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Täglich aktuelle Nachrichten aus Anomalistik, Grenz- und Parawissenschaft

  • Heute auf grenzwissenschaft-aktuell.de

    Kornkreise
    Kornkreise 2014: Neue Formationen Mitte bis Ende Juli

    Saarbrücken (Deutschland) - Juli, August - die Hoch-Zeit der alljährlichen Kornkreis-Saison zu der wir natürlich auch auf "grenzwissenschaft-aktuell.de" die seit Mitte Juli bislang neu dokumentierten Muster kurz kommentiert vorstellen. weiterlesen...

    ...weitere Meldungen folgen
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    Meldungen vom 31. Juli 2014

    Space | Raumfahrt, Außerirdisches Leben
    Sonde lokalisiert 101 Eisgeysire auf Saturnmond Enceladus - Innerplanetare Quelle bestätigt
    Boulder (USA) - Mit Hilfe der Daten der Saturnsonde "Cassini" haben NASA-Wissenschaftler 101 individuelle Wassereisgeysire in der Südpolregion des Saturnmondes Enceladus identifiziert. Die Analyse der Daten belegt nun auch eindeutig, dass die Fontänen von Quellen aus dem Inneren des Mondes gespeist werden und nicht durch Prozesse an der Oberfläche angetrieben werden. weiterlesen...

    Meldungen vom 30. Juli 2014

    Außerirdisches Leben, Natur | Umwelt
    Kent (England) - Noch heute, so die Schlussfolgerung einer aktuellen Studie britischer Wissenschaftler, könnten auf dem Mond Fossilien urzeitlichen irdischen Lebens zu finden sein, das einst im Innern irdischer Meteoriten auf die Oberfläche des Erdtrabanten gelangte. weiterlesen...


    Gesellschaft, Technik
    "Pornwall": Mehrheit der Briten schalten Porno- und Esoterik-Filter ab

    London (England) - Seit Februar 2014 ist in Großbritannien ein automatischer Webfilter aktiv, der pornografische Inhalte im Internet blockiert. Erst durch eine Reihe von Alters- und Identitätsidentifikationen können die Internetnutzer diesen Filter aufheben und haben sodann wieder freien Zugang zu den sonst gesperrten Inhalten. Was als Schutz von Minderjährigen und als Mittel gegen Kinderpornografie propagiert wird, filtert jedoch auch andere, nicht pornografische Inhalte. Darunter auch Webforen, politische Inhalte und "esoterisches Material". Eine aktuelle Erhebung zeigt nun jedoch, dass die Mehrheit der mit dem Filter belegten Neukunden der britischen Internetanbieter diesen ablehnt und auch aktiv deaktiviert hat. weiterlesen...

    Meldungen vom 29. Juli 2014

    Sonstige Phänomene, Natur | UmweltZwei weitere Krater in Sibirien entdeckt
    Jamal (Russland) - Kurz nach dem eine erste Expedition von der Erkundung eines vor wenigen Wochen auf der nordsibirischen Halbinsel Jamal entdeckten gewaltigen Kraters zurückgekehrt ist, wurden zwei weitere, ganz ähnliche Löcher in der Großregion entdeckt. Während Wissenschaftler weiterhin vor einem Rätsel stehen und befürchten, dass die gewaltigen Krater ein Ergebnis der fortschreitend tauenden Permafrostböden und freigesetzter Methaneinlagerungen sein könnten, beschreiben Zeugen vor Ort hingegen unterschiedliche Vorkommnisse. weiterlesen...

    Valladolid (Spanien) - Im Heimlabor haben spanische Biologen zufällig eine bislang unbekannte Fähigkeit von Bakterien entdeckt, sich mittels komplexer Hüllen aus Salzkristallen vor dem Austrocknen zu schützen. Die erstaunliche Erkenntnis soll nun auch in das Repertoire der Analyseinstrumenten der zukünftigen europäischen Marsmission "ExoMars" aufgenommen werden, die ab 2018 unter anderem auch nach Beweisen für Leben auf dem Mars suchen soll. weiterlesen...

    Meldungen vom 25. Juli 2014

    Natur | Umwelt, Sonstige Phänomene
    Nach erster Expedition: Krater in Sibirien bleibt rätselhaft
    Jamal (Russland) - Seit zwei Wochen sorgt ein gewaltiger Krater auf der nordsibirischen Jamal-Halbinseln für Rätselraten. Während die meisten Wissenschaftler einen natürlichen Ursprung vermuten, konnte eine Expedition bislang noch keine neuen Erkenntnisse über den Ursprung des ungewöhnlichen Lochs gewinnen (m.Video). weiterlesen...



    Space | Raumfahrt
    67P/Churyumov-Gerasimenko: Neue Aufnahmen offenbaren weitere Details der Form des Ziel-Kometen der Rosetta-Mission

    Neue Bilder des Kamerasystems OSIRIS an Bord der Raumsonde "Rosetta" zeigen den Kometen "67P/Churyumov-Gerasimenko", aufgenommen am 20. Juli 2014, und dessen Oberflächenstrukturen mit einer Auflösung von 100 Metern pro Pixel. | Copyright: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA weiterlesen...

    Meldungen vom 24. Juli 2014

    Space | Raumfahrt, Sonstige Phänomene
    Multiversum statt Universum: Wissenschaftler testen Theorie multipler Universen
    Waterloo (Canada) - Den einen gilt die Theorie, nach der es nicht nur ein einziges sondern unzählige Universen gibt als Pseudowissenschaft. Andere halten sie durchaus für plausibel und vorstellbar. Kanadische Wissenschaftler testen derzeit erstmals mit Computersimulationen die Theorie um nach überprüfbaren Vorhersagen der Konsequenzen der Existenz multipler Universen zu suchen. weiterlesen...

    Meldungen vom 23. Juli 2014

    Kornkreise
    Neuer Kornkreis am Ammersee

    Weilheim-Schongau (Deutschland) - Bereits am 18. Juli 2014 entdeckten Ballonfahrer eine neue große und komplexe Kornkreisformation in einem Feld am Ammersee in Bayern. Wie schon im Falle der Kornkreisformation von 2012 nahe Andechs zeichnet sich auch dieser Kornkreis durch seine geometrische Komplexität und Größe aus. weiterlesen…


  • Kornkreise 2014: Neue Formationen Mitte bis Ende Juli
    Saarbrücken (Deutschland) - Juli, August - die Hoch-Zeit der alljährlichen Kornkreis-Saison zu der wir natürlich auch auf "grenzwissenschaft-aktuell.de" die seit Mitte Juli bislang neu dokumentierten Muster kurz kommentiert vorstellen.

    Gleich drei Kornkreismuster wurden am 16. Juli 2014 in den Niederlanden entdeckt. Erneut war es das Medium Robert van den Broeke, der eine Vorahnung dieser Kornkreise gehabt und auf dieser Grundlage die Kornkreise auch entdeckt haben will (einen ausführlicheren Bericht hierzu finden Sie HIER: 1, 2, 3). Auf eine Übersichtskarte übertragen ergeben die drei Orte der Kornkreise ein gleichschenkliges Dreieck in der Landschaft.


    Entdeckt am 16. Juli 2014: Einzelkreis von 7 Metern Durchmesser in einem Maisfeld Nahe Etten Leur in der Provinz Noord-Brabant. | Copyright/Quelle: Roy Boschman, robbertvandenbroeke.nl

    Kornkreisformation in Gerste, entdeckt am 16. Juli 2014 nahe Rosendaal in Noord Brabant. | Copyright: Copyright/Quelle: Roy Boschman, Ronald Sikking (Luftbild) robbertvandenbroeke.nl


    Übersichtskarte der Region mit den Positionen der drei Kornkreise vom 16. Juli 2014. Copyright/Quelle: robbertvandenbroeke.nl

    Kornkreisformation in Weizen, entdeckt am 16. Juli 2014 nahe Zevenbergen, Durchmesser 18,5 Meter. | Copyright/Quelle: Ronald Sikking, robbertvandenbroeke.nl



    Am 17. Juli 2014 wurde bei Roydon in der ostenglischen Grafschaft Essex eine Langformation entdeckt. Eine Begutachtung am Boden fand bislang nicht statt. | Copyright: Nils Kennett Fordal, cropcircleaccess.com

    Am 18. Juli wurde dann nahe Tvrdonice im Bezirk Breclav ein Muster entdeckt, dass sich 823 Meter lang und 150 Meter breit durch ein Feld windet. Ein Luftbildaufnahme liegt bislang noch nicht vor. | Copyright: T. Simon



    Ebenfalls am 18. Juli wurde bei Cessy in der französischen Region Rhone-Alpes eine Formation aus einem dünnen Ring (s.Abb.l.) und einem von zwei konzentrischen Ring umgebenen kleinen Zentralkreis (r.) entdeckt. Weitere Information hierzu liegen bislang nicht vor. | Copyright: Marco Brunno

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    Noch am gleichen Tag wurde auch in Lower Burton in der südenglischen Grafschaft Devon ein kaum 10 Meter durchmessender Einzelkreis entdeckt. | Copyright: Michael Rippon

    Am 22. Juli wurde dann in einem reifen Weizenfeld nahe Barnsley in Gloucestershire eine schlüssellochartige Formation entdeckt, deren Zentralkreis in einem auffallenden Flechtmuster niedergelegt war.

    Drohnen-Luftbild der Formation nahe Barnsley. | Copyright: Andrea Müller, kornkreise-forschung.de

    Obwohl dieses Merkmal bei vielen Beobachtern für Staunen sorgt, kam der deutsche Kornkreisforscher und Sachbuchautor Andreas Müller bei einer Begutachtung der Formation zu einem ernüchternden Fazit: "Im Innern fand ich an den Pflanzen keinerlei Hinweise auf die Wirkung des echten Phänomens, stattdessen aber alle Anzeichen dafür, dass hier das Getreide mit mechanischen Mitteln niedergelegt wurde.

    Blick auf das Flechtmuster. | Copyright: A.Müller, kornkreise-forschung.de

    + + +

    Da das Feld durch Hecken und aufgrund seiner entlegenen Lage absolut uneinsehbar liegt, könnten sich die Macher dieser Formation hier ungestört Zeit gelassen haben. Hier muss auch die Frage gestellt werden, wie diese Formation überhaupt entdeckt werden konnte. Ich sehe keine andere Möglichkeit, als dass die Melder dieser Formation auch deren Macher sind."



