnmond somit zu den interessantesten Kandidaten nach außerirdischem Leben in unserem Sonnensystem.

    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
    Mikrohabitate in Asphaltsee entdeckt - Möglicher Lebensraum außerirdischen Lebens im Sonnensystem 9. August 2014
    Verborgener Wasserozean auf Saturnmond Titan könnte stark salzhaltig sein 3. Juli 2014
    Astronomen entdecken mysteriöse "magische Insel" auf Saturnmond Titan 23. Juni 2014

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    Quelle: NASA/JPL

  • Nach Hirnoperation: Frau plötzlich hyper-empathisch

    Symbolbild: Emotion. | Copyright: Jiri Hodan / gemeinfrei

    Saint-Etienne (Frankreich) - Seit ihrem zweiten Lebensjahr litt "Susan" - so das Pseudonym einer französischen Patientin - unter epileptischen Anfällen, die durch gezielte Medikation des rechten Schläfenlappens bis zu ihren 17 Lebensjahr erfolgreich kontrolliert werden konnten. Als diese Behandlung jedoch nicht mehr griff, entschieden sich die Ärzte für die Entfernung dieses Teil des Gehirns. Seit der Operation berichtet Susan eine verstärkte Fähigkeit entwickelt zu haben, die Gefühle anderer Menschen zu erkennen. Jetzt haben französische Neurologen und Mediziner den Fall Susan genauer untersucht und diesen Zustand bestätigt – obwohl genau ein Teil jener Hirnregion entfernt wurde, der gerade für Empathie mitverantwortlich sein soll.

    Neben der sogenannten Hyper-Empathie beschreibt Susan auch Symptome, die auch auf eine Hypersensibilisierung hindeuten, wenn sie etwa wortwörtlich spürt, wie sich ihr "Herz umdreht", wenn sie emotional mitgenommen wird, wenn sie gute Freunde wieder trifft oder etwa von fiktiven Filmen berührt wird.


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    Wie das Team um Aurélie Richard-Mornas, Neurologin am Centre Hospitalier Universitaire des Hôpital de la Charité aktuell um Fachjournal " Neurocase: The Neural Basis of Cognition" (DOI: 10.1080/13554794.2013.826695) berichten, ist Susan heute 37 Jahre alt und wurde einer systematischen Untersuchung und neuropsychologischen Tests unterzogen.


    Hierbei kamen sie zu dem Schluss, dass Susan die gesteigerte Fähigkeit besitzt, die Gefühle und Emotionen anderer wahrzunehmen und zugleich gesteigert intensiv auf die Emotionen anderer zu reagieren.


    Besonders interessant sei dieser Umstand, da sich diese Fähigkeit erst nach der Entfernung genau von einem Teil jener Hirnregionen eingestellt haben, die - als Teil eines neuralen Netzwerks - zusammen mit dem präfrontalen Kortex gerade für die Wahrnehmung und das Verstehen der Bewusstseinszustände und Gefühle anderer mitverantwortlich ist:


    "Der vorliegende Fall legt nahe, dass es bei unserer Patientin zu einer neue dauerhafte Organisation des Kortex (der Hirnrinde) und jener Areale gekommen ist, die für die Verarbeitung von Aufmerksamkeits- und Emotionsbezogenen Prozessen verantwortlich sind, und dass diese Prozesse auch zu einer Verstärkung der Empathie (bei Susan) geführt haben", so die Autoren des Fachartikels.


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    Quelle: tandfonline.com/toc

  • Überraschende Entdeckung: Das Mondinnere ist heiß und wahrscheinlich flüssig

    Künstlerische Darstellung des Mondinneren, auf der Grundlage der Auswertung von Positions- und Schwerkraftmessungen unterschiedlicher Mondsonden wie Kaguya und Chang'e. | Copyright: NAOJ

    Tokio (Japan) - Neuste Auswertungen der Daten unterschiedlicher Mondsonden haben japanische Forscher zu einer überraschenden Entdeckung geführt: Das Innere des Mondes ist weder kalt noch geologisch tot. Stattdessen ist die Gesteinsschicht direkt um den Kern des Erdtrabanten so heiß, dass sie wahrscheinlich sogar geschmolzen ist. Die Ursache hierfür sehen die Forscher in der Gezeitenkraft der Erde.

