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Täglich aktuelle Nachrichten aus Anomalistik, Grenz- und Parawissenschaft

  • Heute auf grenzwissenschaft-aktuell.de
    Space | Raumfahrt, Technik
    NASA-Sonde fotografiert unbemannten Roboter auf dem Mars...

    Pasadena (USA) - Zuerst schicken wir Orbitalsonden zum Mars, dann unbemannte Robotersonden auf dessen Oberfläche und fotografieren diese Rover dann wiederum mit den Orbitalsonden aus dem All, um diese Aufnahmen dann wieder zur Erde zu funken. Was noch vor wenigen Jahrzehnten wie reine Science-Fiction klang, ist heute fast schon wissenschaftlicher Alltag: Die NASA-Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO) hat eine Satellitenaufnahme der Marsoberfläche zur Erde gefunkt, auf der das kleinbusgroße mobile Wissenschaftslabor "Curiosity" der Mission "Mars-Science-Laboratory" und mitsamt den Fahrspuren des Rovers zu erkennen ist. weiterlesen...

    GreWi-Review

    Wiederbelebte Neandertaler - Mathematischer Urknall - Urzeitliche Landschaft - Lebensspendende Raucher - Außerirdisches Vitamin
    In dieser Rubrik berichten wir immer zum Wochenende durch Links zur Originalquelle und zu externen deutschsprachigen Meldungen über Entdeckungen und Ergebnissen, über die wir in der vergangenen Woche nicht mit einer eigenen GreWi-Meldung berichtet hatten. weiterlesen...

    ...weitere Meldungen folgen
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    Meldungen vom 19. April 2014

    Space | Raumfahrt, Technik
    NESSI: Erdgestütztes Teleskop analysiert ferne Atmosphären

    Socorro (USA) - Mit dem "New Mexico Exoplanet Spectroscopic Survey Instrument" (NESSI) am 2,4-Meter Teleskop des Magdalena Ridge Observatory beginnen Astronomen im kommenden Sommer mit der Analyse der Atmosphären ferner Planeten von der Erde aus. weiterlesen...

    Space | Raumfahrt, Technik
    Geplantes Ende der Mission LADEE: NASA-Sonde stürzt auf die dunkle Seite des Mondes
    Moffet Field (USA) - Wie geplant, ist die NASA-Mondsonde LADEE (Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer) am Donnerstag bei ihrem Überflug über die erdabgewandte und damit dunkle Seite des Mondes, kontrolliert auf dessen Oberfläche gestürzt. weiterlesen...



    Meldungen vom 18. April 2014

    Außerirdische Leben, Space | Raumfahrt
    Weltraumteleskop Kepler entdeckt erstmals erdgroßen Planeten in lebensfreundlicher Zone um fernen Stern

    Washington (USA) - Mit Hilfe des NASA-Weltraumteleskops "Kepler" haben Astronomen erstmals einen nahezu erdgroßen Planeten entdeckt, der seinen Stern innerhalb dessen sogenannten habitablen Zone umkreist. Diese beschriebt jene Abstandregion um einen Stern, innerhalb derer ein Planet diesen umkreisen muss, damit aufgrund milder Temperaturen auf seiner Oberfläche flüssiges Wasser - und damit die Grundlage zumindest des irdischen Lebens - existieren kann. Die Entdeckung beweist, dass es auch um andere Sterne als unsere Sonne erdgroße Planeten innerhalb habitabler Zonen gibt. weiterlesen...

    Religion | Glaube, Gesellschaft
    Ostern - Hintergründe und Symbolik
    Ostern selbst gilt den Christen als das wichtigste Jahresfest und feiert nach urchristlicher Überzeugung die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Die Woche davor wird als Kar-(Klage)-woche bezeichnet, welche die Kreuzigung Jesu einleitet und am Karfreitag - mit der Kreuzigung Jesu - ihren Höhepunkt nimmt. weiterlesen...

    Meldungen vom 17. April 2014

    Space | Raumfahrt, Sonstige Phänomene
    ...und zum Dritten: Weitere Rover-Aufnahme zeigt Leuchten am Mars-Horizont

    Pasadena (USA) - Nachdem aufmerksame Beobachter auf zwei Aufnahmen des Mars-Rovers "Curiosity" ein rätselhaftes Leuchten am Mars-Horizont ausgemacht und die NASA-Forscher selbst dieses Bilddetail entweder als reflektierender Fels oder als von kosmischer Strahlung auf dem Bildchip verursachten Bildfehler bezeichnet hatten, wurde im Bildarchiv des Mars-Rovers nun eine weitere Aufnahme mit einem fast identischen Leuchten und erneut direkt am Horizont des Roten Planeten ausfindig gemacht. Zugleich liefert die NASA selbst eine weitere Erklärung, wie derartige Erscheinungen auf die Bilder der Rover-Kameras gelangen könnten. weiterlesen...

    Sonstige Phänomene, Forschung | Wissenschaft
    Forscher liefern Erklärungsansatz für vererbte traumatische Emotionen
    Zürich (Schweiz) - Im vergangen November sorgte das Forschungsergebnis US-amerikanischer Wissenschaftler für Aufsehen und Rätselraten unter Genetikern - zeigte sich doch, das Eltern nicht nur physiologische Eigenschaften, sondern auch Emotionen traumatischer Erlebnisse an ihre Nachkommen vererben. Dies geschieht sogar selbst dann, wenn die Nachkommen ihre traumatisierten Väter selbst überhaupt nicht kennengelernt hatten. Schweizer Wissenschaftler glauben nun, einen Puzzlestein in der Frage entlarvt zu haben, wie die Vererbung von Traumata zustande kommen könnte. weiterlesen...

    Forschung | Wissenschaft
    Forscher suchen Dunkle Energie im Labor

    Wien (Österreich) - Nicht mit einem großen Teilchenbeschleuniger, sondern in einem Labor suchen Wiener und Grenobler Wissenschaftler nach noch unbekannten Elementarteilchen und Dunkler Energie. Die von den Forschern entwickelte Gravitations-Resonanz-Methode erweitert dabei den Gültigkeitsbereich der Newton’schen Gravitationstheorie und schränkt Parameterbereiche für hypothetische Teilchen hunderttausendfach stärker ein als bisher. weiterlesen...

    Meldungen vom 16. April 2014

    PSI-Phänomene, Forschung | Wissenschaft
    Meta-Analyse bestätigt: Der Mensch hat die Fähigkeit zur Vorahnung

    Ithaca (USA) - Im Herbst 2010 schockierte der bis dahin selbst im wissenschaftlichen Mainstream angesehene Psychologe Prof. Daryl Bem die naturwissenschaftliche Gemeinde mit einer in der nicht weniger respektierten Fachzeitschrift "Journal of Personality and Social Psychology" veröffentlichten Studie. In dieser erklärte er, den Beweis für die Fähigkeit des Menschen zur Vorherahnung zukünftiger Ereignisse gefunden zu haben. Obwohl seither der Expertenstreit um die Interpretation der Ergebnisse unvermindert andauert, konzentrierten sich die meisten Medienberichte primär auf jene überprüfenden Experimente unabhängiger Forscher, die angesichts der von Bem ausführlich zur Replikation beschriebenen Experimente und Methoden zu negativen Ergebnissen gekommen waren. Tatsächlich gab es aber auch eine Vielzahl von Beispielen mit positivem, also Bems Ergebnisse bestätigendem Ausgang. Jetzt hat Bem gemeinsam mit Kollegen sämtliche Replikations-Experimente einer Meta-Analyse unterzogen. Das Ergebnis belegt Bems erste Ergebnisse und beweist damit, dass uns Menschen die Fähigkeit zur Vorahnung gegeben ist. weiterlesen...

    In eigener Sache
    Sieben Jahre GreWi...
    Heute vor sieben Jahren erschienen die beiden ersten GreWi-Meldungen. Mit bis zu 1 Million Pageimpressions pro Monat wurde "grenzwissenschaft-aktuell.de" in dieser Zeit zum heute meistgelesenen deutschsprachigen Online-Nachrichtenmagazin zu Anomalistik, Grenz- und Parawissenschaft. Dafür möchten ich mich bei den GreWi-Lesern recht herzlich bedanken!
    Andreas Müller, Hrsg. grenzwissenschaft-aktuell.de

    Meldungen vom 15. April 2014

    Space | Raumfahrt, Sonstige Phänomene
    Aufgeklärt: "Mars-Gebäude" sind nur stark reflektierende Schichtungen
    Pasadena (USA) - Ein vermeintlicher Gebäudekomplex auf dem Mars, der vom NASA-Rover "Curiosity" aufgenommen worden sein soll, sorgte in den vergangenen Tagen gerade im Internet für kontroverse Diskussionen. Dank dem Hinweis einer aufmerksamen GreWi-Leserin können wir zumindest dieses Mars-Rätsel jetzt aber aufklären. weiterlesen...

    Geister | Spuk
    Buchautorin sucht wahre Spukerlebnisse

    Salzweg (Deutschland) - In vielen Familien kursieren Geschichten, die unheimlich oder unerklärbar sind, wie z.B. über jüngst Verstorbene, die sich noch einmal bei ihren Lieben verabschieden, ein Hausgeist, der die neuen Mieter durch allerlei Phänomene ängstigt, Kinder, die ins Nichts winken und sich scheinbar mit der Wand unterhalten. Es sind genau diese Erlebnisse, wie sie die Autorin Dr. Lucia Moiné für ihr aktuelles Buchprojekt über eben jene Phänomene und entsprechende Erfahrungen sucht. weiterlesen...

    Meldungen vom 14. April 2014


    Außerirdisches Leben, Space | Raumfahrt
    Marsatmosphäre war möglicherweise nie lebensfreundlich

    Pasadena (USA) - Während der Rote Planet heute eine trockene und lebensfeindliche Welt darstellt, könnte er vor mehr als 3.5 Milliarden Jahren über lange Zeiten hinweg große Wasserflächen, Flüsse und Meere beherbergt haben - so zumindest die bisherige Vorstellung vom frühen warmen, feuchten und damit auch potentiell lebensfreundlichen Mars. Eine neue Analyse der einstigen Marsatmosphäre stellt diese Vorstellung nun jedoch in Zweifel, kommt sie doch zu dem Schluss, dass diese möglicherweise auch früher nicht dicht genug war, um die Temperaturen längere Zeit über dem Gefrierpunkt und Wasser dadurch lange genug in flüssiger Form zu halten, damit Leben entstanden sein könnte. weiterlesen...


  • NASA-Sonde fotografiert unbemannten Roboter auf dem Mars...

    Satellitenaufnahme der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter zeigt den Mars-Rover "Curiosity" am 11. April 2014 mitsamt Fahr- und Wendespuren. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerbaren Originalversion der NASA zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech/Univ. of Arizona

    Pasadena (USA) - Zuerst schicken wir Orbitalsonden zum Mars, dann unbemannte Robotersonden auf dessen Oberfläche und fotografieren diese Rover dann wiederum mit den Orbitalsonden aus dem All, um diese Aufnahmen dann wieder zur Erde zu funken. Was noch vor wenigen Jahrzehnten wie reine Science-Fiction klang, ist heute fast schon wissenschaftlicher Alltag: Die NASA-Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO) hat eine Satellitenaufnahme der Marsoberfläche zur Erde gefunkt, auf der das kleinbusgroße mobile Wissenschaftslabor "Curiosity" der Mission "Mars-Science-Laboratory" und mitsamt den Fahrspuren des Rovers zu erkennen ist.

    Auf der hochauflösenden Aufnahme der HiRISE-Kamera an Bord des Orbiters vom 11. April 2014 ist "Curiosity" und seine Fahr- und Wendespuren deutlich zu erkennen.

    www.grenzwissenschaft-aktuell.de
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    Derzeit blickt der Rover auf einen etwa fünf Meter hohen Hügel, den die NASA-Forscher "Mount Remarkable" getauft haben und der von geologischen Aufbrüchen umgeben ist (s. MRO-Aufnahme links von Curiosity).


    http://www.jpl.nasa.gov/spaceimages/details.php?id=PIA18083
    Mosaik-Aufnahme der Navcam mit Blick auf "Mount Remarkable". (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerbaren Originalversion der NASA zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech

    grenzwissenschaft-aktuell.de

    Quelle: NASA/JPL

  • Wiederbelebte Neandertaler - Mathematischer Urknall - Urzeitliche Landschaft - Lebensspendende Raucher - Außerirdisches Vitamin
    In dieser Rubrik berichten wir immer zum Wochenende durch Links zur Originalquelle und zu externen deutschsprachigen Meldungen über Entdeckungen und Ergebnissen, über die wir in der vergangenen Woche nicht mit einer eigenen GreWi-Meldung berichtet hatten.

    Letzte Hürde für die Wiederbelebung des Neandertalers
    Es fehlt nicht viel, dann können Forscher Stammzellen sozusagen neandertalisieren. Im Labor ließen sich dann Zellen des Frühmenschen züchten. Weitere Experimente dürften folgen...

    Link zum Originalartikel:

    http://www.sciencemag.org/content/early/2014/04/16/science.1250368

    Link zu einer externen, deutschsprachigen Meldung:

    http://www.zeit.de/wissen/2014-04/neandertaler-genom-auferstehung-epigenetik

    Mathematiker erbringen den Beweis für die Möglichkeit eines Urknall aus dem Nichts
    Eine der großen Grundlegenden Theorien der modernen Kosmologie ist die Vorstellung von der Entstehung des Universums durch den sogenannten Urknall. Der Urknall selbst ist dabei nicht bloß ein reines theoretisches Konstrukt sondern wird auch von einer ganzen Reihe von Indizien und Beweisen gestützt. Doch trotz aller Indizien steht einen grundlegende Frage weiterhin offen im Raum: Was war vor dem Urknall bzw. aus was heraus konnte hier was urknallen? Eine Theorie vermutet, dass der Urknall selbst das Ergebnis von Quantenfluktuationen aus dem Nichts heraus ist. Jetzt haben Mathematiker zumindest mathematisch nachgewiesen, dass ein solches Szenario möglich wäre.