    Selbige Frage stellt sich auch angesichts einer Formation, die am 24. Juli nahe Sutton in Essex entdeckt wurde. Bei genauer Betrachtung fallen auch hier grobe Ungenauigkeiten in der Ausführung der umlaufenden Spiralbahn auf. | Copyright: cropcircleconnector.com


    Ein zentraler Kreis mit konzentrischen, unterschiedlich breiten Außenringen wurde am 25. Juli 2014 in einem Weizenfeld nahe Momalle in Belgien entdeckt. Angeblich handelte es sich um eine exakte Kopie der Kornkreise, wie sie 2011 und in diesem Sommer (22. Juni und 13. Juli) am West Kennett Long Barrow entdeckt wurden (...wir berichteten). Eine Bestätigung hierfür steht noch aus, da es weder Aufmaße noch ein Luftbild der Formation gibt. | Copyright: Annon





    Am 25. Juni 2015 wurde auch in den Niederlanden eine neue Formation entdeckt. Bei dem Muster aus Kreisen und Ringen nahe Stadskanaal in der Provinz Groningen handelt es sich um die erste diesjährige Kornkreisformation in den Niederlanden, die nicht in Verbindung zu Robbert van den Broeke steht. | Copyright: Richard van Rijswijk (Fotos und Diagramm)



    + + +




    Ein weiteres Flechtmuster - in diesem Fall nur auf einen Einzelkreis begrenzt - wurde am 26. Juli 2014 in einem reifen Weizenfeld nahe Quenington, erneut in Gloucestershire entdeckt. "Angesichts der nahezu identischen Machart dieses Kreises mit dem Schlüssellochmuster nahe Barnsley, ist es schwer, hier an andere (menschliche) Verursacher zu denken als an jene, die auch für die dortige Formation verantwortlich zeichnen", so zumindest Müller. | Copyright: MrGyro.co.uk


    Am 27. Juli 2014 wurde dann in einem Weizenfeld am Etchilhampton Hill in der südwest-englischen Grafschaft Wiltshire ein Muster aus Dreiecken und Kreisen entdeckt. Während die meisten Kornkreise in dieser Gegend heuer schon unmittelbar nach der Entdeckung von den Landwirten aus den Feldern gemäht wurden (...wir berichteten), konnte die Kornkreisforscherin Monqiue Klinkenbergh den hiesigen Bauern überzeugen, den Kornkreis stehen und Besucher ins Feld zu lassen. Mit dem Ertrag des Verkaufs des sog. "Crop Circle Access Pass" (http://www.cropcircleaccess.com) (für eine Jahresgebühr von 10 Pfund) werden die sich an diesem Modell nach dem Vorbild einer Kur-Taxe beteiligenden Bauern für ihren Ernteausfall entschädigt (...wir berichteten). Der hiesige Bauer will diese "Rückzahlung" jedoch in vollem Umfang für karitative Zwecke spenden. Der Erwerb eines solchen Passes ist jedoch völlig freiwillig und die davon abgedeckten Kornkreise können natürlich auch ohne Pass besucht werden. "Es ist ein freiwilliges Symbol in Richtung der Bauern", so Klinkenbergh. | Copyright: Steve Alexander, temporarytemples.co.uk




    Wiederum in Gloucestershire wurde am 27. Juli 2014 eine Formation mit einem erneuten komplexen und verwoben wirkendem Bodenmuster - nun in Form eines Fünfsterns - entdeckt. Auch hier erstaunt das Muster lediglich in der Erstbetrachtung. Schaut man genauer hin, gerade auf den in Segmente eingeteilten Rand, fallen schnell unschöne Ungenauigkeiten auf, die einige Beobachter an der Authentizität dieses Kornkreismuster zweifeln lassen. | Copyright: Frank Laumen, visiblesigns.de


    Ebenfalls von eher ungenauer Machart war ein kleines Kornkreismuster, das am 29. Juli in einem Feld entlang der Green Street bei Avebury in Wiltshire gefunden wurde. | Copyright: Frank Laumen, visiblesigns.de


    Gleiches gilt wohl auch für das eher "avantgardistisch-abstrakt" wirkende Muster, das am 30. Juli 2014 auf Roundway Hill in Wiltshire entdeckt wurde. Hierzu hat der Farmer bislang jeglichen Zugang verboten. Umso mehr wird über die Bedeutung des Musters spekuliert... | Copyright: Frank Laumen, visiblesigns.de

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    Quellen: kornkreise-forschung.de, visiblesigns.de, temporarytemples.co.uk, cropcircleconnector.com, cropcircleaccess.com


  • Sonde lokalisiert 101 Eisgeysire auf Saturnmond Enceladus - Innerplanetare Quelle bestätigt

    Beim Blick der Cassini-Kamera über die Südpolregion des Saturnmondes Enceladus werden zahlreiche Wassereisfontänen sichtbar. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute

    Boulder (USA) - Mit Hilfe der Daten der Saturnsonde "Cassini" haben NASA-Wissenschaftler 101 individuelle Wassereisgeysire in der Südpolregion des Saturnmondes Enceladus identifiziert. Die Analyse der Daten belegt nun auch eindeutig, dass die Fontänen von Quellen aus dem Inneren des Mondes gespeist werden und nicht durch Prozesse an der Oberfläche angetrieben werden.

    Wie die Forscher um Carolyn Porco vom Space Science Institute in Boulder und Leiterin des Cassini-Bildauswertungsteams der NASA aktuell im "Astronomical Journal" berichten, basiert die neuen Studie auf der seit sieben Jahren andauernden Beobachtungen der als "Tigerstreifen" (tiger stripes) bekannten Risse und Frakturen am Südpol von Enceladus, an dem die Sonde vor rund 10 Jahren zu ersten Mal die Wasserfontänen entdeckt hatte.


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    3D-topografische Umsetzung einiger der lokalisierten Geysire. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute

    Wie aus der neuen Studie hervorgeht, stimmen die Orte dieser Geysire mit sogenannten "Hotspots", also auffallend wärmeren Orten auf und unter der eisigen Oberfläche des Saturnmondes, überein.


    "Als die Ergebnisse vorlagen, wussten wir sofort, dass nicht Hitze die Geysire antreibt, sondern das es umgekehrt ist. Sie zeigen uns auch, dass die Geysire kein Oberflächenphänomen sind, sondern viel tiefere Wurzeln haben."


    Die Geysire, so schlussfolgern die Forscher also, werden also nicht durch Wärme freigesetzt, die durch Reibung der Risse und Frakturen selbst entsteht, den dafür sind die Hotspots zu klein, sondern durch vergleichsweise warmes Wasser aus der Tiefe. Vermutlich aus dem schon seit Jahren postulierten Salzwasserozean unter dem Eismantel des Mondes.



    Schematische Erläuterung des Aufbaus des Saturnmondes Enceladus und der die Geysire antreibenden Prozesse (Illu.). | Copyright: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute

    Durch feine Kanäle steigt dieses wärmere Wasser durch den Eispanzer an die Oberfläche, wo es sich immer dann in den Geysirfontänen entlädt, wenn die Frakturen beispielsweise durch Gezeitenkräfte des Saturns gedehnt werden. Die Hotspots selbst entstehen wiederum dadurch, dass an der Austrittsöffnung das hier gefrierende Wasser einen Teil seiner Wärme, die nur in einer Quelle unterhalb der eisigen Kruste des Mondes liegen kann, an die Umgebung abgibt.


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    Quelle: NASA/JPL

  • Fossilien urzeitlichen Lebens auf dem Mond?

    Archiv: Mikroskopische Aufnahme von Diatomeen mit Rheinbergbeleuchung. | Copyright: Frank Fox, CC-by-SA-3.0

    Kent (England) - Noch heute, so die Schlussfolgerung einer aktuellen Studie britischer Wissenschaftler, könnten auf dem Mond Fossilien urzeitlichen irdischen Lebens zu finden sein, das einst im Innern irdischer Meteoriten auf die Oberfläche des Erdtrabanten gelangte.

    Wie die Forscher um Professor Mark Murchell vom Centre for Astrophysics an der University of Kent aktuell im Fachjournal "Philosophical Transactions of the Royal Society A" (DOI: 10.1098/rsta.2013.0190) berichten, haben sie simuliert, ob versteinerte mikroskopisch kleine Kieselalgen, sogenannte Diatomeen (Bacillariophyta), die mit Meteoriten von der Erde auf den Mond gelangt sein könnten, dort bis heute bewahrt werden konnten.

    In ihren Experimenten haben die Forscher einen an diesen Mikrofossilien reichhaltigen irdischen Stein zu Pulver zermahlen, dieses mit Wasser vermischt und tiefgefroren, um so einem Meteoriden zu simulieren und im Labor auf eine simulierte Reise von der Erde auf die Mondoberfläche zu schicken.


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    Das Ergebnis: Sollte je auf dem Mond ein von der Erde stammender Meteorit gefunden werden - ähnlich, wie wir heute Meteoriten vom Mond auf der Erde finden - so könnte dieser Brocken durchaus Fossilien urzeitlichen irdischen Lebens beinhalten.


    Zwar hatten Forscher schon vor Muchell und Kollegen diese Vermutung, doch war es bislang nicht gelungen, diesen Vorgang auch zu simulieren. In ihren Versuchen nutzten die Forscher eine große Gas-Kanone um den simulierten Meteoriden in einen Wasserbehälter zu schießen. Damit simulierten die Forscher zunächst jenen Einschlag, durch den der Erdbrocken in eine Erdumlaufbahn katapultiert wurde, während zugleich die rasante Beschleunigung und der bei Aufprall auf dem Wasser entstehende hohe Druck den Hochgeschwindigkeitseinschlag auf der Mondoberfläche simulierte.


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    Quelle: kent.ac.uk

  • Pornwall: Mehrheit der Briten schaltet Porno- und Esoterik-Filter ab

    Die britischen "Pornwall" blockiert neben pornografischen Inhalten u.a. "esoterisches Material" im Internet. | Copyright/Quelle: openrightsgroup.org

    London (England) - Seit Februar 2014 ist in Großbritannien ein automatischer Webfilter aktiv, der pornografische Inhalte im Internet blockiert. Erst durch eine Reihe von Alters- und Identitätsidentifikationen können die Internetnutzer diesen Filter aufheben und haben sodann wieder freien Zugang zu den sonst gesperrten Inhalten. Was als Schutz von Minderjährigen und als Mittel gegen Kinderpornografie propagiert wird, filtert jedoch auch andere, nicht pornografische Inhalte. Darunter auch Webforen, politische Inhalte und "esoterisches Material". Eine aktuelle Erhebung zeigt nun jedoch, dass die Mehrheit der mit dem Filter belegten Neukunden der britischen Internetanbieter diesen ablehnt und auch aktiv deaktiviert hat.

    Wie aus einem Bericht der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom hervorgeht, sei der als "Pornwall" bezeichnete Filter, wie er von den Anbietern BT, Sky, TalkTalk und Virgin Media installiert wurde, in nur einem von sieben Neukunden-Haushalten aktiv.


    Schon vorab kritisierte die britische digitale Bürgerrechtsorganisation "Open Rights Group", dass der Filter neben Pornografie unter anderem auch "Gewaltdarstellungen, extremistische und terroristische politische Inhalte, Webseiten zu Magersucht und Essstörung, Internetseiten zu Suizid, Alkohol und Rauchen, Webforen, esoterisches Material und Umgehungstools für Netzsperren" blockieren soll. Der Sprecher der Gruppe, Jim Killock, kommentiert diesen Schritt als Beweis dafür, dass die Cameron-Regierung "die Menschen schlafwandelnd in die Zensur führen will." (...wir berichteten).


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    Frühere Befürchtungen, wonach die einzelnen Filteroptionen zwar individuell abgeschaltet werden können, diese Option aber so angelegt sei, dass sie von vielen Nutzern wahrscheinlich nicht verstanden werde - wodurch es zu einer Vielzahl von Fehlbedienungen des Systems und damit zur Unzugänglichkeit der gefilterten Inhalte für einen Großteil der Nutzer kommen werde - wird von den aktuellen Ofcom-Zahlen also nicht gestützt.


    Was hinter Filterbegriffen wie den zitierten "esoterischen Materialien" zu verstehen ist, ist derzeit noch völlig unklar. Auch ist nicht bekannt, wie diese Inhalte von anderen abgegrenzt werden sollen oder ob auch skeptische oder eigentlich naturwissenschaftlich orientierte Seiten und Inhalte zu besagten "esoterischen Materialien" blockiert werden.


    Wie berechtigt diese Frage ist, zeigt ein Bericht des Schweizer Computermagazins "Computerworld.ch", laut dem der Schweizer Journalist und SRF-Ausland-Korrespondent für Großbritannien, Urs Gredig, über Twitter berichtet hatte, dass sein britischer Internet-Anbieter die Internetseite der Schweizer Boulevardzeitung "Blick.ch" schon jetzt als jugendgefährdend blockiere. Tatsächlich zeichnet sich das Online-Angebot zwar im Gegensatz zur Printausgabe nicht durch das nackerte Seite-3-Girl, aber dennoch unter anderem auch durch sogenannte Bikini-Reportagen, einen Sex-Kummerkasten aus. Grundsätzlich gilt der "Blick" allgemein dennoch eher nicht als jugendgefährdend.