    Wie das Team um Junichi Haruyama von der japanischen Weltraumagentur JAXA und Yuji Harada von der China University of Geosciences aktuell im Fachjournal "Nature Geoscience" (DOI: 10.1038/ngeo2211) berichtet, galt der Werdegang des Mondes bislang als bekannt: Nachdem der Trabant seine ursprüngliche Hitze vergleichsweise schnell verloren hatte, kühlte sein Inneres bis in den Kern hinein ab, da seine Größe nicht ausreichte, um seine innere Wärme aufrecht zu erhalten oder eigene Wärme zu erzeugen. "Aus diesem Grund dachte man bislang auch, dass alle vulkanische Aktivität auf dem Mond längst zum Stillstand gekommen ist."


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    Die neue Auswertung der Positions- und Schwerkraftdaten der Sonden zeigen, dass ähnlich wie die Anziehungskraft des Mondes auf der Erde Ebbe und Flut hervorruft, umgekehrt auch die Schwerkraft der Erde kleinste, periodische wiederkehrende Verformungen des Mondes verursacht.


    Grafische Darstellung der Auswertung der Daten zur Struktur des Mondinneren. | Copyright: NAOJ

    Während die bisherigen Daten im Innern des Mondes einem festen und erkalteten eisenhaltigen Kern und einen ebenfalls festen und kalten Mantel aus Gestein vermuten ließen, zeigen die neusten Datenauswertungen, dass der äußerste Bereich des Mondkerns sowohl heiß als auch wahrscheinlich sogar geschmolzen ist. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Mond noch nicht kalt und erhärtet ist, sondern immer noch warm", so Haruyama.


    Warum jedoch die so erzeugte Energie im gesamten Mondinnern nicht gleichmäßig in Wärme umgewandelt wird, ist bislang jedoch noch unklar. Von weiteren Untersuchungen erhoffen sich die Forscher nun nicht nur Antworten auf noch offene Fragen danach, ob und wie diese Prozesse auch die Bewegung des Mondes relativ zur Erde beeinflusst haben könnten sondern auch neue Erkenntnisse über die Entstehung und Entwicklung des Erdtrabanten.


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    Quelle: nao.ac.jp

  • Beteigeuze: Astronomen erwarten spektakuläre Doppelexplosion am Sternenhimmel

    Künstlerische Darstellung des Riesensterns Beteigeuze (Illu). | Copyright: ESO/L. Calçada

    Bonn (Deutschland) - Eine neue Studie, die erklärt, wie einst die Materiehülle um den 600 Lichtjahre von der Erde entfernten Riesenstern Beteigeuze entstanden ist, kommt zu der Schlussfolgerung, dass dieser schon in naher Zukunft sein Leben wahrscheinlich mit einem gewaltigen Doppelschlag beenden wird: Zunächst wird Beteigeuze in einer Supernova verglühen. Wenige Monate später wird die Hülle für die spektakuläre zweite Explosion sorgen. Diese Explosionen könnten so stark sein, dass sie von der Erde aus sogar am Tageshimmel sichtbar sein werden.

    Wie die Astronomen um Dr. Jonathan Mackey von der Universität Bonn aktuell im Fachjournal "Nature" (DOI: 10.1038/nature13522) berichten, ist schon seit 2012 ist bekannt, dass Beteigeuze von einer Hülle aus Materie umgeben ist. Der Riesenstern selbst hat den unvorstellbar 600fachen Durchmesser unserer Sonne und ist u.a. deshalb auch an unserem Nachthimmel als zehnthellster Stern zu sehen.