    Link zur Originalmeldung:

    https://medium.com/the-physics-arxiv-blog/ed7ed0f304a3

    www.grenzwissenschaft-aktuell.de
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    Forscher finden 3 Millionen Jahre alter Tundra-Landschaft unter Grönlands Eisdecke
    Ein Gletscher in Grönland hat eine 2,7 Millionen Jahre alte Tundra-Landschaft konserviert, anstatt sie zu zermalmen - ein Glücksfall. In Bohrkernen fanden Forscher zudem Hinweise auf einstiges Leben.

    Link zur Originalmeldung:

    http://www.nasa.gov/content/goddard/researchers-find-3-million-year-old-landscape-beneath-greenland-ice-sheet/index.html#.U1LhU8fja2w

    Link zu einer externen, deutschsprachigen Meldung:

    http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article127112271/Eis-konserviert-Millionen-Jahre-alte-Landschaft.html

    Alkalische Untersee-Geysire könnten einst die Bildung der ersten Zellen gefördert haben
    Das erste Leben könnte an einer besonderen Form von Untersee-Geysiren entstanden sein: An Schloten, die warmes, alkalisches Wasser ausstoßen. Denn im sauren Urmeer sorgte dieser Unterschied für gleich zwei wichtige Energiequellen des Lebens: einen Protonengradienten und freie Elektronen. Diese Hypothese stellen NASA-Forscher auf, nachdem sie diese seltene Form der Schwarzen Raucher genauer untersucht haben.

    Link zu einer externen, deutschsprachigen Meldung:

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17462-2014-04-16.html

    Link zur Originalmeldung:

    http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?release=2014-115

    Vitamin B3 kam möglicherweise mit Meteoriten zur Erde
    Die junge Erde erhielt wahrscheinlich einen Vitaminschub mit dem Vitamin B3 aus dem All in Form von kohlenstoffreichen Meteoriten. Die neuen Analyseergebnisse stützen die Theorie, nach der das irdische Leben erst durch die Zufuhr außerirdischer Schlüsselmoleküle entstehen konnte, wie sie im All entstanden und dann mit Kometen und Meteoriten zur Erde kamen.

    Link zur Originalmeldung:

    http://www.nasa.gov/content/goddard/vitamin-b3-might-have-been-made-in-space-delivered-to-earth-by-meteorites/

    grenzwissenschaft-aktuell.de


  • NESSI: Erdgestütztes Teleskop analysiert ferne Atmosphären

    Das Magdalena Ridge Observatory des New Mexico Institute of Mining and Technology in Socorro. | Copyright: New Mexico Tech

    Socorro (USA) - Mit dem "New Mexico Exoplanet Spectroscopic Survey Instrument" (NESSI) am 2,4-Meter Teleskop des Magdalena Ridge Observatory beginnen Astronomen im kommenden Sommer mit der Analyse der Atmosphären ferner Planeten von der Erde aus.

    Nachdem NESSI in den ersten Apriltagen die Sterne Pollux und Arcturus zu Testzwecken angepeilt hatte, bereiten sich die Astronomen um Michele Creech-Eakman vom New Mexico Institute of Mining and Technology in Socorro nun auf die ersten Beobachtungen ferner Planeten vor: "Planetenjäger haben mittlerweile tausende Exoplaneten ausfindig gemacht. Mit NESSI können wir mehr über die Zusammensetzung ihrer Atmosphären erfahren."


    Unterstützt vom "Experimental Program to Stimulate Competitive Research" (EPSCoR) der NASA werden mit NESSI zunächst rund 100 Exoplaneten direkt anvisiert. Zu diesen Planeten gehören sowohl riesige Versionen unserer Erde, sogenannte "Super-Erden", als auch Gasriesen, sogenannte "Heiße Jupiter", die alle ihre Sterne in vergleichsweise dichtem Abstand umkreisen.


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    NESSI ist speziell darauf ausgerichtet, die Planeten und ihre entsprechenden Atmosphäre immer dann zu untersuchen, wenn diese - aus Sicht des Teleskops - vor der "Sonnenscheibe" ihrer Sterne in sogenannten Transits vorbeiziehen. Mit dieser als "Transitspektroskopie" bezeichneten Methode wird das Licht des Sterns mit einem Spektrometer aufgeschlüsselt, wenn es während der Passage des Planeten durch dessen Atmosphäre fällt. Zieht man die dabei gewonnen Daten von dem normalen Spektrum des Sternenlichts ab, bleibt die spektrale Signatur der Atmosphäre des Planeten übrig. Auf ähnliche Weise haben Wissenschaftler schon die Atmosphären Heißer Jupiter mit Hilfe der Spektrometer an Bord der Weltraumteleskope "Hubble" und "Spitzer" analysiert. Mit der gleichen Methode wird dann auch die nächste Generation von Weltraumteleskopen nach lebensfreundlichen Atmosphären um erdartige Planeten Ausschau halten.

    Die Weitwinkeloptik des Teleskops ermöglich den Forschern nicht nur eine Reduktion atmosphärischer Störungen der Erdatmosphäre sondern auch das Fokussieren gleich zweier oder mehrerer Sterne zugleich.


    "Mit NESSI können wir eine ganze Bandbreite von Wellenlängen im nahen Infrarot abdecken und damit multiple Signaturen von Molekülen zur gleichen Zeit messen", erläutert der NESSI-Astronom Mars Swain vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der 
NASA.


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    Quelle: NASA/JPL

  • NASA-Sonde stürzt auf die dunkle Seite des Mondes

    Künstlerischer Darstellung des NASA-Mondsatelliten "LADEE" über der Mondoberfläche (Illu.). | Copyright: NASA

    Moffet Field (USA) - Wie geplant, ist die NASA-Mondsonde LADEE (Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer) am Donnerstag bei ihrem Überflug über die erdabgewandte und damit "dunkle Seite" des Mondes, kontrolliert auf dessen Oberfläche gestürzt.

    Wie die US-Raumfahrtbehörde am Freitag bestätigte, wurde die etwa waschmaschinengroße Sonde - nachdem der nötige Treibstoff zur Neige gegangen war - kontrolliert zum Absturz und Einschlag auf dem Mond gebracht. Während ein Großteil der Sonde wahrscheinlich schon zuvor verglüht ist, dürften weiterhin verbleibende Teile von nun an in flachen Kratern begraben sein.


    "LADEE ist mit der dreifachen Geschwindigkeit einer Gewehrkugel auf die Mondoberfläche aufgeschlagen", erklärt Rick Elphic vom Ames Research Center der NASA. So ein Aufschlag verläuft nicht glimpflich. Es wäre nun interessant zu wissen, ob die Sonde lokal – etwa in einen Mondhügel – einen kleinen Krater geschlagen, oder in eher flachem Gelände ein Trümmerfeld hinterlassen hat." In den kommenden Wochen wollen die NASA-Forscher denn auch versuchen, mit der Mondsonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) Aufnahmen der Absturzstelle zu erstellen.


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    Gestartet war LADEE im September 2013 und hat den Erdtrabanten über dessen Äquator mehr als 100 Tage umrundet. Hierbei hatte die Mission die Untersuchungen des extrem dünnen Mondatmosphäre zum Ziel. Zudem sollte LADEE ein jahrzehntelanges Mondmysterium, das von den Astronauten der Apollo-Mission in Form eines Leuchtens über dem Mondhorizont jeweils vor Sonnenaufgang beobachtet wurde. Bisherige Theorien vermuten, dass dieser Effekt durch den Mondstaub hervorgerufen wird, der durch das Sonnenlicht elektrisch aufgeladen wird. Ein Ergebnis dieser Datenauswertung steht bislang noch aus.


    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

    NASA-Mondsonde LADEE findet keine Anzeichen für chinesische Mondlandung 28. Dezember 2013

    grenzwissenschaft-aktuell.de
    Quelle: NASA

  • Ostern - Hintergründe und Symbolik

    Sonnenaufgang als Ostersymbol. | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

    Ostern selbst gilt den Christen als das wichtigste Jahresfest und feiert nach urchristlicher Überzeugung die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Die Woche davor wird als Kar-(Klage)-woche bezeichnet, welche die Kreuzigung Jesu einleitet und am Karfreitag - mit der Kreuzigung Jesu - ihren Höhepunkt nimmt.

    Das Osterfest findet seine Quellen und Entsprechung in zahlreichen nicht- und vorchristlichen Religionen, wenn die Rückkehr der Sonne und des Lichts gefeiert wurde. Diese richteten sich meist am so genannten Frühlingsäquinoktium am 20. oder 21. März aus, jenem Datum also, an dem die Sonne durch den so genannten Frühlingspunkt wandert. An diesen Tagen, die in der Mitte zwischen den Sonnenwenden um den 21. Dezember und 21. Juni liegen, sind Tag und Nacht fast gleich lang.


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    Zahlreiche Osterbräuche wie etwa die Osterfeuer, gehen somit auch auf vorchristliche Bräuche, Rituale und Traditionen des keltisch-germanischen Kulturkreises zurück. Über den Ursprung des deutschen und englischen (Easter) Namens sind sich Etymologen, Historiker und Volkskundler derweil oft uneins. Am populärsten vertreten ist die Ansicht, "Ostern" gehe auf eine heidnische Frühlings-, Licht- und Fruchtbarkeitsgöttin mit den Namen Eostrae bzw. Ostara zurück. Die Tatsächliche Existenz dieser Göttin wird jedoch ebenso kontrovers diskutiert, wie die namentliche Verbindung zum heutigen Osterfest. Andere Theorien leiten die Bezeichnung "Ostern" vom Sonnenaufgang im "Osten", dem althochdeutschen Wort für Morgenröte "eostarum", dem griechischen "Eos" (= Sonne) oder von dem heidnischen Wassertauf-Ritus "vatni ausa" ab.

    In anderen Sprachen wird das Fest namentlich von jeher vom jüdischen Pessach abgeleitet, wenn es etwa im Italienischen "Pasqua", auf Spanisch "Pascua", bei den Franzosen "Pâques", den Griechen "Pas'cha" und auf Russisch "Pashka" genannt wird. Auch in Schweden feiert man "Påskdagen" und in den Niederlanden "Pasen". Selbst im Niederdeutschen wird "Paaschen" und im rheinischen "Poschde" gefeiert.


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    Auch über die Herkunft der Eier- und Osterhasensymbolik wird bis heute gestritten.
Während sowohl Eier als auch Hasen grundsätzlich als Fruchtbarkeitssymbole gedeutet werden können, stammen die ersten bekannten Motive und Beschreibungen jedoch erst aus dem Mittelalter (Eier) und aus dem 17. Jahrhundert (Osterhase).
 

    Der Hasen als Symbol der Auferstehung ist hingegen schon seit Ambrosius (339-397) bekannt und spiegelt sich (als Symbol für den schwachen Menschen, der Zuflucht im Felsen Christus sucht – eine Deutung die jedoch selbst auf einer Fehlübersetzung des hebräische "schafan", also eines Klippdachses (Procavia capensis) beruht) in zahlreichen mittelalterlichen Bilderwerken wieder.

Durch die Verwendung des sogenannten Dreihasenbildes, einer symbolischen Abbildung, bei der sich drei im Dreieck angeordneten Hasen drei Ohren teilen (s.Abb.), auf den frühesten bekannten bemalten Ostereiern, lässt hier eine frühe Deutung des Hasen als Eierbringer vermuten.

    Bücher zum Thema:

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    Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de


  • Weltraumteleskop Kepler entdeckt erstmals erdgroßen Planeten in lebensfreundlicher Zone um fernen Stern

    Künstlerische Darstellung des Exoplaneten "Kepler-186f", der seinen Stern innerhalb dessen lebensfreundlicher Zone umkreist (Illu.). | Copyright: NASA Ames/SETI Institute/JPL-Caltech

    Washington (USA) - Mit Hilfe des NASA-Weltraumteleskops "Kepler" haben Astronomen erstmals einen nahezu erdgroßen Planeten entdeckt, der seinen Stern innerhalb dessen sogenannten habitablen Zone umkreist. Diese beschriebt jene Abstandregion um einen Stern, innerhalb derer ein Planet diesen umkreisen muss, damit aufgrund milder Temperaturen auf seiner Oberfläche flüssiges Wasser - und damit die Grundlage zumindest des irdischen Lebens - existieren kann. Die Entdeckung beweist, dass es auch um andere Sterne als unsere Sonne erdgroße Planeten innerhalb habitabler Zonen gibt.

    Während schon zuvor ferne extrasolare, kurz "Exoplaneten" innerhalb der habitablen Zone anderer Sterne entdeckt wurden, handelte es sich dabei bislang ausschließlich um Planeten, die mindestens 40 Prozent größer sind als unsere Erde.


    "Die Entdeckung von 'Kepler-186f' ist ein wichtiger Schritt hin zum Nachweis ferner erdähnlicher Planeten", kommentiert Paul Hertz, von der Astrophysics Division am Hauptquartier der NASA. "Zukünftige Missionen wie etwa der Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) und das James Webb Space Telescope, werden dann auch uns nahe Felsplaneten finden und deren Zusammensetzung und atmosphärische Bedingungen genau analysieren können."