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    Quellen: ofcom.org.uk, openrightsgroup.org, BBC

  • Zwei weitere Krater in Sibirien entdeckt

    Blick in den zweiten Krater nahe Antipayuta. | Copyright: Press Service of the Governor YaNAO

    Jamal (Russland) - Kurz nach dem eine erste Expedition von der Erkundung eines vor wenigen Wochen auf der nordsibirischen Halbinsel Jamal entdeckten gewaltigen Kraters zurückgekehrt ist (...wir berichteten), wurden zwei weitere, ganz ähnliche Löcher in der Großregion entdeckt. Während Wissenschaftler weiterhin vor einem Rätsel stehen und befürchten, dass die gewaltigen Krater ein Ergebnis der fortschreitend tauenden Permafrostböden und freigesetzter Methaneinlagerungen sein könnten, beschreiben Zeugen vor Ort hingegen unterschiedliche Vorkommnisse.

    Der erste Krater auf der Halbinsel Jamal (...wir berichteten). | Copyright: Marya Zulinova, Press Service of the Governor YaNAO

    Einer der beiden Krater befindet sich kaum 30 Kilometer vom ersten Kraterloch auf der Jamal-Halbinsel entfernt in der nähe des Dorfes Antipayuta im Taz-District. Er hat einen Durchmesser von rund 15 Metern und wurde bereits von lokalen Politikern inspiziert. Auch hier habe es den Anschein, berichtet die "Siberian Times", als sei ein Großteil des Kraterinhalts wie durch eine unterirdischen Explosion ausgeworfen worden. Laut den Angaben lokaler Anwohner sei dieses zweite Loch schon am 27. September 2013 entstanden.


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    Über seine Entstehung berichten die Einheimischen zweierlei Geschichten: Während die einen von einem an diesem Ort aufsteigenden Rauch und einem darauffolgenden hellen Lichtblitz berichteten, erklärten andere, dass an dieser Stelle ein Objekt von Himmel gefallen sei.


    Der bislang dritte bekannte Krater befindet sich auf der Taymyr-Halbinsel östlich von Jamal in der Region Krasnojarsk, nördlich des Dorfes Nosok. Laut den Angaben von Anwohnern ist dieser Krater 60 bis 100 Meter tief, misst jedoch kaum 10 Meter im Durchmesser. Die "Siberian Times" zitiert Mitglieder des "Norilsk Taimyr Explorers' Club" mit der Einschätzung, dass es sich "ganz sicher nicht um das Werk von Menschen handele, dass die Löcher zugleich aber auch nicht natürlich aussehen".




    Ein lokaler Anwohner vor dem dritten Krater nördlich von Nosok. | Copyright/Quelle: privat / siberiantimes.com

    Zugleich zitiert die Zeitung die Chefwissenschaftlerin des Earth Cryosphere Institute, Marina Leibman, die gegenüber URA.ru erklärte, weitere Untersuchung all dieser Krater seien nun notwendig um mehr über ihre Entstehung zu erfahren und sie somit vielleicht auch vorhersagen zu können. Jeder neue Krater liefere weitere Daten und Informationen.


    Schon in ihrer ersten Meldung zitierte die "Siberian Times" die russische Arktis-Forscherin Anna Kurchatowa mit der Vermutung, dass es sich möglicherweise um eine Explosion eines Gemischs aus Wasser, Gas und Salzen gehandelt haben könnte. Im Zuge der Klimaerwärmung könnten Eis, Salze und Methan im Permafrostboden geschmolzen und das Gemisch wie ein Korken aus dem Boden geschossen sein.


    Flug über und erste Einblick in den ersten Krater auf Jamal

    Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu startem


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    Quelle: sibertiantimes.com, ura.ru

  • Bakterien schützen sich mit komplexen Salzhüllen vor dem Austrocknen – Hinweise auf mögliches Leben auf dem Mars

    Mikroskopaufnahme der Salzkristallhüllen von E.coli-Bakterien. | Copyright: J. M. Gómez-Gómez

    Valladolid (Spanien) - Im Heimlabor haben spanische Biologen zufällig eine bislang unbekannte Fähigkeit von Bakterien entdeckt, sich mittels komplexer Hüllen aus Salzkristallen vor dem Austrocknen zu schützen. Die erstaunliche Erkenntnis soll nun auch in das Repertoire der Analyseinstrumenten der zukünftigen europäischen Marsmission "ExoMars" aufgenommen werden, die ab 2018 unter anderem auch nach Beweisen für Leben auf dem Mars suchen soll.

    Wie José María Gómez vom Laboratory of BioMineralogy and Astrobiological Research (LBMARS) an der spanischen Universidad de Valladolid-CSIC aktuell im Fachjournal "Astrobiology" (DOI: 10.1089/ast.2014.1162) berichten, beobachtete der Forscher die Fähigkeit der Bakterien vom Typ Escherichia coli (E.coli) rein zufällig unter dem Mikroskop seines Heimlabors: Immer dann, wenn die Mikroorganismen in einem Tropfen Salzwasser gegeben wurden, der dann trocknete, manipulierten die Bakterien den Kristallisationsprozess des Natriumchlorids (NaCl, Kochzsalz) derart, dass komplexe biomineralogische, biosaline und dreidimensionale Gebilde entstanden. Im Innern dieser Strukturen können die E. Coli-Bakterien in einer Art Ruhephase (Hibernation) überdauern, bis sie mittels Flüssigkeitszufuhr und die dadurch ausgelöste Auflösung der filigranen Salzhüllen wieder unbeschadet zum Leben erweckt werden.


    Obwohl Escherichia coli zu den am meist untersuchten Lebensformen gehört, war die ungewöhnliche Fähigkeit der Wissenschaft bislang entgangen. Nun hoffen Astrobiologen, diese Erkenntnis auch zur Suche nach Leben auf anderen Planeten - etwa dem Mars - nutzen zu können.


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    "Es war für mich selbst absolut erstaunlich zu sehen, wie die Bakterien die Salzkristallisation nutzen, um sich selbst eine Schutzhülle zu bauen", erinnert sich der Forscher. "Schon binnen vier Stunden hatte sich innerhalb des trocknenden Tropfens eine beeindruckende biosaline Struktur gebildet, die wir dann später auch im Labor bestätigen konnten."


    Bislang war zwar schon bekannt, dass ähnliche Gebilde aus salzigen und proteinhaltigen Flüssigkeiten gebildet werden konnten, doch ist dies der erste Nachweis, dass ganze Bakterienzellen den Kristallisationsprozess etwa von Natriumchlorid nutzen können, um sich eine selbstorganisierte biosaline Schutzhülle mit fraktal-dentritischem Charakter zu erstellen.


    "Aus astrobiologischer Sicht ist die Fähigkeit der Bakterien zum Bau dieser Strukturen und ihre Fähigkeit, darin den Austrocknungsprozess unbeschadet zu überdauern, von großer Bedeutung", so Gómez. "Aufgrund ihrer Vielfalt und Komplexität könnten diese Strukturen (da sie nun als das bekannt sind, was sie sind) als Signaturen für Leben auf anderen Planeten - etwa auf der Marsoberfläche oder auf dem Jupitermond Europa - genutzt werden.


    Tatsächlich arbeitet das LBMARS-Labor selbst schon jetzt an der Entwicklung des Raman-Instruments für die für 2018 geplante europäische Mars-Mission "ExoMars". Die neue Erkenntnis soll nun in die Fähigkeiten des Instruments miteingebracht werden, um so mögliche Hinweise auf bakterielles Leben auf dem Roten Planeten zu identifizieren.


    In weiteren Untersuchungen sind die Forscher nun darum bemüht, mehr darüber herauszufinden, wie die Bakterien die Kristallisation der Salze kontrollieren, um mittels dieser die erstaunlichen dreidimensionalen Schutzhüllen zu erzeugen.


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    Quelle: agenciasinc.es

  • Nach erster Expedition: Krater in Sibirien bleibt rätselhaft

    Blick auf den noch immer rätselhaften Krater auf der Jamal-Halbinsel. | | Copyright/Quelle: Marya Zulinova, Press Service of the Governor YaNAO

    Jamal (Russland) - Seit zwei Wochen sorgt ein gewaltiger Krater auf der nordsibirischen Jamal-Halbinseln für Rätselraten. Während die meisten Wissenschaftler einen natürlichen Ursprung vermuten, konnte eine Expedition bislang noch keine neuen Erkenntnisse über den Ursprung des ungewöhnlichen Lochs gewinnen.

    Wie die "Siberian Times" berichtet, konnten allerdings einige erste Vermutungen widerlegt und neue Erkenntnisse gewonnen werden: So ist der Durchmesser des gewaltigen Lochs mit etwa 30-60 Metern deutlich kleiner als erste Schätzungen, die von bis zu 100 Metern ausgingen.


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    Auch Behauptungen, wonach der Krater so tief sei, dass man seinen Boden nicht sehen könne, konnten von den Wissenschaftler nun anhand der Aufnahmen aus dem Kraterinneren widerlegt werden. Allerdings ist der sich darunter befindende Hohlraum immerhin noch etwa 70 Meter tief. An seinem Boden befindet sich ein Eissee, in den weiterhin Wasser von den auffallend glatten Kraterwänden zufließt.



    Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

    Mittlerweile ist auch bekannt, dass der Krater nicht erst kürzlich entstand, sondern wohl schon zwei Jahre alt sein könnte. Jetzt wollen Experten Satellitendaten zu Hilfe ziehen, um die Entstehungszeit genauer einzugrenzen. Derzeit verdichten sich die Hinweise, dass der Krater vor etwas mehr als zwei Jahren noch nicht vorhanden war.





    Verschiedene Ansichten des Jamal-Kraters. | Copyright/Quelle: Marya Zulinova, Press Service of the Governor YaNAO

    Anhand von Proben aus dem Krater hoffen die Forscher nun, schon bald auch Genaueres über seine Entstehung sagen zu können. Bislang gibt es verschiedene Erklärungstheorien vom Meteoriteneinschlag bis hin zu einer Methanblase. Andere Beobachter vermuten, dass es sich um einen Karsttrichter handeln könnte, wie sie auf Jamal zahlreich zu finden sind (s.Video). Während dieser Bodenlöcher zwar ebenfalls oft kreisrund sind, scheinen die ungewöhnlich glatten Kraterwände und der Wall um das Loch herum gegen einen Karsttrichter zu sprechen, die durch Absenkung des Erdreich entstehen. Vielmehr habe es den Anscheint, als sei hier das Erdreich mit gewaltiger Kraft aus dem Boden geschleudert worden, so örtliche Behörden.


    In einer früheren Meldung zitierte die Zeitung die russische Arktis-Forscherin Anna Kurchatowa mit der Vermutung, dass es sich möglicherweise um eine Explosion eines Gemischs aus Wasser, Gas und Salzen gehandelt haben könnte. Im Zuge der Klimaerwärmung könnten Eis, Salze und Methan im Permafrostboden geschmolzen und das Gemisch wie ein Korken aus dem Boden geschossen sein.


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    Quelle: siberiantimes.com

  • 67P/Churyumov-Gerasimenko: Neue Aufnahmen offenbaren weitere Details der Form des Ziel-Kometen der Rosetta-Mission
    <p class="NoSpacing">Rotation in 3-D: Ein dreidimensionales Modell des Kometenkerns von 67P/Churyumov-Gerasimenko, das aus OSIRIS-Aufnahmen vom 14. Juli 2014 berechnet wurde. Hier zu sehen ist eine volle Umdrehung des Körpers um seine Achse. Das Modell bestätigt die zweigeteilte Struktur des Kerns, die bereits in den Kameradaten zu Tage trat.</p>
    Aus den neusten Aufnahmen des Kamerasystems OSIRIS an Bord der Raumsonde "Rosetta" zusammengefügte und geglättete Animation der Rotation des Kometen "67P/Churyumov-Gerasimenko" | Copyright: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

    Göttingen (Deutschland) - "Das Quietscheentchen hat ein Halsband", so umschreibt das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung die Oberflächenstrukturen des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, die auf neuesten veröffentlichten Aufnahmen des Kamerasystems OSIRIS an Bord der Raumsonde "Rosetta" zu erkennen sind.