    "Als so genannte Supernova (Sternexplosion) wird er dann das Firmament überstrahlen - so hell wie der Mond. Wahrscheinlich ist die Explosion sogar tagsüber von der Erde sichtbar", so die Forscher in ihrer Pressemiteilung. Wann es soweit ist, lasse sich jedoch nicht genau sagen: "Es kann morgen passieren oder in hunderttausend Jahren", erklärt Mackey.


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    Da Beteigeuze jedoch von einer Hülle aus Materie umgeben ist, wird es bei dieser Supernova aber wohl nicht bleiben. "Das Material in dieser Hülle summiert sich auf ein Zehntel der Sonnenmasse", so die Forscher weiter. "Bei der Supernova-Explosion werden die äußeren Schichten von Beteigeuze abgesprengt und ins All geschleudert. Diese Sternenfragmente rasen mit vielen tausend Kilometern pro Sekunde auf die Materiehülle zu. Nach einigen Monaten bis maximal drei Jahren kommt es dort zu einem riesigen Crash, der auf der Erde als weitere Explosion sichtbar werden dürfte."


    Beim Flug durch das All schiebt Beteigeuze eine Bugwelle aus Materie vor sich her - im Bild als "bow shock" zu sehen. Wenn Beteigeuze als Supernova explodiert, rasen Sternenfragmente mit unvorstellbarem Tempo auf diese Hülle zu. | Copyright: ESA / Herschel / PACS / L. Decin et al.

    Dass es diese Materiehülle um Beteigeuze gibt, ist erst seit 2012 bekannt. Ihre Die Entstehung Materiehülle gab den Astronomen bislang Rätsel auf. Mackey und Kollegen legen in ihrem Artikel nun eine plausible Hypothese vor: "Schon lange ist bekannt, dass Rote Riesen (wie andere Sterne auch) von ihrer Oberfläche ständig Materie ins All schleudern - den Sternenwind."


    Anhand von Computersimulationen können die Bonner Forscher zeigen, dass die Strahlung des interstellaren Mediums diesen Sternenwind erhitzt und diese Hitze eine Schockwelle erzeugt, die den Wind abbremst. "So entsteht in einiger Entfernung um Beteigeuze eine nahezu bewegungslose Hülle aus ehemaligem Sternenmaterial." Dieser Vorgang sollte nach den Bonner Überlegungen auch bei anderen Roten Superriesen auftreten.


    Dort könnten die Materieansammlungen sogar noch erheblich größer sein. Die Forscher rechnen mit bis zu fünf Sonnenmassen. Das könnte erklären, warum Supernova-Explosionen mitunter 10- bis 100-mal heller sind als theoretisch zu erwarten. Denn wenn die Reste des explodierten Sterns in eine derart dichte Materiehülle rasen, wäre eine zweite Explosion gewaltigen Ausmaßes die Folge.


    "Supernovae sollten in der Milchstraße im Schnitt etwa alle hundert Jahre zu beobachten sein", berichtet die Pressemitteilung der Bonner Universität abschließend. "In unserer Nachbargalaxie, der Großen Magellanschen Wolke, wurde am 24. Februar 1987 eine Supernova-Explosion entdeckt. Trotz der großen Entfernung von 160.000 Lichtjahren war sie auf der Südhalbkugel ebenfalls mit bloßem Auge sichtbar, allerdings nur nachts.


    Die letzte Supernova-Explosion in der Milchstraße liegt schon ein Weilchen zurück: Italienische Himmelskundler bemerkten im Oktober 1604 einen neuen Himmelskörper, der alle anderen Sterne überstrahlte. Der deutsche Astronom Johannes Kepler beschrieb das Phänomen ausführlich; daher wurde die Supernova nach ihm benannt."