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    Doch auch angesichts "Kepler-186f" stehen die Wissenschaftler noch vor einigen ebenso wichtigen wie unbeantworteten Fragen: Obwohl die Größe des Planeten bekannt ist, sind seine Zusammensetzung und Dichte noch unklar. Anhand früherer Modellberechnungen gehen die NASA-Forscher jedoch davon aus, dass es sich bei "Kepler-186f" um einen Felsplaneten wie die Erde handelt.


    "Bislang kennen wir nur einen Planeten, auf dem Leben existiert und das ist unsere Erde", kommentiert Elisa Quintana vom SETI Institute und dem Ames Research Center der NASA, die ihre Entdeckung gemeinsam mit Kollegen aktuell um Fachjournal "Science" (DOI: 10.1126/science.1249403) veröffentlicht hat. "Wenn wir nach Leben außerhalb des Sonnensystems suchen, so konzentrieren wir uns deshalb auch auf Planeten mit Eigenschaften, die denen unserer Erde gleichen. (...) Die Entdeckung eines erdgroßen Planeten innerhalb der habitablen Zone eines anderen Sterns ist ein großer und wichtiger Schritt bei dieser Suche."


    Gemeinsam mit vier weiteren Planeten, umkreist "Kepler-186f" den rund 500 Lichtjahre von der Erde entfernten Roten Zwergstern "Kepler-186" im Sternbild Schwan (Cygnus) gemeinsam mit vier weiteren Planeten. Rote Zwerge machen etwa 70 Prozent aller Sterne in unserer Galaxie, der Milchstraße aus. Deswegen sehen Wissenschaftler gute Chancen dafür, dass Leben außerhalb des Sonnensystems erstmal auch auf einem Planeten entdeckt werden wird, der einen solchen Roten Zwerg umkreist.


    Für eine Umrundung seines Heimatsterns benötigt "Kepler-186f" rund 130 Tage und erhält dabei etwa ein Drittel jener Energie von seinem Stern, die die Erde von der Sonne abbekommt. Damit umkreist der Planet seinen Stern etwas näher am äußeren Rand der habitablen Zone als die Erde die Sonne. Auf der Oberfläche des Planeten erreicht die "Mittagssonne" denn auch nur die Helligkeit unserer Sonne etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang.


    "Der Umstand, dass dieser Planet seinen Stern innerhalb dessen habitabler, also lebensfreundlicher Zone umkreist, bedeutet aber noch nicht, dass er selbst auch lebensfreundlich ist", erläutert Thomas Barclay, vom Bay Area Environmental Research Institute am Ames Research Center und Mitautor des Fachartikels. "Die Temperatur auf dem Planeten selbst hängt maßgeblich davon ab, welche Art von Atmosphäre der Planet besitzt." Doch auch darüber liegen den Forschern bislang noch keine Informationen vor. "Man sollte ihn sich bislang also eher als Cousin und nicht zwangsläufig als Zwilling unserer Erde vorstellen."


    Die vier weiteren Planeten des Systems (Kepler-186b, Kepler-186c, Kepler-186d und Kepler-186e) umkreisen ihren Stern alle 4, 7, 13 und 22 Tage, weswegen diese viel zu heiß sind, als dass es darauf erdartiges Leben geben könnte. Alle vier sind etwa 1,5 mal so groß wie unsere Erde.



    Das System "Kepler-186" und unser Sonnensystem im maßstabsgetreuen Größenvergleich (Illu.). | Copyright: NASA/Ames/SETI Institute/JPL-Caltech

    Der nächste Schritt bei der Suche nach fernem außerirdischem Leben liegt für die Wissenschaftler nun in der Suche nach "Erd-Zwillingen". Hierbei handelt es sich um Planeten, die einen sonnenähnlichen Stern innerhalb dessen "grüner Zone" umkreisen, um dessen chemische Zusammensetzung bestimmt werden kann.


    Bis zu seinem kürzlichen Ausfall (...wir bericheten), suchte das Weltraumteleskop Kepler nach Exoplaneten, in dem es nach minimalen Helligkeitsschwankungen im Licht von mehr als 150.000 fernen Sternen in den Konstellationen Cygnus (Schwan) und Lyra (Leier) Ausschau hielt. Stellen sich diese in regelmäßigen Abständen immer wieder ein, so handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um den sogenannten Transit, also den Vorbeizug eines Planeten zwischen seinem Stern und dem Weltraumteleskop. Insgesamt werden mindestens drei solcher Transits benötigt, um als Planetensignal zu gelten, das dann noch durch Folgebeobachtungen überprüft und im besten Fall bestätigt werden zu können. Ziel der Mission ist die Entdeckung potentiell lebensfreundlicher Planeten.

    grenzwissenschaft-aktuell.de

    Quelle: NASA/JPL

  • Forscher suchen Dunkle Energie im Labor

    Neutronen zwischen parallelen Platten geben Aufschluss über mögliche Kräfte im Universum (Illu.). | Copyright: TU Wien

    Wien (Österreich) - Nicht mit einem großen Teilchenbeschleuniger, sondern in einem Labor suchen Wiener und Grenobler Wissenschaftler nach noch unbekannten Elementarteilchen und Dunkler Energie. Die von den Forschern entwickelte Gravitations-Resonanz-Methode erweitert dabei den Gültigkeitsbereich der Newton’schen Gravitationstheorie und schränkt Parameterbereiche für hypothetische Teilchen hunderttausendfach stärker ein als bisher.

    "Alle Teilchen, die wir heute kennen, machen nur fünf Prozent der Masse und Energie im Universum aus", erläutert die Pressemitteilung der TU Wien. "Der große Rest - die 'Dunkle Energie' und die 'Dunkle Materie' - bleibt bis heute mysteriös."


    Zwar kann man die Dunkle Materie nicht sehen, dennoch wirkt sie durch ihre Gravitationskraft auf die bekannte Materie ein - etwa auf die Rotation von Galaxien. Die Dunkle Energie hingegen, so die bisherige Vorstellung, ist dafür verantwortlich, dass sich das Universum immer schneller ausdehnt.


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    Dunkle Energie kann man mit einer zusätzlichen physikalischen Größe beschreiben, mit Albert Einsteins sogenannter Kosmologischer Konstante. Eine Alternative dazu sind sogenannte Quintessenz-Theorien: "Vielleicht ist der leere Raum gar nicht leer, sondern erfüllt von einem bisher unbekannten Feld, vergleichbar mit dem Higgs-Feld", erläutert Prof. Hartmut Abele vom Atominstitut der TU Wien.

    Gemeinsam mit dem Institut Laue-Langevin (ILL) in Grenoble führen die Wiener Physiker hochsensitive Untersuchungen von Gravitations-Effekten auf winzigen Abständen durch. Damit lässt sich nun der Bereich, in dem man neue Teilchensorten oder zusätzliche Naturkräfte vermuten könnte, hunderttausend mal stärker einschränken als bisher. Über ihre Experimente haben die Forscher vorab auf "arXiv.org" berichtet.


    Da sich andersartige Teilchensorten und zusätzliche Naturkräfte auch in Experimenten auf der Erde nachweisen lassen sollten, entwickelten Tobias Jenke und Hartmut Abele von der TU ein extrem sensitives Instrument, mit dem an der Neutronenquelle des ILL die Gravitationskraft vermessen werden kann. "Neutronen sind dafür optimal geeignet", erläutern die Forscher. "Sie sind elektrisch neutral und kaum polarisierbar. Auf sie kann im Experiment bloß die Gravitation wirken – und allenfalls auch neue, bisher unbekannte Zusatzkräfte."


    In den Experimenten werden die Neutronen zunächst abgekühlt und zwischen zwei parallelen Platten hindurchgeschickt. Nach den Gesetzen der Quantenphysik kann sich das Neutron dabei nur in ganz bestimmten Zuständen mit ganz bestimmten Energien befinden, die von der Stärke der Kraft abhängt, die von der Gravitation auf das Teilchen ausgeübt wird. Indem man die untere Platte vibrieren lässt, kann man die Neutronen zwischen den Zuständen hin und her wechseln lassen. So lassen sich die Abstände der Energieniveaus vermessen.


    "Das Experiment ist ein wichtiger Schritt zur Modellierung gravitativer Wechselwirkungen bei sehr kleinen Distanzen. Die Neutronen am ILL und die Messinstrumente aus Wien bilden zusammen das beste Werkzeug, um nach winzigen Abweichungen von der Newton‘schen Gravitationstheorie zu suchen, die von manchen Theorien vorhergesagt werden", sagt Peter Geltenbort vom ILL.


    Wie leicht eine solche Abweichung aufzufinden ist, hänge von verschiedenen Parametern ab - zum Beispiel von der Stärke der Kopplung eines hypothetischen neuartigen Feldes an die bekannte Materie. Bestimmte Wertebereiche für diese Parameter gelten längst als ausgeschlossen: Gäbe es eine "Quintessenz" mit solchen Kopplungsstärken, hätte man sie bereits in anderen Präzisions-Experimenten finden müssen. Doch noch immer blieb ein großer "erlaubter" Parameterbereich, in dem sich neue physikalische Phänomene verstecken könnten.


    Mit der neuen Neutronen-Methode lassen sich nun allerdings Theorien in diesem Bereich testen: "Bisher konnten wir bei unseren Messungen keine Abweichungen zum bekannten Newton’schen Gravitationsgesetz finden", sagt Hartmut Abele. "Dadurch können wir nun einen weiten Bereich von Parametern ausschließen." Die Messergebnisse legen nun ein Limit für den Kopplungsparameter fest, das hunderttausendmal unterhalb der Grenzen liegt, die sich aus anderen Messmethoden ergaben.


    Auch wenn sich auf diese Weise bestimmte hypothetische Teilchen ausschließen lassen, sei es noch immer möglich, dass sich unterhalb dieser verbesserten Nachweisgrenze neuartige Physik verstecke, so die Forscher abschließend und wollen deshalb ihre Gravitations-Resonanz-Methode noch weiterentwickeln. "Wenn sich auch dann keine Hinweise auf Abweichungen von den bekannten Kräften ergeben, könnte Albert Einstein schließlich noch Recht behalten: Seine Kosmologische Konstante erscheint dann immer plausibler."


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    Quelle: tuwien.ac.at

  • ...und zum Dritten: Weitere Rover-Aufnahme zeigt Leuchten am Mars-Horizont

    Vergrößertes Bilddetail einer Criosity-Aufnahme vom 568. Missionstag. | Copyright: NASA/JPL-Caltech

    Pasadena (USA) - Nachdem aufmerksame Beobachter auf zwei Aufnahmen des Mars-Rovers "Curiosity" ein rätselhaftes Leuchten am Mars-Horizont ausgemacht und die NASA-Forscher selbst dieses Bilddetail entweder als reflektierender Fels oder als von kosmischer Strahlung auf dem Bildchip verursachten Bildfehler bezeichnet hatten (...wir berichteten 1, 2), wurde im Bildarchiv des Mars-Rovers nun eine weitere Aufnahme mit einem fast identischen Leuchten und erneut direkt am Horizont des Roten Planeten ausfindig gemacht. Zugleich liefert die NASA selbst eine weitere Erklärung, wie derartige Erscheinungen auf die Bilder der Rover-Kameras gelangen könnten.

    Die neuentdeckte Aufnahme mit Lichtpunkt am Horizont, stammt vom 568. Missionstag, wurde von der rechten sogenannten Navcam der mobilen Laboreinheit der Mission "Mars Science Laboratory" (MSL) also am 12. März 2014 (18:33:10 UTC) aufgenommen. Auch in diesem Fall ist das "Licht" nur auf der Aufnahme der rechten Kamera sichtbar, während auf der simultan erstellten Aufnahme der linken Kamera des Stero-Bilder liefernden Navcam-Systems nicht zu sehen ist.


    http://mars.jpl.nasa.gov/msl/multimedia/raw/?rawid=NRB_447920587EDR_F0291020NCAM00295M_&s=568
    Aufnahme mit "Horizont-Leuchte" vom 568. Missionstag. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zur vergrößerbaren NASA-Originauafnahme zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech

    Es ist gerade dieser Umstand, der die NASA selbst vermuten lässt, dass es sich bei diesem Leuchten nicht um einen Teil der natürlichen Szenerie, sondern um einen technischen oder von kosmischer Strahlung auf dem Bildchip verursachten Bild- bzw. Pixelfehler der Kamera handelt.


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    In anderen Aufnahmen mit einem auffallend ähnlichen hellen Bilddetail ist die Sachlage jedoch nicht ganz so eindeutig, da ein Hügel der zweiten Kamera den Blick auf den Ort des Leuchtens verdeckt. Hier, so erläuterten NASA-Wissenschaftler, könnte es sich also um einen stark das Sonnenlicht reflektierenden Felsen – also doch ein Teil der natürlichen Szenerie - handeln (...wir berichteten).


    Die Aufnahme der Navcam: Right B (NAV_RIGHT_B), am 588. Missionstag (Sol; 02.04.2014, 09:04:28 UTC) zeigt oben rechts ein "Licht" am vorgelagerten dunklen Horizont. (Klicken Sie auf das Bild, um zu einer vergrößerbaren Originalabbildung der NASA zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech


    http://mars.jpl.nasa.gov/msl/multimedia/raw/?rawid=NRB_449790582EDR_F0310000NCAM00262M_&s=589
    Einen Tag später (Sol 589 = 03.04.2014, 10:00:03 UTC) das gleiche Spiel: Auf dem Bild der rechten Navcam zeigt sich am Horizont ein Licht. (Klicken Sie auf das Bild, um zu einer vergrößerbaren Originalabbildung der NASA zu gelangen.). | Copyright: NASA/JPL-Caltech


    Neben diesen beiden Erklärungen für das merkwürdige "Mars-Leuchten", lieferten NASA-Forscher nun noch einen dritten Erklärungsansatz: Wie Justin Maki vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA, dessen Team die das Systems der Navcams an Bord des Rovers gebaut hat und betreut, in einer E-Mail gegenüber "Space.com" nun zusätzlich erklärte, könnte es sich auch um ein von einem "Belüftungsloch" der Kamera - sozusagen also um ein durch ein Lichtleck - verursachten Bildpunkt handeln.