    Die Aufnahmen mit einer Auflösung von 100 Meter pro Pixel entstanden am 20. Juli 2014 aus einer Entfernung von 5500 Kilometern und zeigen unter anderem als auffälligstes Merkmal den "Halsbereich" des zweigeteilten Kometen, da dieser sich heller als der Rest darstellt.


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    Schon frühere Aufnahmen hatten gezeigt, dass der Kern von 67P aus zwei Teilen zu bestehen scheint: einem kleineren Kopf, der mit einem größeren Körper verbunden ist (...wir berichteten). Der Verbindungsbereich, sozusagen der Hals, erweist sich derzeit als besonders spannend. "Momentan können wir mit Sicherheit lediglich sagen, dass der Halsbereich heller aussieht als der Kopf und der Körper des Kometenkerns", erläutert Holger Sierks vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, der Leiter des OSIRIS-Teams. Materialunterschiede, verschiedene Korngrößen oder topografische Einflüsse könnten dafür ursächlich sein.

    Auch wenn die aktuellen Bilder noch nicht hochaufgelöst sind, erinnern sie die Wissenschaftler an den Kometen "103P/Hartley" (früher auch als "Hartley 2" bezeichnet). Die NASA-Mission "Epoxi" hatte diesen Körper im Jahr 2010 im Vorbeiflug besucht (...wir berichteten). Während die Enden des länglichen Kometenkerns eine raue Oberfläche aufweisen, erscheint die Mitte glatter.


    Die Kometenforscher vermuten, dass sich in dieser Taille Material ablagert, das zunächst emittiert wurde, dann aber den Einfluss des Schwerefelds des Kometen nicht verlassen konnte. Im Bereich der Taille befindet sich der Masseschwerpunkt von "103P/Hartley".



    Neue Bilder des Kamerasystems OSIRIS an Bord der Raumsonde "Rosetta" zeigen den Kometen "67P/Churyumov-Gerasimenko", aufgenommen am 20. Juli 2014, und dessen Oberflächenstrukturen mit einer Auflösung von 100 Metern pro Pixel. | Copyright: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA
    Ob diese Überlegungen nun auch auf den Halsbereich von 67P zutreffen, ist noch unklar. "Eine andere Erklärung für eine hohe Reflektivität in diesem Bereich könnte eine andere Oberflächenzusammensetzung sein", berichtet das Max-Planck-Institut.

    Schon in den kommenden Tagen und Wochen hofft das OSIRIS-Team spektrale Daten des Kamerasystems zu erhalten. Mithilfe verschiedener Filter kann OSIRIS mehrere Wellenlängenbereiche aus dem reflektierten Licht herausfiltern. Auf diese Weise lassen sich charakteristische Fingerabdrücke bestimmter Materialien oder Zusammensetzungen identifizieren.


    Zudem modelliert das Team derzeit die dreidimensionale Form des Kometenkerns aus den Kameradaten. Ein solches Modell kann helfen, einen besseren Eindruck von der Gesamtgestalt des Körpers zu gewinnen.


    Am 6. August 2014 soll die Sonde endgültig in eine Umlaufbahn um den Kometen eintreten und das knapp 5 Kilometer große Objekt in einem Abstand von 70 Kilometern umrunden. Nachdem die Sonde das Schwerkraftfeld von "67P" vermessen hat, wird sich "Rosetta" dem kosmischen Schneeball auf 30 Kilometer annähern, die Oberfläche genau kartieren und nach einem geeigneten Landeort für die Landeeinheit Philae suchen, der dann am 11. November auf dem Kometen landen soll. Rosetta wird damit die erste Mission in der Geschichte sein, die einen Kometen anfliegt, ihn auf seinem Weg um die Sonne begleitet und eine Landeeinheit auf seiner Oberfläche absetzt.


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    Quelle: mpg.de, mps.mpg.de

  • Multiversum statt Universum: Wissenschaftler testen Theorie multipler Universen

    Abb. 1. Grafische Illustration des Konzepts eines mit vielen Universum-Blasen gefüllten Multiversums. | Copyright: Perimeter Institute

    Waterloo (Canada) - Den einen gilt die Theorie, nach der es nicht nur ein einziges sondern unzählige Universen gibt als Pseudowissenschaft. Andere halten sie durchaus für plausibel und vorstellbar. Kanadische Wissenschaftler testen derzeit erstmals mit Computersimulationen die Theorie um nach überprüfbaren Vorhersagen der Konsequenzen der Existenz multipler Universen zu suchen.

    Stark zusammengefasst kann die Grundidee der Vorstellung multipler Universen derart beschrieben werden, dass alles am Anfang aus energetisiertem Vakuum bestand. Ähnlich wie Wasser in einem Kochtopf, begann diese Energie das Vakuum zu erhitzen und es entstanden unterschiedliche Blasen. Jede dieser Blasen enthielt wiederum eine unterschiedliche Form von Vakuum - einige beinhalteten mehr, andere weniger Energie, die wiederum die jeweiligen Blasen dazu brachte, sich auszudehnen. Einige dieser Blasen stießen unweigerlich zusammen, andere bildeten selbst kleinere Nebenblasen. Vielleicht waren die Blasen weit voneinander entfernt, vielleicht waren sie sich sehr nahe und bildeten (schaumartige) Ansammlungen aber zugleich auch Orte, an denen es kaum oder gar keine dieser Blasen gab.


    Tatsächlich basiert die Theorie vieler Universen weniger auf fantastischen Ideen sondern auf physikalischen Vorstellungen und beinhaltet zugleich die derzeit anerkannte Theorie von der Ausdehnung des uns bekannten Universums. Auch diese kosmische Ausdehnung, die Sekundenbruchteile nach dem sogenannten Urknall das bis dahin nur wenige Nanometer große Universum auf unvorstellbare Größe ausdehnte (und immer noch ausdehnt), wurde - so die gängige Theorie - von einer Vakuum-Energie, dem sogenannten "Inflationfeld", befeuert.


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    "Geht man also von der Existenz dieses Feldes aus, so ist es schwer der Vorstellung vom Vakuum als Anfang von allem zu entgehen", postulieren die Forscher um Matthew Johnson vom Perimeter Institute for Theoretical Physics im kanadischen Waterloo in ihrem aktuell im Fachjournal "Physical Review D" erschienenen Artikel (DOI: 10.1103/PhysRevD.85.083516). "Doch dies ist zugleich auch genau der Punkt, an dem die Inflations-Theorie beginnt, kontrovers zu werden - der Punkt nämlich, an dem mehr als nur ein Universum postuliert wird.


    Vertreter der Theorie multipler Universen sehen in diesem Modell den nächst-logischen Schritt der kosmischen Ausdehnung. Kritiker behaupten, diese Theorie basiere eher auf Metaphysik als auf Physik und bezeichnen sie als pseudowissenschaftlich, da sie nicht überprüft werden könne. Schließlich steht und fällt der Anspruch naturwissenschaftlicher Physik mit Daten und Vorhersagen, die überprüft und reproduziert werden können.


    Gemeinsam mit Luis Lehner und weiteren Forscherkollegen ist Johnson derzeit dabei, genau diesen Kritikpunkt zu beseitigen, indem sie an einer Computersimulation der Theorie multipler Universen arbeiten, um diese so erstmals in den Bereich überprüfbarer Wissenschaft zu übertragen: "Wir wollen herausfinden, wie viel überprüfbare Vorhersagen wir aus dem theoretischen Modell extrahieren können und diese (Merkmale und Ereignisse) danach tatsächlich suchen", so Johnson.



    Abb. 2: Im Computermodell kollidiert unser Universum (l.) mit einer anderen Univserums-Blase. | Copyright: Perimeter Institute

    Ein erster Ansatz der Forscher ist die Vorstellung davon, dass die einzelnen Universums-Basen miteinander kollidieren könnten. "In unserem Computermodell des gesamten Multiversums lassen wir zunächst nur zwei Blasen existieren und miteinander zusammenstoßen, um dann herauszufinden, was dabei passiert. Dann platzieren wir einen virtuellen Beobachter an verschiedene Orte, um zu verstehen, was dieser Beobachter jeweils 'sehen' würde."


    Was zunächst als unmögliche Aufgabe erscheint - die Simulation ganzer Universen – ist in Wirklichkeit sogar recht einfach, erläutert der Wissenschaftler. "Diese Computermodelle simulieren natürlich nicht jedes einzelne Atom, jeden Stern, jede Galaxie dieser Universen. Tatsächlich simulieren sie nichts davon. Wir simulieren die Dinge nur in den allergrößten Maßstäben.


    Alles was wir für unser derzeitigen Untersuchungen benötigen ist die Schwerkraft und jenes Material, aus dem die Blasen bestehen - sozusagen die grundlegendste Grundlage der Theorie der multiplen Universen. Diese können wir sehr gut am Computer simulieren und sehen, was wir - ebenfalls im Größtmaßstab - sehen könnten, wenn wir den Himmel betrachten und die Theorie zutreffen sollte.


    Das alles sei für ein entsprechendes Computerprogramm nur ein kleiner Schritt, aber ein großer Schritt in der Erforschung des Konzepts eines Multiversums, so die Forscher weiter. "Dadurch, dass wir überprüfbare Vorhersagen produzieren, übertragen wir das Konzept des Multiversums in den Bereich der Naturwissenschaft.


    Schon jetzt, so erläutert Johnson, könne das Modell einige Facetten bisheriger Theorien rund um das Modell multipler Universen überprüfen und vermutlich ausschließen: "Unsere Modelle zeigen schon jetzt, dass es Dinge gibt, die wir eigentlich (an unserem Himmel) sehen sollten, wenn unser Universum mit einem anderen zusammengestoßen wäre. Da wir diese Dinge aber bislang nicht beobachtet haben, scheint es so, als könnten wir diese Aspekte als unwahrscheinlich schon heute ausschließen."



    Abb. 3: Die neueste und bislang genaueste vollständigen Himmelskarte der kosmischen Hintergrundstrahlung zeigt die Temperaturunterschiede der Hintergrundstrahlung (rot = wärmer / blau = kälter) und die Temperaturirregularitäten rund 380.000 Jahre nach der Entstehung des Universums. | Copyright: ESA and the Planck Collaboration


    Abb. 4: Wie in dieser Simulation sollte die hypothetische Kollision unseres Universums mit einem anderen (s.Abb.2) scheibenförmige Muster hinterlassen haben. In den bisherigen Daten zur kosmischen Hintergrundstrahlung sind solche "Scheiben" jedoch nicht zu sehen (s.Abb.3). | Copyright: Perimeter Institute

    So sollte, laut Johnson, die Kollision zweier Universen innerhalb eines Multiversums eine Art "Scheiben am Himmel" in der kosmischen Hintergrundstrahlung hinterlassen. Da bisherige Abbildungen dieser Hintergrundstrahlung eine solche Scheibe jedoch nicht aufzeigen, könnte dieser Teilaspekt – in diesem Fall also die Kollision unseres Universums mit einem anderen - als eher unwahrscheinlich ausgeschlossen werden.


    Währenddessen sucht das Team um Johnson und Lehner weitere überprüfbare Merkmale, die eine Kollision unserer Blase mit einer anderen hinterlassen haben könnte.


    "Das wichtige an unserer Arbeit", so die Forscher abschließend, "ist der Umstand, dass wir ein Modell vorlegen, mit dem die Theorie des Multiversums erstmals überprüft werden kann. Sollten wir also in einer von vielen Universums-Blasen leben, so werden wir auch in der Lage sei, dies nachzuweisen."


    Matthew Johnson über die aktuelle Arbeit


    Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

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    Quelle: perimeterinstitute.ca

  • Jenseits des Ultraschalls: Fledermäuse nutzen Polarisationsmuster zur Orientierung

    Archiv: Großes Mausohr im Flug. | Copyright: Dietmar Nill / MPG

    Seewiesen (Deutschland) – Während bislang bereits bekannt war, dass Vögel das Polarisationsmuster des Sonnenlichtes in der Atmosphäre nutzen, um ihr Orientierungssystem zu kalibrieren, haben Forscher ausgerechnet bei einer nachtaktiven Säugetierart, dem Großen Mausohr, die Fähigkeit zur Orientierung mit Hilfe von polarisiertem Licht entdeckt. Diese Fledermäuse nutzen das Polarisationsmuster im Abendhimmel, um ihren inneren Kompass zu kalibrieren.