    Die Explosion von Beteigeuze dürfte für Erdbewohner um Einiges spektakulärer sein - liegt der Rote Superriese doch 30mal näher als Keplers Supernova. Jetzt heißt es abwarten. Schon morgen könnte es soweit sein...


    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
    Roter Riesenstern Beteigeuze schrumpft dramatisch
    17. Juni 2009


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    Quelle: uni-bonn.de

  • Meteorschauer: Höhepunkt der Perseiden 2014 steht bevor

    Kompositaufnahme der Perseiden am 11. August 2011. | Copyright: NASA/MSFC/D. Moser, NASA's Meteoroid Environment Office

    Saarbrücken (Deutschland) - In der Nacht auf den 13. August erwarten Astronomen den diesjährigen Höhepunkt des Meteor-Schauers der Perseiden, wenn trotz hellem Mond bei geeigneten Witterungsbedingungen wieder zahlreiche Sternschnuppen beobachtet werden können. Noch bis Ende August wird der Meteorstrom - wenn auch sich zunehmend abschwächend - zu sehen sein.

    Laut Angaben der Internetseite "Leoniden.net", erreichen "
    die Perseiden 2014 nach den vorliegenden Berechnungen ihre höchste Fallrate am frühen Morgen des 13. August gegen 03:37 Uhr MESZ, und somit für Mitteleuropa noch vor Beginn der Dämmerung. Da das Maximum recht breit ist, darf man sich aber in der gesamten Nacht vom 12. auf den 13.08.14 auf zahlreiche, auch helle Sternschnuppen freuen. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen etwa 02:00 Uhr und dem Beginn der Morgendämmerung. Doch leider erreicht just dann auch der noch fast volle Mond seine Höchststellung im Süden. Die wirklich hellen Meteore werden aber auch unter diesen Bedingungen sichtbar sein. "

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    Seinen Namen hat der Meteorstrom vom Sternbild Perseus, in dem - für den Betrachter auf der Erde - die Sternschnuppen ihren Ursprung zu haben scheinen. Im Volksmund sind die Perseiden auch als Laurentiustränen bekannt, da sie mehr oder weniger mit dem Namenstag des Märtyrers am 10. August zusammenfallen.


    Die Sternschnuppen bestehen aus Teilen des sich auflösenden Kometen "109/Swift-Tuttle", dessen Bahn den Erdorbit jedes Jahr zu dieser Zeit kreuzt und der alle 133 Jahre ins innere Sonnensystem zurückkehrt, zuletzt geschah dies im Jahr 1992 als bis zu 110 Meteore pro Stunde zu beobachten waren.


    Auf seiner Kometenbahn lässt Swift-Tuttle eine Staubspur mit winzigen Kometenpartikeln zurück, nicht größer als Sandkörner. Wenn die Erde ab dem 11. August die alte Kometenbahn kreuzt, rast sie mit knapp 30 Kilometern pro Sekunde auf die kleinen Kometenstaubkörner, Meteoroiden genannt, zu. Diese kollidieren mit der Atmosphäre und treten mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 Kilometern pro Sekunde in die oberen Luftschichten ein. "Was wir als Meteor am Himmel sehen, sind aber nicht etwa die Kometenstaubkörner selbst", erklärt Wilfried Tost vom "Institut für Planetenforschung" des "Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin-Adlershof. "Es ist die vor den Staubteilchen liegende Luft, die so stark zusammengepresst wird, dass sie über 3000 Grad heiß wird und dadurch zu leuchten beginnt." Ähnlich wie in einer Neonröhre, in der Gasteilchen ionisiert werden und somit leuchten, beginnen in der Atmosphäre die Luftteilchen vor dem rasenden Staubkorn Licht auszustrahlen. Das Ergebnis: eine Sternschnuppe.