    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

    Kontroverse um mysteriöses Leuchten am Mars-Horizont 8. April 2014
    Offizieller Kommentar der NASA zu den "Lichtern am Mars-Horizont" 10. April 2014

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    Quelle: NASA, Space.com

  • Forscher liefern Erklärungsansatz für vererbte traumatische Emotionen

    Die Folgen traumatischer Erlebnisse können von Generation zu Generation vererbt werden (Symbolbild). | Copyright/Quelle: Isabelle Mansuy / UZH / ETH Zürich

    Zürich (Schweiz) - Im vergangen November sorgte das Forschungsergebnis US-amerikanischer Wissenschaftler für Aufsehen und Rätselraten unter Genetikern - zeigte sich doch, das Eltern nicht nur physiologische Eigenschaften, sondern auch Emotionen traumatischer Erlebnisse an ihre Nachkommen vererben. Dies geschieht sogar selbst dann, wenn die Nachkommen ihre traumatisierten Väter selbst überhaupt nicht kennengelernt hatten. Schweizer Wissenschaftler glauben nun, einen Puzzlestein in der Frage entlarvt zu haben, wie die Vererbung von Traumata zustande kommen könnte.

    Während das Phänomen der durch traumatische Erlebnisse ausgelösten und von Generation zu Generation weitergegebenen Verhaltensauffälligkeiten in der Psychologie schon lange bekannt ist, scheint die Vererbung von Emotionen der traditionellen Vererbungslehre zunächst zu widersprechen.


    "Eltern übertragen Informationen an ihre Nachkommen schon lange, bevor diese überhaupt gezeugt werden", erläuterte Brian Dias vom Ressler Lab im November 2013 die Ergebnisse seiner Untersuchungen und führte weiterhin aus: "Gewöhnt sich eine männliche Maus beispielsweise Angst vor einem bestimmten Geruch an, so scheint sich diese Angst auf irgendeine Art und Weise in ihr Sperma übertragen. Dadurch werden auch die Nachkommen vor diesem Geruch Angst haben und diese wiederum an ihre Nachkommen weitergeben." Während eine solche Weitergabe von Emotionen aus evolutionärer Sicht durchaus Sinn mache, sei jedoch der Mechanismus, wie diese Angst übertragen wird, noch völlig unklar - zumal die Beobachtung sogar auch bei Nachkommen beobachtet werden kann, die durch künstliche Befruchtung der Weibchen entstanden und ihre traumatisierten Väter niemals zu Gesicht bekommen haben (...wir berichteten).


    Auch die Schweizer Forscher um Professorin Isabelle Mansuy von der ETH und Universität Zürich erläutern zu ihrem aktuell im Fachjournal "Nature Neuroscience" (DOI: 10.1038/nn.3695) veröffentlichten Ergebnissen, dass es "Erkrankungen, wie zum Beispiel bipolare Störungen (gibt), die familiär auftreten, aber nicht auf ein bestimmtes Gen zurückzuführen sind."


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    Mit ihrer Forschungsgruppe am Institut für Hirnforschung der Universität Zürich untersucht die Wissenschaftlerin die molekularen Prozesse der nicht-genetischen Vererbung von Verhaltensveränderungen nach extremen Stresserfahrungen.


    Jetzt ist es den Forschenden um Mansuy gelungen, eine wichtige Komponente dieses Phänomens zu identifizieren: kurze RNA-Moleküle. "Diese werden durch Enzyme hergestellt, welche einzelne Abschnitte der Erbinformation (DNA) ablesen und anhand dieser Vorlage RNA produzieren. Andere Enzyme schneiden anschließend diese RNAs zurecht, so dass daraus eine Vielzahl verschiedener als Micro-RNAs bezeichneten Moleküle entstehen", erläutert die ETH-Pressemitteilung. "Diese kommen natürlicherweise in Zellen vor und übernehmen regulierende Aufgaben, beispielsweise steuern sie, wie viele Kopien eines bestimmten Proteins produziert werden."


    Hierzu untersuchten Mansuy und Kollegen die Anzahl und Art verschiedener Micro-RNAs in Mäusen, die sie stressigen Situationen ausgesetzt hatten, und verglichen die Werte mit nicht-gestressten Mäusen. Dabei entdeckten sie, dass Stress - ähnlich wie dies schon die US-Forscher vermutet hatten - zu einem Ungleichgewicht der Micro-RNAs in Blut, Gehirn und in Spermien führt. Das heißt: von einigen Micro-RNAs gab es mehr, von anderen weniger als in entsprechenden Zellen der Kontrolltiere. Dadurch laufen Zellprozesse, die durch diese Micro-RNAs gesteuert werden, aus dem Ruder.


    Nach den Stresserfahrungen verhielten sich die Mäuse deutlich anders, berichten die Forscher um Masuy: "Sie verloren zum Teil ihre natürliche Scheu vor offenen Räumen und hellem Licht. Diese Verhaltensauffälligkeiten übertrugen sich auch auf die nächste Generation durch Spermien, obwohl der Mäusenachwuchs selbst keinem Stress ausgesetzt wurde."


    Zudem werde auch der Stoffwechsel des Nachwuchses der gestressten Mäuse beeinträchtigt, wenn Insulin- und Blutzuckerspiegel bei diesem tiefer liegen als bei Jungtieren, deren Elterngeneration keinen Stress erfahren hatte. "Wir konnten erstmals beweisen, dass traumatische Erfahrungen den Stoffwechsel beeinträchtigen und diese Veränderungen erblich sind", so Mansuy. Die Stoffwechsel- und Verhaltensänderungen setzten sich sogar noch bis in die nächste Generation fort.


    "Mit dem Ungleichgewicht der Micro-RNAs in Spermien haben wir einen Informationsträger entdeckt, über den Traumata vererbt werden könnten", erklärt Mansuy. Es seien jedoch noch einige Fragen offen, zum Beispiel wie genau es zu dem Ungleichgewicht der kurzen RNAs kommt. "Sehr wahrscheinlich sind sie Teil einer Wirkkette, die damit beginnt, dass der Körper zu viele Stresshormone produziert."


    Weiterhin vermutet die Forscherin, dass der gleiche Mechanismus auch der Vererbung anderer erworbener Eigenschaften zugrunde liegen könnten: "Die Umwelt hinterlässt ihre Spuren im Gehirn, den Organen und auch in Keimzellen. So werden diese Spuren teilweise an die nächste Generation weitergegeben."


    In einem nächsten Schritt wollen Mansuy und ihr Team nun die Rolle der kurzen RNAs in der Traumavererbung auch bei Menschen untersuchen. Da sie das Ungleichgewicht der Micro-RNAs bei Mäusen auch im Blut nachweisen konnten, sowohl bei der Eltern- als auch bei der ersten Nachwuchsgeneration, hoffen die Wissenschaftler zudem daraus einen Bluttest für die Diagnostik entwickeln zu können.


    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

    Vererbte Emotionen? Nachkommen zeigen die Ängste ihrer Väter - ohne diese jemals gesehen zu haben 27. November 2014


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    Quelle: ethz.ch

  • Meta-Analyse bestätigt: Der Mensch hat die Fähigkeit zur Vorahnung

    Symbolbild: PSI (Illu.). | Copyright: grewi.de

    Ithaca (USA) - Im Herbst 2010 schockierte der bis dahin selbst im wissenschaftlichen Mainstream angesehene Psychologe Prof. Daryl Bem die naturwissenschaftliche Gemeinde mit einer in der nicht weniger respektierten Fachzeitschrift "Journal of Personality and Social Psychology" veröffentlichten Studie. In dieser erklärte er, den Beweis für die Fähigkeit des Menschen zur Vorherahnung zukünftiger Ereignisse gefunden zu haben. Obwohl seither der Expertenstreit um die Interpretation der Ergebnisse unvermindert andauert, konzentrierten sich die meisten Medienberichte primär auf jene überprüfenden Experimente unabhängiger Forscher, die angesichts der von Bem ausführlich zur Replikation beschriebenen Experimente und Methoden zu negativen Ergebnissen gekommen waren. Tatsächlich gab es aber auch eine Vielzahl von Beispielen mit positivem, also Bems Ergebnisse bestätigendem Ausgang (...wir berichteten). Jetzt hat Bem gemeinsam mit Kollegen sämtliche Replikations-Experimente einer Meta-Analyse unterzogen. Das Ergebnis belegt Bems erste Ergebnisse und beweist damit, dass uns Menschen die Fähigkeit zur Vorahnung gegeben ist.

    Insgesamt haben die Forscher 90 Experimente in ihre Meta-Analyse der Studien einbezogen, die in 33 unterschiedlichen und voneinander unabhängigen Labors, in 14 Ländern und unter der Teilnahme von 12.406 Probanden durchgeführt wurde. 51 der auf diese Weise untersuchten Studien wurden zudem in Fachzeitschriften (Peer-Review) oder auch Expertenkonferenzen veröffentlicht.


    Das Ergebnis: Zusammengenommen belegen die Experimente Bems Schlussfolgerung über die Fähigkeit der anomalen Vorahnung zufälliger zukünftiger Ereignisse. Dieses Ergebnis liege deutlich über jeder Zufallsquote und erfülle sämtliche statistischen Anforderungen eines eindeutigen Beweises im Sinne der experimentelles Hypothese, schreiben Bem, Patrizio E. Tressoldi von der Università di Padova, Thomas Rabeyron von der Université de Nantes und der unabhängige Forscher Michael Duggan in ihrem auf der Seite des "Social Science Research Networks" (SSRN) veröffentlichten Artikel.


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    In ihrer Analyse beachteten die Forscher natürlich auch das sogenannte "Schubladenproblem" (Publikationsbias), welches das Risiko beschreibt, wonach bevorzugt Experimente mit positivem Ergebnis veröffentlicht wurden, da diese erwartungsgemäß sehr viel interessanter sind als negative Ergebnisse. In ihrer Publikation belegen die Autoren aber auch hier anhand ausführlicher Statistiken, dass dieser Effekt als unwahrscheinlich betrachtet werden kann.


    Zugleich gestehen die Autoren zwar ein, dass die Meta-Analyse zwar statistisch hochgradig signifikante Ergebnisse aufzeige, dass aber die statistische Größe des belegten "vorhersehenden" Effekts (Effektgröße/Effektstärke) aber sehr klein sei. Hierzu kommentieren sie, dass aber "selbst sehr kleine Effekte sowohl theoretische Bedeutung als auch praktischen Nutzwert haben können." Als vergleichendes Beispiel hierfür zitieren die Forscher etwa eine medizinische Studie, mit der untersucht werden sollte, ob die tägliche Gabe von Aspirin Herzschlägen vorbeugen könne. Diese Studie wurde nach sechs Jahren eingestellt, da anhand der bis dahin gewonnenen Daten gezeigt werden konnte, dass die Aspirinbehandlung wirkte und entschieden wurde, dass es ethisch nicht vertretbar sei, der Kontrollgruppe weiterhin Placebos zu verabreichen. Obwohl also die Studie selbst als großer medizinischer Durchbruch gefeiert wurde, war der bis dahin nachgewiesene Aspirin-Effekt mit (d ≈.07) sehr klein und entsprach damit nur einem Drittel der Effektgröße des in Bems ursprünglichen Experimenten nachgewiesenen Vorahnungseffekts.


    Interessanterweise geht aus der Meta-Analyse auch hervor, dass erotische Stimuli (beispielsweise erotische Fotografien) zu einer größeren Effektstärke führten als andere...

    Hintergrund:
    Prof. Daryl Bems Experimente und Ergebnisse
    In seinen Experimenten nutzte Bem bereits bekannte psychologische Phänomene - kehrte deren Chronologie jedoch um. So beruht eines der Experimente beispielsweise auf dem bekannten Phänomen, dass es leichter fällt, sich zukünftig Wörter zu merken, wenn diese zuvor eingeübt wurden.

    Hierzu wurden 100 CU-Studenten eine Liste mit bekannten Wörtern vorgelegt. Für jedes Wort hatten die Studenten drei Sekunden lang Zeit, um es sich zu merken und zu visualisieren. Danach sollten sich die Teilnehmer an so viele Wörter der Liste wie möglich erinnern und diese aufschreiben. Danach wählte ein Computer die Hälfte der Wörter aus der Liste nach dem Zufallsprinzip aus. Diese Wörter sollten die Studenten erneut mehrmals als Erinnerungsübung abschreiben.


    Das erstaunliche Ergebnis des Experiments zeigte, dass die Studenten mit höherer Wahrscheinlichkeit sich im vorigen Erinnerungstest an genau jene Wörter besser erinnerten, die sie erst später erneut aufgrund der zufallsgenerierten Computervorgabe abschreiben sollten.


    In einem weiteren Experiment drehte Bem die Chronologie des psychologischen sogenannten Priming-Tests um, in dem normalerweise die Versuchspersonen innerhalb kürzester Zeit die Darstellung eines Bildes oder Fotos positiv oder negativ bewerten sollen. Frühere Studien hatten gezeigt, dass mit dem Bild extrem kurzzeitig eingeblendete Wörter (sublimal priming) die Reaktionsgeschwindigkeit und die Richtigkeit der Zuordnung bei derartigen Tests deutlich erhöhen können. Der Grund hierfür liegt in dem Umstand, dass unser Hirn diese Wörter unterbewusst wahrnimmt, obwohl sie viel zu kurz eingeblendet werden, um bewusst wahrgenommen zu werden.