    Wie die Forscher um den Fledermausforscher Stefan Greif vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen gemeinsam mit Kollegen der Queen’s University Belfast Forschern aus Israel aktuell im Fachjournal "Nature Communications" (DOI: 10.1038/ncomms5488) beschreiben, haben sich im Laufe der Evolution vielfältige Sinnesorgane entwickelt, die den einzelnen Arten vielfältige Möglichkeiten geben, ihre Umgebung wahrzunehmen.


    So können zum Beispiel manche Insekten, Fische und Vögel ultraviolettes Licht sehen. Die Wahrnehmung von polarisiertem Licht ist bislang nur bei wenigen Tiergruppen beobachtet worden, hauptsächlich bei Insekten, Vögeln und Reptilien.



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    "Polarisiertes Licht", so erläutert die Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft, "entsteht durch die Streuung des Sonnenlichts in der Atmosphäre. Das dabei entstehende Polarisationsmuster dient vielen Tieren als Kompass. Bekannte Beispiele sind die Orientierung von Honigbienen und Zugvögeln mittels polarisierten Lichts. Auch Menschen sind zu einem gewissen Grad fähig, polarisiertes Licht zu sehen: So genannte Haidinger Büschel erscheinen als diffuse, gelbliche Formen im Auge. Dass Säugetiere diese Sinneswahrnehmung auch nutzen können, war bislang noch nicht bekannt."


    Dass auch das Große Mausohr (Myotis myotis) das polarisierte Licht der Abenddämmerung zur Kalibrierung ihres Orientierungssystems nutzt, das sich wiederum das sich am Erdmagnetfeld der Erde ausrichtet, konnten die Forscher in Experimenten mit 70 Mausohr-Weibchen in der Orlova Chuka-Höhle im Nordosten Bulgariens nachweisen.


    Hierzu setzten sie einen Teil der Tiere einer um 90 Grad verschobenen Polarisationsrichtung zum natürlichen Spektrum aus, der andere Teil der Tiere wurde in die gleichen Boxen, nur ohne Filter, gesetzt. Danach wurden die Tiere in den Boxen an zwei verschiedene, der Ausgangsposition entgegen gesetzte Orte gebracht, lange nach Einbruch der Dunkelheit freigelassen und die darauffolgenden Flugrouten der Tiere mittels kleiner Sender überwacht.


    Das Ergebnis: "Diejenigen Tiere, die bei Sonnenuntergang einem um 90 Grad verschobenen Polarisationsmuster ausgesetzt waren, flogen danach in eine Richtung, die um 90 Grad von der abwich, in welche die Kontrolltiere flogen."


    Mit diesem einfachen Experiment konnten die Forscher erstmals zeigen, dass Fledermäuse das Polarisationsmuster im Abendhimmel nutzen, um ihren inneren Magnetkompass zur Orientierung zu kalibrieren. Wie genau dies funktioniert, ist allerdings noch unklar.


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    Quelle: orn.mpg.de

  • Neuer Kornkreis am Ammersee

    Luftbild der am 18. Juli 2014 am Ammersee entdeckt Kornkreisformation. | Copyright: landstettener-ballonfahrten.de

    Weilheim-Schongau (Deutschland) - Bereits am 18. Juli 2014 entdeckten Ballonfahrer eine neue große und komplexe Kornkreisformation in einem Feld am Ammersee in Bayern. Wie schon im Falle der Kornkreisformation von 2012 nahe Andechs (...wir berichteten) zeichnet sich auch dieser Kornkreis durch seine geometrische Komplexität und Größe aus.

    Entdeckt wurde die Formation in den frühen Abendstunden durch die Besatzung eines Heißluftballons der Landstetter Ballonfahrten: "Bereits vor zwei Jahren entdeckten wir einen Kornkreis in der Nähe des Klosters Andechs. Vor wenigen Tagen trauten wir kaum unseren Augen, als wir bei einer 'Klassischen Ballonfahrten im Fünf-Seen-Land' wieder einen Kornkreis ausmachten; dieses Mal südlich des Ammersees. Die Luftströmung führte uns immer näher an den Kornkreis heran und zuletzt sogar genau darüber hinweg."


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    Weitere Aufnahmen den Kornkreises südlich des Ammersees. | Copyright: landstettener-ballonfahrten.de

    Außer den folgenden Luftaufnahmen liegen uns bislang keine weiteren Informationen vor - auch nicht darüber, wo genau der Kornkreis liegt. Auch der deutsche Kornkreisforscher Andreas Müller (kornkreise-forschung.de) ist derzeit selbst in England auf Forschungsreise und konnte somit die neuen Formation bislang nicht in Augenschein nehmen. Die Größer der Formation schätz Müller auf rund 90 Meter. Aufgrund der fortschreitenden Erntearbeiten, wie sie auch schon auf dem Luftbild in einem Nachbarfeld zu sehen sind, dürfte das neue Muster jedoch schon bald dem Mähdrescher zum Opfer fallen. Schon seit Jahren werden immer wieder Kornkreise im bayrischen Fünf-Seen-Land entdeckt.


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    Quelle: landstettener-ballonfahrten.de, kornkreise-forschung.de

  • Medium Robbert van den Broeke: US-Kameramann dokumentiert erneut Entstehung von Foto-Anomalie

    Dan Drasin und Robbert van den Broeke während der Fotoexperimente im Februar 2014. | Copyright/Quelle: Dan Drasin / robbertvandenbroeke.nl

    Hoeven (Niederlande) - Seit Jahren sorgt das niederländische Medium Robbert van den Broecke nicht nur durch seine Visionen und Vorhersagen von Kornkreisen, sondern auch mittels unzähliger Foto-Anomalien für Aufsehen und kontroverse Diskussionen. Nachdem Robbert von Kritikern und Skeptikern gezielte Manipulation und Fälschung vorgefworfen wurde und wird, gelang es nun dem US-amerikanischen Filmemacher Dan Drasin zum wiederholten Male die Entstehung der Kamera-Anomalien umfangreich zu dokumentieren und eine Manipulation durch v.d. Broeke auszuschließen.

    Schon seit vielen Jahren zeigen sich auf "Schnappschüssen", die Robbert v.d. Broeke mit den unterschiedlichsten Kameras macht, unterschiedliche Anomalien – merkwürdig verzerrte Abbildungen von Gegenständen, Personen und teils bizarren "Wesen", die nicht Teil der natürlichen Fotosituation waren.


    Eine Vielzahl der Foto-Anomalien, die Personen zeigen, konnte entweder als Abbildungen bekannter Persönlichkeiten oder aber als Verwandte jener Menschen identifiziert werden, mit deren Kameras die Foto gemacht wurden - auch wenn Robbert diese Personen noch nie zuvor gesehen hatte und auch nicht über deren Beziehung zu den Kamerabesitzern informiert war.



    Eines von unzähligen Beispielen für eine von Robbert im August 2007 aufgenommenen Fotoanomalien (l.u.m.) und das fotografische Vorbild, eine Aufnahme der 2001 verstorbenen Mutter der anwesenden Zeugin. | Copyright/Quelle: Robbert van den Broeke

    Interessant und nicht weniger bizarr ist jedoch der Umstand, dass all jene Personen, die bislang bereits identifiziert werden konnten, bereits verstorben waren. Handelt es sich also bei Robberts Fotos um eine moderne Variante der klassischen Geisterfotografie?


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    Wohl eher nicht, denn zu den auf Robberts Foto "erscheinenden" Porträts besagter Personen gibt es fast immer ein fasst identisches "fotografisches Vorbild": entweder ein publiziertes Fotos bekannter Persönlichkeiten oder aber Fotos der abgebildeten Personen in den Familienalben der Kamerabesitzer usw.



    Ein auf Robberts Fotos "erschienener" Wehrmachtsoldat (l.) und das fotografische Vorbild als Abbildung im einem Buch über den 2. Weltkrieg (r.). | Copyright: Robbert van den Broeke

    Obwohl es Robbert und die seinen Fall untersuchenden Forscher (u.a. Nancy Talbott) selbst waren, die als erste auf diesen Umstand aufmerksam gemacht hatten, ist es genau diese Situation, die Robbert von Seiten seiner Kritiker und Skeptiker den Vorwurf einbrachte, dass er besagte Fotos manipuliert und fälscht. Entweder dadurch, dass aus den bereits existierenden Fotos die Porträts ausgeschnitten und in den Unschärfebereich der Kameras gehalten wurden oder, dass schon zuvor Fotos mittels Bildbearbeitungsprogrammen manipuliert und auf die Datenchips oder interne Speicher der verwendeten Kameras übertragen und dann trickreich als neue Aufnahmen präsentiert wurden.


    Tatsächlich gibt es außer diesen Vermutungen und Vorwürfen bislang keinen Fall, in dem Robbert ein solches Vorgehen direkt nachgewiesen werden konnte. Auch die Merkmale der oft seltsam verzerrten, teils transparenten und sich nach und nach erst manifestierenden Abbildungen der Gesichter, Personen und Gegenstände konnten bislang noch nicht mittels Tricktechnik und unter den gleichen Bedingungen, unter denen Robbert die Bilder meist ganz spontan erstellt, reproduziert werden.



    Porträt eines bislang unbekannten Mannes auf einem der zahlreichen anomalen Fotos von Robbert van den Broeke. | Copyright/Quelle: Robbert van den Broeke

    Hinzu kommt, dass bereits zahlreiche von Robbert unabhängige Personen, Forscher und Journalisten nicht nur während der Erstellung dieser Aufnahmen direkt anwesend waren und obig beschriebene Manipulationen ausschließen können - Robbert selbst fertigte eine Vielzahl dieser Aufnahmen nicht mit eigenen Kameras an, sondern nutzte die von den Zeugen mitgebrachten Kameras unterschiedlichster Hersteller und Systeme, - von billigen Kleinbildkameras bis hin zu semiprofessionellen Spiegelreflexkameras, mit deren Technik und Umgang er zuvor nicht vertraut war.


    Was sich also auf Robberts Aufnahmen manifestiert, sind mehrheitlich keine "vitalen" Abbildungen vermeintlicher "Geister" sondern "Kopien" bereits existierender Bildvorlagen, die allerdings mehrheitlich bereits verstorbene Personen oder fiktive Charaktere zeigen. Während Robbert in einigen Fällen zwar auch Botschaften der auf diese Weise "erschienenen" Personen erhalten und deren "energetische Anwesenheit" haben will, kann auch er selbst nicht erklären wie und warum, sich diese Bildvorlagen auf den Fotos manifestieren.


    Im Februar 2014 besuchte der US-Filmemacher Dan Drasin Robbert in den Niederlanden und dokumentierte die Erstellung von Foto-Anomalien mittels zweier Videokameras.


    Um jede Manipulation der Fotokamera auszuschließen, brachte Drasin eine eigene Kleinbild-Digitalkamera mit, die über keinen eigenen internen Speicher verfügt. Zudem verwendete Drasin Speicherkarten, wie sie seit mindestens fünf Jahren nicht mehr hergestellt werden (s. Video).


    Dan Drasin | Copyright: dandrasincom.ipage.com

    Jede Speicherkarte wurde nummeriert und die darauf zuvor befindlichen Fotos vor laufender Kamera gelöscht. Während aller Fotoversuche stand Robbert vor einem dunkelblauen Vorhang in dessen Richtung er die Aufnahmen machte und wurde dabei von vorne mittels einer auf einem Stativ befestigten Kamera und zugleich von hinten mittels einer tragbaren Kamera gefilmt. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, dass Robbert während der Aufnahmen keine "Ausschnitte" vor die Linse der Kamera hält.