    Obwohl sich das Ganze in einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern abspielt, können wir den Meteorschauer auch mit bloßem Auge von der Erde aus beobachten. Nach nur einer Sekunde in der Erdatmosphäre sind die Meteoroiden verglüht. Dennoch reichen die winzigen Staubteilchen aus, um eine gut sichtbare Sternschnuppe zu erzeugen. Bis zu 100 Meteoriden kann ein Beobachter an seinem Standpunkt pro Stunde erwarten. Die Chance, einen Meteor zu sehen, ist also bei guter Wetterlage entsprechend hoch. Der nächste Meteorschauer steht uns schon im November mit den Leoniden bevor.


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    Quellen: dlr.de, leoniden.net

  • Mikrohabitate in Asphaltsee entdeckt - Möglicher Lebensraum außerirdischen Lebens im Sonnensystem

    Archivbild: Naturasphalt aus dem Pitch Lake. | Copyright: gemeinfrei

    Pullman (USA) - Im Innern des weltweit größten natürlichen Asphaltsees haben US-Wissenschaftler aktive Mikroben entdeckt, die - eingeschlossen in kleinsten, gerade einmal einen Mikroliter beinhaltenden Wassertröpfchen - gedeihen. Die Mikroben könnten zukünftig nicht nur zur Reinigung von öligen Umweltverschmutzungen genutzt werden, sondern geben auch Einblicke in mögliche Habitate außerirdischen Lebens - auch in unserem eigenen Sonnensystem.

    Der Pitch Lake auf der Karbikinsel Trinidad bedeckt eine Fläche von rund 40 Hektar innerhalb der geschätzte 10 Millionen Tonnen flüssigen Asphalts vor sich hinbrodeln, wenn Kohlenstoffdioxid- und Kohlenwasserstoffgase aus der Tiefe heraufsteigen. Kein Ort also, an dem man für gewöhnlich Leben vermuten würde.


    Wie das Team um Professor Dirk Schulze-Makuch von der Washington State University aktuell im Fachjournal "Science" (DOI: 10.1126/science.1252215) berichtet, fanden sie die aktiven Mikroben im Innern von Proben aus dem Pitch Lake in kleinsten Wassertropfen, die mit nur einem Mikroliter Wasser gerade einmal 1/50 des Volumens eines normalen Wassertropfens beinhalten.


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    Diese Entdeckung zeigt ein weiteres Mal auf, dass Leben selbst an Orten zu finden ist, an denen man es zuvor nicht vermutet hatte und erweitert damit die lange Liste an möglichen und vermeintlich unmöglichen Lebensräumen auf der Erde aber auch auf fernen Planeten, so die Forscher.


    "In diesen Mikrohabitaten fanden wir sogar eine derart große Vielzahl von Bakterien und Archaeen, dass man sogar von Ökosystemen sprechen kann", so Schulze-Makuch.


    Eine weitere Untersuchung der Mikroben zeigte, dass diese Öl aus dem Asphalt abbauen, weswegen die Forscher nun auch hoffen, diese Prozesse zukünftig auch bei der Bekämpfung Ölkatastrophen einsetzen zu können.


    Auch und gerade aus astrobiologischer Sicht ist die Entdeckung von besonderem Interesse, betrachten die Forscher doch den Asphaltsee als irdisches Gegenstück etwa zum Saturnmond Titan, wo Seen und Flüsse aus flüssigen Kohlenwasserstoffen die Oberfläche bedecken: "Auch in diesen könnten also Kleinstökosysteme wie im Pitch Lake mikrobisches Leben beherbergen."


    Schon 2010 hatten die Forscher um Schulze-Makuch in in einem Gramm des klebrigen Bitumens des Pitch Lake bis zu 10 Millionen Mikroben, darunter auch Bakterien und einzellige Archaeen, entdeckt. Bei Temperaturen zwischen 32 und 56 Grad Celsius ernähren sich diese Lebensformen offenbar von Kohlenwasserstoffen und statt Sauerstoff atmen die Mikroben hier mit Hilfe von Metallen wie Eisen oder Mangan (...wir berichteten).


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    Quelle: wsu.edu

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