    Die Übereinstimmung des beschreibenden Wortes mit dem Bildinhalt beeinflusst nachweislich die Schnelligkeit unserer Reaktion auf das Bild. Wird beispielsweise das Wort "fröhlich" zu dem Foto eines Kätzchens eingeblitzt, so erhöht sich die richtige Bewertung des Bildes deutlich im Vergleich zu jenen Versuchen, in denen gemeinsam mit der jungen Katze das Wort "hässlich" eingeblendet wird. Psychologen gehen davon aus, dass das unterbewusste Wahrnehmen des Wortes "schön" uns unterbewusst darauf einstellt, auch ein schönes Bild zu sehen. Stimmen Wort- und Bildeigenschaft nicht überein wird die entsprechende Reaktion verzögert.


    In Bems Versuch wurde das sublimal eingeblendete und beschreibende Wort nun jedoch nicht "vor" oder zeitgleich mit dem Bild, sondern erst eingeblendet, "nachdem" die Testperson ihre Wahl bereits getroffen hatte.


    Die Versuchsergebnisse zeigten auch hier, dass die Probanden das Bild schneller richtig einschätzen konnten, wenn das Bild von einem passenden Wort gefolgt wurde. Es hatte also den Anschein, als wisse das Gehirn noch während das Bild gezeigt wurde, welches Wort eingeblendet werden wird.
    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
    Neue Meta-Analyse bestätigt: Wir können bis zu 10 Sekunden unbewusst in die Zukunft sehen 6. März 2014
    Präkognition: Überprüfende Studien bestätigen Daryl Bems Studie zur Vorahnung 21. Januar 2014  Neue Meta-Analyse: Haben wir die physiologische Fähigkeit des Vorfühlens? 26. Oktober 2012
    Kontroverse um Präkognitions-Studie: Meta-Analyse findet ebenfalls keine Hinweise für übersinnliche Vorahnung 10. September 2012
    Überprüfende Studie findet keine Bestätigung für übersinnliche Vorahnung 17. März 2012
    Studie zu übersinnlicher Vorahnung sorgt für Empörung unter Wissenschaftlern
    10. Januar 2011
    Präkognition: Haben Psychologen Beweise für übersinnliche Vorahnung gefunden? 22. Oktober 2010


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    Quellen: ssrn.com, dailygrail.com

  • Buchautorin sucht "wahre Geistergeschichten"

    Symbolbild "Spukschloss". | Copyright: L. Moiné

    Salzweg (Deutschland) - In vielen Familien kursieren Geschichten, die unheimlich oder unerklärbar sind, wie z.B. über jüngst Verstorbene, die sich noch einmal bei ihren Lieben verabschieden, ein Hausgeist, der die neuen Mieter durch allerlei Phänomene ängstigt, Kinder, die ins Nichts winken und sich scheinbar mit der Wand unterhalten. Es sind genau diese Erlebnisse, wie sie die Autorin Dr. Lucia Moiné für ihr aktuelles Buchprojekt über eben jene Phänomene und entsprechende Erfahrungen sucht.

    "Etwa jeder Drittel, das haben Umfragen bei den Spuknacht-Veranstaltungen gezeigt, hat in seinem Leben schon selbst scheinbar Unerklärliches erlebt - auch wenn - vor allem aus Angst, sich vor anderen lächerlich zu machen - selten offen darüber gesprochen wird", so die Autorin. "Trotz oder gerade wegen dieser Tabuisierung habe ich begonnen, diese 'wahren Geistergeschichten' zu sammeln, um sie bald in Buchform zu veröffentlichen."


    "Einige Personen werden sich sicher an dem Begriff 'wahre Geistergeschichten' stören. Es ist natürlich nicht nachzuweisen, dass es sich bei den einzelnen Erlebnissen tatsächlich um durch übernatürliche Eingriffe und Handlungen ausgelöste Vorfälle handelt, jedoch besteht, meiner Meinung nach, kein Zweifel an der Aufrichtigkeit der Personen, die diese Geschichten erlebt haben. Es handelt sich also um echte Begebenheiten im Kontrast zu fiktiven Geistergeschichten. Was diese Erlebnisse letztendlich hervorgerufen hat, muss offen bleiben und ist frei für die Interpretation des Lesers und seiner Glaubensvorstellungen."


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    Für besagtes Buchprojekt sucht Moiné nun noch weitere "wahre Geistergeschichten": "Die Geschichten müssen nicht unter Ihrem richtigen Namen erscheinen, sondern können auch anonym wiedergegeben werden. Unter allen, die mir Ihre persönliche Geschichte (oder auch aus dem Familien- und Freundeskreis) aufschreiben und für eine Veröffentlichung zuschicken, wird eine Spuknacht für 2 Personen, im Wert von 150 Euro, verlost."


    Dr. Lucia Moiné ist Mitveranstalterin der mittlerweile deutschlandweit bekannten "Spuknächte" (www.spuknacht.de): "Mein Interesse für scheinbar unerklärliche Phänomene wurde schon früh geweckt und Zeit meines Lebens begleitete mich dieses Thema. Zusammen mit einem Neurobiologen und einem sehr skeptischen, wenn auch generell aufgeschlossenen, Computerfachmann habe ich 2007 begonnen, mich der Aufklärung des scheinbar Unerklärlichen zu widmen und den Betroffenen so gut es geht zu helfen. Seit 2009 veranstalten wir auch die "Spuknächte“ in Schlössern, die einen gewissen geisterhaften Ruf haben. Diese sollen u.a. dazu dienen, das Thema zu öffnen, den Menschen die Scheu zu nehmen und auch die gängigen Vorurteile zu beseitigen. Auch wird durch die eine oder andere Besucherbefragung dazu beigetragen, ein wenig mehr Licht ins Dunkel zu bringen. Ein Teil der Einnahmen fließt in unseren Verein (Society for Transcendental and Anomalistik Investigation and Research - STAIR), der pro bono arbeitet.


    Viele Gäste haben mir im Laufe dieser Veranstaltungen ihre persönlichen Geschichten erzählt - Geschichten, die sie teilweise niemandem sonst anvertrauen wollten. Dies und auch die Erlebnisse während unserer Veranstaltungen, denen ich ein eigenes Kapitel widmen werde, brachten mich letztendlich auf die Idee, dieses Buch zu schreiben und zu zeigen, wie verbreitet auch heutzutage solche Erlebnisse noch innerhalb der Bevölkerung des deutschsprachigen Raumes sind.


    Wenn Sie von Ihren eigenen Erfahrungen und "wahren Geistergeschichte" berichten wollen, schicken Sie diese an: spuklegenden@gmail.com oder info@spuknacht.de

    Zudem gibt dazu auch eine eigene Facebook-Gruppe.

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    Quelle: spuknacht.de

  • Aufgeklärt: "Mars-Gebäude" sind nur stark reflektierende Felsen auf Aeolis Mons

    Blick des Mars-Rovers auf einen Hangabschnitt seines Forschungs- und Reiseziels, dem Zentralberg Aeolis Mons im Gale-Krater. (Klicken Sie auf das Bild, um zu einer vergrößerbaren Originalabbildung der NASA zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech/MSSS

    Pasadena (USA) - Ein vermeintlicher Gebäudekomplex auf dem Mars, der vom NASA-Rover "Curiosity" aufgenommen worden sein soll, sorgte in den vergangenen Tagen gerade im Internet für kontroverse Diskussionen (...wir berichteten). Dank dem Hinweis einer aufmerksamen GreWi-Leserin können wir zumindest dieses Mars-Rätsel jetzt aber aufklären.

    Gebäudekomplex auf einem Mars-Hügel? (Klicken Sie auf das Bild, um zu einer vergrößerbaren Originalabbildung der NASA zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech

    In ihrer Zuschrift machte uns die Mars-Enthusiastin auf Aufnahmen der sogenannten Mastcam aufmerksam, die der Rover am 530. Missionstag, also am 2. Januar 2014 (18:25:10 UTC) von seinem Forschungs- und Missionsziel, dem Zentralberg Aeolis Mons im Gale-Krater gemacht hat.


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    Betrachtet man sich alle Aufnahmen dieses Tages, so lässt sich aus diesen ein Gesamtpanorama des von der NASA auch als Mount Sharp bezeichneten Aeolis Mons gewinnen.


    Eine dieser Aufnahmen zeigt den Ausläufer des (vom Rover aus betrachtet) rechten Anstiegs des Zentralberges. Hier befinden sich – nun in deutlich besserer Auflösung zu erkennen - mit geologischen Schichtungen auf diesem Anstieg genau die stark reflektiven Felsen, wie sie auf der aktuellen Aufnahme des Rovers vom 595. Missionstag (Sol), also vom 9. April 2014 (14:59:42 UTC) zudem durch die jetzt größere Entfernung und vor allem durch den Verpixelungseffekt beim Heranzoomen als gebäudeartige rechtwinklige Strukturen erscheinen.



    Der fragliche Bildausschnitt auf der Aufnahme der rechten Flanke des Aeolis Mons vom 530. Missionstag. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/MSSS

    Eine dieser Aufnahmen zeigt den Ausläufer des (vom Rover aus betrachtet) rechten Anstiegs des Zentralberges. Hier befinden sich – nun in deutlich besserer Auflösung zu erkennen - mit geologischen Schichtungen auf diesem Anstieg genau die stark reflektiven Felsen, wie sie auf der aktuellen Aufnahme des Rovers vom 595. Missionstag (Sol), also vom 9. April 2014 (14:59:42 UTC) zudem durch die jetzt größere Entfernung und vor allem durch den Verpixelungseffekt beim Heranzoomen als gebäudeartige rechtwinklige Strukturen erscheinen.


    Natürlich zeigen beide Aufnahmen die Szenerie aus unterschiedlichen Perspektiven, liegen dazwischen doch ganze 65 Missions- und damit gleichzeitig auch Reisetage des Rovers. Vergleicht man jedoch die beiden Aufnahmen bzw. den fraglichen Bildausschnitt auf beiden Aufnahmen, so wird deutlich, dass die hochauflösende Aufnahme vom 530. Missionstag tatsächlich dem verpixelten Landschaftsausschnitt entspricht, der den Gebäudekomplex zeigen soll.


    Zum Vergleich: Die aktuelle Aufnahme vom 595. Missionstag (o,) und die vom 535. sog. Sol (u.). | Copyright: NASA/JPL-Caltech/MSSS

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  • Studie: Marsatmosphäre war möglicherweise nie lebensfreundlich
    Vergleich zwischen dem Delta in der Mars-Region Aeolis Dorsa (l.) und eine heutigen irdischen Flussdelta am Baikalsee. | Copyright: DiBiase et al./Journal of Geophysical Research/2013 and USGS/NASA Landsat

    Pasadena (USA) - Während der Rote Planet heute eine trockene und lebensfeindliche Welt darstellt, könnte er vor mehr als 3.5 Milliarden Jahren über lange Zeiten hinweg große Wasserflächen, Flüsse und Meere beherbergt haben - so zumindest die bisherige Vorstellung vom frühen warmen, feuchten und damit auch potentiell lebensfreundlichen Mars. Eine neue Analyse der einstigen Marsatmosphäre stellt diese Vorstellung nun jedoch in Zweifel, kommt sie doch zu dem Schluss, dass diese möglicherweise auch früher nicht dicht genug war, um die Temperaturen längere Zeit über dem Gefrierpunkt und Wasser dadurch lange genug in flüssiger Form zu halten, damit Leben entstanden sein könnte.

    Wie die Forscher um Edwin Kite vom California Institute of Technology (Caltech) aktuell im Fachjournal "Nature Geoscience" (DOI: 10.1038/ngeo2137) berichten, gingen bisherige Klimamodelle für den Mars davon aus, dass die Atmosphäre vor mehr als 3,5 Milliarden Jahren über einen Druck von mindestens 5 Bar verfügte und das milde Klima erst nach dem Verlust dieser dichten Atmosphäre abkühlte.

    Für Ihre Analyse nutzten die Forscher die Geländedaten und Größen von Kratern in der Oberfläche der Marsregion Aeolis Dorsa, da anhand dieser regelrecht abgelesen werden kann, wie groß die sie verursachenden Meteoriten waren, um nicht von der Atmosphäre abgefangnen zu werden. Schließlich verhindert eine dichte Atmosphäre, dass kleinere Brocken die Oberfläche erreichen, da sich die Reibungshitze mit zunehmender dicht erhöht.


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    Grund für die Ortswahl der Forscher war der Umstand, dass sich in Aeolis Dorsa in zahlreiche Krater aus der Frühzeit des Mars zwischen Ablagerungen alter Flussbetten finden lassen und an vielerlei Orten diese Krater zudem teilweise von den Sedimenten überdeckt sind. "Die Krater und Landschaft spiegeln somit den atmosphärischen Zustand zu Zeiten wieder, als der Mars noch deutlich feuchter war als heute."


    Da die kleinsten Krater gerade einmal 20 bis 50 Meter groß sind, müssen sie also auch von entsprechend kleinen Brocken geschlagen worden sein. "Vor diesem Hintergrund schließen unsere Ergebnisse eine dichte und stabile Atmosphäre des Mars auch vor 3,6 Jahren aus." Die damalige Atmosphäre war demnach kaum dichter als 0,9 bis höchstens 1,9 Bar dicht - zu gering also, um die Oberflächentemperaturen lange genug über dem Gefrierpunkt zu halten: "Ein warmes, feuchtes Treibhaus-Szenario ist damit ausgeschlossen, die langfristigen Durchschnittstemperaturen lagen höchstwahrscheinlich unter dem Gefrierpunkt", so Kite.