    Danach wurden die Karten in einen passwort-geschützten Laptopcomputer übertragen. Während der gesamten Prozedur waren sowohl die verwendete Kleinbildkamera, als auch die Speicherkarten und der Computer stets in Sicht des Kamerateams.


    Trotz all dieser Vorsichts- und Kontrollaufnahmen zeigten sich auch auf den hier erstellten Bildern die bekannten Fotoanomalien in Form einer menschlichen Hand und zweier "Porträts" von Friedrich Jürgenson, einem Pionier der Transkommunikationsforschung, der zugleich als Entdecker des Tonbandstimmenphänomens (EVP = Electronic Voice Phenomenon) gilt.



    Fotoanomalie zeigt den Transkommunikations-Pionier Friedrich Jürgenson. | Copyright/Quelle: Dan Drasin / Robbert van den Broeke

    Während der Experimente zeichnete die Stativkamera zugleich ein weiteres, bereits zuvor bekanntes Kamera-Phänomen auf, als die Videoaufnahme trotz gleichbleibender starken Beleuchtung des Raumes plötzlich immer dunkler wird, um sich dann wieder aufzuhellen. Ein solches "Verhalten" der Kamera war dem Team im Umgang mit dem Gerät bislang unbekannt (s.Video).


    Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

    Schon zuvor hatten auch andere Forscher die Entstehung der Fotoanomalien auf ähnliche Weise dokumentiert:


    Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

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    Robbert van den Broeke (l.) und GreWi-Herausgeber Andreas Müller im Sommer 2007. | Copyright: A. Müller (grewi.de)

    Auch GreWi-Herausgeber Andreas Müller be- und untersuchte Robbert van den Broeke im Sommer 2007. Auch auf Fotos, die Robbert mit Müllers Spiegelreflexkamera (Olympus E-330), in deren Handhabung Robbert nicht erfahren war, zeigten sich die bekannten Anomalien. Da die Gesichtsdetails der abgebildeten Person jedoch zu unscharf sind, konnte diese Person bislang nicht identifiziert werden.



    Robberts Aufnahmen mit Müllers mitgebrachter digitalen Spiegelreflexkamera. | Copyright: Andreas Müller (grewi.de) / Robbert van den Broeke

    - Eine ausführliche Dokumentation von Robberts Foto-Anomalien finden Sie HIER


    - Eine Gesamtübersicht zum Fall Robbert van den Broeke finden Sie HIER

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  • Nanteos Cup: Einbrecher stehlen den Heiligen Gral"

    Ansichten des sogenannten Nanteos Cup. | Copyright/Quelle: coflein.gov.uk

    Weston Under Penyard (England) - Der sogenannte "Nanteos Cup" gehört zu den zahlreichen Kelchgefäßen, die im dem Ruf stehen, genau jener Becher zu sein, aus dem Jesus während des Letzten Abendmahls getrunken haben soll und mit dem das Blut des Gekreuzigten aufgefangen wurde. Noch bis vor kurzem befand sich dieser angeblich Heilige Gral als Leihgabe in einem Haus in dem englischen Dorf Weston Under Penyard in der Grafschaft Hertfordshire, von wo jedoch vergangene Woche von Einbrechern entwendet wurde.

    Während eine Datierung des hölzernen Bechers im Jahr 2004 das Gefäß ins 14. Jahrhundert datiert, berichtet die Legende, dass der Kelch einst von Joseph von Josef von Arimathäa oder dessen Söhnen, nach England gebracht worden sein soll, wo er die Grundlage der Gründung einer kleine Kirche in Glastonbury darstellte. Diese Kirche brannte 1184 ab und wurde durch die Abtei von Glastonbury ersetzt, die wiederum im Jahr 1539 von König Heinrich VIII. zerstört wurde, und von der heute nur noch die Ruinen erhalten sind.


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    Später dann soll dieser Gral dann von Mönchen aufbewahrt worden sein von wo er nach der Auflösung des Klosters in schlussendlich in den Besitz der Stedman- und später durch Hochzeiten in den Familienbesitz der Powells-of-Nanteos, die ihn im Familienbesitz Nanteos Mansion und später in einem Banksafe nahe Aberystwyth in Wales aufbewahrt hatte.


    Nach Weston Under Penyard gelangte der 10 x 8,5 Zentimeter große Holzkelch erst kürzlich als Leihgabe an ein schwer erkranktes Familienmitglied – schließlich sprechen die Legenden auch dem "Nanteos Cup" als "Heiliger Gral" heilende Kräfte und Wunderwirkungen zu.


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    Entwendet wurde der Kelch nun bei einem Einbruch der sich während eines Krankenhausaufenthaltes dieses Familienmitglieds zugetragen hatte. Bislang, so die lokale Polizei von West Mercia fehlt sowohl von den Tätern als auch vom Nanteos Cup selbst jegliche Spur.

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    Quelle: westmercia.police.uk

  • Quadrupedie: Vierbeiniger Gang bei Menschen ist keine Rückwärts-Evolution

    Standbild aus einem Testvideo zum Vierbeinigen Gang bei Menschen. | Copyright: Shapiro LJ, et al.

    Austin (USA) - Vier Nachkommen einer in einer entlegenen Bergregion in der Türkei lebenden Familie gehen einzig und allein auf allen Vieren. 2005 untersuchten Wissenschaftler das ungewöhnliche Verhalten der Geschwister. Nachdem zunächst vermutet wurde, dass es sich um einen Fall von rückwärtsgerichteter Evolution handeln könnte, bestätigen neue Untersuchungen nun, dass der vierbeinige Gang der am Uner-Tan-Syndrom (UTS) leidenden Geschwister nichts mit den Eigenschaften des natürlichen vierbeinigen Gangs von Primaten zu tun hat.

    Wie die Anthropologin Liza Shaprio von der University of Texas aktuell im Fachjounral "PLoS One" berichtet, gehen Menschen mit dem Uner-Tan-Syndrom nicht in gleicher diagonal ausgerichteter Schrittfolge auf allen Vieren wie dies menschenartige Primaten tun.


    Zuvor hatte der Mediziner Uner-Tan von der türkischen Cukurova Universität vermutet, dass Menschen mit dem nach ihm benannten Syndrom Beispiele für eine rückwärtige Evolution bzw. "Devolution" seien, anhand derer sich wichtige Rückschlüsse über die Entstehung des menschlichen Aufrechten Gangs ziehen ließen und mit dieser Theorie zugleich eine heftige Kontroverse unter Experten ausgelöst.


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    Während frühere Theorien, die dieser Sicht widersprachen, lediglich vermutet hatten, dass der vierbeinige Gang nur eine Anpassung der Betroffenen auf ihre Unfähigkeit aufrecht und auf zwei Beinen zu gehen sei, kann Shapiro nun zeigen, dass der Gang der vier Geschwister nichts mit der Fortbewegung von nichtmenschlichen Primaten gemein hat.

    In ihrer aktuellen Studie haben die Forscher um Shapiro 518 vierbeinige Gangarten von Menschen mit UTS analysiert, darunter auch die der vier Geschwister, deren Schicksal 2006 in der BBC2-Dokumentation "The Family That Walks on Four" festgehalten wurde (s.Video). Diese haben sie dann mit den Trittmustern gesunder Erwachsener verglichen, die zu Kontrollzwecken gebeten wurden, auf allen Vieren zu gehen.


    - Ein Video dieser Versuche sehen Sie HIER


    In 98 Prozent der analysierten Fälle liefen die Personen in einer quer angeordneten und ablaufenden Sequenz, setzten also immer jeweils einen Fuß und dann die Hand der gleichen Körperseite nacheinander auf.


    Menschenaffen und andere nichtmenschliche Primaten hingegen bewegen sich in einer diagonalen Sequenz - setzten also zunächst einen Fuß der einen Körperhälfte und dann die Hand der anderen Körperhälfte auf, usw.


    "Auch wenn der 'vierbeinige' Gang von Menschen mit UTS ungewöhnlich erscheint, so entspricht er doch genau der Art und Weise zu gehen, mit der sich auch gesunde Menschen auf allen Vieren fortbewegen würden. Somit ist er alles andere als ungewöhnlich", so Shapiro.


    "Wir können also zeigen, dass sowohl die Art und Weise von Quadrupedie bei gesunden Menschen wie auch bei Personen mit einer körperlichen Behinderung alleine das Ergebnis biomechanischer Prinzipien und nicht das evolutiver Entwicklungen sind."


    Die BBC-Dokumentation "The Family That Walks on Four"


    Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

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    Quelle: utexas.edu

  • Kornkreise 2014: Farmer mähen neuste Kornkreise aus dem Feld, sobald sie entdeckt werden

    Die neuste Kornkreisformation nahe Marlborough in Wiltshire, entdeckt am 15. Juli 2014. | Copyright: Steve Alexander, temporarytemples.co.uk

    Avebury (England) - Unfrieden im Kornkreis-Land: Konnten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die neusten Kornkreise meist mehr oder weniger problemlos begangen und damit auch untersucht und auch von Touristen besucht werden, haben sich die Farmer in der südenglischen Grafschaft Wiltshire seit zwei Jahren dazu entschlossen, neue Kornkreise unmittelbar nach deren Entdeckung aus den Feldern zu mähen - ein Verlust nicht nur für die Erforschung des Phänomens sondern auch für den lokalen Kornkreis-Tourismus. Versuche von Forschern und Kornkreisfreunden den Ärger und zugleich Verlust der Bauern zu minimieren und so die Kornkreise zu erhalten, scheitern bislang jedoch mehrheitlich.


    Grafische Rekonstruktion. | Copyright: Andreas Müller, kornkreise-forschung.de

    Auch die aktuellste Kornkreisformation, entdeckt am Abend des 15. Juli 2014 in einem Feld nahe Marlborough, fiel schon am nächsten Nachmittag dem Mähdrescher zum Opfer, noch bevor das Muster eingehend untersucht werden konnte. Was bleibt sind immerhin Luftaufnahmen der geometrisch beeindruckenden Formation und Aufnahmen von Besuchern, die noch vor dem Mähdrescher einen Blick auf das Innere der Formation werfen konnten.



    Weitere Luftaufnahme. | Copyright: Steve Alexander, temporarytemples.co.uk




    Aufnahmen aus dem Innern der Formation. | Copyright: Annemieke Witteveen, annemiekewitteveen.blogspot.com


    Quadkopter-Aufnahme. | Copyright: Paul Smith


    Schon seit dem frühen Nachmittag des 16. Juli zeigt das Feld nahe Marlborough nur noch eine herausgemähte "Kornkreisnarbe". | Copyright: Copyright: Annemieke Witteveen, annemiekewitteveen.blogspot.com

    Ein Ähnliches Schicksal wurde auch schon früheren Kornkreisen in der Region um Avebury und im Pewsey Valley nahe Alton Barnes zuteil - während Kornkreise am West Kennett Long Barrow, zu denen der Farmer Besuchern des Zugang erlaubte, von Unbekannten zerstört wurden (...wir berichteten).



    Drei weitere "Narben" im Kornkreisland. Hier am Steinkammergrab von West Kennett nahe Avebury. | Copyright: MrGyro.co.uk

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    Ebenfalls seit nunmehr zwei Jahren sind einige Kornkreisforscher vor Ort darum bemüht, die Interessen der betroffenen Bauern mit jenen der Kornkreis-Forscher und interessierten Touristen unter einen Hut zu bringen.