    Dennoch gibt es auch heute noch deutliche Hinweise auf einst mächtige Gewässer auf dem frühen Mars. Diese Landschaftsmerkmale deuten die Wissenschaftler als das Ergebnis starker Klimaschwankungen durch eine variierende Ausrichtung der Achse des Planeten. In diesen Zeiten, so die Vorstellung der Forscher, gaste das an den Polen des Mars als Eis gebundene Kohlendioxid nahezu gänzlich aus und sorgte so für wiederkehrende Perioden mit Treibhauseffekt, während derer auch Wasser geflossen sein könnten. Immer dann, wenn die Achse wieder kippte, kühlte sich das Klima wieder ab, das Kohlendioxid gefror und der atmosphärische Druck sank. In diese Perioden verorten die Forscher denn auch die Entstehung der kleineren Marskrater, während die Gewässer eher in den Perioden mit dichterer Atmosphäre geflossen sind. Alternativ, so vermuten die Wissenschaftler, könnten auch große Meteoriteneinschläge oder Vulkanausbrüche für wiederkehrenden wärmere Phasen gesorgt haben.


    Folgt man der Argumentation von Kite und Kollegen, so hat es den dauerhaft warmen und feuchten Mars der bisherigen Vorstellungen nie gegeben. Vielmehr wäre das Marsklima hierfür möglicherweise viel zu instabil gewesen. Auch die Entstehung, geschweige denn die Entwicklung von Leben wäre unter solchen Bedingungen eher unwahrscheinlich.


    Weitere Aufschlüsse erhoffen sich Marsforscher weltweit von den Ergebnissen der im vergangenen November gestarteten NASA-Mission "MAVEN", mit der die atmosphärischen Prozesse auf dem Mar erforscht werden sollen (...wir berichteten).


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    Quelle: caltech.edu, nature.com

  • Exotische Materie, zweifelhafte Gravitationswellen, mehr Leuchtwolken, gewaltiger Impaktor, expandierendes Universum und Urpsrung der Plattentektonik
    LHC-Teilchenbeschleuniger am CERN findet exotische Materie
    Mit dem Large Hadron Collider (LHC) am Europäischen Kernforschungszentrum CERN nahe Genf haben Wissenschaftler den Nachweis für die Existenz schon zuvor vermuteter exotischer Materie, sogenannter exotischer Hadrone erbracht, wie sie nicht innerhalb des traditionellen Quark-Modells klassifiziert werden können.

    Link zur Originalmeldung:

    http://home.web.cern.ch/about/updates/2014/04/lhcb-confirms-existence-exotic-hadrons

    Link zu einer deutschsprachigen, externen Meldung:

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17446-2014-04-11.html

    Forscher zweifeln am Nachweis der Gravitationswellen
    Im März wollten Forscher Gravitationswellen aus der ersten Sekunde nach dem Urknall nachgewiesen haben (...wir berichteten). Nun liefern andere Forscher eine Analyse die an der Deutung der Daten zweifelt und die Vermuten, dass es sich um die Überreste explodierter Sterne handeln könnte.

    Link zur Originalmeldung:

    https://medium.com/the-physics-arxiv-blog/56c8050f60db

    Link zu einer deutschsprachigen, externen Meldung:

    http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2014-04/urknall-theorie-gravitationswellen-supernova

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    Forscher beobachten Zunahme nachtleuchtender Wolken seit 60 Jahren
    Zum ersten Mal wurde das Phänomen 1885 beobachtet: bläulich leuchtende Wolken, die in den Polregionen am Nachthimmel schimmern. Seit den 19040-50er Jahren werden die "noctilucent clouds" zunehmend auch in den tieferen Breitengraden beobachtet. Diese Erkenntnis haben Forscher nun aus Daten verschiedener Missionen zusammengetragen und hoffen sich davon ein besseres Verständnis des Klimas.

    Link zur Originalmeldung:

    http://www.nasa.gov/content/goddard/appearance-of-night-shining-clouds-has-increased/

    Geologen rekonstruieren erstmals gewaltigen Einschlag in der Frühzeit unseres Planeten
    Gegen ihn war der Dinokiller ein Winzling: Vor gut drei Milliarden Jahren traf ein mehr als 50 Kilometer großer Asteroid die Erde - mit katastrophalen Folgen. Das zeigt die erste Rekonstruktion eines so gewaltigen Impakts aus dieser Ära. Der Bolide löste Erdbeben und Tsunamis aus, die stärker waren als alles heute jemals registrierte. Die Ozeane kochten und Gestein wurde flüssig. Der Impakt könnte sogar für den Beginn der modernen Plattentektonik verantwortlich sein, mutmaßen die Forscher.

    Link zur Originalmeldung:

    http://news.agu.org/press-release/scientists-reconstruct-ancient-impact-that-dwarfs-dinosaur-extinction-blast/

    Link zu einer externen, deutschsprachigen Meldung:

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17443-2014-04-10.html

    Quasare verraten Ausdehnung des Universums vor 10,8 Milliarden Jahren
    Erstmals haben Astronomen ermittelt, wie schnell sich unser Kosmos vor 10,8 Milliarden Jahren ausdehnte - und damit vor Beginn der beschleunigten Expansion. Galaxien, die eine Million Lichtjahre auseinanderlagen, entfernten sich demnach mit 68 Kilometern pro Sekunde voneinander. Diese bisher genaueste Messung überhaupt liefert wertvolle Einblicke in die Entwicklung unseres Universums und in die Dunkle Energie.

    Link zur Originalmeldung:

    http://newscenter.lbl.gov/news-releases/2014/04/07/boss-quasars-measure-expansion/

    Link zu einer externen, deutschsprachigen Meldung:

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17430-2014-04-08.html

    Modellversuch erklärt Ursprung der Plattengrenzen - und warum die Venus keine besitzt
    Die ersten Plattengrenzen der Erde entstanden, weil sich winzige Schäden im Gestein akkumulierten. Aus ihnen bildeten sich dann vor rund drei Milliarden Jahren die ersten Verwerfungen. Das zeigt eine neue Modellsimulation. Sie erklärt auch, warum auf der Venus keine Plattentektonik existiert: Das heißere Gestein heilt zu schnell, die Schäden können sich dadurch nicht ausreichend ansammeln.

    Link zu einer externen, deutschsprachigen Meldung:

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17425-2014-04-07.html

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  • Zimmer mit Aussicht? Kontroverse um angebliche Gebäude auf dem Mars
    http://mars.jpl.nasa.gov/msl/multimedia/raw/?rawid=NRB_450326956EDR_F0310538NCAM00266M_&s=595
    Gebäudekomplex auf einem Mars-Hügel?(Klicken Sie auf das Bild, um zu einer vergrößerbaren Originalabbildung der NASA zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech

    Pasadena (USA) - Und wieder sorgen Aufnahmen des Mars-Rovers "Curiosity" für ebenso kontroverse wie hitzige Diskussionen und Spekulationen über künstliche Artefakte auf dem Roten Planeten. Auf den neusten Aufnahmen scheint gleich ein ganzer Gebäudekomplex die Marsebene zu überblicken. Leider liegt jedoch auch angesichts dieser Bilder, das Bilddetail des Interesses zu weit entfernt, um aussagekräftig abgebildet zu werden.

    Die Aufnahmen mit besagtem Bilddetail stammen vom 595. Missionstag (Sol), wurden also am 9. April 2014, um 14:59:42 UTC, von den Stereo-Kameras des Navcam-Systems an Bord des Rovers gemacht.


    Da die Strukturen auf beiden simultan erstellten Aufnahmen des Navcam-Systems (1, 2) zu sehen sind, ist ein Bildfehler ausgeschlossen - sie sind also tatsächlich Teil der fotografierten Landschaft.

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    Was schon in der Originalgröße der Aufnahme als auffallend helle Strukturen am Mars-Horizont erscheint, wird in der Vergrößerung noch rätselhafter: Jetzt hat es tatsächlich den Anschein, als sei entlang der Bergrates ein ganzer Komplex mit rechtwinkligen Gebäuden zu erkennen (s.Abb.).

    Dieser Eindruck könnte jedoch trügen, da genau der verwendete Vergrößerungsprozess zu einer Verpixelung des Bildausschnitts führt, der aus einer Vielzahl von Formen, rechtwinklige Strukturen - eben Pixel - entstehen lassen kann, gerade wenn die fraglichen Bilddetails derart klein sind.


    Eine genaue Beurteilung der Frage, was auf den Aufnahmen genau zu sehen ist, könnte also nur durch eine Vorort-Begutachtung gelingen. Hierzu ist der Rover von den fraglichen Strukturen wieder einmal viel zu weit entfernt...


    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

    Kontroverse um mysteriöses Leuchten am Mars-Horizont 8. April 2014
    Offizieller Kommentar der NASA zu den "Lichtern am Mars-Horizont" 10. April 2014
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    Quelle: NASA

  • Altersbestimmung: "Evangelium der Ehefrau Jesu" ist keine Fälschung

    Das 2011 entdeckte und 2012 erstmals präsentierte Papyrusfragment mit der Bezeichnung "Evangelium der Ehefrau Jesu". | Copyright: Karen L. King

    Cambridge (USA) - Die Entdeckung eines Papyrus aus dem vierten Jahrhundert, aus dessen Text hervorgeht, dass Jesus verheiratet gewesen sein könnte (...wir berichteten), hat seit ihrer Präsentation 2012 durch die Haravrd-Kirchenhistorikerin Karen L. King weltweit für Aufsehen, Kontroversen und besonders unter katholischen Gläubigen für Unsicherheit über grundlegende Fragen zu Ehe, Familie Zölibat geführt. Kurze Zeit später bezeichnete der Vatikan selbst das Schriftstück als "plumpe Fälschung" (...wir berichteten). Jetzt präsentieren US-Forscher jedoch eine Datierung und Analyse des Papyrus, der diesen tatsächlich ins sechste bis neunte Jahrhundert einordnet und gegen eine Fälschung spricht.

    Wie die Professorin der Harvard Divinity School bereits 2012 auf dem 10. Internationalen Kongress für Koptische Studien im Vatikan berichtete, können die in koptischer Schrift verfassten Wörter wie folgt übersetzt werden: "Jesus sagte zu ihnen, meine Gemahlin..."


    Zwar stelle das Papyrus selbst keinen eindeutigen Beweis für die Behauptung, dass Jesus verheiratet war dar, doch "zeige es, dass diese Frage überhaupt nur als Teil von lautstarken Debatten über Sexualität und Heirat aufkam", so die Kirchenhistorikerin. "Von Anfang an waren die Christen uneins darüber, ob es besser sei, verheiratet zu sein oder nicht. Erst ein Jahrhundert nach Jesus' Tod begannen sie sich die Frage nach dem Familienstand Jesu zu stellen, um damit ihre jeweiligen Positionen zu stärken."


    Das Schriftstück selbst werten die Wissenschaftler um King als Teil eines Evangeliums, dem sie zunächst zu Referenzzwecken die Bezeichnung "Evangelium der Ehefrau Jesu" gegeben haben. "Möglicherweise war das Original in griechischer Sprache verfasst und wurde erst später in Koptische übertragen, um hier (in Ägypten) von koptischen Gemeinden genutzt zu werden", vermuteten die Forscher 2012.


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    In den vergangenen Jahren wurde der Papyrus umfangreichen Untersuchungen und einer C-14-Altersbestimmung unterzogen, da der Text mit kohlenstoffhaltiger Tinte geschrieben wurde. Die Ergebnisse dieser Analysen datieren das Schriftstück nun tatsächlich in die Jahre 659 - 859.


    Keine Ergebnisse der Untersuchungen, die sowohl an den Universitäten Cambridge, Columbia und am Massachusetts Institute of Technology (MIT) durchgeführt wurden, würden zudem für eine moderne Fälschung sprechen. Es gibt demnach keine Hinweise, dass der umstrittene Text erst sehr viel später auf die Rückseite eines tatsächlich antiken Textpapyrus geschrieben oder gar eine vermeintlich ursprüngliche Beschreibung "die Frau" in "Ehefrau" umgeschrieben wurde.


    King und Kollegen kommen abschließend zu dem Schluss, dass es sich bei dem Schriftstück tatsächlich um einen antiken bzw. historischen, frühchristlichen Text und nicht um eine modernen Fälschung handelt.


    Die Forscher vermuten, dass der Text wohl auf eine Fassung aus der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts zurückgeht, da es deutliche Verbindungen zu anderen, erst kürzlich gefundenen Evangelien aus dieser Zeit aufweise - speziell zum Thomas-Evangelium, dem Evangelium der Maria und dem Philip-Evangelium.



    Im weltberühmten "Abendmahl" von Leonardo da Vinci sehen Vertreter der Theorie eines verheirateten Jesus einen Hinweis darauf, dass auch das Renaissance-Genie von Maria Magdalena als Gefährtin Jesu ausging und diese sogar zu seiner Rechten abgebildet hatte (6. v. l.). Kirchenhistoriker deuten diese Person (die für den Betrachter links neben Jesus sitzt) als Johannes dem "Lieblingsjünger". Kritiker dieser konservativen Deutung verweisen jedoch auf dessen auffallend weibliche Züge und sogar einen weiblichen Brustansatz. | Copyright: Public Domain

    Ähnlich wie diese Evangelien, so könne wohl auch das "Evangelium der Ehefrau Jesu" auf einen der nächsten Jünger Jesu zurückgehen. "Bislang sagt uns das verbliebene Stück aber zu wenig, um auf den ursprünglichen Autor oder jene, die daraus gelesen und es verbreitet haben, Rückschlüsse ziehen zu können", so schon King 2012.


    Wie die Forscherin weiterhin erläutert, waren die Inhalte der Dialoge zwischen Jesus und seinen Jüngern für die frühen Christen von großer Bedeutung - wurde von ihnen doch erwartet, dass sie ihre gebürtigen Familien noch hinter die Zugehörigkeit zu Jesus zu stellen. Die frühen Christen bezeichneten sich denn auch als eine Familie, Gott als den Vater, Jesus als dessen Sohn und sich selbst als Brüder und Schwestern.


    Im erhaltenen Text des kleinen Papyrusfragments spricht Jesus gleich zwei Mal von seiner Mutter und einmal von seiner "Ehefrau", die er ebenfalls als "Maria" identifiziert. Als die Jünger dann darüber diskutieren, ob diese Maria dies Wert sei, erwidert Jesus: "Sie kann meine Jüngerin sein". Auch wenn dies nicht ganz eindeutig aus dem Fragment hervorgeht, so unterstreichen die Forscher doch ihre Überzeugung, dass dieser Text derart verstanden werden könne, dass Jesus verheiratet war.


    Kontroverse: Johannes oder Maria-Magdalena? Vergrößerung der Figur zur Rechten Jesu, aus Leonardo da Vinci "Abendmahl". | Copyright: Public Domain

    Aus diesem Grund könnte denn auch gerade dieses "Evangelium der Ehefrau Jesu" "eine positive theologische Botschaft über die Ehe und die Sexualität in sich tragen", so King und vergleicht es mit dem Philip-Evangelium, in dem die wahre Hochzeit als Sinnbild für das Göttliche und die Kreativität beschrieben werde.


    Schon von Beginn an diskutierten Christen immer wieder über den Sinn der Ehe oder ob ein Leben im Zölibat nicht erstrebenswerte wäre. Laut King wurde die Frage nach Jesus' eigenem Familienstand jedoch wahrscheinlich nicht vor dem Jahre 200 diskutiert - stammt aus dieser Zeit doch die bislang früheste bekannte Behauptung, dass Jesus nicht verheiratet war. "Damals antwortete der griechische Theologe und Kirchenschriftsteller Clemens von Alexandria Christen, Menschen, die behauptet hatten, dass die Ehe die vom Teufel selbst in die Welt gesetzte Unzucht sei, dass die Menschen dem Beispiel Jesu folgen und nicht heiraten sollten. (...) Weitere Jahrzehnte später erklärte auch der christliche Schriftsteller Tertullian, dass Jesus ganz sicher nicht verheiratet gewesen sei und das alle Christen ihm nacheifern sollten. Zugleich verurteilte Tertullian jedoch sexuelle Beziehungen nicht grundsätzlich und erlaubte die Einmal- und Witwen-Ehe, prangerte aber die Scheidung an. Noch fast ein Jahrhundert zuvor, warnte Timotheos in einem Brief jene Menschen, die die Ehe verbieten wollten davor, "Doktrinen des Teufels" zu folgen - ohne jedoch damit direkt zu behaupten, dass Jesus selbst auch verheiratet gewesen sei."


    Am Ende beherrschte dann die Behauptung und damit einhergehende Vorstellung vom Zölibat als höchster Form christlicher Keuschheit die Debatte, während die Ehe nur noch zum Zwecke der Fortpflanzung dargestellt wurde. Noch heute, so die Forscherinnen, zeigten die Debatten um das Priesterzölibat, die Rolle der Frauen in der Kirche und die Ehe im Allgemeinen, dass derartige Fragen noch weit von einer Lösung entfernt sind.


    Zum Thema


    "Die Entdeckung dieses neuen Evangeliums gibt uns die Gelegenheit, das, was wir bislang zu wissen glaubten zu überdenken und die Rolle, die Behauptungen zum Familienstand Jesu im Christentum in Kontroversen um Ehe, Zölibat, Familie und deren christlichen Traditionen zu hinterfragen", so King abschließend. "Wenn wir heute nur noch jene Stimmen kennen, die behauptet hatten, dass Jesus nie verheiratet war, so zeigt uns das 'Evangelium der Ehefrau Jesu', dass einige frühe Christen darüber anders gedacht haben."

    - Die Internetseite zu Erforschung des "Evangeliums der Ehefrau Jesu" finden Sie HIER


    - Unseren Bericht über die Fälschungsbehauptungen des Vatikan und ein Interview mit dem Kirchenhistoriker Michael Hesemann finden Sie HIER


    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

    War Jesus doch verheiratet? Forscher präsentieren bislang unbekanntes frühchristliches Evangelium 19. September 2012
    Kontroverse: Vatikan bezeichnet Papyrus des "Evangeliums der Ehefrau Jesu" als Fälschung 3. Oktober 2012

    grenzwissenschaft-aktuell.de
    Quelle: gospelofjesusswife.hds.harvard.edu

  • Astronomen könnten ersten Exomond entdeckt haben

    Künstlerische Darstellung des Systems "MOA-2011-BLG-262", sollte es sich um einen möglichen Exomond handelt, der einen freitreibenden Gasriesen umkreist. | Copyright: NASA/JPL-Caltech

    Notre Dame (USA) - Da unser eigenes Sonnensystem mit Monden geradezu angefüllt ist - alleine der Gasriese Jupiter wird von 67 bekannten natürlichen Trabanten umkreist - darf wohl mit großer Sicherheit davon ausgegangen werden, dass es auch in anderen Planetensystemen solche Monde gibt. Bislang fehlte allerdings jeglicher handfeste Beweis für die Existenz solcher "extrasolaren - kurz: Exomonde". Ein internationales Astronomenteam glaubt nun, den ersten Mond außerhalb des Sonnensystems entdeckt zu haben - allerdings gibt es auch noch eine alternative Erklärung für die Beobachtungsdaten.

    Unterstützt von der US-Raumfahrtbehörde NASA, berichten die Forscher um David Bennett von der University of Notre Dame nun aktuell in der Fachzeitschrift "Astrophysical Journal" (DOI: 10.1088/0004-637X/785/2/155), über ihre Entdeckung, die mit Hilfe des Mikrolinseneffekts von Sternen gelang.


    Der Mikrolinseneffekt bedient sich seltenen Bedeckungen ferner Hintergrundsterne durch einen Stern im Vordergrund, der dann als sogenannte Gravitationslinse wirkt und das Licht des Hintergrundsterns etwa einen Monat lang um sich herum ablenkt, dabei verstärkt und vergrößert. Besitzt der Vordergrundstern nun zudem auch noch einen ihn umkreisenden Planeten, so wirkt dieser Planet ebenfalls wie eine zweite Mikrolinse und verstärkt das Licht des Hintergrundsterns zusehends - oder schwächt dieses ab. Anhand genauer Analysen dieses Effekts können Astronomen dann genau bestimmen, wie groß der Vordergrundstern im Verhältnis zu seinem Planeten ist.


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    In einigen noch selteneren Fällen handelt es sich bei dem Objekt im Vordergrund, also bei der "Linse", aber gar nicht um einen Stern, sondern um einen frei durchs All treibenden (sozusagen sonnenlosen) Planeten und bei seinem Begleiter um einen Mond. In einem solchen Fall können Wissenschaftler dann bestenfalls die Masse dieses "Einzelgängerplaneten" im Verhältnis zu seinem Trabanten ermitteln.


    Während Astronomen in den Daten des bislang erfolgreichsten Exoplanetensuchers, dem NASA-Weltraumteleskop "Keppler", vergebens nach Anzeichen für Exomonde gesucht haben, könnte diese Suche den Forschern um Bennett im Rahmen der Himmelsdurchmusterungen "Microlensing Observations in Astrophysics" (MOA) und dem "Probing Lensing Anomalies NETwork" (PLANET) gelungen sein.



    Vielleicht handelt es sich bei dem System "MOA-2011-BLG-262" aber auch um einen Planeten mit der 18-fachen Erdmasse, der einen lichtschwachen Stern umkreist (Illu.). | Copyright: NASA/JPL-Caltech

    Allerdings ist die Natur des Vordergrundobjekts (also der Linse) in diesem speziellen Fall selbst den Astronomennicht eindeutig klar. Das Verhältnis zwischen dem größeren und dem kleineren Körper liegt bei 2.000 : 1. Bei dem System mit der Bezeichnung "MOA-2011-BLG-262" könnte es sich also entweder um einen lichtschwachen Stern handeln, der von einem Planeten mit der 18-fachen Erdmasse umkreist wird, oder aber um einen über-jupitergroßen Planeten mit einem Mond mit einer geringeren Masse wie unsere Erde (s.Abbildungen). Tatsächlich gibt es derzeit aber keinen Weg, herauszufinden, welches der beiden Szenarios zutrifft.


    "Eine Möglichkeit wäre, dass es sich um einen Planeten und seinen Mond handelt", erläutert auch Wes Traub, Chefwissenschaftler des "Exoplanet Exploration Program" am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA, der an der Entdeckung jedoch nicht beteiligt war. "Sollte sich dies bewahrheiten, so wäre das wirklich faszinierend, da dies dann eine völlig neue Art eines planetaren Systems wäre."


    Eine Antwort auf die Frage, um was es sich bei "MOA-2011-BLG-262" nun genau handelt, wäre nur durch die Bestimmung des Abstandes zwischen den beiden Objekten möglich. Bislang ist eine Methode hierfür jedoch noch unbekannt.


    Zukünftig hoffen die Astronomen nun jedoch auf weiter , ähnliche Beobachtungen etwa mit den Weltraumteleskopen "Spitzer", "Keppler" und deren Nachfolgern. Diese suchen nach Exoplaneten und Monden, in dem sie "Sonnenscheiben" ferner Sterne nach kleinsten Helligkeitsschwankungen absuchen, die von an dieser "Sonnenscheibe" in sogenannten Transits vorüberziehenden Planeten verursacht werden, da mit diesen Instrumenten anhand der Paralaxe Abstandbestimmungen zwischen den jeweils beiden Körpern möglich sind.


    Sollte es sich also um den ersten entdeckten Exomond handeln, so würde dieser also einen "sonnenlosen", frei durchs All treibenden Planeten umkreisen, der vielleicht einst aus einem noch jungen, sich bildenden Planetensystem herausgeschleudert wurde, dabei jedoch seinen Mond behalten oder später einen neuen Mond eingefangen hätte.


    "Leider werden wir keine zweite Möglichkeit haben, dieses System nochmals derart zu untersuchen", so Bennett abschließend. "Aber wir sind zuversichtlich, dass wir bald schon weitere ähnliche Kandidaten finden werden."


    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

    Exomonde: Studie erkundet Lebensfreundlichkeit ferner Monde 11. Januar 2013
    Entdeckung von 15 Exoplaneten in habitablen Zonen um ferne Sterne stützt Vermutung über Exomonde als wahrscheinliche Heimatwelten außerirdischen Lebens 9. Januar 2013
    Studie: Ferne Monde könnten die ersten direkt sichtbaren lebensfreundlichen Welten sein 15. Oktober 2012
    Lebensfreundlicher Mond um Corot-9b? 23. März 2013
    Star Wars, Avatar & Co: Forscher hoffen auf lebensfreundliche Exomonde 25. Dezember 2009

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    Quelle: NASA

  • Offizieller Kommentar der NASA zu den "Lichtern am Mars-Horizont"

    Mysteriöses Leuchten am Mars-Horizont oder nur ein Bildfehler? | Copyright: NASA/JPL-Caltech

    Pasadena (USA) - Seit Tagen sorgen zwei aktuelle Aufnahmen des Mars-Rovers "Curiosity" für kontroverse Diskussionen und Spekulationen darüber, ob es sich dabei lediglich um Pixelfehler der Kameras oder aber um ein tatsächlich mysteriöses Leuchten auf dem Mars handelt (...wir berichteten). Nachdem zuvor schon einige NASA-Mitarbeiter privat die Debatte kommentiert hatten, liegt nun auch ein Offizielles Statement der US-Raumfahrtbehörde vor. Festlegen, dass es sich lediglich um einen Bildfehler handelt, will sich die NASA allerdings nicht mehr.

    "Die Aufnahmen vom 2. und 3. April 2014 könnten die Reflexion von Sonnenlicht auf einem (stark reflektierendem) Stein, oder aber durch kosmische Strahlung auf dem Bildchip der Kamera entstanden sein", so die NASA auf der Internetseite des Jet Propulsion Laboratory (JPL), das die Curiosity-Mission leitet, und führt dort weiter aus:


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    "Der Rover hat die Aufnahme gemacht, als er an der Wegmarke mit der Bezeichnung "The Kimberley" angekommen war. Der helle Punkt erscheint am (vorgelagerten) Horizont in der gleichen west-nordwestlichen Richtung wie die Nachmittagssonne."