    Einer dieser Ansätze ist der "Crop Circle Access Pass", den die niederländische Kornkreisforscherin Monique Klinkenbergh gemeinsam mit Kollegen, lokalen Behörden und dem lokalen Bauernverband nach dem Vorbild einer Kurtaxe organisiert hat. Mit dem "Crop Circle Access Centre" gibt es ein das Konzept begleitendes Kornkreis-Informationszentrum in dem sich Interessierte über die neusten Kornkreise und darüber informieren können, welche Kornkreise mit Zustimmung des Bauern auch problemlos besucht werden können. Nach besagtem Vorbild einer Kurtaxe - jedoch auf freiwilliger Basis - können Besucher für 10 Pfund (rund 13 Euro) einen "Access Pass" erwerben und mit diesem guten Gewissens jene Kornkreise besuchen, deren Bauern im Rahmen dieses Projekts Eintritt in ihre Felder gewähren. "Der Zugang zu den Kornkreisen, deren Farmer diese zum Besuch freigeben, ist jedoch nicht zwingend mit dem Erwerb des Passes verbunden. Es ist ein Kontrollwerkzeug – viel eher eine Art freiwillige Abgabe zum Ausgleich des Ernteausfalls durch den Kornkreis an den betroffenen Bauern", erläutert Monique Klinkenbergh. "Der Erlös dieses Systems geht zurück an die betroffenen Bauern, um so deren Ernteausfall und die Schäden durch die vielen Besucher zumindest teilweise wieder auszugleichen. Einige der Bauern geben diese Einnahmen dann an karitative Einrichtungen weiter.


    Doch das Access-Pass-System ist weit mehr als eine Kornkreis-Kurtaxe, erläutert Klinkenbergh: "Jahrzehntelang gab es weder für die an den Kornkreisen interessierten Besucher noch für die betroffenen Bauern, deren Felder plötzlich von Forschern und Touristen durchwandert wurden, ein koordinierendes System, das die Interessen beider Seiten berücksichtigte und ein gutes Miteinander ermöglichte. Nach vielen Jahren, in denen gerade die Farmer mehr Ärger als Freunde an ihren Kornkreisen und vor allem mit den oft ungebetenen und unerlaubten Besuchern hatten, haben sie sich viele Bauern seit zwei Jahren dazu entschlossen, neue Kornkreise direkt aus den Feldern zu mähen. Was aus Sicht der Farmer mehr als verständlich erscheint, war und ist aber nicht nur ein großer Verlust für die Erforschung und Dokumentation dieses eigentlich so wunderschönen und friedlichen Phänomens, sondern auch für den lokalen Tourismus."


    Darüber hinaus hat Klinkenberg gemeinsam mit dem deutschen Kornkreisforscher, Sachbuchautor (...und GreWi-Herausgeber) Andreas Müller (kornkreise-forschung.de) eine Ausstellung zum Thema Kornkreise, ihre Erforschung und zum Stand der Kornkreisforschung organisiert und kuratiert, die derzeit im kulturhistorischen "Wiltshire Museum" in Devizes gezeigt wird und bislang auf großes Interesse stößt (...wir berichteten).



    Die Kuratoren der derzeitigen Kornkreis-Ausstellung im Wiltshire Museum in Devizes, Monique Klinkenbergh und Andreas Müller in ihrer Ausstellung. | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

    "Das Konzept der Ausstellung geht von davon aus, dass es auch ein echtes - also nicht von Menschen mit mechanischen Mitteln erzeugtes - Phänomen gibt", erläutern Klinkenbergh und Müller. "Dafür zeigen wir die Indizien, Beweise und Hintergründe. In den vergangen Jahrzehnten wurde das Phänomen in den Medien meist nur als das Werk zweier Rentner, von Studenten und Scherzbolden dargestellt. Mit dieser Ausstellung in einem kulturhistorischen Museum wollen wir dazu beitragen, dass dieses einseitige Zerrbild wieder etwas zurechtgerückt wird."


    "Mit dem 'Access Pass' hoffen wir, wieder etwas Entspannung in die Beziehung zwischen Bauern, Forschern und Kornkreis-Touristen bringen zu können", erläutert Monique Klinkenbergh abschließend und Müller fügt hinzu: "Dazu soll natürlich auch die Kornkreis-Ausstellung im Wiltshire Museum beitragen. Viele Bauern und Anwohner von Kornkreisfeldern wissen erstaunlich wenig über das Phänomen. Neben den Kornkreis-Freunden soll unsere Ausstellung also vor allem auch den Menschen vor Ort die Hintergründe und Faszination dieses Phänomens aus Sicht der Forschung nahebringen."


    Doch trotz aller Mühen und Aufwende stehen die Forscher weiterhin vor einen großen Problem: Solange die Bauern, als wichtiger Teil und Partner des Konzepts die Bemühungen zwar wertschätzen, gleichzeitig aber dennoch neue Kornkreise unmittelbar nach Entdeckung aus den Feldern mähen, nutzt das beste Besucher- und Koordinationskonzept nicht viel.


    Jetzt hoffen die Kornkreisforscher auf die nächste Formation und darauf, dass auf die Landwirte ihren Teil der Bemühungen einhalten werden...


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  • Erdartige Böden: Mikrobisches Leben auf dem Mars wahrscheinlich

    Aufnahmen des NASA-Mars-Rovers "Curiosity" offenbare urzeitliche, erdartige Böden auf dem Mars. | Copyright: NASA

    Eugene (USA) - Im innern eines rund 3,7 Milliarden Jahre alten Marskraters haben US-Forscher erdartige Böden entdeckt, die die Existenz von mikrobischem Leben nahelegen, wie es selbst heute noch auf dem Mars existieren könnte. "Würden wir solche Böden irgendwo auf der Erde finden, so würden wir sie mit großer Sicherheit als das Resultat von biologischen Prozessen deuten", so der Autor der aktuellen Studie.

    Wie der international anerkannte Experte für alte und fossile Böden Geologe, Gregory Retallack von der University of Oregon aktuell im Fachjournal "Geology" (DOI: 10.1130/G35912.1) berichtet, offenbaren neuen Aufnahmen der mobilen Laboreinheit "Curiosity" erdartige Bodenstrukturen wie aufgebrochene Oberflächen, ellipsenförmige Hohlräume und Konzentrationen bestimmter Sulfate und Tonerden eine Zusammensetzung des Bodens, wie sie der von Böden in den Antarktischen Trockentälern und in der Atacamawüste auf der Erde entsprechen.


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    "Die Bilder waren der erste Hinweis, der dann von den Daten des Rovers bestätigt wurde", kommentiert Retallack seine Schlussfolgerungen. "Die neuen Daten der chemischen und mineralischen Analyse zeigen eindeutige Spuren chemischer Verwitterung und die Ansammlung von Mineralien, genau so, wie wir sie in einigen irdischen Böden erwarten würden und wie sie nahezu eindeutig auf die Aktivität von Mikroben hinweisen."


    "Wenn wir eine derartige Zusammensetzung in irgendwelchen irdischen Böden finden würden, so würden wir sie mit großer Sicherheit als das Resultat von biologischen Prozessen deuten."


    Zwar stehe der Nachweis solcher einstigen oder sogar heute noch aktiven Mikroben weiterhin aus, doch zeige die neue Analysen zumindest, dass der Mars eins wesentlich feuchter und wärmer war als heute und vor rund drei Milliarden Jahren ein durchaus lebensfreundlicher Planet war.


    "Diese Entdeckung ist ebenso wichtig wie faszinierend, zeigt sie doch - dass wir wahrscheinlich nur noch genauer suchen müssen, um Leben (auf dem Mars) zu finden", so Retallack abschließend.



    Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

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    Quelle: uoregon.edu

  • Weitere Kornkreise auch in Deutschland und Österreich
    Saarbrücken (Deutschland) - Die Kornkreis-Saison 2014 ist im vollen Gange und auch in Deutschland und Österreich wurden neue Exemplare gefunden. Hier erste Information zu diesen Funden, die einige Fragen aufwerfen.

    Nachdem aufgrund erster Meldungen zum ersten deutschen Kornkreis des Jahres nahe Landau (...wir berichteten) bekannt wurde, dass sich in unmittelbarer Nähe auch noch ein zweiter kleiner Kornkreis befindet, der hier ebenfalls schon seit Anfang Juni zu sehen ist, wurde mittlerweile auch noch eine dritte Kornkreisformationen in den dortigen Feldern entdeckt.






    Kornkreise Nummer 2 (oben) und 3 (mitte u. unten) nahe Landau. | Copyright/Quelle: Finn Wissing, kornkreise-forschung.de

    Nachdem das Feld noch am 7. Juli 2014 leer gesehen worden war, wurde Formation Nummer drei dann am 12. Juli erstmals entdeckt. Im Großraum Landau-Pirmasens gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Kornkreise. Da die meisten früheren Exemplare in der Gegend von Müller jedoch als Fälschungen erkannt wurden, zeigt sich der Forscher auch angesichts der heurigen Muster zumindest vorsichtig: "Anhand der mir vorliegenden Aufnahmen zeigt sich die Machart dieser Kreise als sehr struppig und durcheinander", kommentiert Kornkreisforscher Andreas Müller (kornkreise-forschung.de). Was und ob dies etwas über die Herkunft der Kreise aussagt, kann ich nicht sagen, da es mir leider nicht möglich war, die Formationen selbst in Augenschein zu nehmen."


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    Auch aus Österreich gibt es derweil den ersten Kornkreis des Jahres 2014 zu vermelden: Wie die lokalen "Bezirksblätter" aus Zwettl in Niederösterreich berichten, habe "eine Leserin (...) vergangene Woche im Rahmen einer Radtour etwas 'Außergewöhnliches' entdeckt. Beim sogenannten Hofer-Kreisverkehr in Zwettl fiel der Radfahrerin in einem Getreidefeld eine sehr markante Kreisformation auf. Der übermittelte Schnappschuss beweist tatsächlich, dass diese Kreation nicht zufällig entstanden sein kann. Ungeklärt bleibt jedoch, was dieses Zeichen zu bedeuten hat oder ob es bislang auch in anderen Feldern des Waldviertels entdeckt wurde."



    Aktueller Kornkreis im österreichischen Waldviertel nahe Zwettl. | Copyright/Quelle: privat / meinbezirk.at

    Andreas Müller zeigt sich angesichts dieser Meldung allerdings etwas verwundert: "Dieser angebliche 'Schnappschuss' erscheint mir alles andere als mal eben so vom Fahrrad aus geschossen. Vielmehr scheint es so, als sei die Perspektive sehr genau geplant und das Bild aus einiger Höhe heraus entstanden. Für den Schnappschuss eines Laien, ist das alles recht gut in Szene gesetzt und das Symbol erstaunlich gut zu erkennen.


    Skizze des Symbols. | Copyright/Quelle: grewi.de

    Möglich, dass es vor Ort Möglichkeiten für eine solche Draufsicht auf den Kornkreis gibt - vielleicht einen Jägerhochsitz oder ähnliches - und diese Aspekte so einfach erklärt werden können. Wie und warum aber die Zeitung auf die Idee kommt, dass das gleiche Muster auch in anderen Feldern im Waldviertel gefunden worden sein soll, erscheint mir ebenfalls etwas merkwürdig." Was das Muster selbst darstellt, weiß auch der Kornkreisforscher bislang noch nicht.


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    Quellen: kornkreise-forschung.de, meinbezirk.at

  • DEGUFO-Österreich veröffentlicht umfangreiches Pressearchiv Deutschland 1954-2012

    Wien (Österreich) - Auf ihrer Internetseite hat die österreichische Vertretung der Deutschsprachigen Gesellschaft für UFO-Forschung (DEGUFO, degufo.at) ein umfangreiches Archiv zu UFO-Zeitungsberichten und Bildreportagen aus deutschen Medien von 1954 bis 2012 veröffentlicht. Wie schon das erst vor wenigen Wochen veröffentlichte österreichische UFO-Pressearchiv (...wir berichteten), so steht auch dieses nun kostenfrei online zur Verfügung.

    "Mit diesen Veröffentlichungen nimmt die DEGUFO-Österreich eine Vorreiterrolle in der UFO-Forschung ein und beteiligt sich damit auch an der Arbeit des DEGUFO-Archivs", kommentiert der erste Vorsitzende der DEGUFO, Alexander Knörr und führt weiter aus: "Die Aufbereitung und das kostenlose zur Verfügung stellen der UFO-Zeitungsarchive der DEGUFO-Österreich sind erste Vorboten des geplanten DEGUFO-Onlinearchivs, an dem im Hintergrund gearbeitet wird, und in dem noch viele weitere UFO-Dokumente, Bildmaterial, Zeitschriften und mehr der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden sollen."