    Die Aufnahme der Navcam: Right B (NAV_RIGHT_B), am 588. Missionstag (Sol; 02.04.2014, 09:04:28 UTC) zeigt oben rechts ein "Licht" am vorgelagerten dunklen Horizont. (Klicken Sie auf das Bild, um zu einer vergrößerbaren Originalabbildung der NASA zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech

    http://mars.jpl.nasa.gov/msl/multimedia/raw/?rawid=NLB_449700848EDR_F0301254NCAM00252M_&s=588
    Auf der zeitgleich erstellten Aufnahme der linken Navcam (Nav-Left_B) ist das "Leuchten" jedoch nicht zu sehen. (Klicken Sie auf das Bild, um zu einer vergrößerbaren Originalabbildung der NASA zu gelangen.). | Copyright: NASA/JPL-Caltech

    http://mars.jpl.nasa.gov/msl/multimedia/raw/?rawid=NRB_449790582EDR_F0310000NCAM00262M_&s=589
    Einen Tag später (Sol 589 = 03.04.2014, 10:00:03 UTC) das gleiche Spiel: Auf dem Bild der rechten Navcam zeigt sich am Horizont ein Licht. (Klicken Sie auf das Bild, um zu einer vergrößerbaren Originalabbildung der NASA zu gelangen.). | Copyright: NASA/JPL-Caltech

    http://mars.jpl.nasa.gov/msl/multimedia/raw/?rawid=NLB_449790582EDR_F0310000NCAM00262M_&s=589
    ...nicht so aber auf der simultanen Aufnahme der linken Kamera. (Klicken Sie auf das Bild, um zu einer vergrößerbaren Originalabbildung der NASA zu gelangen.). | Copyright: NASA/JPL-Caltech

    Tatsächlich sehe man aber in den Tausenden von Fotos, die Curiosity täglich zur Erde funke, fast jede Woche derartige helle Punkte, erläutert Justin Maki von JPL, dessen Team die das Systems der Navcams an Bord des Rovers gebaut hat und betreut: "Die wahrscheinlichste Erklärung für diese (hellen Punkte) ist die, dass sie von kosmischen Strahlen erzeugt werden, die auf den Bildsensor treffen oder aber, dass hier das Sonnenlicht von Steinen reflektiert wird."


    Sollte es sich um eine Reflexion auf einem Stein handeln, so liege dieser wahrscheinlich auf einem Grat, der sich etwa 160 Meter von jener Position befindet, an der der Rover die Aufnahme vom 3. April 2014 gemacht hatte.


    "Normalerweise können wir recht schnell erkennen, was die Ursache für diese hellen Flecken ist, da das Navcam-System zwei Bilder mit unterschiedlichen Kameras simultan fertigt. (Anm.d.GreWi-RedaktioN: Zeigen beide Kameras ein Bilddetail an mehr oder weniger der gleiche Stelle, so handelt es sich wahrscheinlich um ein Teil der natürlichen Umgebung. Ist das Detail - in diesem Fall ein heller Lichtpunkt – nur auf einer der beiden Stereo-Aufnahmen zu sehen, liegt ein Bild- bzw. Pixelfehler nahe.) In diesem Fall ist das aber nicht ganz so einfach, da jener Ort, an dem der helle Punkt auf der einen Kameraaufnahme zu sehen ist, für die zweite Kamera perspektivisch von einem vorgelagerten Hügel verdeckt wurde.


    Eine Erkundungsfahrt mit dem Rover zum Ort, an dem die NASA-Forscher den Ursprung des Leuchtens vermuten - so es sich nicht um einen Bildfehler handelt - ist derzeit nicht geplant.


    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

    Kontroverse um mysteriöses Leuchten am Mars-Horizont 8. April 2014

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    Quelle: NASA

  • Riemenfisch: Video zeigt seltene Aufnahme einer strandenden "Seeschlange"

    Standbild aus dem Video. | Copyright: youtube.com/user/sheddaquariumchicago

    Mexicali (Mexiko) - Mit bis zu 17 Meter Länge, gehören Riemenfische (Regalecus glesne) zu den längsten Knochenfischen weltweit und gelten als Vorlage vieler Berichte und Legenden von Seeschlangen und Meeresungeheuern. Jetzt gelangen einer Urlauberin seltener Nahaufnahmen eines strandenden Riemenfischs an der Küste von Baja California in Mexiko.


    Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

    Erst im vergangenen Jahr gelang es Forschern um Professor Mark Benfield von der Louisiana State University im Rahmen des "SERPENT"-Projekts (serpentproject.com) am National Oceanography Centre (NOC) in 493 Metern Tiefe einen Riemenfisch in seiner gewohnten natürlichen Umgebung zu filmen (...wir berichteten).


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    Historische Zeichnung eines Riemenfisches, der 1860 an einem Bermudastrand strandete und als "Seeschlange" bezeichnet wurde; aus: "Harper's Weekly". | Copyright: Public Domain

    In den meisten Fällen werden die Tiere erst sterbend oder bereits tot an Stränden entdeckt, weswegen auch die neue Aufnahme des lebendig strandenden Riemenfischs Seltenheitswert besitzt.

    Zum Thema:

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    Riemenfisch: Tauchroboter filmt erneut "Seeschlange" im Golf von Mexiko 11. Juni 2013
    "Seeschlange" in Schweden angeschwemmt 12. Mai 2010

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    Quelle: youtube.com/user/sheddaquariumchicago

  • GreWi-Exklusiv: Astronomen hoffen schon in wenigen Wochen auf weitere Indizien für Planet X

    Künstlerische Darstellung des Blicks auf das Sonnensystem von der Oberfläche des Zwergplaneten Sedna aus. (Illu.). | Copyright: Adolf Schaller/NASA/ESA

    Washington (USA) - Seit kaum drei Wochen sieht unser Sonnensystem nicht mehr so aus, wie zuvor: Neben der Entdeckung eines Asteroiden mit einem saturnartigen Ringsystem (...wir berichteten), haben US-Astronomen gleich zwei neue Zwergplaneten im äußeren Sonnensystem entdeckt, deren Umlaufbahnen zudem auf die Existenz eines bislang noch unbekannten großen Planeten hindeuten könnten (...wir berichteten 1, 2 3). Gegenüber "grenzwissenschaft-aktuell.de" hat nun der Entdecker der beiden neuen Zwergplaneten, der Astronom Scott S. Sheppard von der Carnegie Institution of Sciences, die baldige Entdeckung bzw. Bestätigung weiterer Zwergplaneten in Aussicht gestellt. Mit dieser, so hofft das Team um Sheppard, könnte schon in wenigen Wochen weitere Indizien für den kontrovers diskutierten "Planet X" gefunden werden.

    Während Sheppard schon zuvor neben den Zwergplaneten "2012 VP113" und "2013 FY27", ein weiteres Objekt mit der Kennung "2013 FZ27" als potentiellen Zwergplaneten beschrieben hatte (...wir berichteten), erklärte der Astronom auf Anfrage unserer Redaktion (GreWi), dass sein Team bei den bisherigen Beobachtungen neben diesem Objekt, noch weitere potentielle Zwergplaneten entdeckt habe:

    "Wir haben gleich mehrere Objekte entdeckt, die wir derzeit verfolgen und untersuchen. Diese Objekte sind entweder sehr hell und deshalb groß oder sehr weit entfernt. Solange wir aber diese Objekte bei unseren nächsten Beobachtungen nicht nochmals untersucht haben, kann ich noch nicht viel mehr über diese Objekte sagen. Aber ja, wir haben hier möglicherweise einige weitere Zwergplaneten."


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    "Entfernte Objekte", so erläutert Sheppard weiter, "sind der Hauptgrund für unsere Suche, um so die Theorie einer noch unbekannten Super-Erde im äußeren Sonnensystem zu überprüfen. Hierzu müssen wir Objekte finden, die wirklich sehr weit entfernt sind, jenseits des Randes des Kuiper-Gürtels ab etwa 50 Astronomischen Einheiten (AU = Abstand: Sonne - Erde) Entfernung."



    Die Umlaufbahnen der Objekte des Sonnensystems vor der Entdeckung von "2012 VP113", maßstabsgetreu (v.l.o.n.r.u.). | Copyright: NASA

    "Selbst wenn diese Objekte also lichtschwach oder klein sind, könnten sie - so sie weit genug entfernt sind, sehr interessant für uns sein. Sehr weit entfernte Objekte haben mit großer Wahrscheinlichkeit Umlaufbahnen, die - wie jene von Sedna und "2012 VP113" - von denen der großen Planeten entkoppelt sind. Diese fernen Arten von Umlaufbahnen sind dann auch diejenigen, die eine mögliche Signatur der fernen Super-Erde aufzeigen könnten, da sie von den großen Planeten (des Sonnensystems) nicht mehr beeinträchtigt werden."


    Laut Sheppard sind die nächsten Beobachtungen schon im kommenden Mai geplant. "Wenn das Wetter mitspielt, könnte es sein, dass wir dann schon die Existenz einiger interessanten Objekte bestätigen können."


    In wieweit diese Objekte dann auch schon weitere Aufschlüsse auch über die potentielle Existenz eines weiteren großen Planeten im äußeren Sonnensystem zulassen, könne bislang noch nicht eingeschätzt werden. Doch Sheppard zeigt sich schon jetzt zurückhaltend hoffnungsvoll:


    "Vielleicht können wir anhand unserer baldigen weiteren Beobachtungen bzw. anhand der Umlaufbahnen der fernen Objekte, die wir hoffen, bestätigen zu können, dann schon mehr darüber sagen, ob es dort draußen noch einen großen Planeten gibt. Wir müssen noch einige mehr dieser seltenen, sehr weit entfernten Objekte finden. Wir werden also abwarten müssen, ob wir schon im Mai einige dieser Objekte bestätigen können - oder auch nicht. Die meisten der Kandidaten, die wir dann weiter untersuchen wollen, werden wahrscheinlich für unsere Überprüfung der Super-Erde-Theorie nicht interessant sein. Einige wenige aber vielleicht schon."


    ...wir werden berichten, sobald uns neue Ergebnisse vorliegen.


    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

    Neuentdeckter Zwergplanet außerhalb der bislang bekannten Grenze des Sonnensystems stellt bisherige Vorstellungen unseres Sonnensystems in Frage 26. März 2014
    GreWi-Interview: Scott S. Sheppard über die Entdeckung des neuen Zwergplaneten und deren Konsequenzen 28. März 2014
    Astronomen entdecken weiteren Zwergplaneten im äußeren Sonnensystem 4. April 2014

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  • Umfrage zeigt: Senioren schwören auf Naturheilkunde

    Symbolbild: Senioren. | Quelle: carstens-stiftung.de

    Berlin (Deutschland) - Ältere deutsche Erwachsene nehmen regelmäßig Naturheilkunde und Verfahren der komplementären Medizin in Anspruch. Sie beschreiben diese als effektive Ergänzung zur Schulmedizin, sind aber nicht ausreichend über Risiken und Vorteile informiert. Die Komplementärmedizin hat eine lange Tradition in Deutschland. Besonders die ältere Generation verfügt z. T. über lebenslange Erfahrung mit dieser Medizin, die sie durch Hausmittel und Co. bereits aus ihrer Kindheit kennt. Bislang war jedoch nicht umfassend erhoben worden, wie stark und in welcher Form Senioren Komplementärmedizin tatsächlich in Anspruch nehmen – Daten, die nicht nur für behandelnde Ärzte und Krankenkassen von großem Interesse sind. Diese Wissenslücke hat eine Erhebung der Berliner Charité mit Fördermitteln der Carstens-Stiftung: Natur und Medizin nun geschlossen.

    Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Pressemitteilung der Karl und Veronica Carstens-Stiftung, carstens-stiftung.de


    Befragt wurden über 800 Erwachsene ab 70 Jahren in Berlin und Brandenburg. Um möglichst die Realbedingungen zu erfassen, kontaktierten die Dipl.-Med.-Päd. Katharina Schnabel und Kollegen der Charité Senioren mit unterschiedlichen Lebensumständen. Eingeschlossen wurden selbstständig Lebende, Nutzer von häuslicher Pflege sowie Bewohner in Pflegeheimen. Die beiden letztgenannten Gruppen beinhalteten sowohl Menschen mit, als auch ohne gesetzliche Betreuung. Abgefragt wurde die Nutzung aller natürlichen Produkte und Verfahren, die mit medizinischer Zielsetzung eingenommen wurden, von pflanzlichen Arzneimitteln bis hin zu Tees und Säften. Dieser Aufwand zahlte sich durch eine hohe Rücklaufquote aus: Die Antworten von 400 Befragten konnten ausgewertet werden.


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    Demnach verwenden knapp zwei Drittel der Senioren (61,3%) eine Form von Komplementärmedizin. Dabei stehen Nahrungsergänzungsmittel, wie Vitamine und Mineralien, an erster Stelle (35,5%). Pflanzliche Arzneimittel nimmt ein Drittel der Befragten in Anspruch (33,3%), gefolgt von äußerlichen Anwendungen (26,8%). Mit Zufriedenheit, denn 58,7% der Anwender beschreiben einen positiven Effekt der Komplementärmedizin. Nichtsdestotrotz bevorzugen die meisten Senioren (64,9%) eine Kombination aus komplementärer und konventioneller Medizin.


    Während Ältere mit gesetzlicher Betreuung fast ausschließlich vom Arzt verschriebene Mittel einnehmen, informieren von den Senioren ohne gesetzliche Betreuung nur 58,7% ihren Arzt darüber, dass sie selbstständig Komplementärmedizin in Anspruch nehmen. Mehr als die Hälfte der Anwender (57,9%) weiß allerdings nicht, ob und welche Wechselwirkungen die Mittel mit konventionellen Arzneien verursachen könnten. "Dies ist ein Problem", so Dr. Michael Teut aus dem Forscherteam vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, "denn ein Erwachsener im Alter von 70 Jahren bekommt bereits bis zu 5 verschiedene konventionelle Medikamente vom Arzt verschrieben. Wechselwirkungen mit natürlichen Mitteln sind möglich. Unsere Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie dringend der Schulterschluss zwischen konventioneller und komplementärer Medizin erfolgen muss." Eine flächendeckende Erstattung komplementärmedizinischer Mittel und Verfahren in der GKV könnte dieses Problem entschärfen: Deren Inanspruchnahme würde in die Statistiken einfließen und wäre für Hausärzte besser einsehbar.


    Quelle: carstens-stiftung.de


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