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    "Die aktuelle Charge", so erläutert der Wiener Regionalstellenleiter der DEGUFO Mario Rank, "stellt einen Auszug aus dem Gesamtarchiv der DEGUFO dar. "Sie umfasst auf 886 Seiten und 212 MB Datenvolumen mit UFO-Zeitungsberichte und Bildreportagen aus deutschen Medien von 1954 bis 2012. Diese sind natürlich chronologisch sortiert und entsprechend aufbereitet. Anhand dieser Sammlung erhält der Leser einen guten Eindruck über die Berichterstattung der vergangenen Jahre und Jahrzehnte.

    - Das DEGUFO-Pressearchiv Deutschland finden Sie unter: www.degufo.at/pressearchiv-deutschland


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    Quelle: degufo.at

  • Asteroid Vesta stellt Planetenentstehungs-Modelle in Frage

    Das Innenleben von Vesta (Grafik). | Copyright: EPFL

    Bern (Schweiz) - Computersimulationen des Aufbaus des felsplanetenähnlichen Asteroiden bzw. Kleinplaneten Vesta erlaubten erstmals Rückschlüsse dessen Innenleben und liefern zugleich eine Überraschung: Die Kruste des Asteroiden scheint viel dicker zu sein als angenommen, und der darunterliegende Mantel, der den Kern umhüllt, viel dünner. Das bedeutet, dass Aufbau und die Entstehung von Planeten - auch der Erde - anders sein könnten als bisher gedacht.

    Wie der Berner Astrophysikers Martin Jutzi und Kollegen aktuell im Fachjournal "Nature" (DOI: 10.1038/nature13499) berichten, zeigten schon seine früheren Simulationen, wie Vesta durch den Zusammenprall mit zwei Meteoriten seine elliptische Form erhielt (...wir berichteten). In den neuen Simulationen untersuchten die Forscher, wie zwei gewaltige, 80 Kilometer tiefe Krater durch Meteoriteneinschläge auf Vesta entstehen konnten und wie die Zusammensetzung der Gesteine auf der Oberfläche von Vesta nach den großen Meteoriteneinschlägen aussehen sollte.


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    Ein Vergleich mit den Daten der "Dawn"-Mission brachte zutage, dass etwas fehlte: Das Mineral Olivin, der Hauptbestandteil des Mantelmaterials, das nach einem so tiefen Einschlag eigentlich überall auf der Oberfläche herumliegen sollte, war nicht auffindbar. "Wir gingen von einer Krustendicke von 30 Kilometern aus", erläutert Jutzi. "Dass aber kein Olivin aus der darunterliegenden Mantelschicht vorhanden ist, zeigt, dass die Meteoriten die Kruste trotz ihrer Einschlagstiefe von 80 Kilometern nicht durchdringen konnten und diese also viel dicker sein muss als angenommen."


    Diese neuen Erkenntnis verschiebt zugleich auch die Proportionen: Wenn die Kruste dicker ist als 80 Kilometer, muss der darunterliegende Mantel wiederum viel dünner sein. Dies lässt auch auf eine andere Zusammensetzung des Materials schließen. "Möglicherweise wurde die Kruste durch im Mantel gebildete vulkanische Brocken verdickt, die teilweise an die Oberfläche gelangten", sagt Jutzi. Dies wirft neue Fragen auf, wie Vesta, aber auch die Erde und andere Planeten zusammengesetzt sind und wie sie entstanden sind.


    WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
    Computersimulation bestätigen: Doppeleinschlag gab Protoplaneten Vesta sein heutige Form 14. Februar 2014
    NASA-Wissenschaftler rätseln: Fließendes Wasser auf Asteroid Vesta? 7. dezember 2012
    Raumsonde entdeckt unerwartete Oberflächenmerkmale auf Asteroid Vesta 23. März 2012
    Auf Asteroid Vesta könnte es Wasser geben 26. Januar 2012
    Dawn-Sonde liefert faszinierende Nahaufnahmen von Asteroid Vesta 22. Dezember 2011
    Ist der Asteroid Vesta in Wirklichkeit ein erdartiger Planet?
    13. Dezember 2011
    Asteroid Vesta in Nahaufnahmen und in 3D 2. Dezember 2011
    Neue Asteroidenkarte bestätigt gewaltigen Meteoriteneinschlag auf Vesta 20. September 2011
    Mission Dawn: Überraschungen auf Asteroid Vesta 16. September 2011


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    Quelle: unibe.ch

  • 67P/Tschurjumow-Gerasimenko: Ziel-Komet der Rosetta-Mission entpuppt sich als zwei Objekte

    Interpolierte Aufnahmen zeigen den Kometen "67P/Tschurjumow-Gerasimenko" am 11. Juli 2014 und offenbaren dessen ungewöhnliche Form bzw. Zusammensetzung. | Copyright: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA (Quelle: BBC)

    Göttingen (Deutschland) - Es sind nur noch wenige Wochen, dann wird die europäische Kometen-Sonde "Rosetta" mit dem Kometen "67P/ Tschurjumow-Gerasimenko" ihr Ziel erreichen und in eine Umlaufbahn um den kosmischen Schneeball eintreten. Jetzt hat die Sonde mit ersten Nahaufnahmen des Kometen eine Überraschung zur Erde gefunkt: Bei "67P" scheint es sich nicht nur um ein einziges sondern um zwei verbundene Objekte aber zumindest um zwei Kometenkerne zu handeln. Forscher stehen vor einem Rätsel und vermuten, dass es sich sogar um zwei Objekte unterschiedlicher Herkunft handeln könnte.

    UPDATE 17./18. Juli 2014
    - Eine Animation der neusten Aufnahmen - nun vom 14. Juli 2014 - finden Sie HIER

    Erst vor wenigen Tagen hatte das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) Bilder der des Kamerasystem "OSIRIS" an Bord der Sonde veröffentlicht, die den Kometen am 4. Juli in einem Abstand von etwa 37000 Kilometern zeigen. Schon diese Aufnahmen ließen erahnen, dass der Komet eine ungewöhnliche Gestalt besitzt.



    Aufnahmen der Rosetta-Sonde zeigen den Zielkometen "67P" am 4. Juli noch stark verpixelt. Doch schon hier offenbarte sich seine ungewöhnliche Form. Die untere Bildreihe zeigt die aufnahmen interpoliert. | Copyright: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA (interpoliert: grewi.de)

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    Die neusten Aufnahmen der OSIRIS-Kamera zeigen den Kometen nun am 11. Juli 2014 schon wesentlich deutlicher und stellen die Astronomen zugleich vor ein Rätsel: Wie es scheint, handelt es sich um zwei Objekte, die schwerkraftmäßig aneinander gebunden sind, einen sogenanntes "binary conatct"-Objekt.


    Wie der Komet zu dieser unerwarteten Form bzw. Konstellation gekommen ist, ist derzeit noch ein Rätsel. Einige Wissenschaftler vermuten sogar, dass die beiden Teile von "67P" sogar unterschiedlicher Herkunft sein könnten.


    Die gestern von der BBC vorab veröffentlichten Aufnahmen (s.Abb.o) zeigen die am 11. Juli erstellten Bilder interpoliert. D.h. die immer noch verpixelten Aufnahmen wurden weich gezeichnet, um so die nun "gerundeten" Formen besser erkennen zu können.


    Am 6. August 2014 soll die Sonde endgültig in eine Umlaufbahn um den Kometen eintreten und das knapp 5 Kilometer große Objekt in einem Abstand von 70 Kilometern umrunden. Nachdem die Sonde das Schwerkraftfeld von "67P" vermessen hat, wird sich "Rosetta" dem kosmischen Schneeball auf 30 Kilometer annähern, die Oberfläche genau kartieren und nach einem geeigneten Landeort für die Landeeinheit Philae suchen, der dann am 11. November auf dem Kometen landen soll. Rosetta wird damit die erste Mission in der Geschichte sein, die einen Kometen anfliegt, ihn auf seinem Weg um die Sonne begleitet und eine Landeeinheit auf seiner Oberfläche absetzt.


    - Mit einer offiziellen Veröffentlichung der obig gezeigten Bilder vom 11. Juli 2014 wird noch diese Woche gerechnet...


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    Quelle: BBC, ESA, mps.mpg.de

  • 10.000 Jahre alt: Zeigen neuentdeckte Höhlenmalereien in Indien vorgeschichtliche Raumschiffe und außerirdische Besucher?

    Vorzeitliche "Astronautengötter" in Raumanzügen (o.) oder frühgeschichtliche Fantasie? | Copyright/Quelle: Times of India, / Amit Bhardwa

    Charma (Indien) - Indischen Medienberichten zufolge suchen Archäologen des Chhattisgarh State Department of Archaeology and Culture derzeit Interpretationshilfe bei NASA und der indischen Raumfahrtorganisation ISRO - vermuten sie doch, dass neuentdeckte Höhlenmalereien in der Region Charma im indischen Bundesstaat Chhattisgarh frühgeschichtliche Raumschiffe und außerirdische Besucher zeigen könnten. Die Abbildungen selbst sollen rund 10.000 Jahre alt sein. Eine offizielle Bestätigung durch die Behörden liegt bislang jedoch noch nicht vor.
    UPDATE 17.07.2014
    Wie es scheint, sind die fraglichen Höhlen- und Wandmalereien doch keine Neuentdeckung sondern schon länger bekannt. Eine Bildergalerie der frühgeschichtlichen Felsenbilder von Gotitola finden Sie HIER
    Wie indische Medien (darunter die "Times of India") berichten, wurden die Wand- und Höhlenmalereien rund 130 Kilometer von Raipur entfernt in Höhlen in der Nähe der Dörfer Chandelu und Gotitola in der Region Charma im Distrikt Kanker der Stammesregion Bastar entdeckt und auf eine Alter von 10.000 Jahren datiert.


    Zeigt dieses Höhlenbild raumfahrenden Rohela-Menschen? | Copyright/Quelle: Times of India, / Amit Bhardwa

    Die "Times of India" zitiert des Archäologen JR Bhagat, der in den Darstellungen frühzeitliche Besuche von Außerirdischen erkennen will: "Die Entdeckung legt nahe, dass die frühzeitlichen Menschen sich Wesen von anderen Planeten vorgestellt oder diese sogar selbst gesehen haben." Zugleich gesteht Bhagat gegenüber der Zeitung aber auch ein, dass es derzeit in Chhattisgarh "keinen Experten in dieser Angelegenheit" gebe.


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    Allerdings gebe es in den Dörfern vor Ort zahlreiche Glaubensvorstellungen, die sich auf die heute noch verehrten Wandmalereien beziehen. Einige dieser Geschichten sollen von den sogenannten "Rohela" - also den Kleinwüchsigen - berichten, die einst in runden Flugobjekten vom Himmel auf der Erde landeten und Menschen aus den Dörfern mit sich nahmen, so der Zeitungsbericht weiter.


    Zeigt diese Darstellung ein dreibeiniges Flugobjekt der Rohela? | Copyright/Quelle: Times of India / Amit Bhardwa

    "Die Abbildungen wurden mit natürlichen Farben auf die Wände aufgetragen und sind trotz ihres Alters noch erstaunlich gut erhalten", erläutert der Archäologe. "Die Wesen scheinen waffenartige Objekte in den Händen zu halten, weisen selbst aber keine klaren Merkmale auf. Besonders auffallend ist die Abwesenheit von Nasen und Mündern. In einigen Bildern scheint es zudem fasst so, als tragen die Wesen eine Art Raumanzug mit Antennen. Die Abgebildeten (Flug-)Objekte scheinen auf Landebeinen zu stehen. Angesichts dieser Abbildungen können wir aber auch nicht ausschließen, dass die prähistorischen Menschen sich diese Dinge auch nur vorgestellt und dann abgebildet haben."


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    Quelle: http://timesofindia.indiatimes.com

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